Eigent­lich war der Plan, nach­dem unse­re Salar-Tour in Uyu­ni geen­det hat­te, den nächs­ten Bus nach Sucre zu neh­men, wo wir uns im mil­den Kli­ma wie­der auf­wär­men woll­ten.

Den Bus nicht!

Den Bus nicht!

Uhrturm in Uyuni

Uhr­turm in Uyu­ni

Lei­der erfuh­ren wir, dass die Stra­ße nach Sucre blo­ckiert sei. Pro­tes­tie­ren, Demons­trie­ren und Stra­ßen blo­ckie­ren ist näm­lich ein belieb­ter Volks­sport in Boli­vi­en.

Also wird flugs umge­plant und La Paz als neu­es Ziel aus­er­ko­ren. Per Flug­zeug, da stö­ren uns kei­ne Stra­ßen­blo­cka­den. Das bedeu­tet aller­dings, dass wir doch eine Nacht im kal­ten Uyu­ni ver­brin­gen müs­sen. Und es wird wirk­lich eine kal­te Nacht, denn die ver­spro­che­ne Hei­zung im Hostel­zim­mer läuft genau eine Stun­de und schal­tet sich dann ab.

Indígena in Uyuni

Indíge­na

In den Stra­ßen merkt man deut­lich den hohen indi­ge­nen Anteil an der Bevöl­ke­rung. Vor allem die Frau­en in ihren Trach­ten – wei­te Röcke, lan­ge Zöp­fe unter Bow­ler­hü­ten oder Stroh­hü­ten, Strick­ja­cken und bun­te Umschlag­tü­cher – fal­len auf. Über­all klei­ne Ver­kaufs­stän­de und Gar­kü­chen.

Zöpfe und Verkaufsstände

Zöp­fe und Ver­kaufs­stän­de

La Paz

Am nächs­ten Mor­gen bringt uns ein sehr ange­neh­mer Flug nach La Paz.

Amaszonas Airlines - kein Schreibfehler

Amas­zo­nas Air­lines – kein Schreib­feh­ler

Der Flug­ha­fen von La Paz liegt im Stadt­teil El Alto auf 4000 Meter Höhe, auf der Hoch­ebe­ne, in die sich das Tal von La Paz 400 Meter tief ein­schnei­det. Die Taxi­fahrt ent­lang des stei­len Hangs hin­un­ter ist atem­be­rau­bend.

La Paz Panorama

Die Steil­hän­ge von La Paz – bis oben­hin bebaut

Atem­be­rau­bend ist es auch, sich durch La Paz zu bewe­gen. In den stei­len Stra­ßen und der Höhen­la­ge bleibt uns immer wie­der die Luft weg.

Bezaubernde Gasse, im Hintergrund steile Hänge

Bezau­bern­de Gas­se, im Hin­ter­grund stei­le Hän­ge

Unser Hos­tel liegt in einer klei­nen, kopf­stein­ge­pflas­ter­ten Gas­se im his­to­ri­schen Stadt­zen­trum. Und es gibt eine Hei­zung und hei­ßes Was­ser aus der Dusche!

Auch Reise-Ringel freut sich über die Heizung

Auch Rei­se-Rin­gel freut sich über die Hei­zung

Wir freu­en uns unbän­dig über die­se ver­meint­li­chen Selbst­ver­ständ­lich­kei­ten.

Zu La Paz hat­ten wir vor­her gar kei­ne Mei­nung. Umso posi­ti­ver über­rascht uns die Stadt. Im Zen­trum gibt es noch vie­le his­to­ri­sche Bau­ten, in unter­schied­li­chem Erhal­tungs­zu­stand.

Eines der ältesten Häuser der Stadt

Eines der ältes­ten Häu­ser der Stadt

Schöne...

Schö­ne…

... und weniger schöne Kolonialhäuschen

… und weni­ger schö­ne Kolo­ni­al­häus­chen

Plaza Murillo

Pla­za Muril­lo – Pala­cio del Gobi­er­no

Traditionelle Wachen werden durch modern bewaffnete Polizisten unterstützt

Tra­di­tio­nel­le Wachen wer­den durch modern bewaff­ne­te Poli­zis­ten unter­stützt

Die Pla­za Muril­lo, an der Par­la­ment und Regie­rungs­sitz ste­hen, ist durch Absper­run­gen und gro­ßes Poli­zei­auf­ge­bot vor den Demons­tran­ten geschützt, die weni­ge Stra­ßen wei­ter ein Zelt­la­ger errich­tet haben.

Schnelle Eingreiftruppe?

Schnel­le Ein­greif­trup­pe?

Polizeiabsperrungen

Poli­zei­ab­sper­run­gen

Demonstranten-Zelte

Demons­tran­ten-Zel­te

Auch hier wird das Stadt­bild von vie­len Cho­li­tas geprägt, die in ihrer bun­ten Tracht ihr indi­ge­nes Selbst­be­wusst­sein zei­gen.

Cholitas

Cho­li­tas

Cholita checkt ihr Handy

Cho­li­ta checkt ihr Han­dy

In bun­ten Tüchern tra­gen sie teils volu­mi­nö­se Las­ten auf dem Rücken.

Im Stadt­ver­kehr domi­nie­ren Hee­re von Mini­bus­sen und antik wir­ken­de bun­te Bus­se. Pri­va­te Autos sind nur sel­ten zu sehen.

Minibusse, Busse, Taxis

Mini­bus­se, Bus­se, Taxis

Bei uns stünde der im Museum

Bei uns stün­de der im Muse­um

Super­märk­te sind in Boli­vi­en offen­sicht­lich nicht bekannt. Auch hier in der Groß­stadt wird auf Märk­ten ein­ge­kauft, von Lebens­mit­teln bis zu allen ande­ren Din­gen des täg­li­chen Bedarfs.

Ganz viel Nudeln

Ganz viel Nudeln

Aus der geplan­ten einen Nacht wer­den letzt­end­lich vier. Wir las­sen es ganz gemäch­lich ange­hen, chil­len auf der Son­nen­ter­ras­se des Hos­tels, strei­fen durch die Stra­ßen und las­sen die Ein­drü­cke auf uns wir­ken.

Unser Hostel

Unser Hos­tel

Nach der stra­pa­ziö­sen Salar-Tour tut es gut, ein­fach ein biss­chen abzu­hän­gen. Essen gehen wir in klei­nen Loka­len, die von Ein­hei­mi­schen auf­ge­sucht wer­den oder an Gar­kü­chen am gro­ßen Markt. Die ein­fa­chen, boden­stän­di­gen Gerich­te schme­cken uns gut und auch unse­re Mägen beschwe­ren sich nicht.

Wer Luxus­kü­che in La Paz erwar­tet, wird leicht ent­täuscht wer­den, wie Eddy in sei­nem Ver­riss der boli­via­ni­schen Küche berich­tet.

Aus­flug nach Tiwa­n­a­ku

Einen ein­zi­gen Aus­flug unter­neh­men wir, nach Tiwa­n­a­ku. Am Mor­gen wer­den wir von einem klei­nen Tour­bus am Hos­tel abge­holt. Ein sehr enga­gier­ter Gui­de erläu­tert schon auf dem Hin­weg die his­to­ri­sche Bedeu­tung Tiwa­n­a­kus und beglei­tet uns mit vie­len Erklä­run­gen durch das Gelän­de.

Sonnentor von Tiwanaku

Son­nen­tor von Tiwa­n­a­ku

Hier fin­den sich beein­dru­cken­de Über­res­te der Hoch­kul­tur, die den Inkas vor­aus­ging. Über 2000 Jah­re herrsch­te sie über ein gro­ßes Reich und kann als Wie­ge der Andenkul­tur betrach­tet wer­den. Heu­te ist nur ein klei­ner Teil der anti­ken Stadt aus­ge­gra­ben, Über­res­te von Pyra­mi­den, Tem­peln und gigan­ti­schen Ste­len sind zu sehen.

Tempel mit 175 Steinköpfen

Tem­pel mit 175 Stein­köp­fen

... hier noch mal im Detail

… hier noch mal im Detail

Stele eines Priesters

Ste­le eines Pries­ters

 

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