Bei einer Reise gibt es hinsichtlich der persönlichen Sicherheit einiges zu beachten.
Wir möchten euch wertvolle Tipps zur Sicherheit auf der Reise geben. Diese haben sich bei uns bisher bewährt und sind auf jede Art von Reisen anwendbar, egal ob Camping, Städtetrip oder Weltreise.

Gerade in Südamerika gibt es eine recht hohe Kriminalität. Als Reisende tun wir gut daran, uns zu informieren und vorsichtig zu sein. Nach vier Monaten in Südamerika verraten wir euch, mit welchen Maßnahmen wir uns schützen. Bis jetzt erfolgreich.

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Dieses Schild in Perú weist auf eine sichere Zone bei Erdbeben hin. Hoffentlich.

Dieses Schild in Perú weist auf eine sichere Zone bei Erdbeben hin. Hoffentlich.

Sicherheit zu Hause

Die Vorkehrungen zur Sicherheit fangen schon vor der Reise an. Es müssen gerade bei einer längeren Reise einige Dinge geklärt werden:

Wer kümmert sich während der Abwesenheit um die Wohnung?
Wer bekommt eine Vollmacht für eventuell anfallende Bank- oder amtliche Geschäfte?
Wo werden Wertgegenstände gelagert, Safe oder Bankdepot?

Planung der Reise: Welche Länder sind sicher?

Wir haben längst nicht alle Länder, die auf der Wunschliste stehen, in unsere Planung eingebaut. Hinweise, ob ein Land sicher bereisbar ist, findet ihr auf der Seite des Auswärtigen Amts.
Wobei wir die Erfahrung gemacht haben, das die Aussagen des Auswärtigen Amtes eher übervorsichtig sind. Die Warnungen solltest du also genau lesen, um zu entscheiden, ob sie für dich relevant sind.

Sicherheit vor Ort

Welche Stadtteile sollte man meiden? Information ist alles!

Immer, wenn wir in eine neue Stadt kommen, fragen wir im Hostel oder bei der Touristeninformation  danach, welche Stadtteile man als Tourist meiden sollte. Gerade in Südamerika gibt es in den meisten größeren Städten Gegenden, die auch Einheimische nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr betreten.

Dass Orte, wo sich viele Menschen drängen, z. B. in Nahverkehrsmitteln oder an touristischen Hotspots Taschendiebe anziehen, gilt für Südamerika genauso wie für alle anderen Länder dieser Welt. Hier gilt es umsichtig zu sein und Wertvolles gut zu verstauen.

Verhalten auf Reisen: sei wie ein Einheimischer

Natürlich fallen wir in Südamerika auf: groß, helle Haare und helle Haut – nein, wie Einheimische sehen wir nicht aus. Aber wir versuchen, uns wie Einheimische zu verhalten, um weniger schnell als Beute ausgemacht zu werden.

Wir tragen außerdem keinen Schmuck, selbst unsere Eheringe sind zu Hause im Banksafe. Die Kamera wird unauffällig im Stoffbeutel transportiert statt in der dicken, auffälligen Kameratasche, (Liebe Diebe, das vergesst ihr schnell wieder).

Haben wir Bedenken, dass sich jemand am Reißverschluss des Tages-Rucksacks zu schaffen machen kann, tragen wir den Rucksack einfach vor dem Bauch. Da haben wir alles im Blick. In Buenos Aires in der Metro ist dieses Verhalten auch bei den Einheimischen gang und gäbe.

Dokumente und Wertgegenstände: Alles unter Verschluss

Wir nehmen nur soviel Dokumente wie unbedingt nötig mit auf Reisen. Aber Reisepass, Impfausweise und Führerschein sind bei Reisen in Südamerika notwendig.

Klar, die Kreditkarte kommt auch mit und etwas Bargeld. Die Dokumente führen wir sowohl als digitale Kopie mit als auch als Foto auf dem Handy. Du glaubst gar nicht, wie oft es in Südamerika ausreicht, ein Handyfoto vom Pass vorzuweisen. Das Originaldokument braucht man praktisch nur an der Grenze.

Wertsachen, Kamera und Original-Dokumente bewahren wir in einem abschließbaren Pacsafe Travelsafe* auf, der mit seinem integrierten Stahlkabel in der Unterkunft an geeigneter Stelle befestigt wird. Den Travelsafe gibt es mit 5 oder 12 Litern Volumen, je nachdem, wie viel Zeug du daran unterbringen willst.

Pacsafe mit 12 Litern Volumen, ausreichend für unsere zwei Tablets, zwei Fotoapparate und eine Dokumentenmappe

Pacsafe geöffnet

Pacsafe verschlossen

Mit dem Stahlkabel wird der Pacsafe an die Leine gelegt

Die Fotos der Kamera werden jeden Abend gesichert. Wir nehmen die Kreditkarten nur mit nach draußen, wenn wir am Geldautomaten Geld holen. Mit der Kreditkarte selbst zahlen wir nur sehr selten. Auch haben wir meist nur soviel Bargeld dabei, wie wir an diesem Tag brauchen.

So wird der Verlust verschmerzbar sein, falls wir trotz aller Vorsichtsmaßnahmen mal beklaut oder überfallen werden sollten.

Verhalten im Fall der Fälle

Im günstigsten Fall wirst du „nur“ beklaut. Dann sind ein paar Sachen weg. Falls dein Pass und/oder Kreditkarte gestohlen wurden, musst du den Diebstahl natürlich melden. Hilfreich ist es, wenn du die Telefonnummer deiner Botschaft parat hast. An die musst du dich wegen neuer Ausweispapiere wenden.

Ist die Kreditkarte fort, musst du schnellstmöglich deine Bank anrufen, um sie sperren zu lassen und den Schaden zu begrenzen. Zum Sperren von Geldkarten gibt es eine einheitliche Telefonnummer in Europa, die du am besten gespeichert und notiert hast.

Brenzliger wird die Situation, wenn du auf der Straße überfallen wirst. Versuch auf keinen Fall, dich zu wehren, wenn dir bewaffnete Räuber gegenüber stehen. Gib dein Geld ohne zu Zögern heraus. So stehen deine Chancen gut, wenigstens körperlich unversehrt aus der Situation zu kommen.

Sicherheit auf dem Weg von einem zum nächsten Ort

Haben wir unser komplettes Gepäck unterwegs mit, trage ich eine Hüfttasche mit den Wertsachen und Dokumenten. Die von Pacsafe* ist ausreichend groß und bietet drei Vorteile: Sie hat ein mit Draht verstärktes Gewebe gegen Aufschneiden, die Reißverschlüsse können gegen unbefugtes Öffnen gesichert werden und zum Öffnen des Hüftgurtes benötigt man zwei Hände. Auch der Hüftgurt selber ist mit Draht unterlegt, damit er nicht einfach durchgeschnitten werden kann.

Bauchtasche von Pacsafe

Fixierung der beiden Reißverschlüsse

Zwei-Hand Öffner des Bauchtaschen-Clips

Die beiden Pacsafe-Artikel stellen wir dir nochmal anschaulich in diesem Video vor:

Wenn wir in Südamerika mit dem Bus reisen (was wir oft machen), kommen die Tablets und Kameras in den Travelsafe, den wir wieder diskret im Stoffbeutel tarnen. Im Bus können wir ihn mit dem Kabel irgendwo befestigen, zur Not an einem unserer Beine. So kann man uns nicht im Schlaf die Wertsachen klauen. Und wir schlafen ständig im Bus…

Für den Transport im Bus oder im Flieger packen wir die Rucksäcke in eine separate Hülle. Diese dient als Schmutz-, Kratz- und Regenschutz und Unbefugte kommen nicht so einfach an die (abgeschlossenen) Reißverschlüsse.

Ginas Rollkoffer-Rucksack

Reißverschluss mit Zahlenschloss gesichert…

…und mit Packhülle

Marcus Koffer-Rucksack (leider ohne Rollen)

Reißverschluss oben mit Schlüssel-Schloss

Reißverschluss unten mit Schlüssel-Schloss

Rucksack-Hülle mit Tragegriffen

Warum haben wir unterschiedliche Schlösser mit? Ganz einfach, die Schlösser hatten wir schon, und zufällig sind sie klein genug, um durch die dafür vorgesehenen Reißverschluss-Ösen durchzupassen. Die Zahlenschlösser haben den Vorteil, dass man nicht noch auf die zumeist winzigen Schlüssel aufpassen muss. Ein gewisses Risiko besteht allerdings, dass ein Dieb mit Geduld und Ausprobieren den richtigen Code herausfindet.