Fast schon ein wenig spät für einen Jah­res­rück­blick sind wir dran. Den­noch fin­de ich es immer schön, Bilanz zu zie­hen und das ver­gan­ge­ne Rei­se­jahr Revue pas­sie­ren zu las­sen. Tra­di­tio­nell mache ich das meist erst am Sil­ves­ter­abend und so kommt unser Jah­res­rück­blick erst jetzt.

Welt­rei­se

Unser Rei­se­jahr begann mit dem let­zen Vier­tel unse­rer ein­jäh­ri­gen Welt­rei­se.

Das Jahr 2017 begrüß­ten wir in Bagan in Myan­mar. In bud­dhis­ti­schen Län­dern wird das neue Jahr erst im April gefei­ert und Myan­mar ist noch nicht so tou­ris­tisch, so dass die gro­ße Sil­ves­ter­sau­se aus­blieb. Wir fan­den ein klei­nes Lokal, das von einem deutsch-myan­ma­ri­schen Ehe­paar geführt wird, die eine klei­ne Sil­ves­ter­fei­er ver­an­stal­te­ten. Dafür stan­den wir nachts um zwei vor dem ver­schlos­se­nen Tor unse­res Hotels. Wie wir das Pro­blem meis­ter­ten, kannst du in unse­rem Bagan-Arti­kel nach­le­sen.

Tempel in Bagan

Tem­pel, wohin man blickt in Bagan

Wei­ter fuh­ren wir mit dem Schiff von Bagan nach Man­da­lay, unter­nah­men eine zwei­tä­gi­ge Trek­king­tour von Kalaw zum Inle-See und reis­ten schließ­lich ins zau­ber­haf­te Mrauk U im Wes­ten des Lan­des.

Nach so viel Rum­rei­sen stand uns der Sinn zunächst nach ein paar ent­spann­ten Tagen. Daher leg­ten wir ein paar Strand­ta­ge auf der thai­län­di­schen Insel Koh Chang ein. Von dort ging es auf dem Land­weg nach Phnom Penh in Kam­bo­dscha, eine aben­teu­er­lich inter­es­san­te Rei­se.

Kam­bo­dscha bereis­ten wir zusam­men mit Toch­ter Vic­to­ria und Freun­din Elke. Neben dem obli­ga­to­ri­schen Besuch von Ang­kor Wat reiz­ten uns viel mehr die klei­ne­ren unbe­kann­ten Orte. Dort tra­fen wir freund­li­che Men­schen und streif­ten durch inter­es­san­te Tem­pel­rui­nen, die in ihrer Ein­sam­keit sehr bezau­bernd wirk­ten.

von Baumwurzeln überwucherter Tempel in Banteay Chhmar

Ban­teay Chh­mar

In Laos ver­ließ uns lang­sam unse­re Ener­gie, so dass wir sehr gechillt den letz­ten Monat unse­rer Welt­rei­se dort ver­brach­ten. Bei den 4000 Inseln blie­ben wir fast eine Woche hän­gen, das ver­schla­fe­ne Cham­pasak hat es uns auch sehr ange­tan. Dem Rum­mel in Vang Vieng begeg­ne­ten wir in unse­rem Faul­tier-Modus. In Gedan­ken beschäf­tig­ten wir uns schon oft damit, wie es zu Hau­se sein wür­de. Wür­den wir in unser altes Leben zurück­fin­den oder schwer am Rück­kehr-Blues lei­den?

Der end­gül­ti­ge Abschluss unse­rer Welt­rei­se war eine Woche in Hanoi. Die quir­li­ge Stadt hat uns sehr gefal­len. Nach vier Mona­ten in Süd­ost­asi­en waren wir auch abge­klärt genug, um mit dem legen­dä­ren Stra­ßen­ver­kehr zurech­zu­kom­men.

Good old Ger­ma­ny

Seit Ende März sind wir wie­der zu Hau­se. Der Kul­tur­schock nach der Rück­kehr fiel gerin­ger aus als erwar­tet. Im Gegen­teil, wir ent­deck­ten durch­aus posi­ti­ve Sei­ten, die wir an Deutsch­land lie­ben.

Mar­cus nahm im April sei­ne alte Tätig­keit wie­der auf, bei der er ein Jahr Son­der­ur­laub für die Welt­rei­se erhal­ten hat­te. Es gelang ihm weit­ge­hend, die auf der Rei­se gewon­ne­ne Gelas­sen­heit auch im Arbeits­all­tag zu bewah­ren.

Da ich mei­ne Stel­le gekün­digt hat­te, habe ich das rest­li­che Jahr noch zu Hau­se ver­bracht. Ich habe mich nach inter­es­san­ten Arbeits­stel­len umge­se­hen, ein paar Bewer­bun­gen geschrie­ben und ansons­ten fest­ge­stellt, dass ich mich gut sel­ber beschäf­ti­gen kann. So blieb noch Zeit, am Blog zu fei­len.

Das Rei­se­b­log­ger-Bar­camp in Bre­men im April war ein tol­les Tref­fen, an dem wir vie­le ande­re Rei­se­b­log­ger per­sön­lich ken­nen­ge­lernt haben und eini­ges an Tech­ni­ken und Tricks lern­ten.

Bremen Reiseblogger Barcamp Roland

Bre­mer Roland

Auch die nächs­ten Mona­te stan­den im Zei­chen von Kurz­tripps in Deutsch­land. Ich besuch­te Vic­to­ria in Erlan­gen und wir mach­ten ein paar schö­ne Aus­flü­ge in die Frän­ki­sche Schweiz. Ende Mai fand das Rei­se­b­log­ger­tref­fen in der Grü­nen Haupt­stadt Essen statt. Wir lern­ten Parks und Indus­trie­kul­tur ken­nen.

Im Juli nutz­ten wir ein Wochen­en­de mit som­mer­li­chem Wet­ter, um zwei Etap­pen des Rhein­steigs zu wan­dern. Der Mit­tel­rhein bot die herr­li­che Kulis­se dazu.

Schon zwei Wochen spä­ter ging es nach Stutt­gart. Eine Fami­li­en­fei­er dort war Grund genug, den Besuch zu ver­län­gern. So konn­ten wir das Mer­ce­des-Muse­um besich­ti­gen und eine Wein­berg­wan­de­rung  unter­neh­men.

Anfang August stand das nächs­te Rei­se­b­log­ger­tref­fen auf dem Plan, dies­mal in Han­no­ver. Das Masch­see­fest fand statt, doch mehr hat uns die his­to­ri­sche Alt­stadt Han­no­vers bezau­bert.

Ein wei­te­res Wochen­en­de in Spey­er mit Besuch des Tech­nik­mu­se­ums run­de­te unse­re Deutsch­land-Wochen­end-Rei­sen ab.

Bel­la Ita­lia

Anlass für unse­re Ita­li­en­rei­se im Sep­tem­ber war die Blog­ger-WG in der Emi­lia Roma­gna. In einem alt­ehr­wür­di­gen Stein­haus mit­ten im Nir­gend­wo tra­fen wir uns mit meh­re­ren Rei­se­b­log­gern, um in die Grund­la­gen von SEO ein­ge­weiht zu wer­den. Dane­ben blieb genug Zeit für Spa­zier­gän­ge in der Natur und Aus­flü­ge, wie in die rei­zen­de Stadt Par­ma.

Fassade des Doms von Parma

Der Dom von Par­ma

Die Rei­se in die Emi­lia Roma­gna mach­ten wir zu einem Road­trip, der uns in der Woche davor an den Lago Mag­gio­re und nach Mai­land führ­te. Wir genos­sen die mil­den Herbst­tem­pe­ra­tu­ren und das köst­li­che ita­lie­ni­sche Essen sehr.

Herbst- und Win­ter­fluch­ten

Rela­tiv spon­tan ent­schloss ich mich, zusam­men mit Vic­to­ria im Okto­ber nach Jor­da­ni­en zu rei­sen. Vic­to­ria hat­te zum Novem­ber ihre ers­te Arbeits­stel­le gefun­den und woll­te vor­her noch­mal Urlaub machen. Da ist man als lie­ben­de Mut­ter natür­lich ger­ne bereit…

Mit dem Miet­wa­gen erkun­de­ten wir das Land, was sich als erstaun­lich ein­fach her­aus­stell­te. Unser per­sön­li­ches High­light waren die Tage und Näch­te im Bedui­nen­camp in Wadi Rum. Wir lie­ben die­se schrof­fe Wüs­ten­land­schaft mit den war­men Far­ben. Selbst­ver­ständ­lich war auch die berühm­te Fel­sen­stadt Petra sehr beein­dru­ckend.

Wüstenlandschaft im warmen Abendlicht

Wüs­te im Wadi Rum

Eine wei­te­re Win­ter­flucht führ­te uns im Dezem­ber nach Fuer­te­ven­tu­ra. Aus Gerech­tig­keits­grün­den. Unse­re zwei­te Toch­ter Jori­na trat Mit­te Dezem­ber eben­falls ihre ers­te Arbeits­stel­le an. Und natür­lich soll­te ihr auch noch ein Urlaub in der Son­ne ver­gönnt sein.

Und was kommt 2018?

Ehr­lich gesagt, wir wis­sen es noch nicht. Wir haben schon mal mit Süd­afri­ka, Nami­bia oder Bots­wa­na gelieb­äu­gelt. Ver­mut­lich wird es aber mit der Urlaubs­zeit nicht hin­hau­en.

Im Moment über­le­gen wir, im Mai irgend­wo in süd­li­che Gefil­de zu rei­sen. Auf das genaue Ziel haben wir uns noch nicht fest­ge­legt. Nach einem Jahr Welt­rei­se, in dem wir stän­dig sehr spon­tan ent­schie­den haben, wann es wohin geht, fällt uns das Pla­nen für grö­ße­re Zeit­ab­stän­de noch schwer.

Also lass dich über­ra­schen, wohin es uns 2018 zieht!

Hast du schon Plä­ne? Ger­ne kannst du sie in die Kom­men­ta­re schrei­ben. Inspi­ra­ti­on ist uns immer will­kom­men.