Unse­re drei Wochen in Bue­nos Aires sind vor­bei. Mit einem lachen­den und einem wei­nen­den Auge ver­ab­schie­den wir uns von der Stadt, die uns sehr fas­zi­niert hat.

Nun geht es wei­ter Rich­tung Nor­den, immer am Rio Paraná ent­lang.

Im drit­ten Anlauf ist es uns gelun­gen, Bus­ti­ckets für die Fahrt nach Rosa­rio zu erste­hen. (Mer­ke: wenn in Argen­ti­ni­en die Vor­la­ge eines Aus­wei­ses ver­langt wird, reicht ein Han­dy­fo­to vom Pass völ­lig aus!)

Reise-Ringel auf dem Weg nach Rosario

Rei­se-Rin­gel auf dem Weg nach Rosa­rio

Auf der Fahrt kom­men wir an wei­ten, über­flu­te­ten Flä­chen vor­bei. Nach den hef­ti­gen Regen­fäl­len der letz­ten Wochen gab es vie­le Über­schwem­mun­gen ent­lang des Paraná.

Wasser, soweit das Auge reicht...

Was­ser, soweit das Auge reicht…

In Rosa­rio am spä­ten Nach­mit­tag ange­kom­men, nut­zen wir das schö­ne Wet­ter für einen Spa­zier­gang zum Fluss. Ent­lang des Ufers, der cos­ta­ne­ra, gibt es vie­le Grün­flä­chen, wo sich Fami­li­en, Paa­re, Freun­de tref­fen und den Tag aus­klin­gen las­sen.

Sogar Ozeanschiffe verkehren auf dem Paraná

Sogar Oze­an­schif­fe ver­keh­ren auf dem Paraná

Am Sonn­tag ist uns das Wet­ter nicht mehr hold, es ist grau und deut­lich küh­ler gewor­den. Wegen Hoch­was­ser und schlech­tem Wet­ter fin­det kei­ne der geplan­ten Schiffs­tou­ren statt, die zu der gegen­über­lie­gen­den Insel­welt geführt hät­te.

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Immer­hin hat das mons­trö­se Monu­men­to de la Ban­de­ra geöff­net. Hier wird mit viel Natio­nal­stolz der Stel­le gedacht, an der zum ers­ten Mal die neue Natio­nal­flag­ge des gera­de unab­hän­gig gewor­de­nen Staa­tes gehisst wur­de. Oben von Turm hat man einen gran­dio­sen Blick auf das aus­ge­dehn­te Fluss­del­ta.

Das ist nicht das andere Ufer, das sind nur ein paar Inseln!

Das ist nicht das ande­re Ufer, das sind nur ein paar Inseln!

Wegen eines Fuß­ball­spiels hat das Muse­um zur Stadt­ge­schich­te geschlos­sen. Auch das Zen­trum mit sei­nem geschlos­se­nen Geschäf­ten wirkt ziem­lich tot.

In unse­rer Woh­nung ist es kalt und unge­müt­lich. Es gibt kei­ne Hei­zung, zudem pfeift der kal­te Wind durch diver­se Lüf­tungs­git­ter unge­hin­dert hin­ein. So fällt uns die Ent­schei­dung nicht schwer, unse­ren Auf­ent­halt hier nicht zu ver­län­gern, son­dern am Diens­tag abzu­rei­sen.

Der Mon­tag kommt mit Käl­te und Regen. Wir zie­hen noch­mal durch die Stadt. Das Muse­um zur Stadt­ge­schich­te hat mon­tags immer geschlos­sen. Also besu­chen wir das Museo de las Bel­las Artes, das eine inter­es­san­te Gegen­über­stel­lung von klas­si­schen und moder­nen Kunst­wer­ken zeigt. Auch ein ori­gi­nell gestal­te­tes Café fin­den wir, in dem wir uns zwi­schen­durch wie­der auf­wär­men kön­nen.

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Ohne Bedau­ern packen wir unse­re Back­packs. Es lag mit Sicher­heit auch am trü­ben Wet­ter und der sub­op­ti­ma­len Woh­nung, aber Rosa­rio hat uns nicht in sei­nen Bann zie­hen kön­nen.

Und es gibt auch wie­der ein Video, über Rosa­rio, über die Schwie­rig­kei­ten, Bus­ti­ckets zu erwer­ben und über krea­ti­ve Lösun­gen zur Abdich­tung von über­di­men­sio­nier­ten Lüf­tungs­lö­chern ;-)

Auf geht’s nach Rosa­rio!

Die­ses Video anse­hen auf You­Tube.