Von Sal­ta aus geht es wei­ter nach Nor­den, in die Queb­ra­da de Huma­hu­a­ca. Das ist eine 130 Kilo­me­ter lan­ge Schlucht, die sich von Süd nach Nord durch die Anden zieht. Wegen des Far­ben- und For­men­reich­tums ihrer Fel­sen wur­de sie zum UNESCO-Welt­erbe ernannt.

Wir wäh­len das klei­ne Dorf Til­ca­ra als unse­ren Stand­ort, um von dort aus die Queb­ra­da de Huma­hu­a­ca zu erkun­den. Und damit ihr euch vor­stel­len könnt, wie es in einem Anden­dorf zugeht, haben wir ein Video mit typi­schen Situa­tio­nen über Til­ca­ra gedreht:

Til­ca­ra – ein stau­bi­ger Ort im Nord­wes­ten Argen­ti­ni­ens

Die­ses Video anse­hen auf You­Tube.

Wir hof­fen, hier dem grau­en Wet­ter zu ent­flie­hen und unse­re Rech­nung geht auf. Bei strah­len­dem Son­nen­schein und T‑S­hirt-Tem­pe­ra­tu­ren stei­gen wir aus dem Bus. Sobald die Son­ne unter­geht, wird es aller­dings bit­ter­kalt, denn wir sind hier auf fast 2500 Meter Höhe.

Wolkenglühen bei Sonnenuntergang

Wol­ken­glü­hen bei Son­nen­un­ter­gang

Stau­bi­ge Stra­ßen prä­gen den Ort, der von wun­der­schö­nen Berg­gip­feln ein­ge­rahmt ist. Wir mer­ken, dass uns die dün­ne Luft zu schaf­fen macht, die leich­ten Anstie­ge brin­gen uns schnell zum Keu­chen. Gut, dass wir fast eine Woche hier ein­ge­plant haben, um uns an die Höhe zu akkli­ma­ti­sie­ren, bevor es wei­ter hin­auf in die Anden und ins Alti­pla­no geht.

Dorfkirche vor blauem Himmel - schön!

Dorf­kir­che vor blau­em Him­mel – schön!

Wir wan­dern zu einer rekon­stru­ier­ten Inka-Fes­tung. Bevor wir uns die­se anschau­en, lockt uns der bota­ni­sche Gar­ten am Ein­gang. Es gibt Kak­te­en, Kak­te­en und Kak­te­en zu sehen.

Kakteen, hier die großen Atacama-Kakteen

Kak­te­en, hier die gro­ßen Ata­ca­ma-Kak­te­en

Außer­dem einen Glo­cken­stein, der durch eine beson­de­re mine­ra­li­sche Zusam­men­set­zung beim Drauf­klop­fen klingt und zwar an jeder Stel­le anders.

Konzert am Glockenstein, Ringel dirigiert

Kon­zert am Glo­cken­stein, Rin­gel diri­giert

Wei­ter­hin sor­gen eine klei­ne Her­de Lamas und ein Gua­na­ko für tou­ris­ti­sche Freu­de.

Lama, davon gab's mehrere

Lama, davon gab’s meh­re­re

Guanako, als Einzelgänger oder in Einzelhaft?

Gua­na­ko, als Ein­zel­gän­ger oder in Ein­zel­haft?

Die rekon­stru­ier­ten Rui­nen waren, nun ja, ganz nett. Bes­ser war der Blick von dem Fes­tungs­hü­gel auf die spek­ta­ku­lä­re Land­schaft rund­um.

Die Formen! Die Farben!

Die For­men! Die Far­ben!

Der nächs­te Aus­flug geht mit dem Lini­en­bus ins 23 Kilo­me­ter ent­fern­te Pur­ma­mar­ca. Dort gibt es den Cer­ro de los sie­te colo­res, den Berg der sie­ben Far­ben. Vom Ort aus gibt es einen Wan­der­weg, der durch die atem­be­rau­ben­de Land­schaft führt.

Erst mal ziemlich monochrom, aber schon nicht übel

Erst mal ziem­lich mono­chrom, aber schon nicht übel

Suchbild ;-)

Such­bild ;-)

Und hier wird's bunt

Und hier wird’s bunt

Nach einem Tag Pau­se, an dem wir unse­re Unter­kunft wech­seln (wir möch­ten ger­ne mal wie­der warm duschen) und ansons­ten in der Son­ne chil­len, geht es zum nächs­ten Aus­flug nach Huma­hu­a­ca, dem namens­ge­ben­den Ort der Queb­ra­da.

Humahuaca Hauptbahnhof

Huma­hu­a­ca Haupt­bahn­hof

Als wir am Bus­termi­nal aus­stei­gen, steht gleich ein jun­ger Mann vor uns, der uns eine Exkur­si­on zum Hor­no­cal, dem Berg der vier­zehn Far­ben anbie­tet. Genau da wol­len wir hin. Mit einem Pick­up wer­den wir von den etwa 3000 Meter Höhe, auf denen Huma­hu­a­ca liegt, auf 4320 Meter hoch gefah­ren. Dabei erzählt Fah­rer Fran­cis­co unun­ter­bro­chen, von Fak­ten bis zu Legen­den aus der Regi­on.

14 Farben sollen es sein

14 Far­ben sol­len es sein

Ringel ruht sich auf einer Kakteenholzbank aus

Rin­gel ruht sich auf einer Kak­te­en­holz­bank aus

Über Serpentinen und Schotterpiste zurück nach unten - sofern man 3000 m als unten bezeichnen möchte

Über Ser­pen­ti­nen und Schot­ter­pis­te zurück nach unten – sofern man 3000 m als unten bezeich­nen möch­te

Wir haben die Höhe gut ver­tra­gen. So vor­be­rei­tet, kön­nen wir am nächs­ten Tag in den Bus stei­gen, der uns quer über die Anden ins chi­le­ni­sche San Pedro de Ata­ca­ma brin­gen soll.  (G)