Von Salta aus geht es weiter nach Norden, in die Quebrada de Humahuaca. Das ist eine 130 Kilometer lange Schlucht, die sich von Süd nach Nord durch die Anden zieht. Wegen des Farben- und Formenreichtums ihrer Felsen wurde sie zum UNESCO-Welterbe ernannt.

Tilcara

Wir wählen das kleine Dorf Tilcara als unseren Standort, um von dort aus die Quebrada de Humahuaca zu erkunden. Und damit ihr euch vorstellen könnt, wie es in einem Andendorf zugeht, haben wir ein Video mit typischen Situationen über Tilcara gedreht:

Tilcara - ein staubiger Ort im Nordwesten Argentiniens
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Wir hoffen, hier dem grauen Wetter zu entfliehen und unsere Rechnung geht auf. Bei strahlendem Sonnenschein und T-Shirt-Temperaturen steigen wir aus dem Bus. Sobald die Sonne untergeht, wird es allerdings bitterkalt, denn wir sind hier auf fast 2500 Meter Höhe.

Wolkenglühen bei Sonnenuntergang

Wolkenglühen bei Sonnenuntergang

Staubige Straßen prägen den Ort, der von wunderschönen Berggipfeln eingerahmt ist. Wir merken, dass uns die dünne Luft zu schaffen macht. Die leichten Anstiege bringen uns schnell zum Keuchen. Gut, dass wir fast eine Woche hier eingeplant haben, um uns an die Höhe zu akklimatisieren, bevor es weiter hinauf in die Anden und ins Altiplano geht.

Dorfkirche vor blauem Himmel - schön!

Dorfkirche vor blauem Himmel -- schön!

Wir wandern zu einer rekonstruierten Inka-Festung. Bevor wir uns diese anschauen, lockt uns der botanische Garten am Eingang. Es gibt Kakteen, Kakteen und Kakteen zu sehen.

Kakteen, hier die großen Atacama-Kakteen

Kakteen, hier die großen Atacama-Kakteen

Außerdem einen Glockenstein, der durch eine besondere mineralische Zusammensetzung beim Draufklopfen klingt und zwar an jeder Stelle anders.

Konzert am Glockenstein, Ringel dirigiert

Konzert am Glockenstein, Ringel dirigiert

Weiterhin sorgen eine kleine Herde Lamas und ein Guanako für touristische Freude.

Lama, davon gab's mehrere

Lama, davon gab’s mehrere

Guanako, als Einzelgänger oder in Einzelhaft?

Guanako, als Einzelgänger oder in Einzelhaft?

Die rekonstruierten Ruinen waren, nun ja, ganz nett. Besser war der Blick von dem Festungshügel auf die spektakuläre Landschaft rundum.

Die Formen! Die Farben!

Die Formen! Die Farben!

Nach Purmamarca zum Cerro de los siete colores

Der nächste Ausflug geht mit dem Linienbus ins 23 Kilometer entfernte Purmamarca. Dort gibt es den Cerro de los siete colores, den Berg der sieben Farben. Vom Ort aus gibt es einen Wanderweg, der durch die atemberaubende Landschaft führt.

Erst mal ziemlich monochrom, aber schon nicht übel

Erst mal ziemlich monochrom, aber schon nicht übel

Suchbild ;-)

Suchbild ;-)

Und hier wird's bunt

Und hier wird’s bunt

Hinauf nach Humahuaca

Nach einem Tag Pause, an dem wir unsere Unterkunft wechseln (wir möchten gerne mal wieder warm duschen) und ansonsten in der Sonne chillen, geht es zum nächsten Ausflug nach Humahuaca, dem namensgebenden Ort der Quebrada.

Humahuaca Hauptbahnhof

Humahuaca Hauptbahnhof

Als wir am Busterminal aussteigen, steht gleich ein junger Mann vor uns, der uns eine Exkursion zum Hornocal, dem Berg der vierzehn Farben anbietet. Genau da wollen wir hin. Mit einem Pickup werden wir von den etwa 3000 Meter Höhe, auf denen Humahuaca liegt, auf 4320 Meter hoch gefahren. Dabei erzählt Fahrer Francisco ununterbrochen, von Fakten bis zu Legenden aus der Region.

14 Farben sollen es sein

14 Farben sollen es sein

Ringel ruht sich auf einer Kakteenholzbank aus

Ringel ruht sich auf einer Kakteenholzbank aus

Über Serpentinen und Schotterpiste zurück nach unten - sofern man 3000 m als unten bezeichnen möchte

Über Serpentinen und Schotterpiste zurück nach unten -- sofern man 3000 m als unten bezeichnen möchte

Wir haben die Höhe gut vertragen. So vorbereitet, können wir am nächsten Tag in den Bus steigen, der uns quer über die Anden ins chilenische San Pedro de Atacama bringen soll.