aktualisiert Mai 2019

Magnetic Island vor Townsville ist eine der vielen schönen Inseln vor der Ostküste. Zuerst hatten wir nur einen Tagesausflug dorthin geplant, da die Fähre für das Auto normalerweise sehr teuer ist. Aber wir haben Glück: es gibt gerade ein Sonderangebot für den halben üblichen Preis und so darf unser Campervan Kermit mit auf die Insel und wir können dort übernachten.

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Blick vom Meer auf Magentic Island.

Auf dem Weg nach Magnetic Island.

Ankunft auf Magnetic Island

In Nellie Bay rollen wir von der Fähre und fahren zunächst nach Picnic Bay im Süden der Insel. Auch hier finden sich die mächtigen Fig Trees, in deren Schatten wir am Strand picknicken.

Der schöne Strand zieht uns eine ganze Weile in seinen Bann. Wir liegen im weichen Sand, baden im warmen Meer und hoffen, dass Würfelquallen wissen, dass sie jetzt noch keine Saison haben. 

heller Sandstrand mit Palmen und blauem Meer.

Traumstrand

langer Holzsteg führt hinaus ins Meer.

Jetty in Picnic Bay

Schließlich müssen wir uns doch von dem faulen Strandleben losreißen, denn wir wollen noch Koalas sehen. So machen wir uns auf den Weg Richtung Norden. Wir fahren durch Nelly Bay und Arcadia, bis wir eine Gabelung der Straße erreichen. Geradeaus führt die asphaltierte Straße weiter Richtung Horseshoe Bay. Wir parken Kermit und schlagen den Schotterweg ein, der Richtung The Forts ausgewiesen ist.

Auf der Suche nach Koalas

Blaues Schild mit stilisiertem Koala.

Hier entlang Richtung Koalas.

Ein Wanderweg führt hinauf zu einem Gipfel, auf dem im Zweiten Weltkrieg Befestigungsanlagen errichtet wurden. Auf diesem Weg soll man die größten Chancen haben, einen der freilebenden Koalas zu sichten.

Den Blick in die Baumwipfel geheftet kommen wir nur langsam voran. Als wir das Fort erreichen, haben wir immer noch keinen Koala gesehen. Ein steiler Pfad, teils mit in den Fels gehauenen Stufen führt als Rundweg einmal um den Gipfel. Ganz oben steht die ehemalige Telegrafenstation, von der aus wir einen 300 Grad Blick auf die Insel haben. 

Gina steht am Geländer und blickt über Magnetic Island bis zum Meer.

Tolle Ausblicke von der alten Telegraphenstation auf Magnetic Island.

Blick auf grüne Hügel und eine Bucht am Meer.

noch mehr Aussicht….

Etwas enttäuscht, dass wir keinen Koala gesehen haben, machen wir uns auf den Rückweg.

Marcus verkündet, dass er nun nicht mehr nach Koalas Ausschau halten wird. Wenige Minuten später niest es – von oben. Und da ist er: unser erster Koala!

Hoch oben in einer Astgabel eines Eucalyptusbaums sitzt er und guckt zu uns runter. Was für ein Glück, nicht nur einen Koala, sondern sogar einen wachen Koala gefunden zu haben! Etwa 20 Stunden am Tag verbringt der plüschige Kleine nämlich im Schlaf, zu einer Pelzkugel zusammengerollt. Dieser hier ist offensichtlich zur spätnachmittäglichen Nahrungsaufnahme aufgewacht, bewegt seine Beinchen, wechselt die Position. Nachdem wir reichlich Fotos geschossen haben, treten wir völlig verzückt den Rückweg an. 

Koala im Baum.

Da isser!

Lautstarke Tierwelt

Am frühen Abend ertönen merkwürdige Geräusche aus dem dunklen Wald neben unserem Campingplatz. Ein sehr lautes Grunzen, fast wie von einem Wildschwein. Oder doch eine misstönende Luftpumpe? Wir können es nicht einordnen. Die benachbarten Camper beginnen, mit einer Taschenlampe die Bäume abzuleuchten. Sie klären uns auf: das Geräusch ist der typische Ruf eines Koalas. Wer hätte gedacht, dass so kleine Tiere so einen Krach machen können! 

Apropos Krach: auf Magnetic Island begegnen wir auch endlich dem Kookaburra, auch Lachender Hans genannt. Der Vogel aus der Familie der Kingfisher ist für sein ansteckendes Gelächter bekannt, das er gerne zur Abenddämmerung erklingen lässt. Leider auch zur Morgendämmerung. Deshalb heißt er auch Bushman’s Clock, weil er einen Wecker überflüssig macht.  

Ein Kookaburra sitzt auf einem Ast.

Kookaburra

Besuch im Koala Sanctuary

Der Höhepunkt unseres Aufenthalts auf Magnetic Island ist der Besuch des Koala Sanctuary, wo nicht nur Koalas, sondern viele andere Tiere des tropischen Nordens eine Zeit lang oder auf Dauer gepflegt werden.

Mehrere Koalas sitzen in ihren Eucalyptusästen, manche schlafende Fellknäuel, andere fleißig mampfend. 

Koala sitzt auf einem Ast.

Schlafen und Essen sind die Hauptbeschäftigungen eines Koalas.

Marcus küsst einen schwarzen Kakadu, wir dürfen ein Salzwasserkrokodilbaby, große Eidechsen und eine zehn Kilo schwere Python halten.

Und dann: diesen süßen, puscheligen, purzeligen, niedlichen, entzückenden kleinen grauen Gesellen auf den Arm nehmen. Warm, weich und ziemlich lethargisch hängt die kleine Pebbles an uns und lässt sich geduldig fotografieren. Was für ein toller Moment!

Gina und Marcus halten einen Koala.

Da strahlen unsere Augen.

Rock Wallabies auf Magnetic Island

An unserem letzten Tag auf Magnetic Island haben wir vor der Abfahrt der Fähre noch Zeit, einen Abstecher nach Alma Bay zu machen.

Dort treffen wir ein paar schlaflose Rockwallabies an.

Wallaby mit Kind im Beutel.

Rock-Wallaby-Mama mit Kind.

Normalerweise sind die kleinen Beuteltiere nur in der Dämmerung aktiv. Da sie an dieser Stelle aber oft von Touristen gefüttert werden, haben einige von ihnen anscheinend ihren Rhythmus umgestellt. Wir füttern sie allerdings nicht, da für sie wie für alle Wildtiere das Füttern nicht gut ist, sondern freuen uns nur über die kleinen neugierigen Tierchen.    

Infos zu Magnetic Island

Hinkommen

Es gibt von Townsville aus zwei Fährlinien nach Magnetic Island.

  • Sealink fährt bis zu 18 x/Tag, nur für Passagiere. Hin- und Rückfahrt 30 AUD.
  • Magnetic Island Ferries, 7x/Tag, Passagiere 28 AUD Hin- und Rückfahrt, Autos 206 AUD, Reservierung nötig.
weiße Fähre im Hafen von Magnetic Island.

Magnetic-Island-Fähre

Dein Fahrzeug kannst du am Breakwater Terminal, wo die Fähren abfahren, gegen Gebühr abstellen.

Rumkommen

Magnetic Island ist nicht groß. Wenn du ohne eigenes Fahrzeug anreist, kommst du gut mit dem öffentlichen Bus über die Insel. Er verkehrt von 6 Uhr morgens bis um 22 Uhr.

Alternativ kannst du dir ein Fahrrad oder Auto ausleihen.

Entlang der Ostküste von Magnetic Island zieht sich die einzige Straße. Vier kleine Orte gibt es hier. Von Süd nach Nord sind das Picnic Bay, Nelly Bay, Arcadia und Horseshoe Bay.

Unterkünfte

An Unterkünften dürfte auf Magnetic Island kein Mangel bestehen. In allen vier Orten gibt es Übernachtungsmöglichkeiten, vom Backpacker Hostel bis zu Appartements.

Auf Booking* wirst du sicher fündig werden.

Wir haben auf dem Campingplatz des Bungalow Bay Koala Village* übernachtet.

Grüner Campervan steht zwischen großen Bäumen.

Kermit auf dem Camp von Bungalow Bay Koala Village.

Aktivitäten auf Magnetic Island

Auf Magnetic Island kannst du jede Menge Outdoor-Aktivitäten machen. Ob Schnorcheln, Tauchen, Wandern, Reiten, Kajak fahren und verschiedene andere Wassersportarten – hier ist für jeden etwas dabei.

Die schönsten Strände auf Magnetic Island:

  • Picnic Bay mit dem langen Holzsteg
  • Nelly Bay mit einem vorgelagerten Korallenriff
  • Alma Bay bei Arcadia, ebenfalls mit Korallenriff
  • Horseshoe Bay, der größte Strand auf Magnetic Island

Zum Koala-Beobachten verlässt du hinter Arcadia die Straße nach Horseshoe. Ein für Autos verbotener Abzweig führt Richtung Florence Bay und The Forts. Es geht etwa anderthalb Kilometer aufwärts durch Eukalyptuswald. Ganz oben sind die ehemaligen Befestigungsanlagen, die zum Schutz gegen eine japanische Invasion gebaut wurden.

Hautnah erlebst du Koalas und viele andere tropische Tiere im Bungalow Bay Koala Village.

  • Touren um 10, 12 und 14:30 Uhr
  • Eintritt 30 AUD
  • Koala halten inklusive Foto: 25 AUD