Die Pack­lis­te für die Rei­se­klei­dung ist einer der Punk­te, die gera­de uns Frau­en vor einer Rei­se viel Kopf­zer­bre­chen macht. Dabei ist es egal, ob es in einen zwei­wö­chi­gen Urlaub oder auf eine Lang­zeit­rei­se, wie unse­re Welt­rei­se geht. Gera­de auf einer indi­vi­du­el­len Lang­zeit­rei­se willst du nicht zuviel Zeug mit der rum­schlep­pen und den­noch immer etwas zum Anzie­hen haben.

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Die Cap­su­le Ward­ro­be für dei­ne Rei­se-Out­fits

Der Begriff Cap­su­le Ward­ro­be kommt aus dem Mini­ma­lis­mus und bezeich­net einen auf 30 – 40 Tei­le redu­zier­ten Klei­der­schrank. Meist wer­den Schu­he und Acces­soires dazu gezählt, manch­mal nicht. Unter­wä­sche, Socken, Nacht­klei­dung und Sport­zeug gehö­ren nicht dazu. Um mit dem mini­ma­lis­ti­schen Klei­der­schrank gut aus­zu­kom­men, ist es wich­tig, dass sich alle Klei­dungs­stü­cke gut mit­ein­an­der kom­bi­nie­ren las­sen.

Die Cap­su­le Ward­ro­be wird in der Regel sai­so­nal für drei Mona­te erstellt, so dass man für jede Jah­res­zeit die rich­ti­gen Kla­mot­ten hat.

Das war für unse­re Lang­zeit­rei­se schon die ers­te Klip­pe: Wir haben Süd­ame­ri­ka im Herbst und Neu­see­land im Früh­jahr besucht. Daher muss­ten wir dort mit küh­len, in den Höhen der Anden sogar rich­tig kal­ten Tem­pe­ra­tu­ren rech­nen und dem­entspre­chend mit wär­men­der Klei­dung aus­ge­stat­tet sein. Im Out­back Aus­tra­li­ens und in Süd­ost­asi­en hin­ge­gen war es warm bis heiß.

Für uns bedeu­te­te das, dass auf unse­re Pack­lis­te Klei­dung für alle Jah­res­zei­ten gehör­te. Natür­lich zogen wir uns nach dem bewähr­ten Zwie­bel-Prin­zip an. Eini­ge wär­men­de Acces­soires wie Müt­zen und Hand­schu­he haben wir uns in Süd­ame­ri­ka vor Ort besorgt.

Hosen und Röcke in mei­ner Rei­se-Cap­su­le Ward­ro­be

https://recklessly-restless.com/capsule-wardrobe-deutsch/
Zwei Hosen, zwei Röcke

Ich pack­te zwei Trek­king­ho­sen ein, eine leich­te, beige Zip-Off-Hose*, die zur Shorts umge­wan­delt wer­den konn­te und eine etwas dicke­re dun­kel­blaue. Dazu ein etwa knie­lan­ger Jer­sey­rock und ein wein­ro­ter Skort*, eine Kom­bi­na­ti­on aus Shorts und Rock.

Mei­ne Erfah­run­gen mit die­sen Klei­dungs­stü­cken:

Die hel­le Hose war gefühlt immer dre­ckig, beson­ders dort, wo es roten Staub wie in Aus­tra­li­en gibt. Den habe ich aus den Säu­men der Hosen­bei­ne gar nicht raus­be­kom­men. Daher war sie wirk­lich nur für Out­door-Aktio­nen geeig­net. Das nächs­te Mal wür­de ich zu einer weni­ger emp­find­li­chen Far­be grei­fen. Ansons­ten war ich mit der Hose beson­ders in den war­men Gegen­den sehr zufrie­den, sie trug sich leicht und ange­nehm.

Die dun­kel­blaue Hose wur­de schon in Argen­ti­ni­en ver­schenkt! Ers­tens war der Stoff so, dass jeder hel­le Flu­sen dar­an hän­gen­blieb, zwei­tens saß sie auf Dau­er nicht gut und last, but not least wur­de mir schon in den ers­ten Wochen in Bue­nos Aires klar, dass ich in der Stadt nicht nur in Out­door­kla­mot­ten rum­lau­fen will! Also wur­de die­se Hose gegen eine Jeans aus­ge­wech­selt:

Trekkinghose, Jeans, zwei Röcke
Trek­king­ho­se, Jeans, zwei Röcke

Der Jer­sey­rock war sehr ange­nehm zu tra­gen, er bestand aus schnell tro­cken­dem Mate­ri­al und sah trotz­dem nicht so „out­do­o­rig” aus.

Den Skort lie­be ich! Unter dem Rock befin­det sich eine Shorts aus glei­chem Stoff, so dass ich nicht auf damen­haf­te Bewe­gun­gen ach­ten muss. Ich nei­ge näm­lich dazu, mit hoch­ge­zo­ge­nen Kni­en oder im Schnei­der­sitz rum­zulüm­meln. Da der Skort recht kurz war, kam er nur in den war­men Gebie­ten Süd­ame­ri­kas und Aus­tra­li­ens zum Ein­satz. In Süd­ost­asi­en pass­te ich mich den dor­ti­gen Klei­dungs­ge­pflo­gen­hei­ten an und trug knie­be­de­cken­de Kla­mot­ten.

 

Ober­tei­le mei­ner Rei­se-Out­fits

Blu­sen

Drei langärmelige, eine Kurzarmbluse
Drei lan­gär­me­li­ge, eine Kurz­arm­blu­se

Blu­sen sind Klei­dungs­stü­cke, mit denen ich mich immer gut ange­zo­gen füh­le. Alle mit­ge­nom­me­nen Blu­sen* waren aus Funk­ti­ons­fa­sern, also knit­ter­frei (ich wer­de doch nicht unter­wegs bügeln!) und schnell trock­nend. Die hel­le Blu­se* war zusätz­lich gegen Mücken imprä­gniert. Bei den lan­gär­me­li­gen Blu­sen konn­te ich theo­re­tisch die Ärmel hoch­krem­peln. Theo­re­tisch des­halb, weil sie so eng geschnit­ten waren, dass das nicht wirk­lich klapp­te. Den­noch waren alle Blu­sen leicht und luf­tig, so dass sie bei hei­ßen Tem­pe­ra­tu­ren ange­nehm zu tra­gen waren und dabei auch gegen Son­ne schütz­ten.

Letzt­end­lich hät­ten auch zwei Lang­arm-Blu­sen aus­ge­reicht. Ich konn­te mich halt beim Packen nicht ent­schei­den, ob ich die blaue oder die wein­ro­te schö­ner fand. Typi­sches Frau­en­pro­blem!

Shirts und Tops

Drei T-Shirts, drei Tops
Drei T‑Shirts, drei Tops

Die bei­den pin­ken Tei­le sind aus leich­ter Meri­no­wol­le. Ich lie­be Meri­no­wol­le, da sie ange­nehm zu tra­gen ist und tem­pe­ra­tur­aus­glei­chend wirkt. Ich konn­te die Shirts* und Tops* also bei hei­ßem Wet­ter als Ober­teil tra­gen, bei küh­len Tem­pe­ra­tu­ren als wär­men­de Unter­schicht. Letzt­end­lich waren zwei Tops aus­rei­chend und ich habe mich unter­wegs von dem blau­en Baum­woll-Top getrennt.

Longs­lee­ves

Drei langärmelige Oberteile
Drei lan­gär­me­li­ge Ober­tei­le

Die lan­gär­me­li­gen Ober­tei­le mei­nes Rei­se-Out­fits bestan­den aus zwei Meri­no-Shirts* unter­schied­li­cher Dicke und dem pin­ken Funk­ti­ons­pul­li. So war ich für diver­se Tem­pe­ra­tur­be­rei­che gerüs­tet. Ein Nach­teil von Klei­dung aus Meri­no­wol­le ist, dass sie mecha­ni­schen Belas­tun­gen nicht lan­ge stand­hält. So muss­te ich das leich­te­re Ober­teil am Ende der Rei­se ent­sor­gen, da die Bauch­schnal­le des Ruck­sacks ein Loch gescheu­ert hat­te.

Jacken

Regenjacke, Kapuzenjacke, Fleecejacke und Daunenjacke
Vier wär­men­de Jacken gehör­ten zum Out­fit

Viel­leicht kommt es der ein oder ande­ren über­trie­ben vor, vier Jacken auf die Rei­se mit­zu­neh­men. Ich habe sie alle getra­gen – und zwar gleich­zei­tig über­ein­an­der! Bei bis zu minus 20 Grad auf dem Salar de Uyu­ni im boli­via­ni­schen Alti­pla­no war ich für jede wär­men­de Schicht dank­bar.

Oben links seht ihr eine Kapu­zen­ja­cke* aus Meri­no-Woll­fleece. Die wärmt schön, bes­ser aller­dings wärmt die klas­si­sche Fleece­ja­cke aus 200er Fleece, die in die Regen­ja­cke ein­ge­zippt wer­den kann und so eine klas­si­sche 3‑in-1-Jacke* ist. Die tür­ki­se Dau­nen­ja­cke* war leicht und wär­mend und ließ sich zu einem unglaub­lich klei­nen Paket ver­pa­cken.

Schu­he für die Rei­se

Wanderstiefel, Sneaker und Flipflops
Drei Paar Schu­he – reicht!

Ein paar leich­te Snea­ker* waren bequem und ein All­round-Talent. Ob in der Stadt oder bei leich­ten Wan­de­run­gen, sie leis­te­ten gute Diens­te. Wich­tig ist für mich, dass mei­ne Ein­la­gen hin­ein pas­sen, da ich ziem­lich kaput­te Füße habe. Ich habe die Snea­ker so oft getra­gen, dass am Ende des Jah­res die Soh­le durch­ge­lau­fen war.

Die Wan­der­stie­fel* kamen bei Wan­de­run­gen in den Anden oder beim Trek­king in Myan­mar zum Ein­satz. Auch als wär­men­des Schuh­werk in den käl­te­ren Regio­nen moch­te ich sie. Wer nicht in schwie­ri­gem Gelän­de wan­dern geht, kommt sicher auch mit einem paar fes­ter Snea­ker aus.

Unser Traum vor der Welt­rei­se war ja, ein Jahr Flip­flop-Wet­ter zu haben. Dass das nicht hin­hau­en wür­de, war uns schon vor­her klar. Umso mehr haben wir die Zeit in Aus­tra­li­en und Süd­ost­asi­en genos­sen, als wir Tag ein, Tag aus in Flip­flops unter­wegs sein konn­ten. Da ich in Flip­flops aus nach­voll­zieh­ba­ren Grün­den kei­ne Ein­la­gen tra­gen kann, ach­te ich dar­auf, dass sie eine wei­che Innen­soh­le haben. Mit den Model­len von Teva* kom­me ich super zurecht. Sowohl Tra­ge­kom­fort als auch Halt­bar­keit sind her­vor­ra­gend.

 

Acces­soires

Blaue Sonnenkappe, pinker Pashmina-Schal und Schlauchschal
Kap­pe und Schals

Die Kap­pe ist natür­lich als Son­nen­schutz wich­tig. Wenn es auf eine wär­men­de Kopf­be­de­ckung ankam, hat­te ich ja mei­ne Kapu­zen­ja­cken. Auch der Schlauch­schal* ließ sich viel­sei­tig ver­wen­den und als Kopf­be­de­ckung nut­zen. Nicht mis­sen möch­te ich Rei­sen den gro­ßen Pash­mi­na-Schal, der unter ande­rem als wär­men­de Decke in kli­ma­ti­sier­ten Bus­sen gute Diens­te tat.

 

Auf der Rei­se zuge­kauf­te Klei­dung

Flatterkleid, zwei lange Röcke und eine Pumphose
leich­te som­mer­li­che Klei­dungs­stü­cke für hei­ße Gegen­den

Für die kal­ten Höhen der Anden ver­sorg­ten wir uns in Süd­ame­ri­ka mit gestrick­ten Hand­schu­hen, Müt­zen und Bein­stul­pen. Die lie­ßen wir dort zurück, als wir uns wie­der in wär­me­re Gefil­de bega­ben.

Mit dem blau­en Flat­ter­kleid stock­te ich mei­ne Som­mer­klei­dung im tro­pi­schen Aus­tra­li­en auf.

Bevor wir Neu­see­land ver­lie­ßen, pack­ten wir ein Paket mit den dicken Kla­mot­ten und schick­ten sie nach Hau­se. Die haben wir in Süd­ost­asi­en nicht mehr gebraucht. Dafür kauf­te ich noch eini­ge lan­ge, leich­te Rei­se-Out­fits: den lila Stu­fen­rock und die Pump­ho­se in Thai­land, den Lon­gyi (Wickel­rock) in Myan­mar. Da ins­be­son­de­re in den tou­ris­tisch noch nicht so erschlos­se­nen Gegen­den Süd­ost­asi­ens die Frau­en Bei­ne und Schul­tern bedeckt hal­ten, moch­te ich dort nicht in mei­nen kur­zen Röcken oder Shorts rum­lau­fen.

Oft habe ich den Rat­schlag gele­sen, nicht zuviel ein­zu­pa­cken, da man ja über­all auf der Welt alles nach­kau­fen kön­ne. Dem stim­me ich nur bedingt zu. Ich bin 1,82 Meter groß und habe schon in Deutsch­land Pro­ble­me, Klei­dungs­stü­cke zu fin­den, die mir pas­sen. In Län­dern, in denen die Durch­schnitts­grö­ße der Bevöl­ke­rung min­des­tens einen Kopf klei­ner ist als ich, stel­le ich es mir sehr schwie­rig vor, pas­sen­de Kla­mot­ten zu fin­den. Das glei­che gilt für Schu­he. Mit Schuh­grö­ße 41 wer­de ich Süd­ame­ri­ka und Süd­ost­asi­en kaum Damen­schu­he auf­trei­ben kön­nen. Ani­ta hat auf ihrem Blog Gail­tal on tour eben­falls einen sehr infor­ma­ti­ven Arti­kel zum The­ma Ord­nung auf Rei­sen mit Cap­su­le Ward­ro­be.

 

Wei­te­re Berich­te zu unse­rer Rei­se-Aus­rüs­tung

Hast du noch Tipps, was auf die Pack­lis­te fürs Rei­se-Out­fit gehört? Dann ab in die Kom­men­ta­re damit!