Von Lampang geht es weiter nach Sukhothai. Die alte Königsstadt gilt als Wiege Siams. 500 Jahre alte Ruinen gibt es in einem ausgedehnten historischen Park zu bewundern.

Die im 13. Jahrhundert aus dem Norden einwandernden Thai verdrängten die hier ansässigen Khmer. Aus der Khmer-Siedlung entstand eine eindrucksvolle Königsstadt. Es gab einen imposanten Palast und unzählige prächtige Tempel, alles umgeben von einer langen Befestigungsmauer.

Da Sukhothai ein ganzes Stück weiter von Bangkok entfernt liegt als Ayutthaya, kommen nicht so viele Touristen hierher. Wir können den Historischen Park in aller Ruhe bewundern.

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Erster Eindruck von Sukhothai

Holzhäuser im Thai-Stil.

Unsere stimmungsvolle Unterkunft.

Unsere Unterkunft, das Old City Guesthouse* liegt nur wenige Meter vom Parkeingang entfernt. So machen wir uns direkt nach unserer Ankunft auf, um einen ersten Eindruck zu gewinnen. Der verstorbene König beschert uns freien Eintritt, denn bis Ende Januar sind alle staatlichen Museen kostenlos zugänglich.

Nachdem wir den Eingang passiert haben, wenden wir uns nach links und erreichen bald den Haupttempel oder was davon noch übrig ist. Vorher kommen wir an rechteckigen Wasserrevoirs vorbei, die zur Versorgung der historischen Stadt angelegt worden waren.

Die Ruinen des Haupttempels Wat Mahathat beeindrucken mit einem riesigen sitzenden Buddha. Der hat zwar kein Dach über dem Kopf mehr, ist aber von zahlreichen Säulen umgeben, die das Dach ehemals stützten. Rechts und links davon stehen zwei nicht minder große Buddhas in ihren Nischen.

Große sitzende Buddha-Statue, umgeben von Säulen.

Buddha im Wat Mahathat.

Stehende Buddha-Statue in Sukhothai.

Stehende Buddha-Statue am Haupttempel von Sukhothai.

Wir streifen um die den Haupttempel umgebenden Mauerreste und Ruinen. Ganz schön weitläufig. Der Historische Park erstreckt sich über 70 Quadratkilometer. Dies hier ist nur ein kleiner Teil davon.

Den Rest des Parks heben wir uns für morgen auf.

Auf dem Markt von Sukhothai

Wir besuchen den Markt, wo wir wieder neue skurrile Sachen entdecken.

Ein lebhaftes Treiben herrscht hier, wie immer auf den asiatischen Märkten. Die Marktfrauen sitzen oft auf den Tischen zwischen ihren Waren.

Wir sehen Gemüse, Obst, Eier in gewöhnungsbedürftiger Farbe und diverse Sachen, die wir nicht zuordnen können. Als Höhepunkt entdecken wir dicke Frösche, die zum Braten feilgeboten werden.

Karton mit pinkfarbenen Eiern auf dem Markt von Sukhothai.

Ist schon Ostern?

Teller mit gebratenen Fröschen.

Frösche zum Abendessen gefällig?

Mit dem Fahrrad durch den Historischen Park

Da das Gebiet, in dem die historischen Ruinen verteilt sind recht ausgedehnt ist, leihen wir uns am nächsten Morgen Fahrräder für die Erkundung. Der technische Standard ist einfach, aber da die Gegend flach ist gilt die Devise: „Hauptsache, es fährt! “

Gina radelt vor einem Chedi entlang.

Mit dem Rad lässt sich der Historische Park von Sukhothai gut erkunden.

Wir beginnen mit dem zentralen Teil des Historischen Parks. Bei strahlendem Sonnenschein radeln wir über gute Wege.

Das Denkmal von König Ramkhamhaeng, dem Gründer von Sukhothai ist das erste Ziel. Von dort blicken wir auf den Wat Sra Si, der in einem künstlichen See angelegt wurde.  

Schwarze Statue des sitzenden Königs.

Denkmal des Königs Ramkhamhaeng.

Teich mit pinken Blüten, am anderen Ufer Tempel.

Vorne Blüten, hinten Tempel Wat Sra Si – schön!

Wir radeln weiter entlang des mit Lotusblüten gesäumten Sees, bis wir zu der Brücke kommen, die zur Tempelinsel hinüber führt. Eine Gruppe fröhlicher Mönche in ihren orangefarbenen Gewändern kommt uns entgegen.

Auch auf der Insel wacht ein großer sitzender Buddha in den Überresten des Tempels.

Der nördliche Bereich von Sukhothai

Der Ausgang von der Tempelinsel in Richtung des nördlichen Bereichs ist leider verschlossen, so dass wir einen Umweg fahren müssen, um dorthin zu gelangen. Einzelne Chedis, mehr oder weniger gut erhalten, säumen den Weg. Wat Sorasak ist ein beliebtes Fotomotiv mit seinem von Elefanten gesäumten Sockel.

Chedi mit von Elefanten gesäumten Sockel.

Wat Sorasak.

In einem Schlenker führt die Straße durch das ehemalige Nordtor. Erdwälle bezeugen die alten Stadtmauern. 

Etwas außerhalb liegt eine große, recht verfallene Tempelanlage, der Wat Phra Phai Luang.

Drei Prangs im Khmer-Stil, von denen einer noch gut erhalten ist sind das Typische in dieser Anlage. Hier kommt Indiana-Jones-Feeling auf. Lauter Ruinen, fast ganz für uns allein. 

Prang im Khmer-Stil.

Der Prang ist als einziges noch gut erhalten in dieser Ecke.

Viele zerborstene Buddha-Statuen entlang des Tempels.

Was vom Buddha übrig blieb…

Weiter geht es zum größten sitzenden Buddha in Sukothai im Wat Sri Chum. In den quaderförmigen Resten des Tempels thront die majestätische Figur.

Schon von weitem können wir die Statue erkennen, die durch einen hohen Spalt im Gebäude nach außen lugt. Recht beengt geht es für den Buddha zu, die Wände des Tempels lassen nicht viel Raum. Die Finger der herab zeigenden Hand sind vergoldet. Fasziniert beobachten wir, wie Mönche für Erinnerungsfotos vor dem Buddha posen. 

Tempel mit riesiger Buddhastatue, die durch Gebäudespalt zu sehen ist.

Wat Sri Chum mit riesiger Buddha-Statue.

Mönch in Gebetshaltung wird von zweitem Mönch fotografiert.

Auch Mönche wollen Erinnerungsfotos.

Im wilden Westen Sukhothais

Nach einer Pause im Schatten eines Mangobaumes radeln wir zu den westlichen Ruinen. Dazu geht es einige Kilometer an der Landstraße entlang. Leider verpassen wir den Abzweig und fahren etwas zu weit. Interessant ist es allemal. Einheimische winken uns freundlich zu. Ein mobiler Imbissstand knattert mit wehender Rauchfahne vom Grill an uns vorbei. 

Schließlich finden wir den richtigen Weg. Hauptattraktion im westlichen Teil ist ein stehender Buddha auf einem Hügel. Ein schmaler Felspfad führt zum Wat Sapan Hin empor. Der 12,5 Meter hohe Buddha blickt in ruhiger Kontemplation über das Land.

Buddha-Statue mit segnender Geste.

Ganz schön hoch aufschauen müssen wir zu diesem Buddha.

Von dem Hügel bietet sich eine tolle Aussicht. Aus dem Grün der Landschaft ragen die Spitzen der alten Chedis empor. 

Zurück geht es entlang vieler weiterer halb verfallener Chedis zum westlichen Eingang des zentralen Parks. Nach vielen geradelten Kilometern sind wir froh, langsam wieder zurück zu kommen.

Doch was ist das? Auch dieser Eingang ist verschlossen! Ein Blick auf die Karte zeigt, dass wir wieder einen größeren Umweg über die Landstraße machen müssten, während wir hier einfach geradeaus durchfahren könnten. Also heben wir kurzentschlossen unsere Räder über die Absperrung und nehmen den direkten Weg.

Bummel im zentralen Bereich

Am nächsten Tag liegt Marcus mit verdorbenem Magen danieder. So bummele ich alleine durch den zentralen historischen Park und gucke mir ein paar Ruinen an, die wir noch nicht gesehen haben.

Ich wende mich hinter dem Wat Mahathat nach links. Nach einer Weile stoße ich auf den Wat Sri Sawei. Hier ist wieder der Khmer-Stil zu erkennen. Ich umrunde den Tempel und sehe einen fleißigen Menschen, der den Staub von Mauern und Wegen fegt. Ob es das fürs Karma tut?

Drei Prangs im Khmer-Stil.

Wat Sri Sawei.

Person mit Sonnenhut und Reisigbesen vor dem Tempel.

Irgendeiner fegt immer.

An einem romantischen grünen Wasserbecken lege ich eine Pause ein und genieße die Stille und die Natur um mich herum.

In einer weiten Runde kehre ich zum Eingang zurück. Dabei unterschätze ich die Ausdehnung des Parks, zu Fuß bin ich ganz schön lange unterwegs. Hätte ich das gewusst, hätte ich mir nochmal ein Fahrrad geliehen.

Light-Show in Sukhothais Ruinen

Abends geht es Marcus zum Glück wieder besser, so dass wir gemeinsam die bunten Lichtspiele im historischen Park bewundern können. Die Wassergräben sind mit vielen Lampions geschmückt, die Bäume ebenfalls. Der Buddha im Wat Mahathat und die ihn umgebenden Säulen werden in wechselnden bunten Farben angestrahlt. Ein bisschen wie auf dem Jahrmarkt.

Viele quadratische Laternen auf dem Wasserbecken.

Festlich beleuchteter Wassergraben.

Buddha und Chedis in bunten Farben angestrahlt.

Light-Show in Sukhothai.

Auf einer Bühne lässt man Millionen Seifenblasen aufsteigen, auch diese bunt angeleuchtet. Kostenlos werden süße Snacks und Getränke verteilt. Dazu gibt es eine Ausstellung, da Sukhothai seit 25 Jahren als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt ist.

Ein schöner Abschluss unserer Tage in Sukhothai. Der historische Park mit den vielen alten Bauwerken in der grünen Umgebung hat uns sehr gut gefallen.

Morgen geht es weiter in die nächste alte Königsstadt: Ayutthaya.

Infos zu Sukhothai

Sukhothai besteht aus den beiden Stadtteilen Alt-Sukhothai und Neu-Sukhothai. In Alt-Sukhothai befindet sich der Historische Park und eine Handvoll Unterkünfte und Restaurants. Neu-Sukhothai bietet mehr Infrastruktur, hier liegt auch der Busbahnhof. Es halten aber auch Busse in Alt-Sukhothai.

Transport

  • Bus von/nach Bangkok via Ayutthaya 5 – 6 Stunden.
  • Bus von/nach  Chiang Mai  via Lampang 5 Stunden.
  • Flug von/nach Bangkok zweimal täglich.
  • im Nahverkehr fahren Busse und Songthaew von der Hauptstraße in Neu-Sukhothai zum Historical Park. Motorradtaxis und Tuktuks stehen auch zur Verfügung
  • Fahrräder kannst du dir bei vielen Unterkünften ausleihen oder bei Fahrad-Verleihen vor dem Historischen Park.

Unterkunft

Wir empfehlen, eine Unterkunft in Alt-Sukhothai zu buchen. So bist du in der Nähe des Historischen Parks. Dafür ist das Angebot an Restaurants etwas begrenzt im Vergleich zum neuen Ortsteil. Wir sind aber immer satt geworden.

Unsere Unterkunft, das Old City Guesthouse* können wir empfehlen. Es ist einfach, aber sauber und die Lage ist genial. Außerdem hat das alte Holzhaus eine heimelige Atmosphäre.

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 Historischer Park

Der Sukhothai Historical Park ist in fünf Zonen eingeteilt: Zentrum mit dem Haupttempel, Norden, Westen, Süden und Osten

  • Eintritt: jeweils 100 Baht für Zentrum, Norden und Westen. Fahrräder 10 Baht extra. Zentrum am Wochenende ab 18 Uhr freier Eintritt.
  • Öffnungszeiten: Zentrum 6:30 – 18:30 Uhr, Sa bis 21:00 Uhr.
  • Öffnungszeiten Norden 8:30 – 16:30 Uhr.
  • Öffnungszeiten Westen 8 – 17 Uhr.