Drei Mona­te Aus­tra­li­en: eine Lie­bes­er­klä­rung

Wie­der ist ein Abschnitt unse­rer Welt­rei­se been­det. Nach fast drei Mona­ten ver­las­sen wir Aus­tra­li­en und für uns steht fest: Da müs­sen wir noch­mal hin. Aus­tra­li­en hat uns fas­zi­niert und bezau­bert und wir wol­len mehr…

Unsere Route durch Australien

Unse­re Rou­te durch Aus­tra­li­en

Die gro­ßen Städ­te Syd­ney und Bris­bane mit ihrem quir­li­gen, mul­ti­kul­tu­rel­len Leben, klei­ne­re Städ­te wie Towns­vil­le und Dar­win mit tro­pi­scher Gelas­sen­heit, die üppi­ge Vege­ta­ti­on der Regen­wäl­der an der Küs­te, das sma­ragd­grü­ne Meer um Inseln mit einem wei­ßen Saum aus Sand­strand – Aus­tra­li­en hat so viel zu bie­ten. Der Höhe­punkt von allem war für uns das Out­back.

Out­back rocks!

Rote Erde, blauer Himmel

Schma­le Stra­ße, blau­er Him­mel

End­lo­se Savan­nen, kar­ge Step­pen, unzäh­li­ge skur­ri­le Ter­mi­ten­hü­gel, rote oder gel­be oder graue Erde. Hun­der­te von Kilo­me­tern zieht sich die Stra­ße gera­de­aus durch die Land­schaft. Als zwei­hun­dert Kilo­me­ter mal ein Road­house oder ein klei­ner Ort. Was die Aus­tra­li­er sel­ber „the gre­at big not­hing” nen­nen, ist die See­le des Kon­ti­nents, das eigent­li­che Aus­tra­li­en.

Typische Outbacksituation: Vorfahrt für Büffel

Typi­sche Out­back­si­tua­ti­on: Vor­fahrt für Büf­fel

Über­all trifft man auf die Spu­ren der Pio­nie­re, die – meist unglück­li­che – Expe­di­tio­nen durch das Land unter­nah­men oder die die ent­beh­rungs­rei­che Arbeit ver­rich­te­ten, dem Boden eine Lebens­grund­la­ge abzu­rin­gen. Heu­te noch gibt es für die ent­le­ge­nen Sta­ti­ons den Roy­al Fly­ing Doc­tor Ser­vice und die School of the Air. Das alles hat uns unglaub­lich fas­zi­niert, zumal die Pio­nier­ge­schich­te noch rela­tiv jung ist.

Von gro­ßen und klei­nen Tie­ren

Rock-Wallaby

Rock-Walla­by

Nicht weni­ger fas­zi­niert hat uns die Tier­welt. Wir haben übri­gens kei­ne gru­se­li­gen Spin­nen und kei­ne Schlan­gen gese­hen. Weni­ger Kän­gu­rus, als wir uns gewünscht haben.

Den nannten wir Maskenvogel

Den nann­ten wir Mas­ken­vo­gel

Frösche finden sich an den überraschendsten Orten

Frö­sche fin­den sich an den über­ra­schends­ten Orten

Dafür vie­le exo­ti­sche Vögel, vie­le Frö­sche und Krö­ten, vie­le Goan­nas, Dra­chen und ande­re Eidech­sen­ar­ten, eine beein­dru­cken­de Ansamm­lung von Kro­ko­di­len im Kaka­du Natio­nal­park. Und ganz typisch fürs Out­back: Flie­gen. Sehr vie­le Flie­gen. 

Man kann gar nicht genug Koala-Bilder haben...

Man kann gar nicht genug Koa­la-Bil­der haben…

Viel Glück hat­ten wir, dass wir ein paar sehr scheue und sel­te­ne Tie­re zu Gesicht beka­men: ein Baum­kän­gu­ruSchna­bel­tie­re, einen Koa­la in frei­er Wild­bahn. Zu den Ein­drü­cken, die wir mit­neh­men gehö­ren auch die vie­len unge­wohn­ten Geräu­sche der Fau­na. Die exo­ti­schen Vogel­stim­men, vom Krei­schen der Kaka­dus bis zum Geläch­ter des Koo­ka­bur­ras sind so ganz anders als das lieb­li­che Gezwit­scher, das wir aus Euro­pa gewohnt sind. Und wenn wir abends auf dem dunk­len Camp saßen (und im Out­back ist es wirk­lich dun­kel!), hör­ten wir immer Gera­schel und ande­re merk­wür­di­ge Geräu­sche, die uns bewusst mach­ten, wie­viel Leben um uns her­um war. Manch­mal unheim­lich, manch­mal lus­tig, wie das Gequiet­sche der sich zan­ken­den Flug­hun­de. 

Die dunk­len Näch­te im Out­back schenk­ten uns einen wun­der­schö­nen Ster­nen­him­mel. Die Milch­stra­ße zog sich als blas­ses Band über den Him­mel, wir such­ten und fan­den das Kreuz des Südens und ent­deck­ten den röt­lich schim­mern­den Mars.

Die Men­schen im fünf­ten Kon­ti­nent

Typischer Aussie-Humor

Typi­scher Aus­sie-Humor

Zu all dem kam noch die über­wäl­ti­gen­de und unan­ge­streng­te Freund­lich­keit der Aus­sies. Die Ange­stell­te im Super­markt, die sich bedank­te, nach­dem sie unse­re Feh­ler an der Selbst­be­die­nungs­kas­se wie­der aus­bu­chen muss­te. Die jun­ge Rezep­tio­nis­tin am Cam­ping­platz, die mich läs­sig mit „my dar­ling” titu­lier­te. Und immer und über­all: „No wor­ries”.

Lei­der haben wir recht wenig Zugang zur Abori­gi­nal­kul­tur bekom­men. Ers­te Ein­bli­cke gaben uns die hoch­in­ter­es­san­ten Füh­run­gen im Kaka­du Natio­nal­park und im Cul­tu­ral Cent­re in Rock­hamp­ton. Die­se lie­ßen uns ein wenig begrei­fen, wie fremd für uns die Kul­tur und Denk­wei­se der Abori­gi­nals ist.

Darstellung der Jahreszeiten in der Aboriginalkultur

Dar­stel­lung der Jah­res­zei­ten in der Abori­gi­nal­kul­tur

Es gibt eine sehr star­ke Ver­bun­den­heit mit dem Land, für das die Schöp­fer den ein­zel­nen Stäm­men die Ver­ant­wor­tung gaben und ein unglaub­lich kom­pli­zier­tes Regel­werk im Umgang mit­ein­an­der und mit der Umwelt. Im Nor­den, wo wir unter­wegs waren, gibt es einen hohen Anteil an Abori­gi­nals in der Bevöl­ke­rung. Von gelun­ge­ner Inte­gra­ti­on kann man aller­dings nicht spre­chen. Man sieht Grup­pen von Abori­gi­nals, aber sehr sel­ten gemisch­te Grup­pen oder Paa­re. Hier Black Fel­low, dort White Fel­low.

Road­trip mit Ker­mit

Unterwegs mit Kermit

Unter­wegs mit Ker­mit

Der Road­trip mit Ker­mit war für uns die idea­le Rei­se­form, um Aus­tra­li­en zu erkun­den. Außen kom­pakt, innen geräu­mig genug für uns zwei und immer alles dabei, was wir für den Tag so brau­chen. Einen Platz auf dem Camp­ground haben wir immer pro­blem­los bekom­men. Beson­ders die Bush­camps mit­ten in der Natur waren toll. 

Freiheit für die Zehen!

Frei­heit für die Zehen!

Und end­lich haben wir die­sen einen Wunsch unse­rer Welt­rei­se­pla­nung erfüllt bekom­men: durch­gän­gig Flip­flop-Wet­ter!

Hier ist unse­re Video-Zusam­men­fas­sung unse­rer Zeit in Aus­tra­li­en:

Aus­tra­li­en – Road­trip von Cairns nach Dar­win

Die­ses Video anse­hen auf You­Tube.