Spa­zier­gang in Erlan­gen

Frän­ki­sche Schweiz im Früh­ling – das ist doch eine gute Idee. Ich nut­ze die Gele­gen­heit, dass mei­ne Toch­ter, nach­dem sie ihr Stu­di­um been­det hat, noch in Erlan­gen wohnt. Bei herr­li­chem Son­nen­schein kom­men wir in der frän­ki­schen Stadt an und nut­zen das schö­ne Wet­ter zu einem Spa­zier­gang. Der Schloss­park ist ganz in der Nähe. Fröh­lich leuch­ten die vie­len bun­ten Blu­men in den Bee­ten.

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Früh­lings­blu­men im Schloss­park

Fami­li­en und Stu­die­ren­de bevöl­kern die Bän­ke und die Gras­flä­chen und genie­ßen den Früh­ling. Quer durch das Gelän­de der Uni­kli­nik errei­chen wir die Schwa­bach und fol­gen dem Weg ent­lang ihres Ufers.

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Wie­se an der Schwa­bach

Der Meil­wald in Erlan­gen

Der Wet­ter­be­richt ver­heißt für den 1. Mai zunächst noch Son­ne, spä­ter soll es sich zuzie­hen und reg­nen. Also sehen wir zu, dass wir recht­zei­tig los­kom­men. Wir unter­neh­men eine klei­ne Wan­de­rung durch den Meil­wald. Erlan­gen und Umge­bung sind im Gegen­satz zur eigent­li­chen Frän­ki­schen Schweiz recht eben, doch hier gibt es eini­ge Stei­gun­gen zu bewäl­ti­gen. Daher ist der Meil­wald auch bei Moun­tain­bi­kern beliebt.

Fränkische Schweiz erlangen Meilwald

Im Meil­wald

Auf dem höchs­ten Punkt, dem Raths­berg, ange­kom­men bie­tet sich eine wei­te Aus­sicht über die Hügel der Frän­ki­schen Schweiz. Bei kla­rem Wet­ter soll man sogar bis zum Wal­ber­la schau­en kön­nen. So klar ist es lei­der nicht, aber die Aus­sicht ist den­noch schön. Wir been­den unse­re Run­de recht­zei­tig, bevor am Nach­mit­tag der vor­her­ge­sag­te Regen ein­setzt.

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Die Son­ne gut genutzt

Regen­pro­gramm in Nürn­berg

Lei­der ist es nun erst­mal vor­bei mit Früh­ling. Grau­er Him­mel, Regen und kal­ter Wind las­sen uns nach einem Indoor-Pro­gramm suchen. Das fin­den wir in Nürn­berg. Eine Füh­rung durch die Fel­sen­kel­ler unter der Burg ist genau das rich­ti­ge. Hier ist es ganz­jäh­rig um die 10 Grad, was uns im Som­mer nicht sehr attrak­tiv erschien. Beim jet­zi­gen Wet­ter sind wir eh warm ange­zo­gen und daher für die Füh­rung gerüs­tet. Bis zum Beginn der Füh­rung machen wir es uns in einem nahe­ge­le­gen Café gemüt­lich.

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Café im fran­zö­si­schen Stil, mal nicht frän­kisch

Der Gui­de erklärt sehr leb­haft und unter­halt­sam die Geschich­te der Fel­sen­gän­ge. Ab dem 15. Jahr­hun­dert wur­den sie in mühe­vol­ler Arbeit aus dem Unter­grund geschla­gen. Die zahl­rei­chen Braue­rei­en benö­tig­ten Platz zur Lage­rung ihrer Bier­fäs­ser. Offen­sicht­lich brumm­te das Geschäft, denn bald reich­te der Kel­ler nicht mehr aus. Also wur­de wei­ter in die Tie­fe gegra­ben, bis letzt­end­lich vier Stock­wer­ke unter­ein­an­der ent­stan­den.

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Recht schumm­rig ist es in den Fel­sen­gän­gen

Mit Eis, das im Win­ter aus Wei­hern und Flüs­sen geschla­gen wur­de, wur­den die Kel­ler zusätz­lich gekühlt. Ein aus­ge­klü­gel­tes Sys­tem sorg­te für Belüf­tung. Das durch den porö­sen Stein des Burg­bergs trop­fen­de Regen­was­ser wur­de in Rin­nen gesam­melt und als Trink­was­ser ver­wen­det.

Nach der Erfin­dung des Kühl­schranks benö­tig­ten die Braue­rei­en die Fel­sen­kel­ler nicht mehr. Eine Zeit­lang wur­den sie von einem Her­stel­ler von ein­ge­leg­ten Gur­ken genutzt. Der erfand eine Gur­ken­rut­sche, damit nicht alles über die stei­len Trep­pen nach unten getra­gen wer­den muss­te. Beim Hoch­schaf­fen war aber ver­mut­lich Mus­kel­kraft gefragt.

Zuletzt spiel­ten die Fel­sen­gän­ge eine wich­ti­ge Rol­le im Zwei­ten Welt­krieg, als sie der Nürn­ber­ger Bevöl­ke­rung als Luft­schutz­kel­ler dien­ten.

Abge­run­det wird die Füh­rung durch einen Blick in die Braue­rei, die immer noch an die­ser Stel­le in Betrieb ist. In den letz­ten Jah­ren kam als neu­es Stand­bein eine Whis­key­bren­ne­rei hin­zu. Im Lager reift der Whis­key für meh­re­re Jah­re in Eichen­fäs­sern.

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Whis­key­fäs­ser

Zum Abschluss des Tages besu­chen wir das cey­lo­ne­si­sche Restau­rant Bam­boooh. Wir ent­schei­den uns für eine Aus­wahl ver­schie­de­ner vege­ta­ri­scher Cur­rys, die uns super gut schme­cken.

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Lecker!

Soll­test du an einem schö­nen Tag in Nürn­berg sein, lohnt es sich, die vie­len zau­ber­haf­ten Brü­cken in Nürn­berg anzu­schau­en. Die High­lighs stellt Susan­ne in dem ver­link­ten Bei­trag auf ihrem Blog „Von Ort zu Ort rei­sen” vor.

Lohen­grin-Ther­me in Bay­reuth

Ein wei­te­rer Schlecht­wet­ter­tag ist wie gemacht für einen Besuch in der Ther­me. Im Gut­schein­buch von clever365 ist auch ein Besuch der Lohen­grin-Ther­me in Bay­reuth ent­hal­ten. Bay­reuth liegt etwa eine Stun­de Auto­fahrt von Erlan­gen ent­fernt. Die bewal­de­ten Hügel, grü­nen Wie­sen und gel­ben Raps­fel­der der Frän­ki­schen Schweiz kom­men lei­der bei dem grau­en Wet­ter nicht rich­tig zur Gel­tung.

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Lohen­grin-Ther­me in Bay­reuth

Nach ein biss­chen Irr­fahrt wegen einer Groß­bau­stel­le in Bay­reuth errei­chen wir schließ­lich die Lohen­grin-Ther­me. Der Gut­schein gewährt uns Ein­tritt für uns bei­de für den Preis für eine Per­son. Die Ther­me ist hell und freund­lich, aller­dings mit deut­li­chem Schwimm­bad­cha­rak­ter. Es gibt ein 25-Meter-Außen­be­cken, in dem wir erst mal eini­ge sport­li­che Bah­nen zie­hen.

Im Innen­raum gibt es ein gro­ßes Becken mit ver­schie­de­nen Mas­sa­ge­s­prud­lern, einen Whirl­pool, einen Strö­mungs­ka­nal und noch ein rela­tiv gro­ßes The­ra­pie­be­cken. Außer­dem ein Dampf­bad mit Tauch­be­cken.

Wir nut­zen kos­ten­lo­se Ange­bo­te wie Aqua-Sound, wobei man ent­spannt im war­men Was­ser treibt und Unter­was­ser­mu­sik lauscht und Aqua-Gym. Nach­dem wir uns in der Cafe­te­ria der Ther­me gestärkt haben, wech­seln wir in den Sau­na­be­reich.

Hier fin­den wir vie­le ver­schie­de­ne Sau­nen und noch ein Dampf­bad. Es wer­den regel­mä­ßig Auf­güs­se ange­bo­ten. Einen Außen­be­reich gibt es auch, der bei Regen aber nicht so ver­lo­ckend war.

Nach einem sehr ent­span­nen­den Tag keh­ren wir, beglei­tet von pras­seln­dem Regen, zurück nach Erlan­gen.

Wan­dern in der Frän­ki­schen Schweiz 

Auch der dicks­te Regen endet mal. Am Sams­tag lacht die Son­ne bei früh­lings­haf­ten Tem­pe­ra­tu­ren. End­lich das rich­ti­ge Wet­ter für unse­re geplan­te Wan­de­rung! Aber zuerst machen wir eine Run­de über den Floh­markt auf dem Boh­len­platz. Hier herrscht bun­tes Trei­ben und ein typi­sches Floh­markt-Ange­bot von über­wie­gend pri­va­ten Händ­lern.

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Floh­markt auf dem Boh­len­platz

Hüb­sche Klei­nig­kei­ten auf dem Floh­markt

Unse­re Wan­de­rung star­ten wir bei Kalch­reuth, einem klei­nen Ort in der Nähe, der für sei­ne vie­len Kirsch­bäu­me bekannt ist. Es gibt sogar einen Kirsch­blü­ten-Pan­ora­ma­weg.

Lei­der ist die Kirsch­blü­te schon vor­bei. Den­noch ist eini­ges an Spa­zier­gän­gern auf dem Kirsch­blü­ten­weg unter­wegs. Wir haben uns eine ande­re Run­de aus­ge­sucht und ver­las­sen bald die Ort­schaft.  Hier ist kaum noch jemand unter­wegs, wir haben den Weg und die Land­schaft für uns.

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Fel­der und blau­er Him­mel

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Wir fol­gen der Jakobs­mu­schel

Auf einer Etap­pe des Jakobs­weg wan­dern wir über Fel­der und durch Wald bis zum Kreuz­wei­her. Dort fin­den wir eine Bank, auf der wir uns für unse­ren Mit­tags­im­biss nie­der­las­sen.

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Der Kreuz­wei­her

Wei­ter geht es auf gut gekenn­zeich­ne­ten Wegen durch die Wäl­der. Ein gro­ßes Schild warnt vor dem Ver­las­sen der Wege, da hier Übungs­ge­biet der ame­ri­ka­ni­schen Trup­pen war. Im Wald kön­nen noch explo­si­ve Res­te von Muni­ti­on vor­han­den sein. Erin­nert uns ein biss­chen an Laos, nur dass dort das Risi­ko sicher ungleich höher ist.

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Im Wald

Lich­te, hell­grü­ne Laub­wäl­der wech­seln sich mit hohen Lär­chen und Föh­ren ab. Nied­ri­ge Blau­beer­sträu­cher brei­ten sich wie ein grü­ner Tep­pich unter den Bäu­men aus. Der Weg führt als brei­ter Forst­weg schnur­ge­ra­de durch den Wald und ist ein wenig ein­tö­nig.

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Brei­ter Forst­weg durch den Wald

Irgend­wann beginnt der sanf­te Auf­stieg zu der Höhe der Win­ter­lei­te. Wir über­que­ren sie teils auf schma­len, wild­ro­man­ti­schen Pfa­den und kom­men an ein paar Find­lin­gen vor­bei, die skur­ri­le For­ma­tio­nen bil­den.

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Der Jung­fern­sitz: Wild­ro­man­ti­sche Fels­for­ma­tio­nen im Wald

Schließ­lich errei­chen wir über die Höhe des Kirsch­blü­ten­wegs nach drei­ein­halb Stun­den wie­der unse­ren Aus­gangs­punkt.

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Kirsch­bäu­me – auch nach der Blü­te noch ein­drucks­voll

 

Wei­te­re Infos:

Über Nürn­berg fin­dest du einen sehr schö­nen Bericht auf Kat­jas Blog Well­s­pa­Por­tal.

Öff­nungs­zei­ten, Prei­se und ande­re Infos zur Lohen­grin-Ther­me fin­dest du auf die­ser Sei­te.

Ver­schie­de­ne Wan­der­rou­ten rund um Kalch­reuth sind auf der Home­page des Ortes auf­ge­führt.      

Mit den Aus­flugs­tipp rund um Erlan­gen betei­li­ge ich mich an der Blog­pa­ra­de „Aus­flugs­zie­le fürs Wochen­en­de”, zu der Kat­ja auf ihrem Blog Well­S­pa-Por­tal auf­ruft.