Are­qui­pa, die wei­ße Stadt, ist unser nächs­tes Ziel. Nach einer unge­müt­li­chen Nacht­bus­fahrt errei­chen wir sie am frü­hen Mor­gen.

Kathedrale bei Nacht

Kathe­dra­le bei Nacht

In unse­rem Hos­tel wird das Früh­stück auf der son­ni­gen Dach­ter­ras­se ser­viert, mit Blick auf dem mäch­ti­gen Vul­kan El Mis­ti. Als wir unser Zim­mer bezie­hen kön­nen, krie­chen wir erst mal ins Bett und holen Schlaf nach.

Aus­ru­hen und chil­len wird auch die wei­te­ren Tage in Are­qui­pa bestim­men.

Chillen auf der Dachterrasse

Chil­len auf der Dach­ter­ras­se

Mar­cus labo­riert immer noch mit einer dicken Erkäl­tung und das doch recht straf­fe Pro­gramm der letz­ten Wochen war für uns bei­de anstren­gend.

Spä­ter ent­de­cken wir die genia­le Lage unse­res Hos­tels: einen Block nach rechts liegt der zen­tra­le Markt, einen Block nach links ein gut sor­tier­ter Super­markt und drei Blocks wei­ter sind wir an der zen­tra­len Pla­za.

Plaza, Kathedrale und Vulkan

Pla­za, Kathe­dra­le und Vul­kan

Auf dem Markt kau­fen wir fri­sche Früch­te und Gemü­se ein, da das Hos­tel über eine Küche für die Gäs­te ver­fügt, die wir eif­rig nut­zen wer­den. Außer­dem kann man hier sehr güns­tig loka­le Köst­lich­kei­ten essen, die von den Markt­frau­en zube­rei­tet wer­den. Dazu gehört z. B. Reco­to rel­le­no, gefüll­te schar­fe Papri­ka. Eine wei­te­re Attrak­ti­on des Mark­tes, die uns magisch anzieht sind die Saftstän­de. Aus ver­schie­de­nen exo­ti­schen Früch­ten, die wir weder dem Namen noch dem Aus­se­hen nach ken­nen, wer­den hier aro­ma­ti­sche Säf­te zube­rei­tet. So lecker!

Früchteangebot am Saftstand

Früch­te­an­ge­bot am Saft­stand

Mmmmh! Köstlich!

Mmmmh! Köst­lich!

Nach­dem Mar­cus sich von sei­ner Erkäl­tung erholt hat, besich­ti­gen wir natür­lich ein paar Attrak­tio­nen in Are­qui­pa. Eine der bekann­tes­ten davon ist die Mumie Jua­ni­ta, ein Inka­mäd­chen, das vor  500 Jah­ren auf dem Gip­fel des Vul­kans Ampa­to geop­fert wur­de. Durch die ewi­ge Käl­te in der Höhe per­fekt kon­ser­viert, wur­de ihre Mumie in den 1980er Jah­ren ent­deckt. Ein Film infor­miert über die Expe­di­ti­on, die ihre und zwei wei­te­re Kin­der­mu­mi­en ent­deck­te und über die ver­mut­li­chen Opfer­ri­tua­le der Inka. Danach führt uns ein kun­di­ger Gui­de durch die Aus­stel­lung, erläu­tert die ver­schie­de­nen Fund­stü­cke und am Ende gelan­gen wir zu Jua­ni­ta, die im Halb­dun­kel in einem glä­ser­nen Gefrier­schrank ruht. Gru­se­lig!

San Francisco Kirche

San Fran­cis­co Kir­che

Are­qui­pa wird die wei­ße Stadt genannt, weil vie­le ihrer Gebäu­de aus Sil­lar, einem hel­len vul­ka­ni­schen Gestein erbaut sind. Das Stadt­zen­trum ist fast ein Frei­licht­mu­se­um, alte Kir­chen und vie­le kolo­nia­le Häu­ser säu­men die Stra­ßen.

Jesuiten Kirche im Churrigueresque-Stil

Jesui­ten Kir­che im Chur­ri­gue­res­que-Stil

Koloniale Häuser

Kolo­nia­le Häu­ser

Rund um die pal­men­be­stan­de­ne Pla­za hat man den lär­men­den Auto­ver­kehr ver­bannt, eine sehr gute Idee. Die Kathe­dra­le nimmt eine kom­plet­te Sei­te der Pla­za ein. Sie wur­de erst im 19. Jahr­hun­dert an Stel­le der bei einem der häu­fi­gen Erd­be­ben zer­stör­ten alten Kir­che errich­tet. 

Eine Stadt in der Stadt bil­det das Klos­ter Monas­te­rio de San­ta Cata­li­na. Hin­ter meter­ho­hen Mau­ern wur­de es über vier Jahr­hun­der­te lang von Non­nen bewohnt, bevor es der Öffent­lich­keit als Muse­um zugäng­lich gemacht wur­de. Fast vier Stun­den hal­ten wir uns in dem Kom­plex auf.

Schön bunt hier

Schön bunt hier

Bun­te Innen­hö­fe, Ein­blick in diver­se Zel­len der Non­nen, die erstaun­lich groß­zü­gig waren, Küche, Refek­to­ri­um, Bade­an­stalt, eine Anla­ge zum Wäsche waschen geben einen Ein­blick in das klös­ter­li­che Leben, das zeit­wei­se gar nicht so karg war, wie man sich das viel­leicht vor­stellt. 

Gasse im Kloster

Gas­se im Klos­ter

Open-Air-Wäscherei

Open-Air-Wäsche­rei

Noch ein Klosterhof

Noch ein Klos­ter­hof

Die blaue Abteilung

Die blaue Abtei­lung

Klosterzelle. Unter Zelle hab ich mir immer was anderes vorgestellt.

Klos­ter­zel­le. Unter Zel­le hab ich mir immer was ande­res vor­ge­stellt.

Are­qui­pa ist Aus­gangs­punkt für Tou­ren zum Col­ca Can­yon. Unzäh­li­ge Agen­tu­ren bie­ten Tou­ren dort­hin an. Wir haben aber inzwi­schen die Nase von geführ­ten Tou­ren voll und wol­len auf eige­ne Faust dort­hin, Con­do­re gucken.

Nach­dem wir von unse­rem zwei­tä­gi­gen Aus­flug zum Col­ca-Can­yon zurück sind, ver­brin­gen wir noch ein ent­spann­tes Wochen­en­de in Are­qui­pa, bevor es wei­ter Rich­tung Süden geht.

Früh­stück auf der Dach­ter­ras­se, ein­kau­fen auf dem Markt, in die Stadt schlen­dern zum Kaf­fee­trin­ken, chil­len und abends eine lecke­re Qui­noa-Gemü­se-Pfan­ne kochen sind unser Pro­gramm.

Selbst ist der Küchenchef

Selbst ist der Küchen­chef

Und ein Fri­seur­be­such ist fäl­lig!

Am Sonn­tag machen wir einen Spa­zier­gang zum Mira­dor de Yana­hua­ri, einem Stadt­teil, der noch mal einen schö­nen Blick auf den Vul­kan El Mis­ti bie­tet. (G)

Plaza Yanahuari

Pla­za Yana­hua­ri

Ein letzter Blick auf El Misti

Ein letz­ter Blick auf El Mis­ti