Von Copacabana in Bolivien reisen wir mit dem Bus nach Puno in Peru. Die Fahrt in dem nicht besonders komfortablen Bus verbringe ich in einem Dämmerzustand, hat mich doch in der Nacht ein lästiger Magen-Darm-Virus heimgesucht. Da freut man sich, wenn man in einem Bus ohne Toilette reisen darf!

Die Grenzformalitäten an der bolivianisch-peruanischen Grenze verlaufen recht unkompliziert. Fasziniert sehen wir die ersten Mototaxis, dreirädrige Gefährte mit fantasievollen Aufbauten, die hier auf Individualreisende warten.

Sind die nicht schick?

Sind die nicht schick?

Von Puno selbst bekomme ich nicht allzu viel zu sehen, da ich den Rest des Tages im Bett verbringe.

Kathedrale von Puno - mehr haben wir nicht gesehen

Kathedrale von Puno – mehr haben wir nicht gesehen

Zum Glück bin ich am nächsten Tag wieder fit. Eine der Attraktionen Punos sind die schwimmenden Inseln der Uros. Diese kleine Volk hat sich vor den aggressiven Inkas gerettet, indem es seinen Lebensraum auf den Titicacasee verlegte. Aus dem tortora-Schilf bauen sie sich bis zum heutigen Tage schwimmende Inseln, auf denen sie ihren traditionellen Lebensstil pflegen.

Die Gruppentouren dorthin sollen allerdings typische Touristen-Massenveranstaltungen sein, mit Zeit- und Verkaufsdruck. Wir zweifeln, ob wir das wirklich haben müssen. Zu unserem Glück stellt sich heraus, dass ein Mitarbeiter des Hostels Uro ist. Richar vermittelt uns eine Privattour zu seiner Insel.

Ein Taxi bringt uns zu einer kleinen Anlegestelle, wo uns Richars Schwägerin Silvia mit einem Motorbötchen abholt. Wir fahren durch Kanäle im Schilf, ein richtiges Labyrinth.

See und Schilf und Himmel

See und Schilf und Himmel

Allmählich kommen über dem Schilf einige Dächer in Sicht. Silvia zeigt uns im Vorbeifahren den Kindergarten, den ihr Sohn besucht.

Eine Insel! Eine Insel!

Eine Insel! Eine Insel!

Schließlich legen wir an ihrer Insel an, wo uns Maria, ihre Schwiegermutter mit einem herzlichen, zahnlosen Lächeln in Empfang nimmt.

Küchenhäuschen

Küchenhäuschen

Hier versteckt sich ein Schilfboot im Schilf

Hier versteckt sich ein Schilfboot im Schilf

An einem Modell zeigt uns Silvia, wie die Insel gebaut wird. Die Basis bildet der heraus geschnittene Wurzelbereich des Schilfs, darüber wird in mehreren Lagen kreuz und quer das Rohr geschichtet. Das Rohr dient auch als Baumaterial für die Gebäude.

Die Modell-Insel

Die Modell-Insel

Zum Mittagessen wird frisch gefangene Titicacasee-Forelle für uns zubereitet. Wir genießen derweil die Ruhe und angenehme Wärme auf der Insel und lümmeln entspannt im Stroh.

Hier lässt es sich aushalten :-)

Hier lässt es sich aushalten :-)

Um uns herum tapsen die tierischen Inselbewohner, drei weiße Reiher und drei schwarze Ibisse ohne jede Scheu.

Pablo, oder Pasco? Die sahen sich aber auch ähnlich!

Pablo, oder Pasco? Die sahen sich aber auch ähnlich!

Es ist sehr friedlich und entspannt.

Familienleben auf der Schilfinsel

Familienleben auf der Schilfinsel

Nach dem schmackhaften Essen bastelt Silvia für uns zwei kleine Mini-Schilfboote als Erinnerung.

Die Insel-Tankstelle

Die Insel-Tankstelle

Bevor sie uns zurückfährt, machen wir einen Zwischenstopp an der Tankstellen-Insel, wo das Benzin mit der Kanne abgemessen wird.

Noch mehr Eindrücke von der schwimmenden Insel könnt ihr in unserem Video sehen:

Auf den schwimmenden Inseln der Uros im Titicacasee
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