Nach den chilligen Tagen in Don Det geht es weiter Richtung Norden nach Champasak. Pünktlich werden wir vom Boot in Don Det abgeholt. Am Steilufer verlier ich kurz das Gleichgewicht, mein Rucksack zieht mich hintenüber. Pardauz, sitze ich auf dem Hintern! Unsere Klamotten sind schon seit Wochen nur noch staubig, da kommt es auf das eine Mal mehr im Dreck sitzen auch nicht mehr an. Sowieso lege ich weniger Wert auf Äußeres, je ländlicher wir unterwegs sind. Ob Kleidung, Rasur oder Frisur, die Wichtigkeit der Dinge verschiebt sich zu den inneren Werten.

Einfache Fähre als Holzboot.

Noch sind wir alleine auf der Fähre

Von Don Det nach Champasak

Das Boot fährt natürlich nicht für uns alleine, es macht noch an mehreren Hotels halt, um Touristen einzusammeln. Am Ufer des Festlands angekommen, laufen wir den staubigen Weg hoch zum Busbahnhof. Die Dame am Ticketschalter händigt uns unsere Fahrkarten aus und deutet an, dass wir warten sollen. Wir sind es mittlerweile gewohnt, solchen Anweisungen zu folgen ohne zu wissen, was danach kommt. Aber es ist bisher immer gutgegangen, wird es jetzt auch. Während Gina noch schnell zum Geldautomaten flitzt, halte ich das Gepäck im Auge und beobachte, wann welcher Bus beladen wird.  Kurze Zeit später, wir sind gerade dabei, ein Sandwich zu essen, erschallt der Ruf: Pakse!! Das ist unser Bus. Um uns herum springen Wartende auf, endlich geht’s auch für uns los.

Boot mit Rollerfahrer als Passagier.

Immer wieder muss der Mekong überquert werden

Die Fahrt nach Champasak dauert nur wenige Stunden. Er hält jedoch am gegenüberliegenden Ufer, da hier die Hauptstraße entlang geht. Daher dürfen wir zusammen mit einem anderen deutschen Paar und einer Französin den Mekong wieder mit dem Boot überqueren.

Auf der anderen Seite erwarten uns keine Tuktuks, sondern richtige Auto-Taxis. Wir lassen uns zusammen mit der Französin zum Guesthouse des Taxifahrers bringen. Schnell steht für uns fest, hier gefällt uns es nicht. Der Ort ist überschaubar, so schnallen wir unsere Rucksäcke auf und suchen weiter nach einer Bleibe. Die ist dann auch schnell gefunden.

Straße in Champasak.

Idyllisches Champasak

Rostiges Tuktuk.

Oldtimer oder Heritage?

Champasak ist zwar klein, aber doch bedeutend. Zumindest war es das, als es Hauptstadt des gleichnamigen Königreichs war. Außerdem ist sie das Tor zu Vat Phou, einer der bedeutendsten Tempelanlagen aus der frühen Khmer-Zeit. Als weiteres Highlight wird in Champasak jede Woche ein Schattenfiguren-Theaterstück aufgeführt. Also gibt es für einige Tage genug zu tun.

Einen Tag schauen wir uns im Ort um. Wir wollen wissen, in welchen Gebäuden der König bis weit ins 20. Jahrhundert gelebt hat, bevor der Königssitz verlegt wurde. Die Villen für ihn und seine Verwandten sind in keinem guten Zustand. Wir sehen zwar, dass diese recht groß sind, aber nicht wirklich schön.

Champasak Villa.

Die Villa des königlichen Bruders

Bauruine des Königspalasts in Champasak.

Der nie fertiggestellte Palast des Königs

Mit klapprigen Leihrädern fahren wir zum nahegelegenen farbenfrohen Tempel. Das alte Gebäude ist leider verschlossen, doch können wir uns im neuen Teil des Wats umsehen.

Bunter Tempel.

Ein prächtiger Tempel

Decke mit bunten Mandalas.

Farbenfrohe Decke im Innern des Tempels

Gina und Marcus barfuß im Tempel.

Habt ihr auch eure Schuhe ausgezogen? Na klar doch!

Angkorianischer Tempel Vat Phou

Das Highlight heben wir uns für den nächsten Tag auf. Wir fahren mit einem Motorroller zum Vat Phou. Der Tempelkomplex gilt als UNESCO Welterbe-Stätte. Im Vergleich zu Angkor gibt es hier wesentlich weniger Touristen. Die Anlage begeistert uns. Vom eigentlichen Tempel oben am Hügel hat man eine fantastische Aussicht.

Am oberen Ende der hohen Tempeltreppe.

Wunderschöne Aussicht

Steinerner Tempel mit bröckelndem Dach.

Romantischer Tempeleingang

Mönch in leuchtendem Orange mit Sonnenschirm.

Farbenfroher Mönch

Laotisches Schattentheater

Abends besuchen wir das Champasak Shadow Puppet Theater, das unter Leitung eines Franzosen zweimal die Woche eine Open-Air Vorstellung gibt. Man sitzt auf Kissen oder Stühlen unter Bäumen vor einer großen Leinwand und es wird laotische Live-Musik gespielt. Das ganze Theaterstück wird auf laotisch aufgeführt, jedoch bekommen wir vor Beginn eine englische Einführung.

Leinwand mit Schattenfiguren.

Szene aus dem Schattentheater

Es wird ein lustiger und interessanter Abend.