Machu Picchu – Weltwunder in Peru

Selbstverständlich wollen wir von Cusco aus die sagenumwobenen Ruinen des Machu Picchu besichtigen. Schließlich ist das eins der großen Highlights unserer Reise. Als eines der modernen Weltwunder und UNESCO-Welterbestätte ist Machu Picchu DER Touristenmagnet in Peru.

Zuerst informieren wir uns, wie und zu welchen Konditionen man dorthin kommt. Unser Hostal organisiert flugs über die Schwester des Besitzers für den nächsten Morgen eine Informationsveranstaltung für uns zwei. Am Ende dieser raucht mein Kopf. Mariana, die Vermittlerin hat uns die etwas teurere, aber bequemere Tour verkauft.

Auf dem Weg nach Machu Picchu

Am vereinbarten Morgen um kurz vor zehn sitzen wir mit gepacktem Tagesrucksack in der Hostal-Lobby. Um kurz nach zehn werden wir von Mariana persönlich abgeholt und mit einem Taxi ins Zentrum von Cusco gefahren. Dort steigen wir aus und warten nochmal zehn Minuten auf den Bus, der uns nach Ollantaytambo bringen soll. Als wir ungefähr 15 Minuten mit dem Bus unterwegs sind, geht ein Anruf beim Fahrer ein, man habe zwei Gäste vergessen. Kein Problem. Der Bus wartet in einer staubigen Baustelleneinfahrt, bis die beiden per Taxi gebracht werden und zusteigen können.

Von Ollantaytambo gehts mit dem Zug durch atemberaubende Landschaften nach Aguas Calientes.

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Der Zug wartet schon

Wir sind hin- und weg, da die Zugstrecke an prächtigem Wildwasser herführt und wir immer wieder den einzelnen Abschnitten Wildwasser-Schwierigkeitsgrade vergeben.

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Feines Wildwasser

Auch die Ausblicke auf die uns umgebenden Berggipfel sind fantastisch. Durch Fenster in der Decke des Waggons können wir auch den Ausblick nach oben genießen.

Aguas Calientes

Aguas Calientes ist tatsächlich nur mit dem Zug oder zu Fuß erreichbar, es gibt keine Straßen dorthin. Die Busse in Aguas Calientes, die von dort nach Machu Picchu hochfahren, müssen alle mit dem Zug gebracht worden sein.

Wir übernachten in dem kleinen Ort, um am nächsten Morgen zeitig zum Machu Picchu aufzubrechen. Ein Bummel durch Aguas Calientes führt uns vor Augen, dass hier nur für den Tourismus gelebt wird. Restaurant neben Restaurant, Cafes, ein riesiger Souvenirmarkt, den man nach der Ankunft mit dem Zug durchqueren muss. Die Preise sind überall recht hoch. Abends besucht uns unser Guide im Hostel, um den folgenden Tag zu besprechen.

Leider lässt uns die gegnüberliegende Disco in dieser Nacht kaum ein Auge zumachen.Bis in die frühen Morgenstunden hämmert die Musik auf unsere Ohren und Nerven. So sind wir ziemlich geschafft, als wir uns zum Bus aufmachen.

Dort treffen wir uns mit einer Gruppe von 20 Personen, um anschließend über schwindelerregende Serpentinen hoch zum Eingang von Machu Picchu gebracht zu werden.

Machu Picchu – das moderne alte Weltwunder

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Diese Aussicht, ohne Worte

Dort erwartet uns schon unser Guide Richard, der uns die nächsten zwei Stunden viel über die Kultur vom Machu Picchu erzählen wird.
Leider erzählt er etwas viel über „sein“ Projekt, bei dem er durch einen DNA-Test seine direkte Abstammung von den Inkas beweisen möchte. Dadurch vergisst er tatsächlich, einige Stationen auf Machu Picchu zu zeigen. Und zwar einige wichtige, wie den Sonnentempel und den Tempel des Condors.

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Tempel des Condors

Es ist erwartungsgemäß viel los, die Reisegruppen drängen sich an den Engstellen aneinander vorbei.

Wir haben strahlenden Sonnenschein und nach der Führung noch Zeit, auf eigene Faust die alten Ruinen zu erkunden. Wobei man vorgegebenen Wegen folgen muß und von zahlreichen Rangern höflich gebeten wird, diese auch einzuhalten. Was einmal dazu führt, dass ich unbekümmert einen Weg gegen die Richtung nehme und die Rufe des Rangers ignoriere, während Gina diesem Folge leisten muss. Wir verlieren uns einige Zeit aus den Augen, was bei der Anzahl von Besuchern gar nicht so schwer ist. Nach einer „Ehrenrunde“ zum Eingang und zurück können wir schließlich unsere Wiedervereinigung feiern.

Später sehen wir noch ein Viscacha, ein hasenähnliches Tier, das zu den Chinchillas gehört. Dieser läßt sich durchs Fotografieren überhaupt nicht stören. In aller Ruhe hockt es in den sonnenbeschienenen Inkaruinen und blinzelt uns träge an.

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Wie niedlich

Die Anzahl der Besucher und die vorher zig-mal gesehenen Fotos von Machu Picchu beeinflussen unseren Eindruck. Natürlich sind diese Ruinen etwas Besonderes, aber die Mystik kommt bei der Anzahl von Besuchern nicht auf.

Am Nachmittag beginnen wir den Treppen-Abstieg zurück nach Aguas Calientes. Circa 400 Meter Höhenunterschied lassen am Schluss Knie und Waden schmerzen. Noch einige Stunden haben wir Zeit, bis unser Zug zurückfährt. Zufällig treffen wir unsere brasilianischen Freunde, Reisende, die wir auf gemeinsamen Touren kennengelernt haben. Mit ihnen verbringen wir noch eine Zeit im Cafe, bevor unser Zug einrollt und uns zurück bringt.

Unsere Tipps für Machu Picchu

    • Hinkommen zu Fuß: Machu Picchu ist nur zu Fuß oder per Zug zu erreichen. Über den berühmten Inka Trail wandert man mehrere Tage über alte Pfade und hohe Pässe nach Machu Picchu. Die Touren sind begehrt und ziemlich teuer. Meist sind sie Wochen im Voraus ausgebucht, so dass sich frühzeitige Buchung empfiehlt.
    • Hinkommen per Zug: Ab Ollantaytambo fahren Züge der beiden Gesellschaften Peru Rail und Inca Rail mehrmals täglich nach Aguas Calientes. Tickets kannst du in den Büros in Cusco erwerben, am besten einige Tage im voraus, da auch die Züge gut gebucht sind. Nach Ollantaytambo verkehren von Cusco aus öffentliche Minibusse.
    • Hinkommen für Abenteuerlustige und Sparfüchse: Da sowohl die Zugfahrt als auch die InkaTrail Wanderung sehr teuer sind, haben Sparwillige nach einer Alternative gesucht und gefunden. Mit Minibussen oder Collectivos fährst du in mehreren Etappen (Cusco – Quillabamba, Quillabamba – Santa Teresa, Santa Teresa – Hydroelectrica) zum Wasserwerk Hydroelectrica. Von dort aus kannst du in etwa 2,5 Stunden entlang der Schienen nach Aguas Calientes wandern.
    • Unterkunft in Aguas Calientes: leider gibt es weder preiswerte noch gute Hostels in Aguas Calientes. Da die Eigentümer von Touristen leben, die einmal für einen Tag hierhin kommen, geben sie sich nicht allzu große Mühe. Bei Booking* findest du als Ort nicht Aguas Calientes, sondern Machu Picchu. Dein Gepäck kannst du in aller Regel in Cusco in deiner Unterkunft verwahren lassen, so dass du nur mit kleinem Übernachtungsgepäck anreisen musst.
    • Hochkommen nach Machu Picchu: Wieder gibt es zwei Möglichkeiten, um von Aguas Calientes nach dem 600 Meter höher gelegenen Machu Picchu hinauf zu gelangen. Entweder nimmst du den Shuttle-Bus, der dich für deftige 12 Dollar pro Strecke über eine Serpentinenstraße hinauf bringt. Oder du erklimmst den Treppenpfad und gelangst zu Fuß nach oben. Wir haben uns für die Busfahrt hoch entschieden, um noch Kräfte für die Besichtigung zu haben. Zurück sind wir die Stufen gelaufen.
    • Tickets für Machu Picchu: Wenn du nur die Stadt Machu Picchu sehen willst, kannst du dir dein Ticket in Cusco oder sogar in Aguas Calientes bei den Büros der DRC (Dirección Regional de Cultura) besorgen. Wenn du zusätzlich den Huayna Picchu oder den Machu Picchu Gipfel besteigen willst, musst du Monate im Voraus buchen. Das kannst du online über die offizielle Seite der DRC oder über eine deutsche Reiseagentur machen. Seit 2017 gibt zwei Schichten, je eine vormittags und eine nachtmittags, um Machu Picchu zu besuchen.
    • Touren nach Machu Picchu: Wenn du das alles nicht selber organisieren möchtest, kannst du es wie wir machen und dir von einem der zahlreichen Touranbieter in Cusco ein fertiges Paket zum Weltwunder Machu Picchu schnüren lassen.
    • Noch mehr Weltwunder-Tipps sammelt Cornelia in ihrem Round-Up

 

Und hier ist der Link zum Machu-Pichu-Film:

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4 Kommentare bei „Machu Picchu – Weltwunder in Peru“

  1. Liebe Weltreisende,vor 16 Jahren waren wir auf dem Machu Picchu und immer wenn wir etwas lesen oder hören über diese Stätte sind wir im Geiste dort.Wir sind damals von Lima nach Cusco geflogen,dort einige Tage verbracht und dann mit dem Zug hochgeschnauft.Wir hatten damals Glück,wenig Touristen und sonniges Wetter!Wir verfolgen euch weiter und wünschen viel Glück weiterhin,Herzliche Grüße Marcus und Lothar

    1. Zugfahrt und sonniges Wetter haben wir dann ja gemeinsam bei unserem Machu Picchu Erlebnis 🙂
      Vielen Dank für eure treue Begleitung und die guten Wünsche!
      Euch auch noch eine gute Zeit, Gina und Marcus

  2. […] reingehauen haben die Ausgaben für Touren. Machu Picchu war sehr teuer, dazu kam noch die Dschungeltour im […]

  3. […] Einen ausführlichen Bericht und viele Tipps findest du in Ginas und Marcus‘ Artikel Machu Picchu – Weltwunder in Peru. […]

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