Ein typi­sches Riad oder ein schö­nes Hotel – so stell­ten wir uns unse­re Unter­künf­te in Marok­ko vor. Schnell ist man dabei preis­lich in euro­päi­schen Dimen­sio­nen. Wir haben ver­sucht, schö­ne und den­noch preis­wer­te Riad-Hotels in Marok­ko zu fin­den. Hier stel­len wir dir unse­re Fund­stü­cke vor – alle unter 40 Euro pro Nacht.

 

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Du planst eine indi­vi­du­el­le Rei­se nach Marok­ko? Dann schau mal in unse­ren Rei­se­gui­de mit vie­len Infos und Tipps: Marok­ko: Rei­se­tipps und Rei­se­vor­be­rei­tung für die indi­vi­du­el­le Rund­rei­se 

Was erwar­ten wir von einem Hotel in Marok­ko?

Unse­re Anfor­de­run­gen an ein preis­wer­tes Hotel in Marok­ko sind nicht all­zu hoch.

Sau­ber soll es natür­lich sein, und ein eige­nes Bad bevor­zu­gen wir auch. Dafür machen wir ger­ne Abstri­che, was die Grö­ße des Zim­mers betrifft. Uns ist ein authen­ti­sches lan­des­ty­pi­sches Erleb­nis wich­ti­ger als Luxus. Es stört uns nicht, wenn von letz­ten Anstrich Far­be auf die Flie­sen gekle­ckert ist oder sich Fens­ter oder Tür nur mit einem gewis­sen Nach­druck schlie­ßen lässt. So leben vie­le Ein­hei­mi­sche auch und wir kön­nen uns dem anpas­sen.

Schöner Innenhof eines Riad-Hotels

Schö­ner Innen­hof eines Riad-Hotels

Wir kön­nen damit leben, wenn das Zim­mer in unse­rem Hotel nicht täg­lich gerei­nigt wird. Zu Hau­se wech­seln wir schließ­lich auch nicht jeden Tag die Hand­tü­cher.

Wich­tig ist uns natür­lich, dass das Hotel WLAN anbie­tet. Dies hat­ten wir in allen auf­ge­führ­ten Häu­sern, manch­mal aller­dings nur im Gemein­schafts­be­reich.

Eine zen­tra­le, dabei den­noch mög­lichst ruhi­ge Lage gehört zu unse­ren wei­te­ren Wün­schen. Wir erkun­den eine Stadt ger­ne zu Fuß, ohne vor­her eine Anfahrt orga­ni­sie­ren zu müs­sen.

Hotel Sin­di­bad in Aga­dir

Außer für den Bade­ur­laub hat Aga­dir für den Tou­ris­ten nicht viel zu bie­ten und dient meist nur als eine Über­nach­tungs­sta­ti­on. Dafür bie­tet sich der Stadt­teil Tal­borjt an. Hier gibt es vie­le klei­ne Restau­rants und Geschäf­te, das Leben wird von den Ein­hei­mi­schen geprägt.

Fassade des Hotels mit blauen Balkonen

Hotel Sin­di­bad in Aga­dir

Im Hotel Sin­di­bad* am gro­ßen Platz in Tal­borjt begeg­ne­te uns das Per­so­nal sehr freund­lich und zuvor­kom­mend. Sie hal­fen uns, unse­re marok­ka­ni­sche SIM-Kar­ten ein­zu­rich­ten. Im Zim­mer erwar­te­te uns ein Korb mit fri­schem Obst. Das Bad hat­te sogar eine Dusch­ka­bi­ne mit einer fes­ten Tür, eine Sel­ten­heit in güns­ti­gen Hotels in Marok­ko. Ein win­zi­ger Bal­kon war auch vor­han­den.

Das Früh­stück im Hotel haben wir nicht getes­tet. Rings­um sind vie­le klei­ne Restau­rants, die ein lecke­res Früh­stück für wenig Geld anbie­ten.

Die Über­nach­tung im Hotel Sin­di­bad kos­te­te 29 Euro (ohne Früh­stück).

Auber­ge L’O­asis in Foum Zguid

Das Kas­bah-Hotel Auber­ge L’O­asis* war eine unse­rer schöns­ten Unter­künf­te in Marok­ko. Es ist in einem restau­rier­ten tra­di­tio­nel­len Lehm­bau unter­ge­bracht und hat dadurch eine ganz beson­de­re Atmo­sphä­re. Im schat­ti­gen, blu­men­um­rank­ten Innen­hof sitzt man sehr schön. Hier wird auch das lecke­re Früh­stück ser­viert.

Tische und geflochtene Stühle unter blühenden Büschen

Lau­schi­ger Innen­hof des Hotels Auber­ge L’O­asis in Foum Zguid

Die Zim­mer sind zwar recht klein, aber da man uns ein Vier­bett­zim­mer zur Ver­fü­gung stell­te, hat­ten wir mehr als genug Platz. Das Bad ist ein­fach, die Dusche ist nicht abge­trennt, son­dern läuft über den Bade­zim­mer­bo­den ab.

Mus­ta­pha und Ahmed, die das Hotel füh­ren, haben eine sehr schö­ne Tour in die Saha­ra für uns orga­ni­siert. Sie sind sehr auf­ge­schlos­sen, freund­lich und spre­chen rela­tiv gut eng­lisch. Es herrscht immer eine sehr ange­neh­me Atmo­sphä­re im Hotel.

Doppelbett im Nomadenzelt

So sieht es im Zelt in der Saha­ra aus. Auch nicht übel, oder?

Da Foum Zguid ein klei­ner Ort ist, ist das klei­ne Zen­trum mit Geschäf­ten und Restau­rants in weni­gen Minu­ten zu Fuß erreicht. Direkt neben dem Hotel liegt der ver­fal­len­de Ksar, das alte Lehm­dorf. Wir hat­ten es ganz für uns, als wir es erkun­det haben.

Eine Über­nach­tung mit Früh­stück kos­te­te uns 29 Euro in der Auber­ge L’O­asis.

Riad Tab­hir­te in Agdz-Assi­lim

Der klei­ne Riad Tab­hir­te* liegt am Orts­rand von Agdz im Val­lée de Draa. Von dort aus kannst du sofort in die Pal­men­gär­ten der Draa­tal-Oase spa­zie­ren. Die Lage des Hotels ist abso­lut ruhig. Neben dem Riad-typi­schen Innen­hof, in dem das Essen ser­viert wird, gibt es eine gro­ßen haus­ei­ge­nen Gar­ten, in dem Obst und Gemü­se ange­baut wer­den. Früh­stück und Abend­essen waren sehr lecker. Es gibt drei sehr schö­ne Zim­mer am Hof des Riad. Wir hat­ten lei­der Pech und beka­men ein Zim­mer am Rand des Gebäu­des, das eini­ge Bau­fäl­lig­kei­ten hat­te. So beka­men wir das alter­tüm­li­che Schloss in der Tür nur mit viel Gefum­mel auf und zu.

Der Innenhof des Riad mit kleinem Brunnen

Der Innen­hof des Riad mit klei­nem Brun­nen

Die Haus­da­me des Hotels spricht nur Fran­zö­sisch, der Chef gutes Eng­lisch.

Auf­grund der ver­schie­de­nen Män­gel in unse­rem Zim­mer brach­te der Chef uns für die zwei­te Nacht in einem ande­ren Hotel im weni­ge Kilo­me­ter ent­fern­ten Ort Timi­d­ar­te unter.

Im Riad Tab­hir­te haben wir 38 Euro für die Über­nach­tung mit Früh­stück bezahlt.

Hotel Kas­bah Timi­d­ar­te

Das klei­ne Kas­bah-Hotel Timi­d­ar­te ist ein Schmuck­stück. Dazu kommt, dass es als gemein­nüt­zi­ges Pro­jekt zusam­men mit der Gemein­de betrie­ben wird, den hie­si­gen Ein­woh­nern Arbeit ver­schafft und die Erlö­se wie­der in Gemein­de­pro­jek­te flie­ßen. Der bis vor eini­gen Jah­ren halb ver­fal­le­ne Lehm­bau wur­de sorg­fäl­tig restau­riert und bie­tet ein tol­les authen­ti­sches Woh­n­er­leb­nis.

Innenhof der Kasbah

In einer rich­ti­gen Kas­bah zu woh­nen, ist schon toll

Die Zim­mer sind lie­be­voll ein­ge­rich­tet und geräu­mig genug. Früh­stück und Abend­essen wer­den im Hof der Kas­bah ser­viert, wo es gemüt­li­che Sitz­ni­schen gibt.

Zimmer mit Doppelbett, Teppichen und Kissen auf dem Boden

Gemüt­li­ches Zim­mer im Kas­bah-Hotel Timi­d­ar­te

Da die Kas­bah etwas abge­le­gen ist, bie­tet sie sich nur für Rei­sen­de mit eige­nem Auto an. Das Hotel bie­tet Akti­vi­tä­ten wie Töp­fer- und Koch­kur­se an.

Für eine Über­nach­tung mit Früh­stück zahlst du im Hotel Kas­bah Timi­d­ar­te etwa 29 Euro.

Riad La Famil­le in Mar­ra­kesch

In einem ruhi­gen Teil der Medi­na liegt der Riad La Famil­le* in Mar­ra­kesch. Du kannst ihn sogar mit dem Auto errei­chen und vor der Tür des Hotels par­ken. Das haben wir genutzt (und mit Hil­fe von Goog­le Maps tat­säch­lich hin gefun­den!), um unser Gepäck aus­zu­la­den, bevor wir den Miet­wa­gen in Mar­ra­kesch abge­ge­ben haben.

Innenhof mit verschnörkeltem Eisengeländer

Der typi­sche Riad-Innen­hof

Der Riad ist sehr hübsch ein­ge­rich­tet und macht einen sehr gepfleg­ten Ein­druck. Unser Zim­mer hat­te sogar eine Sitz­ecke mit Diwan und Tisch­chen sowie einen Klei­der­schrank. Das Bad mit einer gemau­er­ten Dusch­ni­sche war das schöns­te, das wir in Marok­ko hat­ten. Das Zim­mer wur­de täg­lich sau­ber gemacht.

Sitzecke und Kleiderschrank

Sitz­ecke und Klei­der­schrank

Das Früh­stück wur­de auf der Dach­ter­ras­se ser­viert, bei Regen im über­dach­ten Innen­hof. Es gab immer fri­sche Pfann­ku­chen und natür­lich frisch gepress­ten Oran­gen­saft.

Vom Riad aus läufst du etwa 20 Minu­ten bis zum zen­tra­len Platz Dsche­ma Al Fna.

Der Preis für Über­nach­tung und Früh­stück im Riad La Famil­le betrug 33 Euro.

Riad Dar El Meknas­sia in Meknes

Auch in Meknes sind wir in einem hüb­schen Riad unter­ge­kom­men, dem Riad Dar El Meknas­sia*. Unser Zim­mer in blau-weiß Tönen hat­te sogar ein Fens­ter nach außen. Das ist nicht selbst­ver­ständ­lich, denn die meis­ten Zim­mer in den tra­di­tio­nel­len Häu­sern in Marok­ko öff­nen sich zum Innen­hof. Je wei­ter unten das Zim­mer liegt, des­to weni­ger Licht erhält es.

Doppelbett und hellblaue Wände, Fenster mit weißem Stuck umrahmt

Ein Traum in Blau-Weiß: unser Zim­mer in Meknès

Ein Klei­der­schrank und ein Bad mit Dusch­vor­hang kom­plet­tier­ten das Ange­bot. Eine Zim­mer­rei­ni­gung erfolg­te nicht wäh­rend unse­res drei­tä­gi­gen Auf­ent­halts.

Das sehr lecke­re Früh­stück wur­de im Innen­hof und in einer gemüt­li­chen Lounge ser­viert. Außer­dem gab es eine Dach­ter­ras­se mit ver­schie­de­nen Sitz­mög­lich­kei­ten.

Dachterrasse mit Sitzmöglichkeiten

Dach­ter­ras­se mit Sitz­mög­lich­kei­ten

Das Hotel Dar El Meknas­sia liegt sehr zen­tral nur weni­ge Minu­ten vom Tor Bab Man­sour ent­fernt. Trotz­dem ist es ruhig.

Der ein­zi­ge klei­ne Minus­punkt war, dass das Per­so­nal des Riad teil­wei­se etwas trä­ge wirk­te. Der abge­bro­che­ne Dusch­kopf in unse­rer Dusche wur­de nicht repa­riert. So dusch­ten wir halt mit dem Schlauch.

Dafür lief der jun­ge Mann, der das Früh­stück ser­vier­te, am Mor­gen unse­rer Abrei­se mit uns bis zur Haupt­stra­ße, um uns ein Taxi zum Bahn­hof anzu­hal­ten.

Für Über­nach­tung und Früh­stück zahl­ten wir im Hotel Dar El Meknas­sia 32,70 Euro.

Hotel Dar Lala Wafae in Fes

Auch das Hotel Dar Lala Wafae in Fes liegt zen­tral, aber ruhig am Ran­de der Medi­na. Es ist nur weni­ge Minu­ten vom Tor Bab Bou­je­loud ent­fernt, von wo uns die Besit­ze­rin abhol­te und zum Hotel führ­te.

Unser Zim­mer war etwas dun­kel, da es im Erd­ge­schoss lag und daher nur wenig Licht über den Innen­hof erhielt. Da wir es nur zum Schla­fen nutz­ten, hat uns das nicht sehr gestört. Zwei Rega­le boten Abla­ge­mög­lich­kei­ten für unse­re Sachen. Das Bad war win­zig, mit Dusche über der Toi­let­te und Ablauf im Boden. Dafür wur­de das Zim­mer täg­lich gerei­nigt und vor allem das Bad getrock­net.

Bett mit Metallgitterrahmen, bunte Decke

Unser Zim­mer in Fès

Die bei­den Damen, die das Hotel füh­ren, sind sehr nett und freund­lich. Eng­lisch spre­chen sie aller­dings nicht, die Ver­stän­di­gung erfolgt auf Fran­zö­sisch. Das lecke­re und reich­hal­ti­ge Früh­stück wird auf der Dach­ter­ras­se ser­viert, wo wir uns auch nach­mit­tags oder abends ger­ne auf­hiel­ten.

Frühstückstisch mit Speigeleiern, Orangensaft, Pfannkuchen, Brot, Marmelade

Reich­hal­ti­ges Früh­stück

Im Hotel Dar Lala Wafae zahl­ten wir 27 Euro pro Nacht inklu­si­ve Früh­stück. Eine Kan­ne Tee, die wir an einem Nach­mit­tag bestell­ten, wur­de uns nicht extra berech­net.

Was musst du bei der Buchung eines preis­wer­ten Hotels in Marok­ko beach­ten?

Vor allem in klei­nen, preis­wer­ten Hotels und Riads kannst du in aller Regel nur bar bezah­len. Auch wenn du dei­ne Buchung bei Boo­king mit der Kre­dit­kar­te garan­tiert hast, muss die Bezah­lung vor Ort mit Bar­geld erfol­gen. Das fan­den wir nicht pro­ble­ma­tisch, denn in Marok­ko kannst du ohne Bank­ge­büh­ren Geld am Auto­ma­ten holen.

Ach­te auf die Buchungs­be­din­gun­gen! Meist kommt zum ange­zeig­ten Preis noch die Tou­ris­mus­ab­ga­be hin­zu. Von Hotel zu Hotel schwankt sie zwi­schen 1 und 3 Euro pro Nacht. Manch­mal wird auch das Früh­stück extra berech­net. Unse­re oben genann­ten Prei­se beinhal­ten immer die Tou­ris­mus­ab­ga­be und, wenn nicht anders ange­ge­ben, auch das Früh­stück.

Die Anga­ben zur Aus­stat­tung der Unter­kunft sind in Marok­ko mit Vor­sicht zu genie­ßen. Wir haben eini­ge Male den Ein­druck gehabt, dass die Betrei­ber sprach­lich und inhalt­lich mit der Mas­ke von Boo­king über­for­dert sind. So schwan­ken schon mal Anga­ben zur Zim­mer­grö­ße von 4 qm bis 60 qm, bei­des echt unwahr­schein­lich. Auch Aus­stat­tung wie Fön, Kühl­schrank oder wei­te­re Luxus­ar­ti­kel soll­test du nicht all­zu fest erwar­ten, selbst wenn sie ange­ge­ben sind.

Wenn du in die­ser Hin­sicht mit einer gewis­sen Ent­spannt­heit dran gehst, wirst du sehr freund­li­che und hilfs­be­rei­te Men­schen in ihrer authen­ti­schen Umge­bung ken­nen­ler­nen. Uns ist die­se Rei­se­er­fah­rung neben dem finan­zi­el­len Aspekt sehr wich­tig.

*Anzei­ge*


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