So, nun ist sie vor­bei, unse­re Welt­rei­se. Am 23. März in den frü­hen Mor­gen­stun­den sind wir in Frank­furt gelan­det.

356 Tage – 4 Kon­ti­nen­te – 14 Län­der (drei davon als Tages­aus­flug)

Weltreise Route

Unse­re Rou­te um die Welt

Wege und Woh­nun­gen 

Wir haben 55.860 Kilo­me­ter mit inter­na­tio­na­len Flü­gen hin­ter uns gebracht, 6.860 Kilo­me­ter mit Inlands­flü­gen. In Süd­ame­ri­ka und Süd­ost­asi­en haben wir uns 11.970 Kilo­me­ter mit Bus­sen schau­keln las­sen, in Aus­tra­li­en und Neu­see­land hat uns unser treu­er Cam­per­van Ker­mit 12.560 Kilo­me­ter beglei­tet.

Weltreise

Mit Ker­mit durchs Out­back

Mit dem Zug waren es 910 Kilo­me­ter, mit dem Schiff in Myan­mar geschätz­te 300 Kilo­me­ter. Und auch zu Fuß haben wir eine Etap­pe bewäl­tigt, die 35 Kilo­me­ter von Kalaw zum Inle See. Unge­zählt sind die vie­len Kilo­me­ter, die wir jeweils vor Ort gelau­fen sind.

Weltreise Schuhe

Die Schu­he haben deut­li­che Gebrauchs­spu­ren davon­ge­tra­gen

Über­nach­tet haben wir in 14 Airb­nb-Woh­nun­gen, 54 Hos­tels, Hotels oder Guest­houses, auf 56 Cam­ping­plät­zen und zwei­mal bei Freun­den. Natür­lich waren da auch mal Unter­künf­te dabei, von denen wir dach­ten: „Naja, nur so mit­tel­schön.” Einen tota­len Rein­fall gab es aller­dings nie.

Weltreise

Zim­mer mit Veran­da

Was uns das alles gekos­tet hat, wer­den wir euch dem­nächst ver­ra­ten.

Shit hap­pens 

Auch von Miss­ge­schi­cken bleibt man auf so einer Rei­se nicht ver­schont. Dazu zäh­len Krank­hei­ten und Unfäl­le:

Erkäl­tung: 3 (2x Mar­cus, 1x Gina)

leich­te Durch­fall­erkran­kung: 2 (gerecht ver­teilt)

fie­ber­haf­ter Infekt: 1 (Gina)

Stür­ze: 3 (2x Gina, 1x Mar­cus)

Zum Glück ging alles glimpf­lich aus, ein Arzt­be­such war nicht nötig. Dafür muss­ten wir in Aus­tra­li­en und Neu­see­land je ein­mal einen Arzt auf­su­chen, um unse­re ver­schrei­bungs­pflich­ti­gen Medi­ka­men­te auf­zu­sto­cken. Mit Mit­te Fünf­zig ist man ja schon mul­ti­mor­bi­de und benö­tigt das ein oder ande­re Arz­nei­mit­tel.

Von Dieb­stahl und Raub blie­ben wir völ­lig ver­schont. Wir haben auch ver­sucht, uns ent­spre­chend umsich­tig zu ver­hal­ten, unse­re Sicher­heits­maß­nah­men fin­dest du hier. Das ein­zi­ge Miss­ge­schick in die­ser Rich­tung war, als wir in Boli­vi­en anka­men und fest­stel­len muss­ten, dass mei­ne Visa-Kar­te gesperrt war. Nicht super tra­gisch, da wir auf Mar­cus Kar­te zurück­grei­fen konn­ten und im nächs­ten Café per WLAN und Sky­pe die Bank erreich­ten.

Ach nein, einen Raub­über­fall gab es doch: in Bris­bane wur­de mir von einem dreis­ten Koo­ka­bur­ra das Käse­brot aus der Hand geris­sen, als ich gera­de hin­ein­bei­ßen woll­te.

Weltreise

Der gefie­der­te Räu­ber

Über wei­te­re Gegen­stän­de, die wir ver­lo­ren haben oder die kaputt gegan­gen sind, wol­len wir an die­ser Stel­le nicht spre­chen. ?

Kli­ma und Land­schaf­ten 

Wir wuss­ten ja von Anfang an, dass unse­re Idee von einem Jahr Flip­flop-Wet­ter nicht rea­lis­tisch war. Immer­hin in Aus­tra­li­en und Süd­ost­asi­en war nahe­zu durch­gän­gig Flip­flops tra­gen ange­sagt.

Weltreise

Stau­bi­ge Füße in Flip­flops

Dort schwitz­ten wir bei bis zu 38 Grad, der Gegen­pol lag bei klir­ren­den minus 22 Grad auf dem Salar de Uyu­ni in Boli­vi­en. Im boli­via­ni­schen Alti­pla­no kamen wir auch auf den höchs­ten Punkt unse­rer Rei­se mit 4850 Metern.

Weltreise

Sehr, sehr kalt auf dem Alti­pla­no

Die Anden mit ihren majes­tä­ti­schen Gip­feln und bun­ten Fels­for­ma­tio­nen, die Wüs­ten­far­ben der Ata­ca­ma-Wüs­te, die end­lo­se Wei­te der aus­tra­li­schen Savan­ne mit dem roten Boden und den unzäh­li­gen Ter­mi­ten­hü­geln und der trä­ge dahin flie­ßen­de, mäch­ti­ge Mekong haben uns land­schaft­lich am meis­ten beein­druckt.

Weltreise Peru

Anden­land­schaft in Peru

Weltreise Atacama

Ata­ca­ma-Wüs­te

Weltreise Outback Australien

Aus­tra­li­sche Wei­te

Weltreise Mekong

Mekong-Zau­ber

Tie­re 

Mit Tier­be­geg­nun­gen hat­ten wir ja mal mehr, mal weni­ger Glück. Ent­zückt haben uns die Was­ser­schwei­ne in den Este­ros de Iberá  (Argen­ti­ni­en), die fre­chen Coatís an den Igua­zú-Fäl­len und natür­lich die pusche­li­gen Koa­las auf Magne­tic Island.

Weltreise Wasserschwein Argentinien

Was­ser­schwein in Argen­ti­ni­en

Beein­dru­ckend waren die wür­de­voll dahin glei­ten­den Con­do­re im Col­ca Can­yon  (Peru) und lau­ern­den Kro­ko­di­le im South Alli­ga­tor River. Lus­tig die Affen­hor­den, die das Tem­pel­ge­län­de in Lop­bu­ri (Thai­land) bevöl­kern. Und asia­ti­sche Was­ser­büf­fel fin­de ich ganz her­zig.

Weltreise Wasserbüffel Mekong

Baden­der Was­ser­büf­fel im Mekong

Pech hat­ten wir bei unse­rer Suche nach Brüll­af­fen (Aus­beu­te Null) und der Wha­le-Watching Tour bei Bris­bane, wo die Wale ein­fach nicht in die Nähe kom­men woll­ten. Auch unser Abste­cher in das perua­ni­sche Ama­zo­nas­ge­biet ergab ent­täu­schend wenig Tier­sich­tun­gen, sieht man mal von allem, was mehr als vier Bei­ne hat ab.

Posi­tiv kön­nen wir ver­mer­ken, dass uns Begeg­nun­gen mit Rie­sen­spin­nen, frei­le­ben­den Schlan­gen, Skor­pio­nen und ähn­li­chen Getier erspart blie­ben. Die größ­te Kaker­la­ke haben wir in Kam­bo­dscha ange­trof­fen, sie hat­te Maus­grö­ße und woll­te zu uns ins Bett!

Sehr ange­tan hat uns die tro­pi­sche Geräusch­ku­lis­se. Das Kon­zert der Zika­den, das Krei­schen exo­ti­scher Vögel und die Rufe der Geckos wer­den uns feh­len.

Alte und neue Kul­tur 

Die Rui­nen von Suk­ho­t­hai und Ayutt­ha­ya in Thai­land, die alten Königs­städ­te in Myan­mar und das groß­ar­ti­ge Ang­kor Wat in Kam­bo­dscha – es gab so viel alte Kul­tur zu bestau­nen. Dazu die gold­glän­zen­den Pago­den und Tem­pel, die heu­te noch fre­quen­tiert wer­den.

Weltreise Myanmar Buddha

Pracht­vol­ler Bud­dha in Myan­mar

An beein­dru­cken­den Kul­tur­denk­mä­lern schlägt Süd­ost­asi­en die ande­ren Regio­nen, die wir besucht haben um Län­gen. Nur Machu Pic­chu in Peru und die rät­sel­haf­ten Moais auf der Oster­in­sel kön­nen da noch mit­hal­ten.

Weltreise Osterinsel Moai

Moais auf der Oster­in­sel

Ansons­ten fin­det man über­all auf der Welt Kolo­ni­al­ar­chi­tek­tur. Spa­nisch geprägt, bri­tisch geprägt, fran­zö­sisch geprägt. Kir­chen, Klös­ter, Her­ren­häu­ser. Teils gepflegt und gut erhal­ten, teils dem Ver­fall preis­ge­ge­ben.

Weltreise la paz

Far­ben­fro­hes Kolo­ni­al­haus in La Paz

Men­schen 

Inter­es­san­ter noch als alte Kul­tur, Flo­ra und Fau­na ist die Begeg­nung mit ver­schie­de­nen Men­schen. Fas­zi­niert waren wir von der Freund­lich­keit und Hilfs­be­reit­schaft über­all, wo wir hin­ka­men. Die freund­li­che Höf­lich­keit der Süd­ame­ri­ka­ner, die unkom­pli­zier­te Art der Aus­tra­li­er, die Auf­ge­schlos­sen­heit der Kiwis und das strah­len­de Lächeln der Asia­ten.

Weltreise Thailand

Thai­län­di­sche Gast­freund­schaft

In Süd­ame­ri­ka, Aus­tra­li­en und Neu­see­land war es für uns ein­fa­cher, mit Leu­ten ins Gespräch zu kom­men als in Asi­en, allein wegen der Spra­che. So hat sich unser Ein­blick in Süd­ost­asi­en auf das beschränkt, was wir gese­hen haben, was ja auch inter­es­sant ist.

Nach­denk­lich macht uns, zu sehen, unter wel­chen Umstän­den Men­schen leben. Natür­lich wis­sen wir, dass es viel Armut auf der Welt gibt, aber die­se mit eige­nen Augen zu sehen, ist noch mal etwas ande­res. Und dabei zu sehen, dass vie­le Men­schen, die kaum etwas besit­zen den­noch augen­schein­lich glück­lich leben. Viel­leicht glück­li­cher, als so man­cher hier­zu­lan­de im Über­fluss.

Wir kom­men mit so vie­len Ein­drü­cken zurück. So vie­le Erfah­run­gen, so vie­le Impul­se. Dazu kön­nen wir noch einen extra Bei­trag schrei­ben. Jetzt schau­en wir erst­mal, wie wir uns wie­der ein­le­ben. (G) 

 

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