Popodusche und Hocktoilette – wie du eine asiatische Toilette benutzt

Schild "Toiletten nur für Fremde" auf englisch

Asiatische Toiletten geben dem Asien-Neuling unter Umständen Rätsel auf. So war uns die Funktion der Popodusche, die man auf jedem WC findet, zunächst völlig schleierhaft. Zumindest Hocktoiletten kennen wir noch aus Frankreich-Urlauben.

Unsere erste Begegnung mit einem asiatischen Bad war in Bangkok. Es waren ein WC, ein Waschbecken und eine Dusche, die über den Fußboden ablief vorhanden, dazu der Schlauch mit der Popodusche neben der Toilette. Da das Bad ziemlich klein war, war jedoch alles relativ in der Nähe zu allem, so dass uns der Zusammenhang nicht auffiel. Ich nutzte den Sprühkopf der Popodusche, um nach dem Duschen die Haare auf dem Boden Richtung Abfluss zu befördern. Kann man machen. Ist aber nicht das einzige, was man damit machen kann.

Typisches asiatisches Bad mit Popodusche neben der Toilette
Typisches asiatisches Bad mit Popodusche neben der Toilette

Es hat einiger Recherchen bedurft, um herauszufinden, wie es geht. Die Einheimischen danach zu fragen, schien uns nicht nur wegen der Sprachbarriere ziemlich aussichtslos. Asiaten gelten als sehr schamhaft und hätten solche Fragen vermutlich recht ungehörig gefunden.

Damit du bei deinem ersten Asien-Urlaub die lokalen Lokalitäten wie ein Pro benutzen kannst, haben wir dieses ultimative Toiletten-Tuturial erstellt.

WC mit Popodusche

Ob in Thailand, Myanmar, Kambodscha oder Laos und in vielen weiteren asiatischen Ländern wirst du in Städten und modernen Gebäuden eine westliche Sitztoilette und eine Popodusche finden.

Je gehobener die Lage, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit auch Klopapier zur Verfügung zu haben. Befindet sich neben der Toilette ein Müllbehälter, solltest du das Papier keinesfalls über die Toilette entsorgen, sondern in den Eimer werfen. In sehr vielen Ländern dieser Erde ist die Kanalisation nicht darauf ausgelegt, Papier wegzuspülen.

Sehr schickes Bad mit Popodusche
Sehr schickes Bad mit Popodusche

Da dieses Tutorial gewisse Vorkenntnisse voraussetzt, gehe ich davon aus, dass du mit dem Umgang mit der Sitztoilette vertraut bist und ich verzichte auf die Beschreibung dessen, was der notwendigen Reinigung deiner intimen Bereiche vorangeht.

Sehr oft wirst du feststellen, dass das bereitgestellte Toilettenpapier nicht die Dicke und Reißfestigkeit aufweist, die du dir für den Einsatz wünschst. Und wenn keins vorhanden ist, bitte nur dann selbstmitgebrachte Ressourcen verwenden, wenn du sie nicht über die Toilette entsorgst. Siehe oben.

So geht die Reinigung auf asiatisch: Du greifst zum bereit hängenden Schlauch der Popodusche und spritzt dorthin, wo du der Säuberung bedarfst. Anfängern empfehlen wir darauf zu achten, dass sich keine Kleidungsteile in Schussrichtung befinden.

Sprühkopf der Popodusche
Sprühkopf der Popodusche

Es ist immer eine gute Idee, die Stärke des Strahls zu prüfen, bevor du ihn auf empfindliche Teile richtest. Bei manchen Popoduschen habe ich nach dem Aufdruck „Kärcher“ gesucht, so kam das Wasser da raus geschossen. Wenn du den Druck nicht durch unterschiedlich festes Bedienen des Sprühhebels regulieren kannst, kannst du am Eckventil an der Wand drehen, um den Durchfluss zu vermindern.

Damen achten darauf, immer von vorne nach hinten zu spülen, damit keine Darmbakterien zur Harnröhre gelangen und eventuell eine Infektion auslösen. Da die Herren aufgrund ihrer anatomischen Besonderheiten dieses Problem nicht haben, ist ihnen die Sprührichtung freigestellt.

Pipi spülst du allein mit dem Strahl der Popodusche fort, beim großen Geschäft nimmst du zur Reinigung deine Hand zu Hilfe. Hat da jemand „Iiiiiih!“ geschrien? Wenn du dich unter der Dusche reinigst, kommt doch auch deine Hand dort zum Einsatz, oder?

einfaches Bad. Der Abfluss des Waschbeckens läuft über den Boden ab.
Einfaches Bad. Der Abfluss des Waschbeckens läuft über den Boden ab.

Asiaten nehmen dazu traditionell die linke Hand, die man daher auch niemandem reicht und die man nicht zum Essen benutzt. Da wir uns nach dem Toilettengang gründlich die Hände waschen werden, ist es ziemlich egal, welche Hand benutzt wird.

So. Fertig. Fertig? Aber jetzt bist du doch klatschnass untenrum! Entweder benutzt du zum Abtrocknen die dünnen Klopapierfetzen oder du machst es wie die Einheimischen: du lässt das Wasser ein wenig abtropfen und sonst nichts. Bei den Temperaturen im südostasiatischen Raum stört das bisschen Feuchtigkeit, das übrigbleibt nicht wirklich.

Die asiatische Hocktoilette

Je weiter du in ländlichere Gebiete vordringst, desto rustikaler werden die sanitären Anlagen. Kein Grund zur Panik! Dank unseres Tutorials bist du gewappnet.

schiefes klohäuschen aus Bambus
Da hofft man, dass das Klohäuschen noch lange genug stehen bleibt….

Es gibt Hocktoiletten in allen Standards: von Keramik und gefliesten Wänden bis zum Bretterverschlag im Hinterhof. Zum Reinigen findest du entweder eine Popodusche mit Schlauch vor oder ein Wasserbecken mit Schöpfkelle.

Manche Ratgeber empfehlen, du solltest dich vor Benutzung der Hocktoilette deiner gesamten Kleidung der unteren Körperhälfte entledigen. Und dann? In den wenigsten Fällen gibt es einen Kleiderhaken in der Kabine. Auf den in der Regel nassen Boden möchtest du deine Klamotten sicher nicht ablegen. Bleibt dir noch die Möglichkeit, daraus einen Turban zu basteln und auf dem Kopf zu balancieren.

Ganz im Ernst: vermutlich schaffst du es bei einer Wanderung auch, dich hinter einem Busch zu erleichtern, ohne einen halben Striptease hinzulegen. Die Technik ist auf der Hocktoilette die gleiche: Hosen ungefähr auf Kniehöhe herunterlassen, lange Hosenbeine aufkrempeln oder hochziehen. In der Regel parkst du rückwärts auf das Hockklo ein. Sollte es mal quer im Raum angebracht sein steigst du so drauf, dass dein Hintern über dem Abflussloch schwebt.

Bambushäuschen mit Hockklo
Noch mal eine rustikale Variante

Du gehst so tief wie möglich in die Hocke. Je tiefer, desto weniger spritzt es. Wenn du Probleme mit dem Gleichgewicht hast, leg deine Arme um deine Knie und halte dich so fest.

Ist eine Popodusche vorhanden, erfolgt die Reinigung wie oben beschrieben.

Bei der Variante Wasserbehälter mit Schöpfkelle solltest du nicht versuchen, die Schöpfkelle über dir auszuleeren. Es sei denn, du möchtest gleich deine Klamotten mit waschen. Du schöpfst Wasser mit der Hand aus der gefüllten Kelle und beförderst es du weißt schon wohin.

Hocktoilette mit Wasserbecken und Schöpfkelle
Hocktoilette mit Wasserbecken und Schöpfkelle

Wenn du Schwierigkeiten hast, aus der Hocke wieder aufzustehen, stütz dich mit deinen Händen auf den Oberschenkeln ab. Es ist auch sinnvoll, den Rucksack bei einer Person deines Vertrauens zu lassen, wenn das möglich ist. So musst du nicht auch noch dieses Gewicht mithochstemmen.

Wenn die Hocktoilette über ein Spülung verfügt, empfiehlt es sich, vor Betätigung derselben großzügigen Abstand zum Becken einzunehmen. Am besten fluchtbereit die Türe öffnen und erst dann abziehen.

Ist keine Spülung vorhanden, nutzt du die Schöpfkelle, um großzügig Wasser nachzuspülen, auch über die Trittstellen, wo du Straßenschmutz hinterlassen hast. Du hast hoffentlich kein Papier in der Hocktoilette entsorgt, denn es ist fast aussichtslos, das mit der Kelle wegzuspülen.

Weitere Tipps zur Benutzung asiatischer Toiletten

Du wirst immer eine Möglichkeit zum Händewaschen vorfinden. Ob es nun Waschbecken mit fließend Wasser sind oder eine Wassertonne mit einem Schöpfgefäß. In letzterem Fall schöpfst du Wasser aus der Tonne und lässt es über deine Hände laufen – und zwar auf den Boden, nicht über der Tonne.

Seife wird weniger oft vorhanden sein. Ich empfehle dir daher, immer eine kleine Reisegröße flüssiger Seife und/oder Handdesinfektionsgel in der Tasche zu haben.

Cartoon mit pinkem Flusspferd, das von Toilette fällt
Drastisches Warnschild in Thailand: nicht auf Sitztoiletten klettern!

Die hockende Haltung ist übrigens für den Darm viel gesünder als die bei uns übliche Sitzposition. Es entsteht weniger Druck auf den Darmausgang und der Winkel ist günstiger, um loszulassen.

Auch unter hygienischen Gesichtspunkten ist die Nassreinigung nach dem Toilettengang besser und gründlicher als die Trockenreinigung bei uns im Westen.

Asiatische Toilettenkultur – auch bei uns zu Hause?

Nachdem wir erstmal raus hatten, wie es auf dem asiatischen Klo funktioniert, waren wir restlos begeistert.

Wir überlegten, wie wir die Nassreinigung auch bei uns zu Hause einführen könnten. Man kann in Asien tatsächlich die Popodusch-Garnituren kaufen. Wir waren aber nicht sicher, ob sie auf unsere Anschlüsse passen würden. Außerdem haben wir in unmittelbarer Nähe der Toilette keinen Wasseranschluss, an den wir einen solchen Schlauch monitieren könnten.

Schließlich fanden wir eine pragmatische Lösung: Wir füllen eine ausgediente Spüliflasche mit Wasser und stellen sie neben das Klo. Damit können wir zielgenau duschen. Da es bei den hiesigen klimatischen Verhältnissen sinnvoll ist, sich nach der Reinigung abzutrocknen, hat jeder von uns ein kleines „Popohandtuch“ bereit liegen, das öfters ausgewechselt wird. So genießen wir mit wenig Aufwand den Komfort der asiatischen Nassreinigung. Und die Umwelt freut, dass unser Klopapierkonsum seitdem deutlich reduziert ist.

Spritzflasche mit Wasser und kleines Handtuch auf Klodeckel
Spritzflasche und Popohandtuch – fertig ist die asiatische Toilettenkultur

Die Sanitärkeramikindustrie entdeckt diesen Trend auch gerade. Für vierstellige Beträge kann man sich ein High-Tech-Duschklo installieren lassen.

Wer übrigens Gefallen an der darmfreundlichen Hockstellung findet, kann diese imitieren, indem man einen Hocker vor der Toilette platziert und die Füße während des Geschäfts darauf abstellt.

Hast du unseren Tipps noch etwas hinzuzufügen? Oder möchtest du eigene Erfahrungen auf asiatischen oder anderen exotischen Toiletten mit uns teilen? Dann freuen wir uns auf deinen Kommentar!

Unsere Reise-Erlebnisse in Südostasien

Mehr über unsere Reise-Erlebnisse jenseits der Toilettenkultur findest du hier:

 

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46 Kommentare bei „Popodusche und Hocktoilette – wie du eine asiatische Toilette benutzt“

  1. Oh, ich war mir dessen nicht bewusst, dass Toilettengeschäfte in Asien so gehandhabt werden.
    Finde euren Bericht daher sehr informativ und aufklärend.

    Vielen Dank dafür und liebe Grüße, Clarissa

    1. Wir standen am Anfang ja auch etwas unwissend davor 😉
      Freut mich, dass dir der Bericht gefällt.

      Liebe Grüße Gina

  2. Hallo ihr beiden, ein sehr hilfreicher und interessanter Beitrag (auch für Arabische Länder übrigens, sobald man aus den grossen Städten und schicken Hotels hinaus reist!) über ein Thema, das wichtig ist, aber wohl nicht jeder gerne angeht 😉 Danke dafür!
    Ob und was man an Toiletten und Ausstattung schlussendlich mag, ist noch immer Geschmacksache…
    Ich persönlich habe die „Tritt-Toiletten“, wie wir sie nennen, im Oman und mit langem Rock, der einfach zu heben ist, sehr schätzen gelernt. (auch wenn der Duft dort nicht immer so toll war!)
    Mit der Wasser-Reinigung hingegen konnte ich selbst mich nie anfreunden, obwohl es da viele Fans von gibt und solche Toiletten um mich herum immer mehr werden.
    Der kleine Hocker ist ein guter Tipp für alle, welche eine andere Position einmal auf einfache Art ausprobieren wollen. Kennt ihr eigentlich folgendes Video vom „poopenden Einhorn“ dazu? Es behandelt das Thema mit viel Humor, will uns aber wohl auch ernsthaft den gesundheitlichen Aspekt näher bringen – und nicht zuletzt ein Produkt verkaufen:
    https://www.youtube.com/watch?v=YbYWhdLO43Q
    Unterdessen gibt es schon ein nachfolge-Video mit einem kleinen Drachen für alle, die davon noch nicht genug haben 😉
    Liebe Reisegrüsse, Miuh

    1. Liebe Miuh,

      stimmt, in Jordanien bin ich zu meinem großen Entzücken auch auf Popoduschen gestoßen.

      Das Video ist ja witzig, an der Hälfte, wenn die Werbung losgeht, kann man ja ausschalten.

      Liebe Grüße Gina

  3. Liebe Gina, lieber Marcus!
    Ein Toilettenartikel – wie cool! Ist das nicht unser (also uns Frauen) größestes Problem auf Reisen. Abgesehen von der Sauberkeit, ich bin immer froh, wenn das „Stille Örtchen“ so ist das ich nicht schon Pickel bekomme bevor ich dort war.
    Und manchmal wünsche ich mir, dass ich zu Hause auch eine Popdusche hätte!

    1. Wir lieben unsere improvisierte Popodusche zu Hause sehr! 😊
      Zu dem Toilettenproblem habe ich mir vor unserer Weltreise auch Gedanken gemacht. Letztendlich war es aber nur ganz selten schlimm, viele Toiletten unterwegs waren in erstaunlich akzeptablem Zustand.
      Dafür habe ich, seit ich wieder in Europa unterwegs bin, wieder Klos gefunden, die jeder Beschreibung spotteten. Schon traurig, irgendwie!

      Liebe Grüße Gina

  4. Super! Hätte nicht gedacht, dass man bei so einem Thema eine sinnvolle Auflistung machen kann. Aber ja, man kann!

    1. Haha, danke!

  5. Haha, ein humoriger Artikel mit viel Wortwitz und trotzdem allen nötigen Infos die man braucht um sich auf dieses ’scheiss Thema‘ vorzubereiten *g* Als ich damals auf dem Weg von Bangkok gen Süden zum ersten Mal auf solch eine Hocktoilette mit Kelle gestoßen bin hab ich erst gedacht man will mich – Achtung –
    ‚verarschen‘. Ein wenig bin ich mir vorgekommen wie Sylvster Stallone in Demolition Man, wo nu noch drei Muscheln im WC an der Wand hängen und er sich fragt was er damit machen soll. Es ist schon ein Erlebnis manchmal, wenn es darum geht seinen Allerwertesten konform der eigenen Vorstellungen auf einen WC-Sitz zu betten. Danke für den tollen Artikel und die Schmunzler in meiner Frühstückspause – gerne mehr davon.

    1. Freut mich, Andreas, dass der Artikel bei dir gut ankommt. Bei so einem Thema ist es ja manchmal eine Gradwanderung zwischen peinlich und schlüpfrig.
      Aber bei unserem ersten Asien-Aufenthalt hätten wir uns auch über so eine Aufklärung gefreut.

      Viele Grüße
      Gina

  6. Das ist ja erfrischend von Euch zu lesen. Popodusche hört sich zu lustig an! Also danke für die insights! Und happy travels! Sirit von Textwelle

    1. Danke, Sirit!

  7. Echt ein genialer Artikel, mal was ganz anderes. Aber ein Thema was man wirklich auch mal behandeln muss. Alles Liebe, Petra

    1. Danke, Petra.
      Ja, wir wären froh gewesen, wenn wir vor unserem Asien-Aufenthalt auf so einen Artikel gestoßen wären 😉

      Liebe Grüße
      Gina

  8. Ich reise eigentlich nicht nach Asien, aber euren Artikel finde ich einfach toll – superwitzig und superinformativ!

    1. Vielen Dank!
      Und wer weiß, vielleicht möchtest du doch irgendwann mal nach Asien – und dann bist du gerüstet!

  9. Jürgen köhler sagt: Antworten

    Hallo.sehr gut geschrieben.ich hatte bei meinem ersten urlaub auch gedacht das dies reinigung des wc gedacht sei.papier war ja vorhanden.mittlerweise weiß ich es besser und hab mir feb.18 so ein ding gekauft.ca 200 bath je nach geschmack.passt in dt.genauso wie ein duschschlauch.echt super.falls man den wasserdruck nicht einstellen können sollte,einfach ne dichtung mit einem kl.loch nehmen.bin begeistert.gibt ja auch bidets in dt.aber ich kenn ehrlich niemanden der so etwas hat.respect unseren th.freunden.da haben sie uns wirklich etwas tolles voraus.fühl mich nun wirklick immer sauber nach dem wc besuch.echt empfehlenswert.gruß an alle.danke.

    1. Wir haben uns auch überlegt, so was in Thailand zu kaufen. Aber in einer Mietwohnung ist das mir dem Umbau ein bisschen schwierig.

  10. Jürgen köhler sagt: Antworten

    Ach ja.das papier das unsere th. Freunde nicht brauchen finden wir dann meist in den lokalen oder garküchen.

  11. Wundervoller Artikel. Ich habe sehr geschmunzelt. Meine Erfahrungen mit asiatischen Toiletten beschränkt sich auf Hongkong und Seoul / Südkorea. Von Hongkong kann ich gar nicht so viel sagen, da ich dort keine öffentlichen Toiletten benutzt haben. Daher kann ich nur von Südkorea berichten. Als wir in Seoul angekommen waren und ich auf Toilette war, ist mir als aller erstes aufgefallen, wie sauber alles war. Eine Podusche gab es nicht und man durfte auch das Papier in die Toilette werfen. Witzig fand ich aber ein Schild, das an der Tür angebracht war, das man sich nicht auf den Toilettendeckel stellen soll. Im Hotel hatten wir dann ein wahres Hightech Klo mit eigener Gebrauchsanweisung. Hier gab es eine eingebaute Popo Dusche und der Toilettendeckel war beheizt. Als ich im Dezember noch mal in Seoul war, habe ich die Toilettensitzheizung echt zu schätzen gelernt, weil es draußen superkalt war. Auch unterwegs auf den Toiletten waren die Deckel oft beheizt. Wie schon oben geschrieben ist mir die Sauberkeit der öffentlichen Toiletten überall besonders positiv aufgefallen. In den U-Bahn-Stationen gibt es in den Toiletten auch Hockklos aber zum Glück auch normal Sitztoiletten.

    1. Liebe Peggy,

      ich kann mir vorstellen, dass in Korea das sanitäre Niveau deutlich höher ist, zumindest in den Städten. So wie du es beschreibst, kann man es wahrscheinlich mit Japan vergleichen.
      Die Sauberkeit ist in asiatischen Ländern wirklich oft besser als in Europa.

      Liebe Grüße Gina

  12. Ich finde diese Duschen einfach genial. Möchte gerne eine Zuhause, und der Trick mit der Flasche ist auch super, und werde es ausprobieren. Hygienischer ist es auch noch ohne Toilettenpapier, einfach warten, trocknet von selbst, auch wenn nicht handelt es sich blos um Wasser

    1. Ja, wir sind ja auch ganz begeistert davon.
      Wieder ein schönes Beispiel, wie Reisen den Horizont erweitert.

      Viele Grüße
      Gina

  13. […] Einen lustigen Beitrag zur Nutzung der Popodusche in Asien findest du auch bei Gina von 2onthego.de […]

  14. Ich musste jetzt schon ein wenig schmunzeln! Ich habe ein Jahr in Japan gelebt, aber die Duschfunktion nie ausprobiert. Den Beitrag nehme ich mit in meine Blog-Perlen auf, die Anfang April erscheinen werden!

    1. Echt? Ein Jahr in Japan und nie die Popodusche ausprobiert? Ich hätte gedacht, in Japan geht das automatisch und man hat gar nicht die Wahl.
      Vielen Dank für die Aufnahme in deine Blog-Perlen, das freut mich sehr!

      Liebe Grüße
      Gina

  15. Liebe Gina,
    was für ein amüsanter und doch sehr informativer Beitrag! Das Thema ist ja schon ein bisschen heikel, umso besser, wenn du uns so toll aufklärst. Wir waren bisher noch nie in Asien, fühle mich jetzt aber auf jeden Fall gut vorbereitet!
    LG
    Charnette

    1. Liebe Charnette,

      vielen Dank, es freut mich, dass du den Artikel als hilfreich empfindest.
      Dann steht ja zumindest in dieser Hinsicht einem Asien-Urlaub nichts mehr im Wege.

      Liebe Grüße
      Gina

  16. Liebe Gina!
    Herrlich! Da bleibt keine Frage offen.
    Ich erspare dir die Schilderungen, was passiert, wenn man auf der nassen Keramik einer Hocktoilette ausrutscht…
    Liebe Grüße

    Alex

    1. Liebe Alex,

      nein, die Schilderung brauche ich nicht, da reicht das Kopfkino! 😀

      Liebe Grüße
      Gina

  17. Ich kannte bisher nur die Hockvariante… glaube ich… vielleicht hab ich auf die andere auch vorher nur nicht geachtet. Jetzt wo du davon schreibst, fiel mir auch ein, dass ich darüber auch schon mal in einer Doku was gesehen habe… 😉
    Viele Grüße,
    Tanja

    1. Ja, die Hockvariante ist ja im asiatischen Raum so verbreitet, dass man in Australien und Neuseeland oft „Gebrauchsanleitungen“ für Sitztoiletten findet. So hat jeder seinen eigenen Erfahrungshorizont.

      Liebe Grüße Gina

  18. Dank einiger Asienreisen habe ich die Popoduschen sehr schätzen gelernt. Als wir anfingen unseren Badumbau zu planen, habe ich eine solche Möglichkeit installieren lassen wollen. Das hat unser Installateur abgelehnt, weil das in Deutschland verboten sei. Die enge Verbindung zwischen Frischwasserleitungen und Abwasserleitungen seien nicht zulässig 😐. Da fällt einem nichts mehr ein….
    Liebe Grüße Ute

    1. Haha, da war der Installateur aber nicht geschäftstüchtig! Sowas gibt es doch heute als integrierte Lösung mit allem Drumherum, was sich der verwöhnte Popo nur wünschen kann.

      Liebe Grüße Gina

  19. Hallo!
    Ein wirklich toller und amüsanter Beitrag, den ich unbedingt lesen musste, da ich auch schon so meine Erfahrungen mit asiatischen WCs gemacht habe! Wusste um ehrlich zu sein bis heute nicht wozu der Schlauch mit der Spritzdüse neben den Toiletten gut sein soll. Dachte immer für die Reinigung des WCs 😅. Wieder was dazu gelernt! 😃 Lg Nicole

    1. Hallo Nicole,

      vielen Dank, freut mich, dass dir der Beitrag geholfen hat.

      Wir haben gerade überlegt, wie wir darauf gekommen sind, wozu der Schlauch dient, aber es ist uns nicht mehr eingefallen. Ich weiß nur noch, dass wie auf englischsprachigen Seiten dem Begriff „bum gun“ gefunden haben.

      Liebe Grüße Gina

  20. Haha, ein Klo-Artikel, wie klasse ist das denn!!

    Vielen Dank dafür, ich bin extrem erheitert („Da dieses Tutorial gewisse Vorkenntnisse voraussetzt, gehe ich davon aus, dass du mit dem Umgang mit der Sitztoilette vertraut bist und ich verzichte auf die Beschreibung dessen, was der notwendigen Reinigung deiner intimen Bereiche vorangeht“), aber fühle mich jetzt tatsächlich auch deutlich informierter!
    Auf unserer ersten Thailand-Reise stand ich tatsächlich das ein oder andere Mal vor nicht-westlichen Toiletten und war völlig überfordert. Und bisher dachte ich, der Schlau sei zum Spülen des Klos, nicht der Körperteile!
    Fühle mich auf jeden Fall gewappnet, erneut nach Asien zu reisen. Danke für diesen ungewöhnlichen Artikel und auch die netten Fotos!

    1. Liebe Sina,

      freut uns sehr, dass wir zu deiner Weiterbildung beitragen konnten mit unserem Tutorial!
      Danke für die netten Worte,

      Liebe Grüße
      Gina

  21. Wir haben solche Toiletten auch in Marokko vorgefundenen. Ich finde die Duschmöglichkeit für „untenrum“ sehr angenehm. Sauberer, frischer, hygienischer als Papier. Und umweltschonender. Eure Idee mit der Spüliflasche finde ich klasse. Bin am überlegen, ob….
    Liebe Grüße
    Dagmar

    1. Ha, da freuen wir uns aufs „Geschäft“ in Marokko.
      Ich finde das auch mega und möchte es nicht mehr missen.

      Liebe Grüße
      Gina

  22. ob in Myanmar, China oder dem Iran etwas Bammel hatte ich schon vor der Reise wegen der Hygiene— ich habe vergnügt euren Artikel gelesen und freu mich schon auf die nächste Reise — egal wohin — wenn man mal den Kniff ´raus hat, klapps überall, und selbst die einfachsten Toiletten in Tibet waren nicht so grauslich wie manche in Frankreich … in Tibet waren Kühe in den Toiletten und hatten dort ihren Dreck neben der Toilette hinterlassen, in Frankreich waren es Menschen…

    Liebe Grüsse, und gute Reise,
    Sonja

    1. hallo Sonja,

      das ging uns genauso vor unserer Weltreise, dass wir uns viel Gedanken um die sanitären Anlagen gemacht haben, die wir in Südamerika, Südostasien oder im australischen Outback antreffen würden.
      Und tatsächlich ist das Fazit, dass es selten so eklig war wie in Frankreich oder Italien. Eigentlich ein Armutszeugnis für unsere Zivilisation.

      Liebe Grüße
      Gina

  23. Harald Bulling sagt: Antworten

    Leider kann man so eine „Hygiene-Popo-Dusche“ hier nirgends in Deutschland kaufen, nicht einmal Amazon hat sie im Angebot. Meine ist jetzt schon sehr alt, habe ich aus Vitenam mitgebracht, und würde nun gerne eine nue anschrauben. Hat jemand eine Idee?

    1. Hallo Harald,

      da kann ich dir leider auch nicht weiterhelfen.

      Viele Grüße

      Gina

  24. Was für ein Thema und was für ein Artikel! Musste ja sehr lachen!
    Wir kennen die Hocktoiletten aus Palästina und den Popofön aus Japan. Dort hatten wir auch so unsere „schönen“ Erlebnisse mit den dortigen Toiletten. Strahl falsch eingestellt, ebenso die Temperatur des Strahls (war ja auch alles auf japanisch…). Popofön ist auch komisch. Am besten fanden wir dort allerdings das Wassergeplätscher als Geräusch, welches man auf öffentlichen Toiletten anstellen kann. So übertönen Frauen ihre Pinkel- und sonstigen Geräusche. Echt lustig!

    Lg Miriam

    1. Ja, in Japan muss die Toilettenkultur auf höchstem Niveau sein, das habe ich auch schon gehört. Das ist schon alleine ein Grund, mal nach Japan zu reisen.

      Liebe Grüße
      Gina

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