Ankunft in Bue­nos Aires

Nach einem ruhi­gen Flug lan­den wir pünkt­lich am Aero­pu­er­to Ezei­za in Bue­nos Aires. Nun heißt es erst­mal Geduld haben: lan­ge Schlan­gen bil­den sich vor den Inmi­gra­ción-Schal­tern, aber schließ­lich dür­fen wir rein. Da die Pass­kon­trol­le so lan­ge gedau­ert hat, müs­sen wir immer­hin nicht am Gepäck­band war­ten, im Gegen­teil, unse­re Ruck­sä­cke war­ten schon auf uns! Noch­mal anstel­len zur Zoll­kon­trol­le, am ein­zi­gen funk­tio­nie­ren­den Geld­au­to­ma­ten, am Stand von Taxi Ezei­za. Drau­ßen strömt sint­flut­ar­ti­ger Regen nie­der. Trotz­dem ist es warm, fast schwül.

Das Taxi bringt uns zu unse­rer Woh­nung im Stadt­teil Reco­le­ta, die wir über AirB­nB ange­mie­tet haben. Ein hüb­sches klei­nes Appart­ment mit Küche und schö­nem Bade­zim­mer, aber seht selbst:

Unse­re Woh­nung in Bue­nos Aires

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Nach­mit­tags bre­chen wir zu einem ers­ten Streif­zug in die Umge­bung auf.

Straße in Buenos Aires mit Autos und mehrstöckigen Häusern.

Blick aus dem Fens­ter unse­rer Woh­nung in Bue­nos Aires

Außer­dem müs­sen wir den Kühl­schrank fül­len und suchen einen Super­markt. Aber als ers­tes fin­den wir schräg gegen­über unse­rer Woh­nung eine Eis­die­le und gön­nen uns unser ers­tes argen­ti­ni­sches Eis. Sehr lecker!

Gina und Marcus mit einem großen Eis in der Hand.

Eis kön­nen sie, die Argen­ti­ni­er!

Nach­dem wir einen Grund­stock Lebens­mit­tel besorgt haben, gibt es unser ers­tes Abend­essen in unse­rer Woh­nung. Die Küche ist mit allem aus­ge­stat­tet, was wir brau­chen. Okay, eine Brat­pfan­ne muss­ten wir noch extra bei der Ver­mie­te­rin anfra­gen, aber sie wur­de uns flugs gebracht.

Marcus am gedeckten Esstisch.

Guten Appe­tit!

Floh­markt in San Tel­mo

Nach einer erhol­sa­men Nacht wol­len wir am Sonn­tag den berühm­ten Stra­ßen­floh­markt in San Tel­mo besu­chen. Ziem­lich lan­ge brü­ten wir über dem Bus­plan, den wir in der Woh­nung vor­ge­fun­den haben. Es fah­ren sehr vie­le Bus­se in Bue­nos Aires, doch das Sys­tem ist für Orts­un­kun­di­ge nur schwer zu durch­schau­en. Schließ­lich fin­den wir den rich­ti­gen Bus und errei­chen gegen Mit­tag San Tel­mo.

San Tel­mo ist einer der ältes­ten Stadt­tei­le von Bue­nos Aires. Alte Gebäu­de, Kopf­stein­pflas­ter­gäss­chen und eine mitt­ler­wei­le gro­ße Künst­ler­sze­ne prä­gen den Orts­teil. Es ist gar nicht so voll, wie wir befürch­tet haben. Viel­leicht liegt es dar­an, dass die Haupt­sai­son schon vor­bei ist. Vie­le klei­ne Läden, die hüb­sche Din­ge anbie­ten sind geöff­net.

Regal mit bunten Figuren.

Bun­ter Deko­kram in klei­nen Läd­chen.

bunte, stilisierte Katzenfiguren.

Noch mehr lus­ti­ge Figu­ren…

Auf der Stra­ße wech­seln sich Ver­kaufs­stän­de mit Stra­ßen­künst­lern ab.

Straßenkünstler in eilender Pose erstarrt.

Ja, der ist echt!

Wir errei­chen die Pla­za Dor­re­go, das Herz der Feria de San Tel­mo. Rund um den klei­nen Platz rei­hen sich Loka­le, auf dem Platz sel­ber fin­den wir vie­le Stän­de, die Trö­del und Typi­sches aus der Gegend anbie­ten. Es ist ein far­ben­fro­hes Bild und eine sehr ent­spann­te Stim­mung.

Stand mit silbernen Kruzifixen:

Kitsch oder Kunst?

alte Apothekengefäße.

Da lacht das Herz der Apo­the­ke­rin.…

 

Modellautos aus den Fünfziger Jahren.

… und hier das Herz des Auto­fans!

Reihe mit blauen und grünen Glasflaschen auf dem Markt in San Telmo.

Die blau­en und grü­nen Glas-Siphons sind berühmt.

 

Berühmt ist die Pla­za Dor­re­go auch für ihren Stra­ßen­tan­go. Wobei es natür­lich nicht so ist, dass Men­schen spon­tan anfan­gen zu tan­zen, son­dern es sind pro­fes­sio­nel­le Künst­ler, die auf­tre­ten. Statt des – recht hap­pi­gen – Ein­tritts, den man bei Tan­go-Shows zah­len muss, tre­ten die Tän­ze­rin­nen und Tän­zer gegen eine frei­wil­li­ge Spen­de auf. Hier ein paar Impres­sio­nen vom Tan­go:

Tango tanzendes Paar

Tan­go-Paar auf der Pla­za Dor­re­go

Tango-Paar, die Frau hat ein Loch in der Strumpfhose.

Hof­fent­lich rei­chen die Ein­nah­men für eine neue Strumpf­ho­se…

Puer­to Made­ro – das moder­ne Hafen­vier­tel in Bue­nos Aires

Nach­dem wir alles aus­gie­big bewun­dert haben, schlen­dern wir über das schi­cke Hafen­vier­tel Puer­to Made­ro zurück. Hier hat man, wie in vie­len ande­ren Städ­ten auch, die alten Hafen­an­la­gen mit super­mo­der­nen Hoch­häu­sern, einer Fla­nier­mei­le ent­lang der alten Hafen­be­cken und ent­spre­chen­den gas­tro­no­mi­schen Ange­bo­ten auf­ge­wer­tet.

Blick über spiegelnde Wasserfläche auf die Hochhäuser von Puerto Madero in Buenos Aires.

Moder­ne Hoch­häu­ser säu­men den Hafen

 

Gina unter dem weißen Pylon der Hafenbrücke.

Strah­len­de Welt­rei­sen­de auf der moder­nen Hafen­brü­cke.

Ein Blick auf die Casa Ros­a­da

Zum Abschluss wer­fen wir noch einen Blick auf die Casa Ros­a­da, den Sitz des Staats­prä­si­den­ten. Der Palast leuch­tet im Licht des spä­ten Nach­mit­tags in einem inten­si­ven Rosa, was ihm den Namen ein­brach­te. Hier ist auch der legen­dä­re Bal­kon, von dem aus Eva (Evi­ta) Perón ihre letz­te Rede gehal­ten hat.

Gebäude mit rosa Fassade, davor eine altmodische Straßenlaterne.

Die Casa Ros­a­da im Abend­licht.