Als wir nach einem dreistündigen Flug in Auckland landen, sind wir sehr gespannt auf den Immigrations-Vorgang. Wir haben gelesen, dass die Neuseeländer es wirklich sehr ernst nehmen.

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Auckland – mit dem berühmten Skytower

Die Einfuhr vieler Lebensmittel ist streng verboten: frisches Obst oder Gemüse, Fisch, Fleisch oder Produkte daraus. Und was haben wir unsere Wanderschuhe vor dem Abflug geschrubbt, damit ja kein Hälmchen oder Dreckklümpchen eingeschleppt werden kann. Darf man nämlich auch nicht einführen. Und wie ist es dann abgelaufen? Reisepass zeigen, erklären, wo wir wohnen werden und was wir machen. Easy. Einmal die Füße heben und Schuhsohlen zeigen und schon sind wir in Neuseeland. Yeah!! So einfach war es weder in Südamerika noch in Australien.

Am Gate winkt schon Terri, die neuseeländische Freundin von Jorina. Als Jorina ihr erzählte, dass wir nach Neuseeland kommen, hatte sie direkt erklärt, uns vom Flughafen abzuholen. Nach herzlicher Begrüßung fahren wir zu unserem AirBnB-Zimmer. Halt, erst einen Abstecher zum Supermarkt machen, danach zur Unterkunft. Überrascht stellen wir fest, dass wir nur fünf Minuten zu Fuß von Terri wohnen. Nachdem wir unsere Rucksäcke ausgepackt haben, laufen wir noch zum One-Tree Hill, einem Hügel im nahegelegenen Park. Oh, wie süß! Überall Schafe, große und ganz kleine, die ohne Umzäunung über die Wiese springen.

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Mähähähä…

Auckland liegt auf 48 Vulkankratern und ist dementsprechend hügelig. Wie so viele Gegenden in Neuseeland, wie wir nach und nach sehen werden. Der One-Tree Hill gehört zu den größeren Hügeln und ist am frühen Abend noch recht gut besucht, nicht nur von Schafen.

Am nächsten Tag fahren wir mit der Fähre nach Devonport. Dieser Ortsteil mit seinen historischen Gebäuden befindet sich auf der gegenüberliegenden Seite des Hafens. Und hat natürlich auch zwei alte Vulkanhügel, die wir besteigen und einen fantastischen Ausblick auf die Stadt genießen. Einmal auf das CBD, das Central Business District mit dem herausragenden Sky Tower und auf der anderen Seite auf das Meer und weitere Inseln.

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Historisches Haus in Devonport

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Blick von Devonport auf die Insel Rangitoto

Die Stadt selbst zieht uns nicht so in ihren Bann. Auch Einheimische erklären uns, dass die Sehenswürdigkeiten eher in der Natur außerhalb der Stadt liegen. Also legen wir ruhig einen Pausentag ein, an dem wir uns nach einem gemeinsamen Frühstück mit Terri unserer Homepage widmen.

Dann müssen wir aber doch nochmal in die Stadt, um neuseeländische SIM-Karten für unsere Telefone zu besorgen. Der Mobilfunkanbieter Spark hat da gerade etwas Passendes für uns. Wir fahren mit dem Bus in die Stadt und laufen den Weg zurück. Dabei erklimmen wir unter anderem Mount Eden, den höchsten Vulkankrater Aucklands. Nach 12 Kilometern des Weges nehmen wir erschöpft den Bus für den Rest der Strecke.

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Vulkankrater Mount Eden

Dann ist auch schon der Tag gekommen, an dem wir Kermit 2 abholen wollen. Wird er so sein wie der erste?  Besser oder schlechter? Bald werden wir es erfahren.

Zu guter letzt, was bedeutet die Überschrift „Kulturschock Neuseeland“?

Wir sind mit Auckland nicht so recht warm geworden. Zum einen ist es hier noch wesentlich kühler als vorher in den australischen Städten. Klar, das Frühjahr hat erst begonnen. Wir vermissen jedoch auch die Lockerheit und Servicefreundlichkeit Australiens. In der Touristeninfo i-Site fühlten wir uns abgebügelt, Fragen wurden mit dem Hinweis auf vorhandene Prospekte beantwortet. Das öffentliche Bussystem ist fast undurchschaubar, die Dame hinterm Info-Schalter am Busbahnhof konnte kaum helfen und wurde zudem etwas pampig. Auf den Bus haben wir mehrfach ziemlich lange gewartet. Dann gibt es im Straßenverkehr Staus und eine ähnliche Hektik wie in Deutschland. Lauter Kleinigkeiten, die uns den Aufenthalt bis dato unnötig schwer machen.

Wir geben Neuseeland jedoch noch eine Chance. (M)