Nachdem der Südamerika-Teil unserer Weltreise beendet ist, verrate ich dir wie versprochen unsere Reisekosten dafür.

Zunächst stelle ich dir unsere Reiseroute vor, damit zu abschätzen kannst, wo und wir wir gereist sind.

Du kannst natürlich im Inhaltsverzeichnis direkt zu den Abschnitten über die einzelnen Kosten für die Reise springen.

Die Reiseroute durch Südamerika

Argentinien

Unsere Reise durch Südamerika dauerte knapp vier Monate. Die Reiseroute führte uns von Buenos Aires – wo wir drei Wochen zum Akklimatisieren verbrachten – entlang des Rio Paraná in den Norden Argentiniens zu den Iguazú-Wasserfällen.

Auf dem Weg machten wir in Rosario, Santa Fe, Corrientes und Posadas halt. Besonders begeistert hat uns der Aufenthalt im Naturpark Esteros de Iberá.

Von Iguazú aus ging es mit einem Inlandsflug in den wunderbaren Nordwesten Argentiniens, wo wir Salta und Tilcara besuchten. Das grandiose Andenpanorama in dieser recht entlegenen Ecke Argentiniens hat uns verzaubert.

Chile

Per Autobus fuhren wir über den Paso de Jama nach Chile.

In San Pedro de Atacama unternahmen wir die Ausflüge zu den Geysiren und ins Valle de la Luna. Dann starteten wir unsere Tour durchs Altiplano und die Salar de Uyuni in Bolivien. Dementsprechend fielen in San Pedro de Atacama viele Kosten für Touren an, die man sich dort auch gut bezahlen lässt.

Am Ende unserer Reise durch Südamerika kehrten wir wieder nach Chile zurück. Von Peru aus fuhren wir ins zauberhafte Iquique, wo es dicke Seelöwen, Geisterstädte wie Humberstone im Hinterland und ein buntes Volksfest in La Tirana zu sehen und erleben gab.

Der nächste Stopp war die Hafenstadt Antofagasta, von wo aus wir das größte Teleskop der Welt in der Einsamkeit der Atacama-Wüste besuchten.

Von Santiago de Chile aus flogen wir für eine Woche auf die Osterinsel. Riesige Moai-Skulpturen, geheimnisvoller Vogelmann-Kult und die Weite des Pazifischen Ozeans machten das Loch in der Reisekasse wett.

Bolivien

Aber zunächst ging es von San Pedro de Atacama aus in einer dreitägigen Jeep-Tour durchs bolivianische Altiplano. Die faszinierende Wüstenlandschaft mit Lagunen und Vulkanen erlebten wir bei eisigen Temperaturen. Höhepunkt war natürlich die strahlend weiße, endlose Fläche des Salzsees Salar de Uyuni.

Wegen Streiks und Straßensperren in Bolivien mussten wir unsere ursprünglich geplante Route ändern. So ging es statt mit dem Bus nach Sucre mit dem Flieger nach La Paz. La Paz gehörte eindeutig zu den positiven Überraschungen, denn wir hatten nicht viel von der Stadt erwartet.

Copacabana am Titicasee war unser letztes Ziel in Bolivien, bevor es entlang des Titicacasees nach Peru ging.

Peru

Am Titicacasee machten wir in Puno halt, wo wir die Uro besuchten. Sie leben auf schwimmenden Schilfinseln auf dem See in einer eigenen Welt.

Als nächstes erreichten wir Cusco, die alte Hauptstadt der Inka. Cusco ist ein Must-See in Peru und Ausgangspunkt für die Besichtigung von Machu Picchu. Das war als UNESCO-Welterbestätte und modernes Weltwunder natürlich mit relativ hohen Kosten verbunden. Aber wie sagt man so schön: once in a lifetime…

Nachdem wir nun so einige Wochen in den kalten Höhen der Anden verbracht hatten, sehnten wir uns nach etwas Wärme. So buchten wir von Cusco aus einen Flug ins peruanische Amazonasgebiet nach Puerto Maldonado. Eine faszinierende Woche im Dschungel war die Reisekosten definitiv wert.

Als letzte Station in Peru lag Arequipa auf unserer Reiseroute. Dort gefiel es uns ausnehmend gut. Von dort aus organisierten wir unsere Tour zum Colca-Canyon auf eigene Faust, was das Reisebudget schonte und ein tolles Erlebnis war.

Den weiteren Verlauf unserer Reiseroute durch Südamerika habe ich im Abschnitt über Chile beschrieben, denn von Arequipa aus überquerten wir die Grenze nach Chile.

 

 

Ich hatte ja schon mal eine Aufstellung der Ausgaben für die ersten drei Monate unserer Reise in Südamerika gemacht. Die vervollständige ich nun mit dem Juli, in dem wir uns in Peru und hauptsächlich in Chile aufgehalten haben. 

Aufteilung unserer Reisekosten in Südamerika

Wir teilen unsere Reisekosten in folgende Hauptkategorien auf:

Kosten für Unterkunft

Wir mieten uns eine Wohnung über Airbnb, wenn wir mindestens ein paar Tage an einem Ort sein wollen. Das hat den Vorteil, dass wir in der Regel eine Küche zur Verfügung haben und selber kochen können. So müssen wir nicht immer in Restaurants gehen oder uns an Imbissbuden durchfuttern. Das schont die Reisekasse.

Wenn wir nur kurz an einem Ort sind oder keine Airbnb-Optionen vorhanden sind, gehen wir in ein Hostel. Hier legen wir Wert auf ein Doppelzimmer mit eigenem Bad. Aus dem Dorm-Alter sind wir eindeutig heraus – Backpacking hin oder her… Ansonsten darf der Standard gerne einfach sein. Hauptsache sauber und die Gastgeber sind freundlich.

Kosten für Essen

Hier führen wir auf, welche Kosten wir für Lebensmittel, Restaurantbesuche, Imbiss oder Café zwischendurch in Südamerika hatten.

Da wir viel in AirBnb-Wohnungen genächtigt haben, haben wir oft selber gekocht. In Santiago de Chile haben wir die gut ausgestattete Küche sogar genutzt, um Brot zu backen.

Glas mit gelbem Smoothie.

Ein leckerer Smoothie darf auch mal sein

Gerne holen wir unsere Lebensmittel auf lokalen Märkten oder in kleinen Läden. Auf Märkten gibt es auch oft die Gelegenheit, gut und preiswert typische Spezialitäten zu essen.

Dennoch ist ein Restaurantbesuch von Zeit zu Zeit natürlich auch sehr schön.

Transportkosten

Hierunter fällt zum einen die Reise zum nächsten Ziel, in Südamerika meist mit dem Bus. Die Fernbus-Verbindungen sind hervorragend, man kommt eigentlich überall hin. In Argentinien und Chile ist die Qualität und der Komfort der Busse höher als das, was wir in Europa gewöhnt sind. In Peru und besonders in Bolivien muss man da eher schon mal Abstriche machen.

Ab und zu gönnen wir uns einen Inlandsflug, wenn es zu lange dauern würde, mit dem Bus zu reisen oder die Verbindungen sehr schlecht sind.

Zum anderen gehört dazu der Transport vor Ort, wie Taxikosten oder innerstädtische Busse.

Busfahrer in Chile.

Im Micro kommst du preiswert ans Ziel.

Sights

Touren und Eintritte – was man halt sehen will in Südamerika. Das Preisniveau reicht von lächerlich günstig bis zu europäischem Niveau bei den Top-Sights.

Kosten für Sonstiges

Alles, was nicht unter die anderen Kategorien passt. Ob neue Zahnbürste, Medikamente, Reparaturen, Ersatz, Wäsche waschen, Postkarten  aus Südamerika für die Lieben daheim – viele Kleinigkeiten summieren sich hier. Dazu gehört auch der Posten „Wer-weiß-wofür“, unter dem wir die unerklärlichen Differenzen zwischen Ist- und Soll-Bestand verbuchen.

Hier nun die Aufstellung unserer Reisekosten in unseren vier Monaten Reisen in Südamerika. Alle Werte gelten für zwei Personen und sind in Euro: 

 AprilMaiJuniJuli
LandArgentinienArgentinien, ChileBolivien, PeruPeru, Chile
Hostel05730705
AirBnB1188261545322
Unterkunft gesamt11888345451027
Lebensmittel328229117227
Imbiss515512280
Restaurant191415260208
Essen gesamt570699499515
Touren26051086762
Eintritte5317213159
Sights gesamt313682998121
Boot00130
Bus14135979230
Flug01321320
Auto00057
Taxi46433350
Transport gesamt187534257337
Sonstiges100305134355
Kosten gesamt2358335924332355

April 

Land: Argentinien.

Die Kosten für Transport waren sehr niedrig, da wir ja zum Beginn unserer Reise drei Wochen in Buenos Aires waren.

Dafür war die Wohnung in Buenos Aires relativ teuer, was sich in den Unterkunftskosten niederschlägt.

Mai

Überwiegend in Argentinien, Ende des Monats Chile.

Teurer Monat. Hier schlägt zu Buche, dass wir immer weniger Airbnbs fanden und in Hostels unterkamen, die keine Küchennutzung boten. So stiegen die Essenskosten durch mehr Restaurantbesuche.

Mit den Iguazú-Fällen und der Salar-de-Uyuni-Tour  standen zwei Top-Attraktionen in Südamerika mit hohen Preisen für Eintritte und Touren auf dem Programm.

Iguazu-Fälle in Argentinien.

Die Iguazu-Fälle in Argentinien sind den Eintritt wert

San Pedro de Atacama ist ein teures Pflaster, was sich in den Unterkunftspreisen bemerkbar macht.

Bei den Transportkosten schlug der Flug von Puerto Iguazú nach Salta zu Buche, der uns aber zwei aufeinander folgende Nachtbusfahrten ersparte. Da gilt es Komfort gegen Kohle abzuwägen. In unserem Fall haben wir uns für Komfort entschieden.

Juni

Land: Bolivien und Peru

Ordentlich reingehauen haben die Ausgaben für Touren. Machu Picchu war sehr teuer, dazu kam noch die Dschungeltour im Amazonasgebiet.

Machu Picchu in Peru.

Die Tour nach Machu Picchu war teuer.

Ansonsten zeigen sich die beiden Länder als preiswerte Ziele. Die Preise für die Unterkünfte sind sehr günstig, und auch das Essen ist preiswert. Wir haben oft auf dem Markt gegessen, wo warme Gerichte nur 2 – 3 Euro kosten.

Bei den Transportkosten ist wieder ein Flug nach Puerto Maldonado (Amazonas) dabei. Die Reisen mit dem Bus waren sehr preiswert. Dafür ließ allerdings in Bolivien auch der Reise-Komfort zu wünschen übrig. Man kann eben nicht alles haben ;-)

Juli

Land: Peru und Chile mit der Osterinsel. Die letzten zwei Tage waren wir schon in Australien, die habe ich nicht mitgerechnet.

In Chile haben wir – wenn möglich – wieder Unterkünfte über Airbnb gebucht. Die Preise für Hostels sind in Chile merklich höher als in Peru. Das gilt insbesondere für die Osterinsel und schlägt sich deutlich in den Kosten nieder.

In Chile haben wir uns mit Bussen fortbewegt. Die Reise zur Osterinsel war mit unserem RTW-Ticket abgedeckt. Ansonsten wäre das ein erheblicher Kostenfaktor geworden, da es keine billigen Flüge zur Osterinsel gibt.

Auch die Lebenshaltungskosten sind auf der Osterinsel deutlich höher als im restlichen Chile. Wir haben vieles vorher in Santiago eingekauft, aber frische Sachen mussten wir natürlich vor Ort erwerben. Daher sind die Kosten fürs Essen leicht gestiegen.

Moai-Statuen auf der Osterinsel.

Die Osterinsel ist ein lohnenswertes Ziel

Die Kosten für Sonstiges sind relativ hoch, da wir in Chile einkaufen waren und einiges an elektronischen Artikeln wie SD-Kartenadapter fürs ipad, noise-reduction- Kopfhörer sowie Ersatz für beschädigte Sachen angeschafft haben. Außerdem hatten wir über 100 Euro in der Rubrik „Wer-weiß-wofür“ – von denen wissen wir nicht, wofür wir sie ausgegeben haben.

Insgesamt haben wir trotz der teuren Osterinsel im Juli einen der preiswertesten Reise-Monate gehabt. Wie man auf der Osterinsel Geld sparen kann, kannst du in diesem Artikel nachlesen.     

Im Mittel haben wir in Südamerika zu zweit monatlich 2626 Euro ausgegeben, pro Tag 68,10 Euro für zwei Personen. Damit sind wir unter unserem gesetzten Budget geblieben, dass 3000 Euro pro Monat für uns beide vorsah.

Das wird sich sicher ändern, wenn wir in Australien und Neuseeland unterwegs sind. Auch darüber werden wir euch auf dem Laufenden halten.