Weni­ger wegen ihrer Sehens­wür­dig­kei­ten ist die Stadt Par­ma in Ita­li­en bekannt als wegen des gleich­na­mi­gen Par­ma-Schin­kens. In unse­ren Rei­se­tipps ver­ra­ten wir dir, wel­che Sehens­wür­dig­kei­ten du dir in Par­ma nicht ent­ge­hen las­sen soll­test – außer dem Schin­ken!

Nach­dem die Besich­ti­gung von Burg Bar­di bei tris­tem, grau­em Wet­ter statt­fand, war uns in Par­ma der Wet­ter­gott Ita­li­ens wie­der hold und ver­wöhn­te uns mit wär­men­der Son­ne und blau­em Him­mel.

1. Der Dom von Par­ma

Fassade des Doms von Parma

Die roma­ni­sche Fas­sa­de des Doms von Par­ma

Dein ers­ter Weg soll­te dich zur Piaz­za Duo­mo füh­ren. Dort steht die Cat­te­dra­le San­ta Maria Asun­ta, die zwi­schen 1060 und 1073 erbaut wur­de. Die kla­ren Lini­en der roma­ni­schen Fas­sa­de sind in ihrer Schlicht­heit ein­fach schön. Dane­ben ragt der Cam­pa­ni­le des Domes empor, eben­falls im roma­ni­schen Stil.

Par­ma hat in der Renais­sance eine Rei­he bedeu­ten­der Künst­ler ange­zo­gen. Einer der bekann­tes­ten, weit über Ita­li­en hin­aus, ist der Maler Correg­gio. Die Kup­pel des Doms wur­de von ihm mit der Sze­ne der Him­mel­fahrt Mari­as aus­ge­malt. Das Gemäl­de ist eine der wich­tigs­ten Sehens­wür­dig­kei­ten in der gewal­ti­gen Kir­che.

Nach­dem wir uns aus­gie­big die Häl­se ver­renkt haben, um das Kunst­werk hoch über unse­ren Köp­fen zu bewun­dern, suchen wir die zwei­te bedeu­ten­de Sehens­wür­dig­keit des Doms. Im Quer­schiff wer­den wir fün­dig. An der Wand, dies­mal in betrachter­freund­li­cher Höhe, hängt die Skulp­tur einer Kreuz­ab­nah­me­sze­ne. Sie stammt aus dem Jahr 1178 und gilt als das ers­te Werk Bene­det­to Antela­mis in Ita­li­en. Die­ser hat spä­ter das Bap­tis­te­ri­um von Par­ma erbaut.

Skulptur der Kreuzabnahme

Die Kreuz­ab­nah­me­sze­ne im Dom

Infor­ma­tio­nen zum Dom von Par­ma:

  • Öff­nungs­zei­ten: täg­lich 10 – 19 Uhr
  • Ein­tritt frei
  • Auf der Web­site gibt es Infor­ma­tio­nen auf ita­lie­nisch und eng­lisch

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2. Das Bap­tis­te­ri­um von Par­ma

Außenwand des Baptisteriums

Auch ganz schön hoch: das Bap­tis­te­ri­um in Par­ma

Das zwei­te High­light an der Piaz­za Duo­mo ist das acht­ecki­ge Bap­tis­te­ri­um. Bap­tis­te­ri­en, also Tauf­ka­pel­len außer­halb der Kir­che, blie­ben in Ita­li­en noch lan­ge nach dem Früh­chris­ten­tum üblich. Die­se Tauf­kir­che wur­de Ende des 12. Jahr­hun­derts erbaut und zwar von dem oben erwähn­ten Herrn Antela­mi. In zar­tem Weiß­ro­sa schim­mert die Fas­sa­de aus Vero­ne­ser Mar­mor. Die acht Ecken des Gebäu­des wer­den von Türm­chen gekrönt.

Taufbecken und Fresken

Tauf­be­cken im Vor­der­grund, Fres­ken im Hin­ter­grund

Im Innen­raum steht ein gro­ßes acht­ecki­ges Tauf­be­cken. Hoch oben spannt sich die Kup­pel wie ein gro­ßer Schirm dar­über. Zwi­schen den 16 Rip­pen ist ein Rei­gen von Bil­dern gemalt. Die Innen­wän­de sind eben­so wie die Außen­wän­de mit Säu­len­gän­gen geschmückt. Natür­lich sind auch die Wän­de des Bap­tis­te­ri­ums mit Fres­ken bemalt.

Innenkuppel des Baptisteriums

Blick in die Innen­kup­pel des Bap­tis­te­ri­ums

Innenwand mit Skulpturen und Fresken

Innen­wand mit Skulp­tu­ren und Fres­ken

Infor­ma­tio­nen zum Bap­tis­te­ri­um von Par­ma:

  • Öff­nungs­zei­ten: März bis Okto­ber 10 – 18:30 Uhr, Novem­ber bis Febru­ar 10 – 16:30 Uhr
  • Ein­tritt 8 Euro als Kom­bi­kar­te mit Museo Dio­cesa­no. Für den Ein­tritt ins Bap­tis­te­ri­um allei­ne 6 Euro. Die Tickets wer­den in dem Sou­ve­nir­la­den am Dom ver­kauft.
  • Wei­te­re Infor­ma­tio­nen auf der Web­site auf ita­lie­nisch und eng­lisch.

3. Renais­sance­kir­chen in Par­ma

Zwei bedeu­ten­de Sehens­wür­dig­kei­ten aus der Renais­sance sind die bei­den Kir­chen San Gio­van­ni Evan­ge­lis­ta und San­ta Maria del­la Stec­ca­ta.

Kirche San Giovani Evangelista

Von außen Barock, von innen Renais­sance: San Gio­van­ni Evan­ge­lis­ta

San Gio­van­ni Evan­ge­lis­ta fin­dest du direkt hin­ter dem Dom. In der Klos­ter­kir­che sind Gemäl­de von Correg­gio, der auch hier die Kup­pel gestal­tet hat und von Par­mi­gia­ni­no zu sehen. Letz­te­rer begann hier sei­ne Kar­rie­re und gestal­te­te Fres­ken in eini­gen Sei­ten­ka­pel­len.

Lei­der war die Sto­ri­ca Spe­zie­ra, die his­to­ri­sche Apo­the­ke aus dem 17. Jahr­hun­dert zum Zeit­punkt unse­res Besuchs geschlos­sen. Sie wäre sicher auch eine besu­chens­wer­te Sehens­wür­dig­keit.

San­ta Maria del­la Stec­ca­ta liegt nicht weit ent­fernt in der Nähe der Piaz­za Gari­bal­di. Sie ist in rei­nem Renais­sance­stil erbaut und berühmt wegen ihrer Fres­ken von Par­mi­gia­ni­no. Den Chor­bo­gen schmü­cken rechts und links die drei wei­sen und die drei törich­ten Jung­frau­en. Lei­der blieb uns bei der Betrach­tung ver­bor­gen, wel­che wel­che sind.

prächtiger Innenraum der Kirche

Renais­sance­pracht in San­ta Maria del­la Stec­ca­ta

In der Kryp­ta der Kir­che ste­hen die Sär­ge der Fürs­ten­fa­mi­li­en der Far­ne­se und Bour­bo­nen. Aller­dings fan­den wir die Besich­ti­gung nicht sehr beein­dru­ckend und wür­den sie nicht als Sehens­wür­dig­keit, die man besucht haben muss, emp­feh­len.

Infor­ma­tio­nen zu den Renais­sance­kir­chen:

  • Öff­nungs­zei­ten: San Gio­va­ni Evan­ge­lis­ta 8:30 – 11:45 Uhr, 15 – 17:30 Uhr
  • Ein­tritt frei
  • Öff­nungs­zei­ten Madon­na del­la Stec­ca­ta 7 – 12 Uhr, 15 – 18 Uhr.
  • Ein­tritt Kir­che frei, Kryp­ta 3 Euro

4. Cas­tel­lo dei Bur­at­ti­ni

Zwerge als Marionetten

Bun­te Trup­pe im Mario­net­ten­mu­se­um

Nach den vie­len Kir­chen und Kunst­schät­zen Par­mas stel­len wir dir mit dem Cas­tel­lo dei Bur­at­ti­ni eine ganz ande­re Sehens­wür­dig­keit vor. Das ehe­ma­li­ge Klos­ter beher­bergt das Pup­pen­mu­se­um. Hier wer­den Hun­der­te von fan­ta­sie­voll gestal­te­ten Mario­net­ten aus­ge­stellt. Sie stam­men aus den Bestän­den der Pup­pen­spie­ler­dy­nas­tie der Fami­lie Fer­ra­ri, die aus der Pro­vinz Par­ma kommt. Die meis­ten sind aus dem 19. und 20. Jahr­hun­dert. Teu­fel, Köni­ge, Köni­gin­nen, Zwer­ge, Kobol­de, Rit­ter und vie­le Fabel­we­sen bevöl­kern die Vitri­nen. Es ist eine bun­te Samm­lung und das Betrach­ten der ver­schie­de­nen Cha­rak­te­re macht uns viel Spaß.

Marionette als Teufel sitzt im Sessel

Der Teu­fel hält Audi­enz

Pinguin und andere Puppen

Moder­ne Pup­pen aus einem bel­gi­schen Thea­ter

Infor­ma­tio­nen zum Cas­tel­lo dei Bur­at­ti­ni:

  • Öff­nungs­zei­ten: mon­tags geschlos­sen, sonst April bis Sep­tem­ber 9 – 19 Uhr, Okto­ber bis März 9 – 17 Uhr.
  • Ein­tritt: auf der Home­page steht ein Ein­tritt von 2,50 Euro. Uns sag­te man, der Ein­tritt sei frei und wir muss­ten nichts bezah­len.
  • Die Home­page ist infor­ma­tiv und auch auf deutsch ver­füg­bar.

5. Par­co Duca­le, die grü­ne Lun­ge von Par­ma

Wem nach soviel Sehen­wür­dig­kei­ten der Sinn nach Aus­span­nen steht, der ist im Par­co Duca­le rich­tig. Über­querst du den Fluss Par­ma über die Pon­te Ver­di erreichst du die­sen gro­ßen Park, der die grü­ne Lun­ge Par­mas bil­det. Der fürst­li­che Gar­ten wur­de im 16 Jahr­hun­dert ange­legt und im 18. Jahr­hun­dert umge­stal­tet. Am nörd­li­chen Rand steht der Palaz­zo Duca­le.

Alleeweg im Park

Erfri­schen­des Grün im Par­co Duca­le

Spa­zier­we­ge füh­ren durch den Par­co Duca­le, unter alten Bäu­men und an grü­nem Rasen vor­bei. In der schim­mern­den Was­ser­flä­che des Tei­ches liegt eine roman­ti­schen Insel in der Mit­te. Skulp­tu­ren schmü­cken die Wege.

Hier kannst du dich auf einer der zahl­rei­chen Bän­ke aus­ru­hen und die Sehens­wür­dig­kei­ten von Par­ma noch ein­mal Revue pas­sie­ren las­sen.

Infor­ma­tio­nen zum Par­co Duca­le in Par­ma:

  • Öff­nungs­zei­ten: April bis Okto­ber 6 – 24 Uhr, Novem­ber bis März 7 – 20 Uhr.
  • Ein­tritt frei.

Infos zu Par­ma:

Teller mit aufgeschnittenem Parma-Schinken

Vor lau­ter Sehens­wür­dig­kei­ten nicht ver­ges­sen: unbe­dingt Par­ma-Schin­ken pro­bie­ren!

  • Hin­kom­men: Mit dem Auto von Mai­land oder Bolo­gna über die Auto­bahn A1
  • Par­ken: Den Schil­dern Rich­tung Innen­stadt („Cen­tro”) fol­gen. Hier sind meh­re­re Park­häu­ser gut aus­ge­schil­dert.
  • Infor­ma­ti­on: Die Tou­ris­ten­in­for­ma­ti­on befin­det sich an der Piaz­za Gari­bal­di. Du erhältst dort einen kos­ten­lo­sen Stadt­plan und eine Über­sicht über Sehens­wür­dig­kei­ten und Öff­nungs­zei­ten.
  • Unter­wegs in Par­ma: Die Alt­stadt ist klein und recht über­sicht­lich. Du kannst alle Sehens­wür­dig­kei­ten bequem zu Fuß errei­chen.

Wei­te­re sehens­wer­te Zie­le in Ita­li­en:

  • Ein ech­ter Geheim­tipp in der Emi­lia Roma­gna ist die Burg Bar­di. Sie liegt abseits der bekann­ten Städ­te und der Küs­te im ber­gi­gen Hin­ter­land und lohnt auf jeden Fall einen Besuch.
  • Nicht geheim, aber trotz­dem ent­span­nend ist das Ziel Lago Mag­gio­re. In unse­rem Arti­kel über den klei­nen Ort Bave­no am Lago Mag­gio­re fin­dest du vie­le Aus­flugs­mög­lich­kei­ten und natür­lich kuli­na­ri­sche Tipps
  • Umfas­sen­de Infos über Blog­ar­ti­kel zu allen mög­li­chen The­men, sei es Kunst, Küche, Kul­tur fin­dest du über­sicht­lich und bequem auf der Ita­li­en-Rei­se­kar­te von Ilo­na.

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