Aus­tra­li­en ist kein Bil­lig-Rei­se­land, soviel stand schon vor­her fest. Wie teu­er die Rei­se­kos­ten tat­säch­lich für uns waren, wer­den wir euch in die­sem Arti­kel ver­ra­ten. Wir waren zunächst eine Woche in Syd­ney und sind dann nach Cairns geflo­gen. Von dort haben wir nach ein paar Tagen Auf­ent­halt und einem Aus­flug zum Schnor­cheln am Gre­at Bar­ri­er Reef einen Cam­per­van gemie­tet. Mit „Ker­mit” waren wir ins­ge­samt 65 Tage unter­wegs. Zum Abschluss unse­rer Aus­tra­li­en-Rei­se haben wir noch eini­ge Tage in Bris­bane ver­bracht.

Rei­se­kos­ten unse­rer Rei­se durch Aus­tra­li­en

Reisekosten Australien Sydney

Tol­le Aus­bli­cke für klei­nes Geld auf der Fäh­re in Syd­ney Har­bour

Hier erst­mal der Über­blick über unse­re Rei­se­kos­ten in Aus­tra­li­en. Alle Zah­len bezie­hen sich auf die Aus­ga­ben in Euro. Der Kurs für den aus­tra­li­schen Dol­lar lag zum Zeit­punkt unse­rer Rei­se bei cir­ca 1,45$/1€.  In der ers­ten Spal­te fin­dest du unse­re Gesamt­kos­ten für unse­ren Auf­ent­halt in Aus­tra­li­en. In der zwei­ten Spal­te haben wir die Rei­se­kos­ten umge­rech­net pro Per­son und Tag bezie­hungs­wei­se Monat.

 gesamtpro Tag/Pers.pro Monat
AirB­nb606
Cam­ping1072
12 Mie­te Van1370
Unter­kunft gesamt3048191129
Lebens­mit­tel1090
Imbiss225
Restau­rant160
Essen gesamt14759546
Tou­ren843
Ein­trit­te228
Sights gesamt10716,50397
Boot68
Bus100
Flug157
Auto2346
Taxi89
Trans­port gesamt2760171022
Sons­ti­ges7815289
gesamt913556,503383

Rei­se­kos­ten für Unter­künf­te in Aus­tra­li­en

Als Unter­künf­te haben wir in den Städ­ten Syd­ney, Cairns und Bris­bane Airb­nb-Zim­mer gebucht. Die rest­li­che Zeit waren wir mit dem Cam­per­van unter­wegs.

Als Rei­se­kos­ten für die Unter­kunft fie­len hier Cam­ping­platz­ge­büh­ren an, außer­dem habe ich die Hälf­te der Mie­te für den Cam­per­van auf die Unter­kunfts­kos­ten umge­legt. Ab und zu haben wir auf kos­ten­lo­sen Plät­zen über­nach­tet.

Reisekosten Australien Campervan

Auch Cam­ping hat sei­nen Preis

Rei­se­kos­ten für Essen in Aus­tra­li­en

Die Aus­ga­ben für Essen waren gar nicht mal so hoch wie befürch­tet. Auch wenn die Prei­se im Super­markt deut­lich höher aus­fal­len als wir das von Deutsch­land gewohnt sind, konn­ten wir durch Nut­zung von Son­der­an­ge­bo­ten recht preis­güns­tig ein­kau­fen. Auch das Fei­er­abend­bier und die Fla­sche Wein am Wochen­en­de waren mit drin. Aus­wärts zu essen haben wir uns nur sehr sel­ten gegönnt.

Reisekosten Australien Pub

Ab und zu ein Bier im Pub gehört dazu

Rei­se­kos­ten für den Trans­port in Aus­tra­li­en

Die Kos­ten für Trans­port beinhal­ten einen Inlands­flug von Cairns nach Bris­bane (157 €), der Flug von Syd­ney nach Cairns war im Preis für das RTW-Ticket bereits ent­hal­ten. Nicht uner­heb­lich sind die Aus­ga­ben für Bus­fahr­ten (100 €), obwohl dies nur den inner­städ­ti­schen Ver­kehr in Syd­ney und Bris­bane beinhal­te­te. Die­se wären noch erheb­lich höher gewe­sen, wenn wir uns nicht die auf­lad­ba­ren elek­tro­ni­schen Kar­ten geholt hät­ten, mit denen die Fahr­prei­se min­des­tens ein Drit­tel preis­wer­ter waren als Ein­zel­fahr­ten. Klei­ne­re Pos­ten waren Taxi­fahr­ten und die Fäh­re nach Magne­tic Island.

Die rest­li­chen Trans­port­kos­ten gin­gen dafür drauf, Ker­mits Durst zu stil­len, also für Ben­zin (cir­ca 13 Liter/100 Kilo­me­ter). Die­se fin­den sich zusam­men mit der zwei­ten Hälf­te der Mie­te für den Cam­per­van unter dem Pos­ten „Cam­per­van”.

Reisekosten Australien Campervan

Ker­mit an der Zapf­säu­le

Die Aus­ga­ben für Trans­port sind der Pos­ten, der sich am deut­lichs­ten von den ent­spre­chen­den Rei­se­kos­ten in Süd­ame­ri­ka unter­schei­det.

Rei­se­kos­ten für Sights in Aus­tra­li­en

Bei den Sights schlu­gen die teu­ren Tou­ren in Cairns, zu den Whits­undays und zum Wha­le-Watching deut­lich zu Buche. Aber dafür reist man ja, um etwas zu erle­ben und nicht an die­sem Punkt bei den Rei­se­kos­ten zu knau­sern. Über­ra­schen­der­wei­se haben wir in Aus­tra­li­en für Tou­ren und Ein­trit­te nicht mehr gezahlt als im Schnitt in Süd­ame­ri­ka. Lag viel­leicht mit dar­an, dass es im Out­back nicht so viel zu buchen gibt… Bei einer Rund­rei­se nur ent­lang der Ost­küs­te von Aus­tra­li­en wür­de die­ser Pos­ten sicher­lich noch etwas höher aus­fal­len. Schließ­lich gibt es dort wesent­lich mehr Gele­gen­heit Geld aus­zu­ge­ben als im Out­back.

Rei­se­kos­ten für Sons­ti­ges in Aus­tra­li­en

Auch der Pos­ten Sons­ti­ges liegt im übli­chen Rah­men. Wir haben rela­tiv viel Haus­halts­kram zur Aus­stat­tung des Cam­per­vans ange­schafft. Außer­dem muss­ten wir einen Arzt auf­su­chen, um Rezep­te für ver­schrei­bungs­pflich­ti­ge Medi­ka­men­te zu bekom­men. Anders als in Süd­ame­ri­ka kann man in Aus­tra­li­en Medi­ka­men­te nicht ein­fach so in der Apo­the­ke kau­fen. Also fie­len sowohl Arzt­rech­nung als auch Medi­ka­men­ten­kos­ten an. Und nach­dem der Punkt „Wer­weiß­wo­für” – also die Dif­fe­renz zwi­schen Buch­hal­tung und tat­säch­li­chem Bestand – völ­lig aus dem Ruder lief, haben wir uns ange­wöhnt, jeden Abend das Bar­geld zu zäh­len. Dann fällt einem noch ein, was man in der Buch­füh­rung ver­ges­sen hat.…

Ins­ge­samt waren wie erwar­tet die Rei­se­kos­ten für Aus­tra­li­en höher als in die Rei­se­kos­ten in Süd­ame­ri­ka. Unser geplan­tes durch­schnitt­li­ches Bud­get von 3000 € für uns bei­de pro Monat haben wir über­schrit­ten. Da die Kos­ten für die Airb­nb-Unter­künf­te in Syd­ney und Cairns schon vor­her gebucht und bezahlt waren und wir einen leich­ten Über­schuss von Süd­ame­ri­ka mit­ge­bracht hat­ten, sind wir mit unse­rem monat­li­chen Bestand von 3000 € auf den Kre­dit­kar­ten aus­ge­kom­men.

Infos und Tipps

  • Wäh­rung Der Aus­tra­li­sche Dol­lar war zur Zeit unse­res Auf­ent­halts etwa 0,67 € wert.
  • Unter­kunft: In den Städ­ten buch­ten wir unse­re Unter­künf­te über AirB­nb. Das war meist güns­ti­ger als Hos­tels oder Hotels und wir konn­ten uns selbst ver­pfle­gen.
  • Cam­ping: Sehr hilf­reich war die App Wiki­Camps, die Cam­ping­plät­ze samt Prei­sen und Bewer­tun­gen auf­lis­tet. Über die­se App haben wir auch manch schö­nen Pick­nick­platz für die Mit­tags­pau­se gefun­den. Ent­las­tend für die Rei­se­kos­ten ist auch, dass Rast­plät­ze mit kos­ten­lo­ser Über­nach­tung auf­ge­führt sind.
  • Lebens­mit­tel: Lebens­mit­tel sind in Aus­tra­li­en teu­rer als wir es in Deutsch­land gewohnt sind. Im Süden Aus­tra­li­ens gibt es Aldi-Super­märk­te, in denen du rela­tiv güns­tig ein­kau­fen kannst. Wei­ter oben im Nor­den haben wir in den gro­ßen Coles und Wool­worth Super­märk­ten ein­ge­kauft und auf Son­der­an­ge­bo­te geach­tet. Sehr teu­er wird es, wenn du im Out­back in klei­nen gro­ce­ries (oft an Tank­stel­len) ein­kau­fen musst. Auch das Ange­bot ist dort sehr ein­ge­schränkt, ver­ständ­li­cher­wei­se.
  • Trans­port: Wenn du in Aus­tra­li­ens Groß­städ­ten öffent­li­che Ver­kehrs­mit­tel benutzt, hol dir die wie­der­auf­lad­ba­ren Kar­ten der Ver­kehrs­be­trie­be, z. B. die Opal­Card in Syd­ney. Damit fährst du güns­ti­ger als mit Ein­zel­fahr­schei­nen. Ein even­tu­ell am Ende dei­nes Auf­ent­halts noch vor­han­de­nes Gut­ha­ben auf der Kar­te kannst du dir wie­der aus­zah­len las­sen.
  • Wohn­mo­bil mie­ten: Wir haben unse­ren Cam­per­van für die Rund­rei­se durchs Out­back über eine deut­sche Agen­tur gemie­tet. Das war für unse­re Rei­se­kos­ten wesent­lich güns­ti­ger als über die Anbie­ter in Aus­tra­li­en direkt zu buchen. Beson­ders wenn du groß bist, soll­test du einen genau­en Blick auf die Maße der Bet­ten im Wohn­mo­bil wer­fen. Die sind manch­mal erstaun­lich klein!
  • Dro­ge­rie­ar­ti­kel wie Kör­per­pfle­ge­mit­tel, Son­nen­milch oder Mücken­re­pel­lent bringst du mög­lichst in aus­rei­chen­der Men­ge von Deutsch­land mit. Die­se sind in Aus­tra­li­en wesent­lich teu­rer.

Du willst nicht nur wis­sen, was wir an Rei­se­kos­ten hat­ten, son­dern auch, was wir in Aus­tra­li­en erlebt haben? Dann klick dich durch unse­re Rei­se­be­rich­te zu Aus­tra­li­en!

 

Mer­ken