Nachdem der Südamerika-Teil unserer Weltreise beendet ist, verrate ich euch wie versprochen unsere Reisekosten dafür.

Ich hatte ja schon mal eine Aufstellung der Ausgaben für die ersten drei Monate unserer Reise in Südamerika gemacht. Die vervollständige ich nun mit dem Juli, in dem wir uns in Peru und hauptsächlich in Chile aufgehalten haben. 

Wir teilen unsere Reisekosten in folgende Hauptkategorien auf:

Kosten für Unterkunft

Wir mieten uns eine Wohnung über Airbnb, wenn wir mindestens ein paar Tage an einem Ort sein wollen. Das hat den Vorteil, dass wir in der Regel eine Küche zur Verfügung haben und selber kochen können. So müssen wir nicht immer in Restaurants gehen oder uns an Imbissbuden durchfuttern.

Wenn wir nur kurz an einem Ort sind oder keine Airbnb-Optionen vorhanden sind, gehen wir in ein Hostel. Hier legen wir Wert auf ein Doppelzimmer mit eigenem Bad. Aus dem Dorm-Alter sind wir eindeutig heraus – Backpacking hin oder her…

Kosten für Essen

Hier führen wir auf, welche Kosten wir für Lebensmittel, Restaurantbesuche, Imbiss oder Café zwischendurch in Südamerika hatten.

Glas mit gelbem Smoothie.

Ein leckerer Smoothie darf auch mal sein

Wenn wir die Möglichkeit haben, kochen wir gerne selber.

Transportkosten

Hierunter fällt zum einen die Reise zum nächsten Ziel, meist mit dem Bus. Ab und zu gönnen wir uns einen Inlandsflug, wenn es zu lange dauern würde, mit dem Bus zu reisen oder die Verbindungen sehr schlecht sind.

Zum anderen gehört dazu der Transport vor Ort, wie Taxikosten oder innerstädtische Busse.

Busfahrer in Chile.

Im Micro kommst du preiswert ans Ziel.

Sights

Touren und Eintritte – was man halt sehen will in Südamerika.

Kosten für Sonstiges

Alles, was nicht unter die anderen Kategorien passt. Ob neue Zahnbürste, Medikamente, Reparaturen, Ersatz, Wäsche waschen, Postkarten  aus Südamerika für die Lieben daheim – viele Kleinigkeiten summieren sich hier. Dazu gehört auch der Posten „Wer-weiß-wofür“, unter dem wir die unerklärlichen Differenzen zwischen Ist- und Soll-Bestand verbuchen.

Hier nun die Aufstellung unserer Reisekosten in unseren vier Monaten Reisen in Südamerika. Alle Werte gelten für zwei Personen und sind in Euro: 

 AprilMaiJuniJuli
LandArgentinienArgentinien, ChileBolivien, PeruPeru, Chile
Hostel05730705
AirBnB1188261545322
Unterkunft gesamt11888345451027
Lebensmittel328229117227
Imbiss515512280
Restaurant191415260208
Essen gesamt570699499515
Touren26051086762
Eintritte5317213159
Sights gesamt313682998121
Boot00130
Bus14135979230
Flug01321320
Auto00057
Taxi46433350
Transport gesamt187534257337
Sonstiges100305134355
Kosten gesamt2358335924332355

April 

Land: Argentinien.

Die Kosten für Transport waren sehr niedrig, da wir ja zum Beginn unserer Reise drei Wochen in Buenos Aires waren.

Mai

Überwiegend in Argentinien, Ende des Monats Chile.

Teurer Monat. Hier schlägt zu Buche, dass wir immer weniger Airbnbs fanden und in Hostels unterkamen, die keine Küchennutzung boten. So stiegen die Essenskosten durch mehr Restaurantbesuche.
Mit den Iguazú-Fällen und der Salar-de-Uyuni-Tour  standen zwei Top-Attraktionen in Südamerika mit hohen Preisen für Eintritte und Touren auf dem Programm.

Iguazu-Fälle in Argentinien.

Die Iguazu-Fälle in Argentinien sind den Eintritt wert

San Pedro de Atacama ist ein teures Pflaster, was sich in den Unterkunftspreisen bemerkbar macht.
Bei den Transportkosten schlug der Flug von Puerto Iguazú nach Salta zu Buche, der uns aber zwei aufeinander folgende Nachtbusfahrten ersparte.

Juni

Land: Bolivien und Peru
Ordentlich reingehauen haben die Ausgaben für Touren. Machu Picchu war sehr teuer, dazu kam noch die Dschungeltour im Amazonasgebiet.

Machu Picchu in Peru.

Die Tour nach Machu Picchu war teuer.

Ansonsten zeigen sich die beiden Länder als preiswerte Ziele. Die Preise für die Unterkunft sind sehr günstig und auch das Essen ist preiswert. Wir haben oft auf dem Markt gegessen, wo warme Gerichte nur 2 – 3 Euro kosten.
Bei den Transportkosten ist wieder ein Flug nach Puerto Maldonado (Amazonas) dabei. Die Reisen mit dem Bus waren sehr preiswert. Dafür ließ allerdings in Bolivien auch der Reise-Komfort zu wünschen übrig. Man kann eben nicht alles haben ;-)

Juli

Land: Peru und Chile mit der Osterinsel. Die letzten zwei Tage waren wir schon in Australien, die habe ich nicht mitgerechnet.

In Chile haben wir – wenn möglich – wieder Unterkünfte über Airbnb gebucht. Die Preise für Hostels sind in Chile deutlich höher als in Peru. Das gilt insbesondere für die Osterinsel und schlägt sich deutlich in den Kosten nieder.

In Chile haben wir uns mit Bussen fortbewegt. Die Reise zur Osterinsel war mit unserem RTW-Ticket abgedeckt. Ansonsten wäre das ein erheblicher Kostenfaktor geworden, da es keine billigen Flüge zur Osterinsel gibt.

Auch die Lebenshaltungskosten sind auf der Osterinsel deutlich höher als im restlichen Chile. Wir haben vieles vorher in Santiago eingekauft, aber frische Sachen mussten wir natürlich vor Ort erwerben. Daher sind die Kosten fürs Essen leicht gestiegen.

Moai-Statuen auf der Osterinsel.

Die Osterinsel ist ein lohnenswertes Ziel

Die Kosten für Sonstiges sind relativ hoch, da wir in Chile einkaufen waren und einiges an elektronischen Artikeln wie SD-Kartenadapter fürs ipad, noise-reduction- Kopfhörer sowie Ersatz für beschädigte Sachen angeschafft haben. Außerdem hatten wir über 100 Euro in der Rubrik „Wer-weiß-wofür“ – von denen wissen wir nicht, wofür wir sie ausgegeben haben.

Insgesamt haben wir trotz der teuren Osterinsel im Juli einen der preiswertesten Reise-Monate gehabt. Wie man auf der Osterinsel Geld sparen kann, kannst du in diesem Artikel nachlesen.     

Im Mittel haben wir in Südamerika zu zweit monatlich 2626 Euro ausgegeben, pro Tag 68,10 Euro für zwei Personen.

Das wird sich sicher ändern, wenn wir in Australien und Neuseeland unterwegs sind. Auch darüber werden wir euch auf dem Laufenden halten.