Da wir durch unse­re Kajak­tour durch den Grand Can­yon schon mal im Süd­wes­ten der USA waren, häng­ten wir noch eine Woche dran, mie­te­ten einen klei­nen Jeep und mach­ten eine Run­de durch die groß­ar­ti­gen Natio­nal­parks.

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Aus Las Vegas fuh­ren wir mit einem Umweg, um den gigan­ti­schen Hoo­ver Dam zu besich­ti­gen in das beschau­li­che­re Flagstaff. IMGP0997Dies wäre noch etwas beschau­li­cher, wenn nicht stän­dig Züge unter lau­tem Hupen durch die Stadt füh­ren. Man soll­te bei der Wahl der Unter­kunft unbe­dingt die Ent­fer­nung zur Bahn­li­nie in Betracht zie­hen.

Natür­lich durf­te der NP Monu­ment Val­ley nicht feh­len. Die cha­rak­te­ris­ti­schen roten Fel­sen kennt man aus gefühlt jedem zwei­ten Wes­tern.

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Von dort aus ging es nach Mesa Ver­de in Colo­ra­do. Der Natio­nal­park liegt auf fast 2000 Meter Höhe, und hat daher  ein ange­nehm fri­sches Kli­ma nach den Wüs­ten­tem­pe­ra­tu­ren im Flach­land. Nachts waren wir froh, die war­men Dau­nen­schlaf­sä­cke ein­ge­packt zu haben!

Hier fin­det man unter über­hän­gen­den Fel­sen die Cliff Dwel­lings: Stein­be­hau­sun­gen der Ana­sa­zi, die vor rund 800 Jah­ren errich­tet wur­den und schon lan­ge vor der Ein­wan­de­rung der Wei­ßen wie­der auf­ge­ge­ben wor­den waren.

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Teil­wei­se kön­nen sie nur über aben­teu­er­li­che Klet­ter­par­ti­en erreicht wer­den.

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Nach der Abküh­lung in den Höhen Colo­ra­dos ging es wie­der run­ter ins wüs­ten­hei­ße Utah. In der Nähe der klei­nen Stadt Moab liegt der Arches Natio­nal­park, mit vie­len Fels­bö­gen, die ihm den Namen gaben.

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Auf der ande­ren Sei­te der Haupt­stra­ße führt eine Stra­ße zum Can­yon­lands NP und zum Dead Hor­se Point Sta­te Park, wo wir auf einem der schöns­ten Camp­grounds die­ses Trips über­nach­te­ten. Der Park liegt auf dem Hoch­pla­teau, von dem aus man in die Tie­fen der Colo­ra­do-Schlucht blickt. Tief unten mäan­dert der Fluß zwi­schen senk­rech­ten Fels­wän­den dahin.

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Mor­gens wur­den wir durch äsen­de Wüs­ten­re­he geweckt, die an den tro­cke­nen Büschen rund um unser Zelt knus­per­ten.

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Im Capi­tol Reef Natio­nal­park bega­ben wir uns auf die Spu­ren der Mor­mo­nen, die Mit­te des 19. Jahr­hun­derts hier hin gezo­gen waren, weil ihre Reli­gi­on mit der Viel­wei­be­rei in den öst­li­chen Bun­des­staa­ten nicht mehr tole­riert wur­de. Auf der Pilgrim’s Wall, einer Fels­wand in einer engen Schlucht haben die Durch­rei­sen­den ihre Namen geritzt.

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In der Nähe des berühm­ten Bryce Can­yon Natio­nal­park schlu­gen wir unser Zelt im Kodachro­me Basin Sta­te Park auf. Rund­um von Fels­wän­den umge­ben, die von Rot­braun im unte­ren bis nahe­zu schnee­weiß im obe­ren Teil chan­gie­ren war dies ein wei­te­res Camp-High­light auf der Tour. Außer­dem war es hier im Gegen­satz zum wuse­li­gen Bryce Can­yon Cam­ping­platz ange­nehm ruhig.

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Bryce Can­yon ist atem­be­rau­bend! Oran­ge­ro­te Fels­na­deln zie­hen sich in rie­si­gen Kes­seln durchs Tal, über­all ent­deckt man bizar­re Türm­chen, Bogen und ande­re For­men. Es ist natür­lich viel los hier, doch sobald man die Haupt-Tou­ris­ten­stra­ße für eine klei­ne Wan­de­rung ver­lässt, ist es gleich viel ruhi­ger.

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Für Zion Natio­nal Park reich­te unse­re Zeit lei­der nicht mehr, wir erhasch­ten nur auf der Durch­fahrt ein paar Bli­cke auf die wei­ßen Fels­for­ma­tio­nen.

Und wer jetzt rich­tig Lust auf den Süd­wes­ten der USA bekom­men hat: tol­le und aus­führ­li­che Infor­ma­tio­nen bie­tet die Sei­te von Sil­ke von Save­tra­vels