Das Jahr 2018 hat sich schon mehr als zu Ende geneigt. Höchs­te Zeit also für unse­ren Rück­blick auf die Rei­se-High­lights des ver­gan­ge­nen Jah­res.

Chro­no­lo­gisch geord­net schau­en wir auf unse­re klei­ne­ren und grö­ße­ren Rei­sen zurück und schwel­gen dabei sel­ber noch­mal in den Erin­ne­run­gen.

Straß­burg im Win­ter

Unse­re ers­te Rei­se in 2018 führ­te uns nach Frei­burg und Straß­burg. Da wir in der Nähe von Frei­burg zu einer Fami­li­en­fei­er ein­ge­la­den waren, bot es sich an, auf dem Rück­weg einen klei­nen Schlen­ker über Straß­burg zu machen.

Der Febru­ar ist nicht die Top-Rei­se­zeit für die elsäs­si­sche Stadt. Gut so, denn so hielt sich der Tou­ris­ten­rum­mel in Gren­zen. Mit dem Hotel hat­ten wir einen Glücks­griff gemacht: es war güns­tig, bot einen Park­platz fürs Auto, ein köst­li­ches Früh­stücks­buf­fet und lag fuß­läu­fig zur Straß­bur­ger Alt­stadt.

beleuchtete Fachwerkhäuser bei Nacht in Straßburg im Winter

Hübsch beleuch­te­te Gas­se in Straß­burg

Abends waren die Brü­cken über das Flüss­chen Ill stim­mungs­voll beleuch­tet. Die Gäss­chen mit den Fach­werk­häu­sern strahl­ten Gemüt­lich­keit aus. Über­all gab es lecke­res elsäs­si­sches Essen, natür­lich auch die berühm­ten Flamm­ku­chen. Trotz grau­em Nie­sel­wet­ter hat uns Straß­burg im Win­ter rich­tig gut gefal­len.

Teller mit Espresso und drei Mini-Desserts

Auch die Des­serts waren nicht zu ver­ach­ten

Rei­se­b­log­ger-Bar­camp in Wol­fen­büt­tel

Zuge­ge­ben, von allei­ne wären wir nicht so schnell auf die Idee gekom­men, das nie­der­säch­si­sche Städt­chen Wol­fen­büt­tel zu besu­chen. Damit hät­ten wir ein­deu­tig was ver­passt. Daher sind wir froh, dass uns das dies­jäh­ri­ge Rei­se­b­log­ger-Bar­camp im Früh­jahr die Gele­gen­heit bot, die hüb­sche Les­sing­stadt Wol­fen­büt­tel ken­nen­zu­ler­nen. Roman­ti­sche Fach­werk­sträß­chen in der Alt­stadt, ein Ver­sailles nach­emp­fun­de­nes Schloss, die Her­zog-August-Biblio­thek mit ihren kul­tu­rel­len Schät­zen – Wol­fen­büt­tel ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Dabei haben wir es noch nicht mal zur Besich­ti­gung des Jäger­meis­ter-Wer­kes geschafft.

Fachwerkhäuser am Stadtmarkt

Fach­werk­häu­ser in Wol­fen­büt­tel

Saha­ra, Atlas und Königs­städ­te – Rei­se­high­light Marok­ko

Das unbe­strit­te­ne Rei­se-High­light 2018 war für uns Marok­ko. Drei­ein­halb Wochen reis­ten wir durch das nord­afri­ka­ni­sche Land, das uns ver­zau­bert hat.

Wir began­nen mit einem Road­trip durch Marok­kos Süden. In Aga­dir star­te­ten wir mit dem Miet­wa­gen und fuh­ren zunächst nach Tafraou­te im Anti-Atlas. Dort begeis­ter­te uns die gewal­ti­ge, schrof­fe Fels­land­schaft mit den röt­lich-brau­nen Fel­sen. Wir wan­der­ten durch das Tal der Ammeln und die groß­ar­ti­ge Ait-Man­sour-Schlucht und bewun­der­ten das Frei­luft-Kunst­werk der Bun­ten Fel­sen.

Blick ins Tal

Im Tal der Ammeln

Durch die schrof­fe Land­schaft des Anti-Atlas ging es hin­un­ter ins west­li­che Draa-Tal, wo das Gebir­ge in die Saha­ra über­geht. Saha­ra! Schon das Wort weckt in uns die Sehn­sucht nach der schier unend­li­chen Wüs­te. Hier fuh­ren wir am Rand der Saha­ra ent­lang und unter­nah­men von Foum Zguid aus unse­re unver­gess­lich schö­ne Saha­ra-Wüs­ten­tour in den Erg Che­ga­ga. 

Sanddünen in der Sahara in Marokko

Sand­dü­nen soweit das Auge reicht

Wir sind abso­lu­te Wüs­ten­fans. Die Über­nach­tung zwi­schen den Dünen der Sand­wüs­te, der Aus­blick über die gol­de­nen Rücken und den Schat­ten­wurf der Hügel und der Son­nen­un­ter­gang im Sand­sturm-ver­ne­bel­ten Dunst waren der Ham­mer.

Sonnenuntergang im Sandsturm in der Sahara

Son­nen­un­ter­gang im Sand­sturm in der Saha­ra

Wei­ter ging es durch das Draa­tal auf der Stra­ße der Kas­bahs zum Hohen Atlas hin­auf und nach Mar­ra­kesch, wo wir das Auto abga­ben.

Die Königs­städ­te Mar­ra­kesch, Rabat, Meknes und Fes bil­de­ten die Punk­te unse­rer rest­li­chen Rou­te durch Marok­ko. Zwi­schen ihnen kann man sich her­vor­ra­gend mit dem Zug bewe­gen, was wir auch taten.

Neben den beein­dru­cken­den Land­schaf­ten Marok­kos waren unse­re schöns­ten Erleb­nis­se die Begeg­nun­gen mit den Ein­hei­mi­schen. Über­wie­gend sehr freund­lich und hilfs­be­reit haben wir die Marok­ka­ner erlebt. Unver­ges­sen bleibt uns der Bett­ler in Foum Zguid, der sei­ne Wür­de bewahrt hat­te, der freund­li­che Gemü­se­händ­ler in Ourz­aza­te, der uns zum Tee ein­lud und die hilfs­be­rei­ten Park­wäch­ter in Mar­ra­kesch, die unse­re Auto­agen­tur aus­fin­dig mach­ten.

Gina und Marcus mit einem lächelnden Berber

Nicht nur die Wüs­ten­söh­ne waren sehr freund­lich

Kurz­trip an die Mosel

Eines der vie­len herr­li­chen Som­mer­wo­chen­en­den nutz­ten wir zu einem Wochen­end­trip an die Mosel. In Cochem lern­ten wir stau­nend die Geschich­te des Bun­des­bank­bun­kers ken­nen, der jahr­zehn­te­lang das best­ge­hü­te­te Geheim­nis der dama­li­gen BRD war.

Gewölbter Gang mit Rohren und Leitungen unter der Decke

End­lo­se Gän­ge im Bun­des­bank­bun­ker

Die berühm­te Reichs­burg hoch über der Mosel und die hüb­schen Alt­stadt­gas­sen von Cochem sind auf jeden Fall auch einen Besuch wert.

Natür­lich durf­te auch eine Wan­de­rung auf dem Mosel­steig nicht feh­len. Die Etap­pe von Cochem nach Beil­stein führ­te durch stei­le Wein­berg­la­gen und bot fan­tas­ti­sche Aus­bli­cke auf das Mosel­tal. Zurück ging es von Beil­stein ganz gemüt­lich mit dem Schiff über die Mosel.

Die bunten Häuser Cochems spiegeln sich in der Mosel

Aus­blick vom Mosel­steig auf Cochem

An einem Mosel-Wochen­en­de kommt auch der Genuss nicht zu kurz. Wir speis­ten in klei­nen, fei­nen Strauß­wirt­schaf­ten bei küh­lem Mosel­wein.

Wan­der­wo­che im Rhein­gau

Die letz­te noch ver­blie­be­ne Urlaubs­wo­che ver­brach­ten wir im Rhein­gau. Über meh­re­re Jah­re hin­weg haben wir den Rhein­steig von Bonn bis Ass­manns­hau­sen erwan­dert. Nun fehl­ten uns noch die ver­blie­be­nen Etap­pen zwi­schen Ass­manns­hau­sen und dem Ende der Fern­wan­der­wegs in Wies­ba­den-Biebrich.

Blick über die Wein­ber­ge des Rhein­gaus bei Rüdes­heim

Die nah­men wir Anfang Okto­ber erfolg­reich in Angriff. Ein­ge­lau­fen haben wir uns auf dem Rhein­steig um Rüdes­heimauf der ers­ten Etap­pe beglei­te­te uns unse­re Toch­ter. Nach einem ver­reg­ne­ten Tag, den wir zum Aus­ru­hen in unse­rer gemüt­li­chen AirB­nB-Woh­nung nutz­ten, lie­fen wir an den fol­gen­den schö­nen Tagen die Etap­pen Johan­nis­burg – Kied­rich, Kied­rich – Schlan­gen­bad und Schlan­gen­bad – Wies­ba­den-Biebrich. Damit hat­ten wir den gesam­ten Rhein­steig bewäl­tigt. Yeah!

Blick über die Dächer von Bingen mit der Martinskirche

Blick über die Dächer von Bin­gen, im Hin­ter­grund der Mäu­se­turm

Ein schö­ner Abschluss der Urlaubs­wo­che war der Auf­ent­halt auf der gegen­über­lie­gen­den Rhein­sei­te. Dort ent­deck­ten wir das bezau­bern­de Städt­chen Bin­gen am Rhein für uns. Geprägt von der Per­son Hil­de­gard von Bin­gens und der schau­ri­gen Sage um den Mäu­se­turm im Rhein hat Bin­gen erstaun­lich viel tou­ris­ti­sches Poten­zi­al zu bie­ten.

Mit die­sem Bei­trag betei­li­gen wir uns an der Blog­pa­ra­de von Andre­as zum The­ma Rei­se­high­lights 2018.