Immer wieder werden wir gefragt, was denn der schönste Ort war, den wir auf unserer Weltreise besucht haben.

Auf diese Frage gibt es keine einfache Antwort. DEN schönsten Ort können wir nicht benennen. Es gibt so viele schöne Orte auf dieser Welt.

Und wir waren ja auch nicht nur auf unserer Weltreise an schönen Orten. Auch vorher und nachher haben wir die Welt erkundet und immer wieder faszinierende Ecken entdeckt.

Wichtig ist uns immer gewesen, die Plätze etwas abseits des Mainstreams zu finden. Dort, wo wir uns nicht mit Tausenden anderer Menschen drängen müssen, können wir die Faszination der Natur oder der Kultur viel intensiver erleben.

Auch wenn weltberühmte Stätten wie die Iguazù-Wasserfälle, Machu Picchu oder Angkor Wat natürlich auch auf unserer Reiseliste standen, wollen wir in diesem Bericht eher die noch unbekannteren Ecken vorstellen.

1. Grand Canyon in den USA

Grand Canyon als eher unbekannter Ort? Natürlich ist der Grand Canyon eines der berühmtesten Reiseziele weltweit. Aber auch solche Destinationen kannst du abseits der üblichen Touristenrouten erleben.

Raft auf dem Colorado River im Grand Canyon.

Wir waren nicht in Grand Canyon Village oder am Skywalk, sondern wir sind die gesamte Länge des Canyons auf dem Colorado River durchgefahren – per Kajak und Raft. Das war eine sehr eindrückliche Erfahrung. Die 12-tägige Reise bot intensive Natur- und Landschaftserlebnisse. Hier geht zu unserem Bericht: Grand Canyon Rafting Tour

2. Maya-Pyramide Uxmal in Mexiko

Die uralten Pyramiden der Azteken, Tolteken, Mixteken und Maya in Mexiko zu besuchen – das war ein Traum, den wir uns zu meinem 50. Geburtstag erfüllten.

Maya-Bauten im Dschungel.

Die mystische Atmosphäre der riesigen Bauten, oft vom Dschungel überwuchert war einfach großartig. Von all den Pyramiden, die wir besuchten, hat mich Uxmal am meisten beeindruckt, zumal hier deutlich weniger Besucher unterwegs waren als in den berühmten Sehenswürdigkeiten wie Chichén Itzá oder Teotihuacan.

Was wir alles in Mexiko erlebt haben, kannst du hier nachlesen: Mexiko – Rundreise und individuelle Tage.

3. Baracoa im Osten von Kuba

Schweine im Meer auf Kuba.

Nach unseren Erfahrungen in Mexiko wagten wir uns, individuell in Lateinamerika zu reisen. Auf Kuba waren wir mit Bussen unterwegs und gelangten bis in den östlichsten Zipfel der Insel. In Baracoa gefiel es uns ausgesprochen gut. Ein kleiner, unaufgeregter Ort mit vielen Möglichkeiten, die umliegende Natur zu erkunden. Sogar badende Schweine gab es zu sehen.

4. Die Carretera Austral in Chile

Landschaft in Patagonien.

Unsere erste Reise nach Chile führte uns von Valparaiso Richtung Süden. Über die Schotterpiste der Carretera Austral fuhren wir tief in den patagonischen Regenwald hinein. Einsame, tiefgrüne Landschaften, der azurblaue Lago General Carrera, der große Inlandsgletscher und die tief eingeschnittenen Meeresarme des Pazifik ließen uns ehrfürchtig staunen. Ein einmaliges Erlebnis!

5. Der Vulkan Piton de la Fournaise auf La Reunion

Blick auf den Vulkan Piton de la Fournaise.

Die tropische Insel La Reunion im Indischen Ozean hat einen der aktivsten Vulkane der Welt. Bei unserem Aufenthalt war er aber gerade ruhig und wir konnten eine anstrengende, aber mega beeindruckende Wanderung über das endlose Lavafeld unternehmen. Die Besteigung des Piton de la Fournaise war unser absolutes Highlight auf La Reunion.

6. Esteros de Iberá in Argentinien

Wasserschwein.

Das zweitgrößte Sumpfgebiet der Welt ist nahezu unbekannt und wir sind nur durch Zufall darauf aufmerksam geworden. Die Anreise dorthin war umständlich, aber sie hat sich gelohnt. Eine riesige, blaue Lagune, in der sich Kaimane und niedliche Wasserschweine tummeln. Dazu eine vielfältige Vogelwelt. Alles in weitgehender Einsamkeit. Ein Traum! Die Esteros de Iberá – ein Naturjuwel im Nirgendwo. 

7. Die Quebrada de Humahuaca im Nordwesten von Argentinien

Rote Berge in den Anden.

Eine weitere einsame Gegend mit viel Landschaft ist die Quebrada de Humahuaca im Nordwesten Argentiniens. Majestätisch ragen die Andengipfel in den blauen Himmel. Die Farben des Gesteins variieren von hellen Ockertönen, orange, pink, rötlich bis dunkelbraun. Angeblich sollen es 14 verschiedene Farben sein, die sich in Schichten über den Berg ziehen.

8. Die Isla del Sol im Titicacasee

Von dem bolivianischen Städtchen Copacabana am Ufer des Titicacasees gelangten wir mit dem Boot zur Isla del Sol. Den Maya war diese Insel heilig, sie galt als Ursprung der Götter.

Titicacasee mit Andengipfeln.

Auf der alten Ruta Sagrada, der heiligen Straße, wanderten wir längs über den Inselrücken. Bei der mehrstündigen Wanderung hatten wir großartige Ausblicke auf den blau schimmernden See und die mächtigen Gipfel der Cordilleren mit ihren Schneehauben.

9. Die schwimmenden Inseln auf dem Titicacasee

In Puno, im peruanischen Teil des Titicacasees leben die Uro. Ihr traditioneller Lebensraum sind die schwimmenden Schilfinseln auf dem See.

Schwimmende Insel mit Aufbauten.

Es gibt sehr touristische Touren zu den Schilfinseln. Wir hatten das Glück, dass ein Mitarbeiter unseres Hotels ein Uro war, der einen privaten Besuch auf der Insel seiner Familie für uns arrangierte. So waren wir ganz für uns und konnten einen entspannten Tag im Kreis der Familie genießen.

10. Die Condore im Colca Canyon in Peru

Ein Erlebnis der besonderen Art ist sicherlich, die Condore durch das enge Tal gleiten zu sehen. Auch hier gibt es touristische Touren, die die Touristen früh morgens mit Bussen aus Arequipa herkarren.

Condor im Flug.

Wir haben den Colca Canyon auf eigene Faust besucht. So hatten wir zwei Tage Zeit, die Landschaft zu genießen und waren morgens noch vor den Touristen am Aussichtspunkt Cruz del Condor.

11. Die Geisterstadt Humberstone in Chile

Rostige Lok.

Humberstone liegt am Rand der Atacama-Wüste oberhalb der Stadt Iquique. Die ehemalige Salpetermine wurde in den 1960er Jahren aufgegeben und die dazugehörige Stadt verlassen.

Malerisch rosten nun Loks, Wellblechhallen und Werkzeuge vor sich hin, verstauben die kleinen Siedlungshäuser. Ein Lost-Place der besonderen Art.

12. Die Osterinsel

Die archaischen, rätselhaften Statuen der Osterinsel, Moai genannt, sind einen Abstecher wert. Zugegebenermaßen ein recht großer Abstecher, denn die Osterinsel liegt sehr weit draußen im Pazifik.

Ein Moai vor fünf weiteren Moai auf der Osterinsel

Die Insel ist klein und in wenigen Tagen erkundet. Dabei bietet sie so unendlich viele Eindrücke, von den Kultstätten mit den riesigen Moai über die halbfertigen Statuen in der „Werkstatt“ in einem Vulkankrater bis zum Vogelmannkult.

13. Das australische Outback

Ein unbestreitbares Highlight unserer Weltreise waren die zweieinhalb Monate, die wir mit dem Campervan im Outback unterwegs waren.

Die unendliche Weite, der rote Boden, die skurrilen Termitenhügel und nicht zuletzt die knuffigen Menschen im Outback lassen uns bei der Erinnerung daran immer wieder strahlen.

14. Cape Kidnappers in Neuseeland

Auf Cape Kidnappers an der Ostküste der Nordinsel befindet sich eine riesige Kolonie von Tölpeln. Sie brüten zu Hunderten auf dem Boden des Felsplateaus, balzen, flattern und bieten einen sehr pittoresken Anblick.

Viele Tölpel.

Dorthin kamen wir, indem wir an der Steilküste entlang wanderten und den tiefsten Punkt der Ebbe abpassen mussten. Warum das nicht ganz klappte und wir trotzdem nasse Füße bekamen, kannst du in unserem Bericht nachlesen: Von Taupo nach Cape Kidnappers.

15. Die alte Königsstadt Sukhothai in Thailand

Sukhothai ist die älteste Königsstadt in Thailand. In einem großen Historischen Park liegen in zauberhafter Landschaft viele verschiedene Tempel und die Reste des alten Königspalastes.

Tempel spiegelt sich im Teich in Sukhothai.

Wir haben das Areal gemütlich mit Fahrrädern erkundet. Die historische Stätte wird auch gerne von buddhistischen Mönchen besucht, die sich gegenseitig vor den großen Buddha-Statuen ablichten.

16. Mrauk U in Myanmar

Im abgelegenen Westen von Myanmar liegt eine noch weitgehend unbekannte historische Stätte. In und um den Ort Mrauk U ragen viele alte Tempel und Stupas empor.

Buddha-Statuen in einem dunklen Gang.

Wir erkundeten die Tempel durch lange, gewundene Gänge, die von unzähligen Buddha-Statuen gesäumt wurden. Fasziniert beobachteten wir das einfache Leben der Menschen in dieser Umgebung.

17. Banteay Chhmar – versteckte Tempel in Kambodscha

Im kleinen Ort Banteay Chhmar liegt eine verfallene angkorianische Tempelanlage. Das Dorf befindet sich teilweise auf dem Tempelgebiet. Trotz des Verfalls gibt es noch Gesichtertürme, Reliefs mit umfangreichen Darstellungen und baumwurzelumschlungene Mauern zu bewundern. Hier kommt mehr Lara-Croft-Feeling auf als in Angkor Wat.

Großer Baum überwuchert Mauerreste des Tempels.

Was uns außerdem gut gefallen hat, war, dass wir im Homestay bei einer einheimischen Familie unterkamen. So kommt der wenige Tourismus der armen Bevölkerung direkt zu Gute.

18. Die 4000 Islands im Süden von Laos

Der entspannteste Aufenthalt, den wir je irgendwo hatten, war auf den 4000 Islands in Laos. Hier fließt der Mekong auf einer Breite von 12 Kilometern träge zwischen Tausenden von Inseln hindurch.

Blick über den Mekong mit Büschen und Inselchen im Wasser

Kleine Unterkünfte mit schattigen Verandas, wo wir auf Hängematten chillten ließen uns richtig runterkommen. Und als wir uns endlich zum Sightseeing aufraffen konnten, boten die Mekong-Fälle als Asiens größte Wasserfälle ein beeindruckendes Spektakel.

19. Wadi Rum in Jordanien

Jordanien hat eine Menge toller Sehenswürdigkeiten zu bieten. Für uns als Wüstenfans war dies das beste Erlebnis: Wadi Rum – Jeep-Tour und Beduinen-Camp.

Wüste Wadi Rum

Rote Felsen, bizarre Steinformationen, Canyons, Sandflächen und zwei Übernachtungen im Beduinencamp ließen unsere Herzen höher schlagen. Eine Wanderung auf einen Berg, von dessen Gipfel wir ins benachbarte Saudi Arabien blicken konnten war wunderschön.

20. Marokko: Sahara-Wüstentour

Wenig überraschend fanden wir auch in Marokko die Sahara-Wüstentour in den Erg Chegaga ein überragendes Erlebnis.

Marokko Wüstenour: Sanddünen in der Sahara in Marokko

Der Erg Chegaga ist weit weniger von Besuchern frequentiert als der näher an Marrakesch liegende Erg Chebbi. Unsere individuelle Tour ging in der Wüstenstadt Foum Zguid los. Wir sahen uralte Versteinerungen, besuchten eine Nomadenfamilie und eine Beduinenschule und verbrachten eine Nacht im Wüstencamp. Ein abendlicher Sandsturm bescherte uns einen ganz besonderen Sonnenuntergang.

21. Reiseland Albanien

Auch in Europa finden wir noch Ziele, die bei vielen Urlaubern so gar nicht auf dem Plan stehen. Albanien ist so ein Reiseland, das noch recht ursprünglich ist.

Fähre auf dem Komani See in albanien.

Unsere Albanien-Rundreise mit öffentlichen Bussen ging von Süd nach Nord durch das Balkanland. Die Landschaft, die vielseitige alte Kultur und vor allem die Gastfreundschaft der Bevölkerung gefielen uns sehr.

22. Parma in Italien

Italienische Städte sind wunderschön, aber selten ein Geheimtipp. Doch es muss nicht immer Florenz, Pisa oder Rom sein.

Gasse mit bunten Häusern in Parma

In Städten, die nicht ganz so bekannt sind, lässt es sich viel entspannter schlendern. Kulturelle und kulinarische Höhepunkte fanden wir in Parma.

23. Die Klöster Batalha, Tomar und Alcobaca in Portugal

Natürlich sollte man Lissabon gesehen haben, es ist eine zauberhafte Stadt. Und wenn man dann genug vom Trubel hat, empfehlen wir einen Besuch der drei Klöster Batalha, Tomar und Alcobaca. Sie liegen etwa eine Autostunde nördlich von Lissabon.

Kloster Alcobaca.

Jedes von ihnen ist ein architektonisches Juwel. Von der Rundkirche der Tempelritter über feinste Manuelinik bis zum Barock bieten sie die Stilrichtungen aus Portugals glanzvollen Zeiten.

Mit diesem Beitrag beteilige ich mich an der Blogparade von Christina über die schönsten Orte der Welt.

Was sind für dich die schönsten Orte der Welt? Verrate es uns gerne in den Kommentaren!