Mit unseren Marokko-Reisetipps wollen wir dir helfen, deinen individuellen Urlaub in Marokko zu planen.

Hier haben wir alles gesammelt, was wir an Infos für unsere Marokko-Reise zusammengetragen haben. Ein kleiner Mini-Reiseführer für deine individuelle Rundreise.

Von allgemeinen Infos, die du zur Vorbereitung deines Urlaubs brauchst, bis zu Sehenswürdigkeiten, Routen, Verkehrsmitteln und Aktivitäten. Hier findest du in kompakter Form alles, um unbeschwert planen zu können.

Fehlen dir noch Infos? Dann ab in die Kommentare mit deiner Frage und wir schauen, ob wir die Reisetipps direkt ergänzen können.

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Reisevorbereitung und Planung

Wo liegt Marokko?

Marokko ist eines der maghrebinischen Länder und liegt an der westlichen Ecke Nordafrikas. Es hat sowohl eine Küste am Mittelmeer als auch am Atlantik. Im Osten grenzt es an Algerien. Im Süden liegt die von Marokko besetzte Westsahara und Mauretanien.

Die Hauptstadt von Marokko ist Rabat. Die Flagge von Marokko zeigt einen goldenen Stern auf rotem Untergrund.

Das Land wird von der Gebirgskette von Anti-Atlas, Mittlerer Atlas und Hoher Atlas (von Süd nach Nord) durchzogen. Nach Osten und Süden breitet sich die Sahara aus.

Was ist die beste Reisezeit für Marokko?

Das Land hat unterschiedliche Klimazonen, die zu unterschiedlichen Zeiten bereist werden können.

Für Freunde von Wanderungen und Trekkingtouren im Gebirge ist der Sommer ideal. Auf den Höhen wird es nicht zu heiß. In anderen Jahreszeiten kann es schon sehr kühl werden.

Bei Reisen in die Sahara solltest du das Frühjahr oder den Herbst wählen. Im Sommer wird es tagsüber unerträglich heiß und im Winter bitterkalt in der Wüste.

Die Ebenen und Strände können ganzjährig besucht werden. Im Winter muss man im Norden allerdings manchmal mit Regen rechnen. An der südlichen Atlantikküste (Agadir) ist das ganze Jahr Badewetter, vorausgesetzt die durchgängig kühle Temperatur des Atlantik schreckt dich nicht.

Hochsaison ist über Weihnachten, in den Osterferien und im Juli und August. Dann steigen die Preise und Strände und Sehenswürdigkeiten sind überfüllt. Wenn möglich, meide diese Zeit.

Vor deiner Marokko-Reise solltest du dich auch vergewissern, ob gerade Ramadan ist. In dieser Zeit kann es schwierig sein, tagsüber geöffnete Cafés und Restaurants zu finden, außer in Touristenzentren. Oft sind die Menschen tagsüber müde und gereizt vom Fasten.

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Empfehlenswerte Reiseführer für Marokko:

Stefan Loose Marokko

Reise Know-How Marokko

Lonely Planet Marokko

Anreise und Einreise

Die meisten Touristen werden Marokko von Deutschland aus mit dem Flugzeug erreichen. Es gibt viele Verbindungen von verschiedenen Flughäfen aus. Auch in Marokko gibt es zahlreiche Flughäfen, die du ansteuern kannst, z. B. Marrakesch, Casablanca, Agadir oder Tanger. Sowohl Billigflieger als auch Linienfluggesellschaften fliegen dort hin.

Das Fliegen nicht gut fürs Klima ist, wissen wir ja alle.

Auch wir verzichten nicht immer aufs Fliegen, wenn uns ein Urlaubsziel lockt.

Auf jeden Fall kompensieren wir den von uns erzeugten CO2-Ausstoß, indem wir für Ausgleichsprogramme spenden, die an anderer Stelle Projekte zum Klimaschutz fördern, z. B. über Atmosfair.

Wenn du mehr Zeit hast, ist grundsätzlich auch eine Anreise über Land möglich.

Per Zug und Fähre kannst du über Algeciras in Spanien nach Marokko reisen. Auch mit dem eigenen Fahrzeug kannst du das Land gut bereisen. Marokko ist gerade im Winter ein beliebtes Ziel für Wohnmobiltouristen. Fährverbindungen gibt es von Algeciras nach Tanger oder Ceuta und von Almeria nach Nador oder Melilla.

Einreise nach Marokko

Für die Einreise brauchst du einen Reisepass (Personalausweis reicht nicht!), der noch mindestens sechs Monate gültig ist. Ein Visum benötigst du nicht.

Kann man eine Marokko-Rundreise individuell unternehmen?

Ein ganz klares Ja!

Marokko lässt sich wunderbar auf eigene Faust bereisen. Im Norden kannst du mit Zügen oder Bussen das Land erkunden. Für den südlichen Teil empfiehlt sich ein Leihwagen.

Hier geht es zu unserem Bericht über unseren Roadtrip Marokko und die Route mit dem Mietwagen.

Ist Marokko gefährlich?

Eine der meist gestellten Fragen bei der Reise in ein fremdes Land ist die nach der Sicherheit.

Seit dem „Arabischen Frühling“ haben viele Menschen ein mulmiges Gefühl, wenn sie in arabische Länder reisen. In Marokko ist die Lage jedoch sehr entspannt. Es gilt als das sicherste der nordafrikanischen Länder. Auf der Seite des Auswärtigen Amtes kannst du dich über Reise- und Sicherheitshinweise informieren. Allerdings sind die Hinweise dort von einer sehr großen Vorsicht geprägt.

Das Auswärtige Amt empfiehlt, das umstrittene Gebiet der Westsahara zu meiden. Aus rechtlichen Gründen kann es dort keinen konsularischen Schutz bieten. Wenn du in die Westsahara reist, solltest du dich an die bestehenden Straßen und Wege halten, denn gerade im Inneren gibt es noch Landminen.

Besonders in touristischen Gebieten kommt es wie überall zu Kleinkriminalität wie Taschendiebstahl. Pass also im Gewimmel gut auf deine Wertgegenstände auf oder lass sie gleich im Hotelzimmer. Insgesamt ist die Kriminalität in Marokko jedoch nicht sehr hoch.

Sollte es doch zu einem Diebstahl gekommen sein und du benötigst eine Verlustanzeige von der Polizei, mach dich auf langwierige bürokratische Abläufe gefasst. Überleg dir gut, ob dir das deine wertvolle Zeit im Urlaub wert ist.

Notfall-Telefonnummer in Marokko:

19 oder 119

Reisetipps Gesundheit: Reiseimpfungen, Hygiene und medizinische Versorgung

Du brauchst keine speziellen Reiseimpfungen, wenn du einen Urlaub in Marokko planst. Die Grundimpfungen, die du zu Hause haben solltest, sollten aktuell sein: Tetanus, Diphtherie, Kinderlähmung.

Wenn du das Land individuell bereist, ist es sinnvoll gegen folgende Krankheiten geimpft zu sein:

  • Hepatitis A (Leberentzündung durch verunreinigte Lebensmittel)
  • Hepatitis B (Leberentzündung durch Kontakt mit Blut oder Sex)
  • Tollwut (es gibt viele streunende Katzen in Marokko)
  • Typhus (durch verunreinigte Lebensmittel)

Typische Erkrankungen sind Durchfälle. Du kannst sie durch gute Hygiene vermeiden. Wir haben immer eine Packung Desinfektionsgel in der Tasche, das nach jedem Toilettenbesuch und vor jeder Mahlzeit zum Einsatz kommt.

Du solltest für deine Reise nach Marokko auf jeden Fall eine Auslands-Krankenversicherung abschließen. Die gesetzliche Krankenkasse in Deutschland übernimmt nicht die Kosten für eine Behandlung.

Ärztinnen und Ärzte sind in der Regel gut ausgebildet, oft haben sie in Europa studiert. Sollte eine Behandlung im Krankenhaus notwendig werden, suche nach Möglichkeit eine Klinik in einer größeren Stadt auf.

Welche Sprache spricht man in Marokko?

Marokko hat drei Amtssprachen: Französisch, Arabisch und Berber (das sich in die drei Sprachen Tamazight, Taschelhit und Tarifit unterteilt).

Schild mit dreisprachiger Beschilderung.

Dreisprachige Beschilderung: Arabisch, Berberisch und Französisch.

In touristischen Gebieten sprechen viele Menschen Englisch. Abseits der üblichen Pfade ist es hilfreich, wenn du ein paar Worte Französisch beherrscht. Arabisch brauchst du nicht, aber die Menschen freuen sich natürlich, wenn du „hallo“ und „danke“ in ihrer Sprache sagen kannst.

Mini-Sprachführer Marokko

DeutschFranzösischArabisch
Guten TagBonjourAs salamu alaikum (kurz: Salam)
Auf WiedersehenAu revoirBislama
oder Masalam
dankemercishukran
bitte (als Antwort auf Danke)de rienla shukran ala waschib
bitte (als Aufforderung)s'il vous plaîtafak
DeutschlandAllemagneAlmanya
Entschuldigung!Pardon!almaʿṯirah
jaouilye
neinnonla
Die Rechnung bitteL'addition, s'il vous plaîtAfak, brit nakhlass
1, 2, 3un, deux, troiswahid, schusch, tlata

Reisetipps zu Geld, Währung und Reisekosten

Die Währung in Marokko ist der Dirham.

Du kannst dich an allen größeren Orten an Geldautomaten mit Geld versorgen. Dazu nimmst du am besten eine Kreditkarte, mit der du kostenlos auch im Ausland Geld abheben kannst, wie zum Beispiel die von der DKB oder der Santanderbank.

Wenn du unbedingt Euro-Bargeld mitnehmen möchtest (warum??), kannst du in touristischen Orten in Wechselstuben unkompliziert tauschen. In Banken ist es dagegen recht bürokratisch-kompliziert, sein Bargeld zu tauschen.

Marokkanische Geldscheine und Münzen.

Marokkanische Geldscheine und Münzen.

Wie in vielen Ländern, ist auch in Marokko Kleingeld rar. Also bezahle dort, wo es möglich ist mit größeren Scheinen, um immer genug Kleingeld für kleinere Beträge in der Tasche zu haben. Zahlungen mit der Kreditkarte sind nur in großen Hotels oder Restaurants möglich.

Für unseren Marokko-Urlaub haben wir insgesamt 2344 Euro bezahlt. Wir waren 23 Tage unterwegs. Für neun Tage hatten wir einen Mietwagen, die Strecken zwischen den Königsstädten haben wir mit dem Zug zurückgelegt.

Eine Auflistung unserer Ausgaben:

KategorieKosten in Euro für zwei Personen
Flug293
Übernachtung in landestypischen Unterkünften696
Essen in kleinen Restaurants, Streetfood, Lebensmittel487
Transport (Mietwagen, Sprit, Bahn, Taxis)473
Touren und Eintritte (davon 265 Euro für die Wüstentour)290
Sonstiges105
Gesamtkosten für 23 Tage2344

Telefon und Internet

Da Marokko nicht zur EU gehört (Surprise!), fallen beim mobilen Telefonieren und Surfen erhebliche Roaminggebühren an. Wie hoch diese sind, kannst du bei deinem Anbieter erfragen – rein interessehalber.

Solltest du unterwegs telefonieren und/oder surfen wollen, empfiehlt sich, eine SIM-Karte eines marokkanischen Anbieters zu kaufen. Wir haben uns für Maroc Telecom entschieden und hatten damit eine recht gute Abdeckung. Wesentlich besser als das mobile Netz in Deutschland.

Die SIM-Karten kannst du entweder in kleinen Läden erwerben oder du gehst in einem größeren Ort direkt zur Niederlassung des Anbieters. Letzteres empfiehlt sich, denn dort kann man gleich die richtigen Einstellungen auf deinem Smartphone vornehmen. Am besten schaust du gleich im Ankunftsort oder im Flughafen nach einem Mobilfunkanbieter.

WLAN gibt es in den meisten Unterkünften kostenlos. Allerdings ist die Qualität nicht immer zufriedenstellend.

Übernachten in Marokko

Wir bevorzugen landestypische Unterkünfte statt gesichtsloser Hotelanlagen. Es gibt viele schöne individuelle Hotels, die in Riads oder Kasbahs untergebracht sind. Wir empfehlen dir auf jeden Fall, dich nach solchen Unterkünften umzusehen. Meistens ist ein leckeres und reichliches Frühstück im Preis enthalten.

Wir haben nur das erste Hotel in Agadir* von Deutschland aus vorgebucht. Wenn wir in einem fremden Land ankommen, wissen wir gerne schon, wo wir übernachten werden. Ansonsten haben wir die Unterkünfte immer von Ort zu Ort gebucht. Es war im Mai kein Problem, etwas zu finden. Einzig in der Wüstenstadt Tata haben wir etwas länger gesucht. Dort gab es zentrumsnah nicht viele akzeptable Hotels.

Bezahlt haben wir im Schnitt 30 Euro pro Nacht für unsere Unterkünfte.

Für Camper und Wohnmobilisten stehen viele Campingplätze zur Verfügung. Es gibt auch Hotels, die auf ihrem Gelände Stellplätze vermieten.

Marokko Hotels

Ob romantisches Riad, landestypisches Hotel mit netter Atmosphäre oder urige Kasbah – unsere 7 schönsten Unterkünfte haben wir in diesem Beitrag beschrieben:

7 schöne und preiswerte Hotels in Marokko.

Essen und Trinken

Das typische Gericht aus Marokkos Küche ist die Tajine. In einer Tonform auf dem Feuer gegart werden Zwiebeln, Fleisch oder Fisch, Kartoffeln und unterschiedliche Gemüse. Sehr lecker ist eine Tajine mit Hähnchen und Zitrone. Für Vegetarier gibt es kaum Angebot. Selbst wenn eine Gemüse-Tajine auf der Karte steht, wurde sie doch in der Regel mit Fleisch zubereitet, das vor dem Servieren rausgefischt wird.

Das zweite typische Gericht ist Couscous, gedämpfter Weizengries mit Gemüse und Fleisch. Oft gibt es Couscous nur auf Vorbestellung, denn die Zubereitung braucht mehrere Stunden.

Weiterhin werden gerne Brochettes (Fleischspieße), Kefta (Hackfleischbällchen) und andere Fleischgerichte gereicht.

Blick von oben auf Suppenschale, Teller mit Pfannkuchen und süßes Gebäck.

Harira mit süßen Beilagen.

Ein kleines, sehr typisches Gericht ist Harira. Das ist eine Suppe aus Linsen, Kichererbsen, Lamm und Reis. Oft wird dazu etwas Süßes gereicht, wie Datteln oder Gebäck. Probier es mal aus! Harira gibt es in kleinen Lokalen sehr günstig.

Als Streetfood für den kleinen Hunger zwischendurch werden gegrillte Maiskolben, Merguez (scharfe Lammwürstchen) im Fladenbrot und Shawarma, der syrisch-libanesische Döner angeboten. Sehr lecker fand ich Lbabuches, in einem würzigen Sud gekochte Schnecken.

Die meisten Riads bieten Frühstück an, das aus Brot, Olivenöl, Konfitüre, diversen Pfannkuchen, Orangensaft und Tee oder Kaffee besteht. Manchmal gibt es auch Ei oder Obst dazu. Wir haben in den Riads immer sehr lecker gefrühstückt.

Hast du eine Unterkunft ohne Frühstück gewählt, gehst du ins nächstgelegene Café. Wenn du Frühstück bestellst, kann es sein, dass du nur Brot, Öl und Konfitüre erhältst. Die anderen Komponenten kannst du aber immer dazu bestellen.

Unser Tipp fürs Frühstück in den Berbergebieten: Omelette Berbère! Das ist ein herzhaftes Omelette mit Zwiebeln, Oliven und Gemüse.

Berber-Omelette und frischer Orangensaft

Unser Lieblings-Frühstück: Berber-Omelette und frischer Orangensaft

Bei Getränken fällt einem in Marokko sofort der Tee ein, auch Berberwhiskey genannt. Er wird aus grünem Tee, Minze und reichlich Zucker in einer ausgeklügelten Zeremonie aufgebrüht. Eingegossen wird der Tee typischerweise aus großer Höhe, damit sich im Glas schöner Schaum bildet.

Koch schenkt Minztee ein

Minztee gehört auch im kleinsten Lokal dazu.

Außerdem gibt es überall frisch gepressten, sehr aromatischen Orangensaft. Unbedingt probieren!

Tipp: Wenn der Tee in einer Kanne am Tisch serviert wird, gießt du zunächst ein Glas ein und schüttest es in die Kanne zurück. Diesen Vorgang wiederholst du ein paar Mal. Damit wird der Zucker verteilt, der als Klumpen auf den Boden der Kanne gegeben wird.

Auch guten Kaffee bekommst du in Marokko. Das ist den Zeiten der französischen Regierung gedankt.

Alkohol ist in einem muslimischen Land wie Marokko eher verpönt. In einfachen Lokalen wird er nicht angeboten. In gehobenen Restaurants und überall, wo sich Touristen tummeln gibt es sowohl Wein als auch Bier.

Zur Selbstversorgung findest du in größeren Städten Supermärkte, wie zum Beispiel Carrefour. Aber auch in den kleinen Geschäften und auf dem Markt kannst du dich gut mit frischen Waren wie Obst, Gemüse und Brot versorgen. Lediglich Käse haben wir nicht immer zu kaufen gefunden.

Kleiner Laden mit Kästen voller Gemüse, hoch an der Wand gestapelt.

Typischer Gemüseladen in Marokko.

Verhaltenstipps für Marokko

Marokko ist ein muslimisches Land mit konservativen Wertevorstellungen. Als Frau solltest du dich dezent kleiden. Es wird nicht von dir verlangt, dass du Kopftuch trägst oder dich komplett verhüllst. Aber du solltest darauf achten, Schultern und Knie bedeckt zu halten.

Drei Mädchen mit langen weißen Röcken und schwarzen Kopftüchern gehen über die Straße in Marokko.

Besonders in ländlichen Gegenden kleiden sich die Frauen sehr konservativ.

Für die Wüstentour ist der Chech ein sehr nützliches Kleidungsstück. Es ist ein langer Stoffschal, den du dir mehrmals um den Kopf wickelst und auch vors Gesicht ziehen kannst. Er schützt dich vor Sonne, Wind und Sand. Du kannst Chechs in den meisten Orten kaufen. Der Verkäufer wird dir zeigen, wie du ihn wickelst. Ich liebe meinen Chech und trage ihn inzwischen auch außerhalb der Wüste als Sonnenschutz.

Marcus mit Kopf und Gesicht verhüllendem Chech.

Marcus geht als Tuareg.

In den touristischen Städten, besonders Marrakesch und Fes, solltest du dich vor den sogenannten „Faux Guides“ in Acht nehmen. Die selbsternannten Führer bieten dir ihre Hilfe an, zum Beispiel um im Gassengewirr der Medinas zu deiner Unterkunft zu finden. Dafür verlangen sie im Nachhinein unverschämte, überhöhte Preise. Wenn du nicht zahlen willst, können sie sehr aggressiv werden. In Marrakesch wirst du alle paar Meter angequatscht, du seist auf dem falschen Weg zur „Grand Place“. Lass dich davon nicht beirren!

Viele Marokkaner, besonders die Berber, haben nicht nur eine Abneigung, sondern eine geradezu abergläubische Furcht davor, fotografiert zu werden. Bitte respektiere das und lichte Menschen nur nach deren Einwilligung ab!

Solltest du im Ramadan unterwegs sein, schickt es sich nicht, tagsüber in der Öffentlichkeit zu essen, zu trinken oder zu rauchen.

Film- und Literaturtipps

Wir mögen es, uns auf ein Reiseland einzustimmen, indem wir vor dem Urlaub Filme oder Bücher, die dort spielen konsumieren. Auch nach der Reise ist das eine schöne Art, sich an besuchte Orte zu erinnern. Wie toll, plötzlich in einer Filmszene einen Ort wieder zuerkennen oder beim Lesen eines Buches eine Vorstellung zu haben, wie es dort aussieht.

Filme:

Marrakesch*  Kate Winslet als junge Hippie-Mutter in Marrakesch.

Exit Marrakesch* Film von Caroline Link über eine schwierige Vater-Sohn-Beziehung, in der der jugendliche Sohn auf eigene Faust aus Marrakesch abhaut und das Land erkundet.

Babel* großartiger Film von Alejandro Inarritú, der Schicksale in Marokko, USA/Mexiko und Japan verknüpft. Mit Brad Pitt und Cate Blanchett.

Wer bei typischen Filmen aus Marokko übrigens an „Casablanca“ denkt: dieser Film wurde nicht in Marokko gedreht…

Bücher:

Elias Canetti: Die Stimmen von Marrakesch* Canetti zeichnet Porträts von Menschen aus Marrakesch.

Tahar Ben Jelloun: Sohn ihres Vaters* Zahra wird als achtes Mädchen einer Familie geboren. Da entscheidet ihr Vater, sie als Jungen aufwachsen zu lassen.

Paul Bowles: Der Himmel über der Wüste Das berühmte Buch ist leider nur noch antiquarisch verfügbar. Der Roman wurde von Bertolucci verfilmt.

Reiseführer:

Der Stefan Loose Reiseführer Marokko* hat uns durchs Land begleitet und gute Dienste geleistet. Übersichtlich nach Regionen geordnet, bietet er viele Informationen.

Als zweiten Reiseführer hatten wir den Reiseführer Südmarokko mit Agadir, Marrakesch und Essaouira* vom Reise Know-How-Verlag dabei. Er ist besonders geeignet für Selbstfahrer und beschreibt viele Routen. Besonders nützlich waren die Hinweise, welche Straßen auch mit einem normalen PKW zu bewältigen sind.

Rundreise Marokko: Mietwagen, Bus oder Zug?

Je nachdem wo du in Marokko unterwegs sein möchtest, stehen dir alle drei Möglichkeiten offen.

Im Norden des Landes existiert ein gutes Eisenbahnnetz, das die großen Städte in einem dichten Takt verbindet. Infos zu den Zugverbindungen findest du auf der Seite der marokkanischen Eisenbahngesellschaft ONCF.

Gina sitzt im Zugabteil.

Mit dem Zug kommst du bequem voran.

Orte abseits der Zuglinien und alles, was südlich von Marrakesch liegt kannst du mit Bussen erreichen. Die beiden größten Busgesellschaften sind CTM und Supratours.

Abgelegenere Orte erreicht man mit Grand Taxis, wenn man sich das antun möchte.

Grand Taxi vor der Place al Hedim in Meknes.

Im Grand Taxi reisen sechs Passagiere – plus Fahrer!

Für die individuelle Route empfiehlt sich ein eigener fahrbarer Untersatz. Beim Mieten von Auto haben wir gute Erfahrungen mit Billiger-Mietwagen* gemacht.

Was für Sehenswürdigkeiten gibt es in Marokko?

Wahrscheinlich denkst du bei Marokko an eine bunte, orientalische Welt. Und damit liegst du gar nicht falsch. Natürlich gibt es auch das moderne Marokko. Bist du als Reisende unterwegs werden dich vermutlich mehr die klassischen Sehenswürdigkeiten interessieren.

In Marokkos Städten findest du die Medina, die Altstadt mit meist labyrinthisch angeordnet Gässchen. Hier ist auch der Souk, der Markt mit Hunderten kleiner Läden, die von Kleidungsstücken bis zu bunten Gewürzen alles anbieten.

Aus verschiedenen Gewürzen geschichteter Berg

Bunte Gewürze auf dem Souk.

Tipp: Im Souk ist Handeln Pflicht! Das gilt für alle Waren außer Lebensmittel. Der Preis, den der Händler nennt ist umso höher, je dichter du am touristischen Hauptstrom bist.

Moscheen kannst du dir in Marokko bis auf wenige Ausnahmen nur von außen ansehen. Für Nicht-Moslems ist der Zutritt verboten. Diese Regelung stammt übrigens noch aus der Zeit des französischen Protektorats. Die französischen Söldner haben sich sich wohl so schlecht benommen, dass die französische Regierung diese Regelung erlassen hat.

Schild mit französischer und englischer Beschriftung.

Für Nicht-Moslems verboten.

Dafür gibt es alte Koranschulen, Medressa oder Medersa genannt, die du besichtigen kannst. Auch diverse Paläste der unterschiedlichen Sultan-Dynastien, die in Marokko geherrscht haben gibt es zu bestaunen.

Kasbah nennt man die Lehmburgen, die vor allem im südlichen Marokko zu finden sind. Sie dienten früher den Gouverneuren des Sultans als Herrschersitz.

Ein Ksar ist ein befestigtes Dorf, ebenfalls aus Lehm gebaut. Diese Wehrdörfer sind oft im Süden des Landes zu finden.

Berühmt sind die vier Königsstädte Marrakesch, Fes, Meknes und Rabat.

Die Königsstädte Marokkos

Die vier Städte Marrakesch, Fes, Rabat und Meknes sind die Herrschaftssitze vergangener Dynastien. Prachtbauten von weltlicher und geistlicher Art sind noch heute zu bewundern. Jede der vier Königsstädte hat ihren eigenen Reiz. Auf einer Rundreise durch Marokko gehören sie daher zum Pflichtprogramm.

Tor in Marrakesch, Marokko.

Marrakesch ist die bekannteste, quirligste und touristischste der vier Königsstädte. Für einen Marokko-Anfänger ist sie sicherlich auch die anstrengendste.

Unsere Reisetipps zu Marrakesch kannst du in diesem Bericht lesen:

Unsere Marrakesch-Tipps: 5 tolle Sehenswürdigkeiten und ein Flop

Blick auf die Kasbah von Rabat, Marokko.

Rabat ist die heutige Hauptstadt Marokkos. Vom uralten Stadtteil der Chellah über die malerische Kasbah Oudaya bis zum prunkvollen Mausoleum des Königs gibt es viel zu sehen.

Unseren Bericht über Rabat findest du hier:

Rabat – die schönsten Sehenswürdigkeiten in Marokkos Hauptstadt

Bab al Mansour in Meknes, Marokko.

Die kleinste der Königsstädte ist Meknes. Sie wird daher nicht so oft besucht wie die anderen drei. Dadurch ist sie ruhiger, aber nicht weniger sehenswert.

Was du verpasst, wenn du Meknes auslässt kannst du hier nachlesen:

Meknes: Die kleinste der Königsstädte in Marokko

Das Bab Boujeloud in Fes, Marokko.

Fes ist bekannt für seine typischen Gerbereien, die wuselige Medina und eine der ehrwürdigsten Moscheen des Islam. Fes ist über mehrere Hügel erbaut, ein Blick von oben auf die Stadt lohnt sich.

Unsere Reisetipps zu Fes:

Fes, Marokko: Die 7 besten Sehenswürdigkeiten – Reisetipps, Highlights, Sicherheit

Wüste und Gebirge – Marokkos Landschaften

Nicht nur interessante Städte hat Marokko zu bieten, sondern auch traumhafte Landschaften. Strände, fruchtbare Flusstäler, schroffe Gipfel und die endlose Weite der Sahara – Naturfreunde kommen auf jeden Fall auf ihre Kosten.

Sahara in Marokko.

Eine Sahara-Wüstentour in den Erg Chegaga war für uns ein absolutes Muss. Unser Reisetipp: statt in den Erg Chebbi, der schon fast überlaufen ist, lieber den Erg Chegaga für die Wüstentour wählen. Dort haben wir im Nomadencamp übernachtet und viele faszinierende Landschaften der Wüste kennengelernt.

Anti-Atlas in Marokko

Tafraoute im Anti-Atlas war unser Ausgangspunkt, um die schroffe und bunte Gebirgslandschaft zu erkunden. Von hier machten wir Ausflüge und Wanderungen ins Tal der Ammeln, zu den bunten Felsen und in die spektakuläre Ait-Mansour-Schlucht.

kasbah im Draa-Tal in Marokko.

Das Draa-Tal um Agdz in Marokko ist eine einzige große Dattelpalmen-Oase. Malerisch thronen überall teils verfallene, teils restaurierte Kasbahs und Ksar über der Landschaft. Du kannst lange Wanderungen in der Flussoase unternehmen und historische Lehmburgen besichtigen.

Kamel in Marokko.

Marokko hat noch viel mehr Landschaften zu bieten, als wir in unseren gut drei Wochen Urlaub bereisen konnten. Weitere Eindrücke vom Land haben vier Reiseblogger in diesem Roundup-Marokko für uns gesammelt. Ob Strände, Hoher Atlas oder Dades-Tal, hier sind noch einige Reisetipps zu finden.