Nach zwei Tagen in Petra fah­ren wir wei­ter ins Wadi Rum – noch mehr Wüs­te. Jor­da­ni­en besteht zu 90 Pro­zent aus Wüs­te, doch Wadi Rum ist zum Inbe­griff der jor­da­ni­schen Wüs­te gewor­den. In einem Bedui­nen­camp wol­len wir Ein­sam­keit und nächt­li­chen Ster­nen­him­mel auf uns wir­ken las­sen.

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Wadi Rum Vil­la­ge

Die Fahrt von Petra ins Wadi Rum führt über den Kings Way schließ­lich auf den berühmt-berüch­tig­ten Desert High­way. Hier sind die LKW unter­wegs, die zwi­schen dem Hafen von Aqa­ba und Amman ver­keh­ren, rie­si­ge, schwer bela­de­ne Unge­tü­me. Stei­gun­gen bewäl­ti­gen vie­le von ihnen nur im Schne­cken­tem­po. Der Asphalt­be­lag ist durch die schwe­ren Fahr­zeu­ge in deut­lich schlech­te­rem Zustand als auf dem Kings Way.

Der Abzweig zum Wadi Rum ist deut­lich aus­ge­schil­dert. Schnur­ge­ra­de zieht sich die Stra­ße durch die fas­zi­nie­ren­de Wüs­ten­land­schaft. Seit­lich davon ver­lau­fen die Schie­nen der Hejaz-Eisen­bahn.

Im Wadi Rum Visi­tor Cen­ter mel­den wir uns an und fra­gen nach unse­rem vor­ge­buch­ten Camp. Wir sol­len noch wei­ter fah­ren bis nach Wadi Rum Vil­la­ge. Dort endet die befes­tig­te Stra­ße und wir wer­den am Park­platz von Sulei­man emp­fan­gen und zu sei­nem Büro gebracht.

Nach­dem wir mit dem obli­ga­to­ri­schen süßen Tee ver­sorgt sind, macht Sulei­man uns Vor­schlä­ge für unse­re Wüs­ten­ta­ge. Wir haben zwei Näch­te gebucht und daher andert­halb Tage zur Ver­fü­gung. So ent­schei­den wir uns für eine Jeep­tour heu­te nach­mit­tag, die uns zu den Sehens­wür­dig­kei­ten des Wadi Rum brin­gen soll. Für den nächs­ten Tag buchen wir eine geführ­te Wan­de­rung auf einen Berg an der Gren­ze zu Sau­di Ara­bi­en. „Only hiking, no clim­bing”, ver­si­chert uns Sulei­man und fragt den­noch Vic­to­ria mehr­mals, ob sie glaubt, dass ich die Wan­de­rung schaf­fen wer­de.

Mit dem Jeep zu den Sehens­wür­dig­kei­ten von Wadi Rum

Unser Gepäck wird auf die Lade­flä­che eines Pick-Ups gewor­fen, wir dür­fen in der Kabi­ne mit­fah­ren. Dafür ent­schul­digt man sich, sie haben gera­de kei­nen Wagen mit Frei­luft-Sitz­flä­che. Fin­den wir nicht so schlimm, wir kön­nen auch aus dem Fens­ter her­aus die Sze­ne­rie bewun­dern.

Sandige Wüste mit Fahrspuren

Auf Sand­spu­ren geht es hin­aus in die Wüs­te

Dann geht es über die Sand­pis­ten hin­aus ins Wadi Rum. In wun­der­schö­nen Rot­tö­nen leuch­ten die bizar­ren Fels­for­ma­tio­nen. Wir kön­nen uns gar nicht satt­se­hen.

Unser ers­ter Stopp ist bereits kurz hin­ter Wadi Rum Vil­la­ge. Lawrence’s Spring, also die Quel­le von Law­rence von Ara­bi­en soll sich oben auf dem von rie­si­gen Fels­bro­cken über­sä­ten Hang befin­den. Unser Gui­de macht eine vage Ges­te zu einem grü­nen Bäum­chen am Hang und ver­zieht sich in das Tee­zelt. Wir kön­nen kei­nen Weg zu der illus­tren Quel­le von Law­rence erken­nen und ver­zich­ten auf eine Klet­ter­par­tie. An einem Fel­sen ent­de­cken wir naba­täi­sche Zeich­nun­gen. Ein paar Kame­le wei­den im Tal­grund und bie­ten idyl­li­sche Foto­mo­ti­ve.

Kamel läuft durch die Wüste

Sand, Fel­sen, Kamel: So stellt man sich doch Wüs­te vor!

Zurück am Tee­zelt wer­den wir natür­lich eben­falls zum Tee ein­ge­la­den. Eine Zere­mo­nie, die sich nun an jeder Sehens­wür­dig­keit wie­der­ho­len wird: Unser Gui­de zeigt uns, in wel­che Rich­tung wir gehen soll, um dies und das zu gucken, fläzt sich ins Tee­zelt, in das wir nach voll­brach­ter Besich­ti­gung gela­den wer­den. Ange­sichts der Tat­sa­che, dass es kei­ne Toi­let­ten gibt ent­steht im Lau­fe des Nach­mit­tags ein gewis­ser Bla­sen­druck…

Die Tee­zel­te bie­ten natür­lich auch immer einen Tisch mit Ver­kaufs­wa­re, von Tee­mi­schun­gen bis zu kit­schi­gen Sou­ve­nirs. Aller­dings sind die Ver­käu­fer sehr unauf­dring­lich.

Fels­brü­cken und Sand­dü­nen im Wadi Rum

Rote Sanddüne an Felswand

Blick hin­auf auf die Rote Düne

Unse­re Jeep­tour führt uns zur Roten Düne, die gegen eine Fels­wand geweht ist. Wäh­rend unser Gui­de sich im Tee­zelt nie­der­lässt, stap­fen wir keu­chend hin­auf. Ganz schön anstren­gend, durch immer wie­der nach­rut­schen­den Sand! Der Sand ist warm und weich unter unse­ren nack­ten Füßen. Oben ange­kom­men, wer­den wir mit fan­tas­ti­schen Aus­bli­cken über die rote Land­schaft des Wadi Rum belohnt. Win­zig klein, wie eine Minia­tur kön­nen wir unse­ren Jeep am Fuße der Düne erken­nen.

Blick die Düne hinunter, unten steht winzig klein der Jeep

Und nach voll­brach­tem Auf­stieg der Blick hin­un­ter zu unse­rem win­zi­gen Jeep

Unter­wegs zur Fel­sen­brü­cke hal­ten wir in einer wei­ten Ebe­ne, die von bizar­ren Fels­hü­geln umge­ben ist. Hier ist der Dreh­ort, an dem Fil­me wie „Law­rence von Ara­bi­en” und „Der Mar­sia­ner” auf­ge­nom­men wur­den.

An der Fels­brü­cke steigt unser Gui­de dies­mal sogar mit auf die Fel­sen. In einer leich­ten Klet­ter­ak­ti­on errei­chen wir die Höhe. Oben ange­kom­men diri­giert er uns zur rich­ti­gen Stel­le, um Fotos von uns zu schie­ßen. Da, wo wir ste­hen, kön­nen wir näm­lich gar nicht erken­nen, wo genau das Loch im Fel­sen unter uns ist.

Gina und Victoria stehen auf der Felsbrücke im Wadi Rum

Fels­brü­cke in der Wüs­te

Eine wei­te­re, viel höhe­re Fels­brü­cke errei­chen wir im sanf­ten Licht der Abend­son­ne. Als ich den stei­len Auf­stieg sehe, win­ke ich ab und genie­ße das Natur­schau­spiel lie­ber von unten. Vic­to­ria klet­tert einen Teil des Fel­sens hoch. Da unser Gui­de drängt, damit wir recht­zei­tig zum Son­nen­un­ter­gang am Camp sind steigt sie nicht bis ganz oben.

Hohe Felsbrücke von unten gegen den Himmel fotografiert

Die­se Fels­brü­cke haben wir nur von unten bewun­dert

Can­yons im Wadi Rum

Auf einem klei­nen Sims lau­fen wir in einen schma­len Can­yon in der hoch auf­ra­gen­den Fels­wand. Die Wän­de rücken immer enger zusam­men, über uns ist das win­zi­ge blaue Band des Him­mels. Immer wie­der ent­de­cken wir Fels­zeich­nun­gen der Naba­tä­er an den Wän­den. Am Ende ver­schließt sich der enge Can­yon, hier käme man nur mit Klet­ter­aus­rüs­tung wei­ter.

Victoria stützt sich mit Händen und Füßen an den Seiten des Canyons ab

Her­um­al­bern im Can­yon gehört auch dazu

Ein wei­te­rer Stopp führt uns zum Haus von Law­rence von Ara­bi­en. Es ist nicht son­der­lich spek­ta­ku­lär, ein ehe­ma­li­ger klei­ner Naba­tä­er-Tem­pel mit gemau­er­ten Wän­den, den man nur von außen angu­cken kann. Aber auch hier bie­tet sich wie­der die Gele­gen­heit, auf den ero­dier­ten Fel­sen her­um­zu­klet­tern und ein­mal mehr die Aus­sicht über die röt­li­che Wüs­te des Wadi Rum zu bestau­nen.

Steinmännchen auf der Höhe, dahinter Sandwüste

Auch hier gibt es Stein­männ­chen

Der Höhe­punkt unse­rer Jeep­tour ist der gro­ße Can­yon. Hier wer­den wir an einer Sei­te abge­setzt, bekom­men in schlech­tem Eng­lisch Instruk­tio­nen, wo wir ent­lang lau­fen sol­len und wer­den auf der ande­ren Sei­te des Can­yons von unse­rem Jeep erwar­tet. Ange­sichts der san­di­gen Flä­che fra­gen wir, ob wir fes­te Schu­he brau­chen und bekom­men die Ant­wort: „It is only sand.” Daher geht Vic­to­ria in Flip­flops.

Wir wan­dern an der Sei­te eines gro­ßen Fels­blocks ent­lang, bis wir auf den Baum sto­ßen, der den Ein­gang zum Can­yon mar­kiert. Hin­ein in die schat­ti­ge Schlucht geht es auf wei­chem Sand. Rechts und links stre­cken sich die Gra­nit­wän­de fast senk­recht in die Höhe. Zahl­rei­che Fuß­spu­ren im Sand bewei­sen, dass wir heu­te nicht die ers­ten Tou­ris­ten sind, die den Can­yon durch­wan­dern.

Plötz­lich ste­hen wir vor einem rie­si­gen Fels­sturz, der den Can­yon ver­sperrt. Wir trau­en unse­ren Augen nicht. Gewal­ti­ge Fels­blö­cke tür­men sich meter­hoch über­ein­an­der. Nur Sand? Für einen Moment zwei­feln wir, ob wir den rich­ti­gen Weg gefun­den haben. Gehen sogar noch mal ein Stück zurück, um zu sehen, ob wir irgend­wo einen Abzweig ver­passt haben. Doch die stei­len Wän­de las­sen kei­nen Aus­weg zu.

Große Felsbrocken versperren den Canyon

Only sand? Hier müs­sen wir durch!

Vic­to­ria klemmt sich ihre Flip­flops in den Bund und klet­tert bar­fuß über die Bro­cken hoch, um den Weg zu erkun­den. Zum Glück habe ich mei­ne Snea­ker an und fol­ge ihr. Etwas müh­sam, aber mit ver­ein­ten Kräf­ten schaf­fen wir es.

Victoria läuft durch den großen Canyon

Der rest­li­che Weg ist ent­spannt

Der Rest des roman­ti­schen Wegs durch den Can­yon ist wie beschrie­ben „only sand”.

Abend im Bedui­nen­camp im Wadi Rum

In hals­bre­che­ri­scher Fahrt heizt unser Gui­de unter den Strah­len der tief­ste­hen­den Son­ne nun Rich­tung Camp, damit wir von dort aus den Son­nen­un­ter­gang erle­ben kön­nen. „Sor­ry for fast”, ruft er uns zu, wäh­rend wir auf dem Rück­sitz hin- und her­ge­wor­fen wer­den.

Wüstenlandschaft im warmen Abendlicht

Die sin­ken­de Son­ne zau­bert Pas­tell­tö­ne über die Wüs­te

Wir errei­chen das Bedui­nen­camp und suchen uns einen Sand­hü­gel aus, wo wir uns nie­der­las­sen. Die Füße im war­men Sand ver­gra­ben beob­ach­ten wir, wie die Son­ne hin­ter den Hügel­ket­ten des Wadi Rum lang­sam ver­sinkt.

Sonnenuntergang im Wadi Rum

Son­nen­un­ter­gang im Wadi Rum

Nach­dem wir uns in unse­rem Zelt ein­ge­rich­tet haben, dau­ert es nicht lan­ge, bis wir zum Din­ner geru­fen wer­den.

Um ein fla­ckern­des Lager­feu­er neh­men wir mit einer Hand­voll ande­rer Gäs­te auf den aus­ge­brei­te­ten Pols­tern Platz. Einer der Bedui­nen spielt ein Sai­ten­in­stru­ment und singt dazu. Wir bekom­men aro­ma­tisch duf­ten­den Tee ein­ge­schenkt. Über uns erhebt sich an einer Sei­te die nacht­schwar­ze Fels­wand, hoch dar­über schim­mert der Ster­nen­him­mel. Die Milch­stra­ße ist deut­lich zu erken­nen, dane­ben Mil­lio­nen wei­te­rer Ster­ne. Als Vor­spei­se rei­chen uns die Bedui­nen köst­li­che, wür­zi­ge Lin­sen­sup­pe im Becher.

In einem Erd­ofen, unter dem Sand ver­gra­ben wur­den Hähn­chen­tei­le und Gemü­se gegart und nun in einer fei­er­li­chen Pro­ze­dur her­vor­ge­holt. Dazu gibt es die übli­chen Köst­lich­kei­ten Jor­da­ni­ens, wie Hum­mus, Leba­neh, ver­schie­de­ne Toma­ten-Gur­ken-Sala­te und das dün­ne Fla­den­brot.

Quadratische Zelte im Camp

Das Bedui­nen­camp

Zeltinneres mit zwei Betten

Auch von innen sehr gemüt­lich

Wan­de­rung zum Jebel Hash

Am nächs­ten Mor­gen klet­tern wir auf die Frei­luft-Kabi­ne eines typi­schen Jeeps des Wadi Rum. Unser Gui­de Tey­sir spricht deut­lich bes­ser Eng­lisch als unse­rer gest­ri­ger Gui­de. Es ist noch emp­find­lich kalt, wir kuscheln uns in unse­re Dau­nen- und Fleece­ja­cken. Tey­sir reicht uns sei­nen Schaf­fell­man­tel, den wir uns über die Bei­ne legen. Er und ein jun­ger Mann, der kein Wort Eng­lisch spricht und wohl als eine Art Azu­bi mit­kommt bestei­gen den Jeep und los geht es. Aus der Fah­rer­ka­bi­ne tönt lau­ter Gesang, Bedui­nen sind offen­bar sehr musik­lie­bend.

Victoria auf der Ladefläche eines Jeeps

Wagen mit Aus­sicht

Bei einer gro­ßen Kamel­her­de hal­ten wir an. An die fünf­zig Kame­le, aus­ge­wach­se­ne und Jung­tie­re wer­den von ihrem Hir­ten mit einem Tank­wa­gen mit Was­ser ver­sorgt. Kei­nes der Tie­re ist zum Rei­ten auf­ge­zäumt. Es ist schön, sie zu beob­ach­ten, wie sie ele­gant und wür­de­voll durch den Sand schrei­ten. Tey­sir bringt uns eine Fla­sche Kamel­milch zum Kos­ten. Sie schmeckt etwas wäss­rig und leicht sal­zig.

viele Kamele in der Wüste von Wadi Rum

Kame­le!

Kamel nähert sich Victoria

Was will es wohl?

In einem stei­ni­gen Wadi begin­nen wir unse­re Wan­de­rung. Der Azu­bi darf das Auto zum Ziel­ort fah­ren. Tey­sir schul­tert unse­ren Ruck­sack und schürzt sich das knö­chel­lan­ge Gewand um die Hüf­ten. Wir begin­nen den Auf­stieg durch das Wadi. „No clim­bing”, hat uns Sulei­man ver­si­chert, aber nach der gest­ri­gen „It’s only sand”-Aussage sind wir skep­tisch. Doch es geht tat­säch­lich nur über Fels­pfa­de und Gra­nit­pla­teaus hin­auf. Manch­mal recht steil, doch meis­tens mode­rat errei­chen wir nach zwei Stun­den den höchs­ten Punkt auf knapp 1700 Meter. Eine fla­che Wüs­ten­ebe­ne brei­tet sich vor uns aus. Gegen­über erhe­ben sich schwar­ze Ber­ge, hin­ter denen Sau­di Ara­bi­en beginnt.

Blick hinunter in steiniges Wadi

Da unten sind wir los­ge­gan­gen

Beduinenguide und Gina gehen durch die Wüste von Wadi Rum

Wan­dern im Wadi Rum

Mit der gran­dio­sen Aus­sicht vor den Augen las­sen wir uns zu einem klei­nen Imbiss nie­der. Auf der Höhe weht ein fri­scher Wind, der uns wie­der in unse­rer war­men Jacken schlüp­fen lässt. Von wegen, es ist heiß in der Wüs­te! Im Win­ter liegt hier sogar Schnee, wie Tey­sir uns berich­tet.

Blick über Felsberge und Wüstenebene

Aus­sicht bis nach Sau­di-Ara­bi­en

Lunch vom Lager­feu­er im Wadi Rum

Nach unse­rer Wan­de­rung fah­ren wir in eine der male­ri­schen Schluch­ten des Wadi Rum. Die lot­rech­ten Fels­wän­de rücken so eng zusam­men, dass wir gera­de mit dem Jeep durch­pas­sen.

Steile Felswände in engem Canyon

Stei­le Wän­de, blau­er Him­mel

Dann erwei­tert sich der Can­yon wie­der zu einem klei­nen Kes­sel. Auf dem wei­chen Sand wird eine Decke aus­ge­brei­tet. Fach­män­nisch ent­fa­chen unse­re Bedui­nen ein Lager­feu­er, auf dem bald das Wich­tigs­te kocht – das Tee­was­ser. Tey­sir schnip­pelt Toma­ten und Zwie­beln und kocht in einem ruß­ge­schwärz­ten Topf die Mahl­zeit. Die Brot­fla­den wer­den direkt auf der Glut des Feu­ers erhitzt.

Topf und Teekessel im Lagerfeuer

Bedui­nen­kü­che

Nach­dem wir es uns haben schme­cken las­sen, geht es mit einer Rund­fahrt durch die Wei­ße Wüs­te lang­sam zurück zum Camp. Unter­wegs hal­ten wir an einem Soli­tär­fel­sen, an dem Tey­sir sei­nem jun­gen Beglei­ter demons­triert, wie man da hoch klet­tert. Das ist Unter­hal­tung vom Feins­ten, denn nach­dem er tri­um­phie­rend oben ange­kom­men ist, weiß er nicht mehr run­ter­zu­kom­men. Also wird der Azu­bi ange­wie­sen, den Jeep vor den Fel­sen zu kur­ven, damit Tey­sir über das Dach des Autos abstei­gen kann.

Beduine zieht sich am Fels hoch

Da klet­tert er hoch…

Beduine steht oben auf dem Fels

Geschafft!

Beduine klettert vom Fels aufs Dach des Jeep

… und da wird ihm hin­un­ter gehol­fen.

Ein wei­te­rer Abend mit Bedui­nen-Essen aus dem Erd­ofen und einem fan­tas­ti­schen Ster­nen­him­mel über unse­ren Köp­fen beschließt unse­re Zeit im Bedui­nen-Camp im Wadi Rum.

Beduine holt Gestell mit Essen aus dem Erdofen

Din­ner is rea­dy!

Infor­ma­tio­nen zum Wadi Rum

        • Hin­kom­men: Mit dem Miet­wa­gen kommst du bis zum Wadi Rum Vil­la­ge. Danach endet die befes­tig­te Stra­ße und es geht nur noch über Pis­ten durch die Wüs­te.
        • Ein­tritt: Im Visi­tor Cen­ter bezahlst du 5 JD Ein­tritt pro Per­son. Der Ein­tritt ist auch im Jor­dan­pass ent­hal­ten, für Schwer­be­hin­der­te ist der Ein­tritt frei.
        • Unter­kunft: Zahl­rei­che Bedui­nen­camps bie­ten Über­nach­tungs­mög­lich­kei­ten. Wir haben unser Camp über Boo­king* gebucht. Es gibt Camps von luxu­ri­ös bis basic. Ach­te dar­auf, dass du ein ein­sam lie­gen­des Camp ohne Part­y­at­mo­sphä­re buchst (es sei denn , du stehst auf sowas). Die Camps bei Diseh lie­gen wohl am Orts­rand dicht neben­ein­an­der und bie­ten lau­te Musik­be­schal­lung. Eini­ge Camps haben auch eige­ne Home­pages, über die du buchen kannst.
        • Aus­rüs­tung: Der Tal­bo­den des Wadi Rum liegt auf 1000 Meter Höhe. Wir sind auf unse­rer Wan­de­rung bis 1700 Meter auf­ge­stie­gen. Dort weht im Okto­ber schon mal ein fri­scher Wind und wir waren froh über die war­men Jacken, die wir mit hat­ten. Auch abends wird es frisch. Die Decken im Camp waren warm genug. Wir emp­feh­len ein leich­tes Sei­den­in­lett*  oder ähn­li­ches, denn es gibt kei­ne Bett­be­zü­ge. Für tags­über ist natür­lich Son­nen­schutz wich­tig. Was­ser wur­de uns in aus­rei­chen­der Men­ge im Camp und auf den Tou­ren zur Ver­fü­gung gestellt.
        • Jeep­tou­ren im Wadi Rum: In der Regel bie­ten die Camps ver­schie­de­ne Tou­ren an, die du kurz­fris­tig dort buchen kannst. Wenn du noch nichts vor­ge­bucht hast, kannst du auch beim Visi­tor Cen­ter Über­nach­tun­gen und Tou­ren buchen.
        • Akti­vi­tä­ten: Außer Jeep­tou­ren kannst du – teils mehr­tä­gi­ge – Wan­de­run­gen, Klet­ter­tou­ren, Kamel­tou­ren, Bal­lon­fahr­ten und Rund­flü­ge buchen. Außer im Visi­tor Cen­ter bie­ten auch vie­le Ver­an­tal­ter in Wadi Musa (Petra) und in Aqa­ba Tou­ren ins Wadi Rum an.
        • Bücher und Fil­me: Zur Ein­stim­mung auf Wadi Rum oder zum Nach-Träu­men emfeh­le ich dir den Film-Klas­si­ker Law­rence von Ara­bi­en*. Wer noch tie­fer ins Leben von Law­rence von Ara­bi­en ein­tau­chen will greift zu sei­nem Buch Die sie­ben Säu­len der Weis­heit*. Ein wei­te­rer Film, der in der wüs­ten Kulis­se des Wadi Rum gedreht wur­de ist Der Mar­sia­ner*
        • Infos vom jor­da­ni­schen Tou­ris­mus­amt zu Wadi Rum fin­dest du hier: Visit Jor­dan

Wei­te­re Sta­tio­nen unse­rer Rund­rei­se durch Jor­da­ni­en: