Meknes ist eine der vier Königs­städ­te in Marok­ko und liegt als nächs­tes auf unse­rer Rou­te. Meknes ist die kleins­te der Königs­städ­te und wird daher nicht von so vie­len Tou­ris­ten besucht wie Mar­ra­kesch oder Fes.

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Mit dem Zug nach Meknes

Wie­der gelan­gen wir mit dem Zug dort­hin. In zwei­ein­halb Stun­den fah­ren wir von Rabat nach Meknes. Vor dem Bahn­hof ver­han­deln wir mit meh­re­ren Taxi­fah­rern. Schließ­lich wer­den wir in einem Grand Taxi, ein alter Mer­ce­des 200, zur Medi­na gefah­ren, wo sich unse­re Unter­kunft befin­det.

Innenseite Autotür mit fehlender Kurbel fürs Fenster

Gewis­se Ver­schleiß­erschei­nun­gen an der Türin­nen­sei­te unse­res Taxis

Obwohl wir ganz in der Nähe unse­res Riads abge­setzt wur­den, irren wir erst mal ori­en­tie­rungs­los durch die Gas­sen. Ein jun­ger Mann bie­tet uns Hil­fe an. Wir über­le­gen kurz, ob wir ihm trau­en kön­nen oder ob auch hier die berüch­tig­ten Faux Gui­des ihr Unwe­sen trei­ben und am Ende des Weges einen unver­schäm­ten Betrag für die „Hil­fe” for­dern. Doch die­ser jun­ge Mann bringt uns wirk­lich ohne Hin­ter­ge­dan­ken zu unse­rer Unter­kunft. Mer­ci!

Leb­haf­tes Trei­ben am Place al Hedim

Sitzecke im Riad in Meknes

Sitz­ecke im Riad

Nach­dem wir uns in dem hüb­schen Riad* ein­ge­rich­tet haben, erkun­den wir die Umge­bung. Gleich in der Nähe ist der Place al Hedim, der – sehr – klei­ne Bru­der des Dje­ma al Fnaa in Mar­ra­kesch. Ein paar Gauk­ler füh­ren bedau­erns­wer­te Äff­chen vor, die in Pam­pers und Kin­der­kla­mot­ten gezwun­gen wur­den. Der Platz wird gesäumt von vie­len tou­ris­ti­schen Restau­rants. Mit Spei­se­kar­ten bewaff­ne­te Kell­ner ste­hen davor und prei­sen ihr jewei­li­ges Eta­blis­se­ment an.

Wir ent­de­cken ein Café auf der Dach­ter­ras­se und stei­gen durch ein ehe­mals vor­nehm­nes Trep­pen­haus hin­auf. Von hier genie­ßen wir den Blick auf das leb­haf­te Trei­ben unter uns. Der Platz scheint ein bedeu­ten­der Hal­te­punkt von Bus­sen, Grand Taxis und Petits Taxis zu sein.

Grand Taxi vor der Place al Hedim in Meknes

Grand Taxi vor der Place al Hedim in Meknes

Hohe Stadtmauer mit viereckigen Türmen in Meknes

Die trut­zi­ge Mau­er der Vil­le Impé­ria­le

Großes Stadttor Bab al Mansour mit grünem Mosaikschmuck

Das Bab al Man­sour

Direkt gegen­über steht die gewal­ti­ge Mau­er des ehe­ma­li­gen Königs­pa­lasts von Mou­lay Ismail. Dar­in prangt das Bab al Man­sour, das eines der schöns­ten Stadt­to­re Marok­kos ist. Die flan­kie­ren­den Mar­mor­säu­len stam­men aus der ehe­ma­li­gen römi­schen Sied­lung Volu­b­i­lis, ganz in der Nähe von Meknes gele­gen.

Durch die Vil­le Impé­ria­le von Meknes

Wir beschlie­ßen, unse­re Besich­ti­gung von Meknes mit einem Spa­zier­gang durch die Vil­le Impé­ria­le, das gro­ße ehe­ma­li­ge Palast­ge­län­de zu begin­nen. Durch das Bab de Man­sour kann man lei­der nicht durch­spa­zie­ren, es geht links davon durch eine klei­ne Durch­fahrt. Wir kom­men auf dem ehe­ma­li­gen Para­de­platz des Sul­tans aus. Eine klei­ne Kup­pel zu Rech­ten, die Koub­ba as Souf­a­ra war der Ort, an dem zu Sul­tans Zei­ten die aus­län­di­schen Bot­schaf­ter emp­fan­gen wur­den.

Große Hallen mit Bogengängen

Pri­son des Chré­ti­ens

Neben der Kup­pel geht es hin­ab ins Pri­son des Chré­ti­ens, das Gefäng­nis der Chris­ten. Der Name hat sich gehal­ten, obwohl man heu­te davon aus­geht, dass die unter­ir­di­schen Gewöl­be als Lager­hal­len für Getrei­de dien­ten. Sie sind beein­dru­ckend groß, auch wenn heu­te nur noch ein Teil davon erhal­ten ist.

  • Pri­son des Chré­ti­ens, geöff­net von 9 – 12 und von 15 – 18 Uhr, Ein­tritt 10 Dir­ham.

Eine der Haupt­at­trak­tio­nen von Meknes bleibt uns lei­der ver­schlos­sen. Das pracht­vol­le Mau­so­le­um von Mou­lay Ismail wird gera­de reno­viert und ist daher nicht zugäng­lich.

Mosaikgefasste Wandbrunnen

Nur durchs Git­ter in den Hof kön­nen wir spä­hen beim Mau­so­le­um von Mou­lay Ismail

Die Stra­ße zieht sich an einer lan­gen, hohen Mau­er ent­lang, hin­ter der der könig­li­che Golf­platz liegt. Statt der ein­tö­ni­gen Stra­ße zu fol­gen, wen­den wir uns nach links und tau­chen ein in die ver­win­kel­ten marok­ka­ni­schen Gas­sen. Frü­her befan­den sich hier die Woh­nun­gen des Sul­tans, nach ihrer Zer­stö­rung im 18. Jahr­hun­dert wur­de ein Wohn­ge­biet errich­tet. Wir haben schnell die Ori­en­tie­rung ver­lo­ren und las­sen uns durch Gäss­chen, unter Tor­bo­gen und an geka­chel­ten Brun­nen ent­lang trei­ben. Jun­gen spie­len Ball, ver­hüll­te Frau­en tra­gen Ein­käu­fe nach Hau­se, Alte schlur­fen übers Pflas­ter. Schließ­lich spu­cken uns die laby­rin­thi­schen Gäss­chen wie­der aus und wir fin­den unse­ren Weg zurück ins Riad.

Steintor mit Ornamenten und Kachelschmuck

Durch die­ses Tor betre­ten wir das Wohn­vier­tel

Ein paar Jungen spielen vor einem Torbogen

Spie­len­de Kin­der in den Gas­sen

Gekachelter Wandbrunnen

Wand­brun­nen sorg­ten frü­her für die Was­ser­ver­sor­gung

Gasse mit gewölbtem Dach

Über­dach­ter Durch­gang

Zu den Getrei­de­spei­chern des Sul­tans

Da wir nur einen Teil der Vil­le Impé­ria­le gese­hen haben, betre­ten wir sie am nächs­ten Mor­gen wie­der. Wie­der geht es vor­bei an Para­de­platz, Koub­ba as Souf­a­ra und dem geschlos­se­nen Mau­so­le­um. Einen Kilo­me­ter lau­fen wir an der abwei­sen­den Mau­er des Golf­plat­zes ent­lang, bis wir an ihrem Ende ankom­men. Wir bie­gen um die Ecke und sehen gegen­über dem Golf­platz­tor das Dar al Makh­zen. In die­sem Palast regier­te Sul­tan Mou­lay Ismail. Lei­der kön­nen wir das Gebäu­de nur von außen bewun­dern, es ist nicht zugäng­lich für Tou­ris­ten.

Flaches Gebäude mit Bogengängen und Zinnen

Hier regier­te Sul­tan Mou­lay Ismail

Noch einen Kilo­me­ter wei­ter errei­chen wir das Bas­sin d’Ag­dal, ein gro­ßes Was­ser­re­ser­voir. Dahin­ter wie­der mäch­ti­ge Mau­ern, hin­ter denen sich noch­mals ein gigan­ti­scher Getrei­de­spei­cher befin­det, der Heri as Soua­ni. Zusam­men mit einer Bus­la­dung Tou­ris­ten, die gera­de vor der Tür aus­ge­la­den wird, betre­ten wir das Gebäu­de. Es ist so groß, dass sich die Men­schen­mas­se schnell ver­läuft.

Wasserbecken und alte Mauern

Das Bas­sin d’Ag­dal mit den dahin­ter­lie­gen­den Spei­chern und Stal­lun­gen

Im Boden eingelassenes hölzernes Schöpfrad

Schöpf­rad für die Was­ser­ver­sor­gung

Meter­di­cke Mau­ern tren­nen die ein­zel­nen Räu­me ab, die von gro­ßen Ton­nen­ge­wöl­ben über­dacht wer­den. An eini­gen Stel­len befin­den sich Was­ser­schöpf­rä­der im Boden. Vom Bas­sin drau­ßen wur­de in unter­ir­di­schen Kanä­len das Was­ser hier­hin gelei­tet und konn­te so nach oben beför­dert wer­den.

An die Getrei­de­spei­cher schlie­ßen sich die ehe­ma­li­gen könig­li­chen Stal­lun­gen an. Die Decken sind im Lau­fe der Zeit zusam­men­ge­bro­chen. So lau­fen wir unter blau­em Him­mel unter den rest­li­chen Bögen umher. Tau­sen­de Pfer­de und Kame­le hat­ten hier Unter­schlupf gefun­den. Heu­te streu­nen hier nur noch die Kat­zen her­um.

  • Heri as Soua­ni Getrei­de­spei­cher, geöff­net täg­lich 9 – 12 Uhr und 15 – 18 Uhr, Ein­tritt 10 Dir­ham
Dicke Mauern und Bögen, dazwischen Vegetation

Die Über­res­te der Stal­lun­gen

Schwarze Katze sitzt auf Mauer

Einer der heu­ti­gen Resi­den­ten

Die Souks von Meknes

Wir wer­fen uns in das leb­haf­te Trei­ben der Souks, die sich direkt an die Place al Hedim anschlie­ßen. Durch die Gas­sen, die mit Ver­kaufs­stän­den voll­ge­stellt sind, zwän­gen sich vor­wie­gen­de Ein­hei­mi­sche. Wie immer gibt es alles: Kla­mot­ten, Schu­he, Haus­halts­wa­ren, Lebens­mit­tel und vie­les mehr.

Beim Geflü­gel­händ­ler sitzt die leben­de Ware in engen Rega­len im Hin­ter­grund. Der Kun­de sucht sich ein Huhn aus, das unter lau­tem Pro­test­ge­ga­cker in einen Korb gepackt und auf die Waa­ge gesetzt wird. Wahr­schein­lich weiß das arme Tier, was ihm blüht. Nickt der Kun­de zufrie­den, packt der Händ­ler das Feder­vieh und zieht ihm mit einer schnel­len Bewe­gung ein schar­fes Mes­ser durch die Gur­gel. Für uns gru­se­lig, aber schließ­lich wer­den auch die Hühn­chen, die wir zuhau­se essen, vor­her getö­tet. Nur dass es nicht vor unse­ren ver­wöhn­ten Augen geschieht.

Wir betre­ten die Mar­ché Cou­verts in einer alten stei­ner­nen Markt­hal­le. Hier ent­fal­ten sich die Far­ben und Gerü­che aus Tau­send­und­ei­ner Nacht. Sorg­fäl­tig auf­ge­schich­te­te Pyra­mi­den aus glän­zen­den Oli­ven, bun­te Kegel aus aro­ma­ti­schen Gewür­zen. Wir stau­nen und gucken.

Zu Kegeln geschichtete Oliven und Früchte

Oli­ven und Früch­te auf dem Markt von Meknes

Aus verschiedenen Gewürzen geschichteter Berg

Bun­te Gewür­ze

Auch hier wird Fleisch ange­bo­ten, die Zie­gen und Rin­der wur­den aller­dings schon vor­her geschlach­tet. Für uns unge­wöhn­lich, wer­den fast alle Tei­le vom Vieh zum Kauf ange­bo­ten. Wir star­ren fas­zi­niert auf einen Rin­der­schä­del, dem der Metz­ger gera­de das Fell abra­siert.

An einem ande­ren Stand wer­den Zie­gen­schä­del mit dem Beil auf­ge­schla­gen und die Hir­ne auf einer Plat­te arran­giert. Wenn man nicht genau hin­schaut, könn­te man sie für Fri­ka­del­len hal­ten.

Platte mit Ziegenhirnen im Souk von Meknes

Das sind kei­ne Fri­ka­del­len!

Die Händ­ler sind durch­ge­hend freund­lich und nicht auf­dring­lich. Ver­mut­lich kön­nen sie sich den­ken, dass ihre Ver­kaufs­chan­cen für Kuh­fü­ße und Zie­gen­hir­ne bei Tou­ris­ten gering sind. Den­noch bekom­men wir freund­lich und stolz erklärt, was für Tei­le von wel­chem Tier sie hier ver­kau­fen.

Imbiss am Schne­cken­stand

Vor der Markt­hal­le gibt es eini­ge Gar­kü­chen. End­lich ent­de­cke ich einen Stand, der gekoch­te Schne­cken anbie­tet. Dies ist eine marok­ka­ni­sche Spe­zia­li­tät, von der ich gele­sen hat­te.

Die Schne­cken wer­den in einem rie­si­gen Topf in einem wür­zi­gen Sud gegart. Ich set­ze mich auf den klei­nen Hocker am Stand und bekom­me eine Scha­le vol­ler Schne­cken in ihrem Gehäu­se gereicht. Natür­lich wird mit den Fin­gern geges­sen. Zum Her­aus­zie­hen des Flei­sches aus dem Schne­cken­haus dient ein Holz­stäb­chen. Mir schmeckt es. Mar­cus traut sich nicht an die Vie­cher ran und beschränkt sich aufs Foto­gra­fie­ren. Nach­dem ich die Por­ti­on ver­speist habe, wird das Schäl­chen noch mal mit dem Sud gefüllt. Einen Löf­fel gibt es nicht, ich trin­ke die wür­zi­ge Brü­he direkt aus dem Schäl­chen.

Gina sitzt an einem Stand, auf dem ein großer Topf steht, dahinter zwei Verkäufer

Am Schne­cken­stand

In der Medi­na von Meknes

Der fol­gen­de Tag begrüßt uns mit neb­lig-grau­em Wet­ter.

Stadtmauer von Meknes und Palmen im Nebel

Auch in Marok­ko herrscht nicht immer Son­nen­schein

Wir machen uns auf in die engen Gas­sen der Medi­na von Meknes. Auch hier gibt es vie­le Läden, vor­wie­gend von Hand­wer­kern. Wir sehen, wie Fäden zu lan­gen Kor­deln gedreht wer­den, die spä­ter die Gewän­der zie­ren wer­den. Da es in den win­zi­gen Läden zu eng dafür ist, wer­den die Schnü­re ent­lang der Haus­wän­de der Gas­se gespannt.

Gasse mit gelben Häuserwänden

Gas­se in der Medi­na von Meknes

Unver­mit­telt ste­hen wir vor der Madra­sa Bou Ina­nia. Die Koran­schu­le in Meknes stammt aus dem 14. Jahr­hun­dert, der glei­chen Ära wie die berühm­te­re Madra­sa in Fes. Im geflies­ten Innen­hof steht ein Mar­mor­brun­nen. Drei Gale­ri­en umge­ben den Hof, mit geschnitz­ten dunk­len Zedern­holz abge­trennt. An den Wän­den bewun­dern wir fili­gra­ne Stu­cka­tu­ren.

Hof mit Stuck und Zedernholzschnitzereien

Innen­hof der Madra­sa Bou Ina­nia in Meknes

Maurischer Torbogen, dahinter großer Raum mit abblätterndem Putz

Neben­räu­me in der Madra­sa Bou Ina­nia

Wir stei­gen hin­auf in den obe­ren Stock und kön­nen die ehe­ma­li­gen Stu­dier­zim­mer der Schü­ler besich­ti­gen. Klein und karg, wie sich das für from­me Men­schen geziemt. Noch eine Trep­pe höher gelan­gen wir aufs Dach, mit einem Rund­blick über die Dächer der Medi­na von Meknes.

Flaches Dach mit Steinbrüstungen

Auf dem Dach der Madra­sa

Die neben der Koran­schu­le lie­gen­de Gro­ße Moschee, eben­falls aus dem 14. Jahr­hun­dert dür­fen wir als Nicht-Mus­li­me lei­der nicht betre­ten.

  • Madra­sa Bou Ina­nia, geöff­net täg­lich außer Diens­tag 9 – 12 Uhr und 15 – 18 Uhr, Ein­tritt 10 Dir­ham.

Muse­en in Meknes

Den trü­ben Tag kön­nen wir gut für einen Besuch im Muse­um nut­zen. So suchen wir zunächst das Musée Dar Jamai auf. Es liegt an der Place al Hedim und soll marok­ka­ni­sche Volks­kunst zei­gen. Wir kön­nen uns davon aller­dings nicht über­zeu­gen, da es zur Zeit wegen Reno­vie­rung geschlos­sen ist.

Im Durch­gang, der in die Vil­le Impé­ria­le führt, ent­de­cken wir ein wei­te­res Muse­um. Das Musée Meknes hat sogar geöff­net. Es zeigt vie­le All­tags­ge­gen­stän­de aus dem Leben in Meknes, wie Küchen­ge­rä­te, einen Web­stuhl, Getrei­de­müh­len aus Stein und typi­sche Klei­dung.

Mühlen und Gefäße

Müh­len und Gefä­ße

Drei lebensgroße Puppen mit typischer Tracht

Bun­te Trach­ten im Musée Meknes

Restau­rants in Meknes

Gut, preis­wert und ursprüng­lich essen kannst du auf dem Markt. Wenn dir nicht der Sinn nach Schne­cken steht, gibt es auch ande­re Essen­stän­de. Am Bou­le­vard al Haboul gibt es eini­ge klei­ne und preis­wer­te Loka­le. Hier haben wir schmack­haf­te Hari­ra (marok­ka­ni­sche Sup­pe) und lecke­ren Joghurt geges­sen.

Zwei Gläser mit Joghurt und roter Soße darüber

Joghurt mit Gre­na­dine­si­rup

In der Medi­na gibt es eini­ge Restau­rants, die in alten Stadt­häu­sern unter­ge­bracht sind und eine fast fami­liä­re Atmo­sphä­re bie­ten. Wir haben die Restau­rants Ma Bohè­me und Mil­le et une Nuit aus­pro­biert und in bei­den Loka­len sehr lecker und gemüt­lich gespeist. Im Ma Bohè­me wird sogar Wein aus­ge­schenkt, eine Sel­ten­heit im mus­li­mi­schen Marok­ko.

Gina und Marcus sitzen im Restaurant und prosten sich zu

Restau­rant Ma Bohè­me

Ein Erleb­nis war das Essen bei Aisha. Auch die­ses Lokal liegt in der Medi­na, wenn man Rich­tung Nor­den zum Bab al Ber­dain läuft. Es ist ein win­zi­ger Raum mit Platz für sechs Gäs­te, im Hin­ter­grund kann man Aisha und ihrer Hil­fe beim Kochen zuschau­en. Die Spei­se­kar­te besteht aus einem klei­nen Foto­ord­ner mit Bil­dern der Gerich­te. Aller­dings soll sich inzwi­schen der Tri­pad­vi­sor-Ruhm in gestie­ge­nen Prei­sen nie­der­schla­gen.

Gina und Marcus an einem niedrigem Tisch

Ein­fach und lecker ist die Küche bei Aisha

Prak­ti­sche Tipps zu Meknes

  • Hin­kom­men: Meknes ist sowohl mit dem Zug als auch mit Bus­sen gut zu errei­chen. Bei Ankunft mit dem Zug ach­te dar­auf, dass Meknes zwei Bahn­hö­fe hat. Der Gare el Amir Abdel Kader liegt güns­ti­ger zur Medi­na als der Gare de Meknes. Der Bus­bahn­hof von CTM liegt in der Nähe des Gare de Meknes, Tickets soll­ten einen Tag vor der Rei­se erwor­ben wer­den. Der zwei­te Bus­bahn­hof Gare Rou­tiè­re Sidi Said liegt west­lich der Medi­na.
  • Zie­le in der Umge­bung: Am Place al Hedim fah­ren Grand Taxis zu Zie­len wie Volu­b­i­lis, Mou­lay Idris oder Ifra­ne. Sie fah­ren ab, wenn sie voll sind, was bei einem Mer­ce­des sechs Fahr­gäs­te bedeu­tet.
  • Unter­kunft: Wir hat­ten ein Riad am Rand der Medi­na gebucht und waren damit sehr zufrie­den. Im Riad Dar el Meknas­sia* gibt stil­vol­le Zim­mer, einen hüb­schen, über­dach­ten Innen­hof, wo das reich­li­che Früh­stück ser­viert wird und eine Dach­ter­ras­se, die wir meist für uns allein hat­ten.

    Kleiner gefliester Tisch und zwei Eisenstühle

    Unse­re Dach­ter­ras­se im Riad

  • Nah­ver­kehr: Meknes ist klein und über­sicht­lich. Wir haben alle Wege zu Fuß bewäl­tigt. Wenn du in die Neu­stadt möch­test, ist ein Petit Taxi das Trans­port­mit­tel der Wahl. Ach­te dar­auf, dass der Taxa­me­ter ein­ge­schal­tet wird.
  • Infor­ma­ti­on: Die Tou­ris­ten­in­for­ma­ti­on in der Neu­stadt soll nicht wirk­lich hilf­reich sein, daher haben wir sie gar nicht erst auf­ge­sucht. Auch eine infor­ma­ti­ve Inter­net­sei­te über Meknes haben wir nicht gefun­den. Daher emp­feh­len wir dir einen guten Rei­se­füh­rer. Uns hat der Ste­fan-Loo­se-Rei­se­füh­rer Marok­ko* gut gefal­len.

Unse­re Rei­se­be­rich­te zu den Königs­städ­ten in Marok­ko

Hier fin­dest du die Links zu unse­ren Berich­ten über die drei ande­ren Kön­gis­städ­te: