Ein Stück Euro­pa im Indi­schen Oze­an

Auf einer Rei­se­mes­se rief ein drei­di­men­sio­na­les Modell der Insel unse­re Auf­merk­sam­keit auf sich: stei­le Berg­for­ma­tio­nen, dazwi­schen schrof­fe, tief ein­ge­schnit­te­ne Tal­kes­sel, ein Vul­kan­kra­ter und rings­um der Indi­sche Oze­an. Da wol­len wir hin! Dazu tro­pi­sches Kli­ma, unpro­ble­ma­ti­sche Ein­rei­se ohne Visa­for­ma­li­tä­ten nur mit dem Per­so­nal­aus­weis, kein Geld­um­tausch, da Euro­zo­ne. Sogar der Han­dy­ta­rif ist euro­pä­isch.

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Der Wer­muts­trop­fen: ein Low-Bud­get-Rei­se­ziel ist die Insel nicht. Das fängt beim Flug an, da aus­schließ­lich Air Fran­ce die Stre­cke bedient. Kei­ne Kon­kur­renz, kei­ne Chan­ce für Schnäpp­chen­jä­ger.

Auch die Lebens­hal­tungs­kos­ten sind fran­zö­sisch hoch, eher sogar noch etwas teu­rer als in Frank­reich selbst, da vie­le Waren ein­ge­flo­gen wer­den.

Als Unter­kunft wäh­len wir Chambre d‘hôtes: Pri­vat­zim­mer in ver­schie­de­nen Orten. Die Insel ist zwar klein, man kann sie bequem in einem Tag mit dem Auto umrun­den. Die kur­ven­rei­chen Berg­stre­cken ins Lan­des­in­ne­re kos­ten jedoch Zeit, so dass es sinn­voll ist, ver­schie­de­ne Orte zur Über­nach­tung anzu­steu­ern. Schließ­lich wol­len wir nicht die meis­te Zeit des Urlaubs im Auto ver­brin­gen.

Westküste

Traum­haf­te Strän­de vor allem im Wes­ten Réuni­ons erwe­cken den Ein­druck eines Bade­pa­ra­die­ses. Durch die star­ken Strö­mun­gen des Indi­schen Oze­ans ist das Baden jedoch an den meis­ten Stel­len lebens­ge­fähr­lich. Dazu kommt die Gefahr von Hai­at­ta­cken, auf Grund derer in den letz­ten Jah­ren bis dahin belieb­te Strän­de offi­zi­ell gesperrt wur­den. Ledig­lich in der Lagu­ne von St. Gil­les-les-Bains, die durch das vor­ge­la­ger­te Riff geschützt ist, darf geba­det wer­den.

Dafür bie­tet die fan­tas­ti­sche Berg­welt Wan­de­rern umso mehr. Gut erreich­ba­re Start­punk­te mit aus­rei­chend Park­plät­zen und ein vor­bild­lich gekenn­zeich­ne­tes Wege­netz las­sen das Herz höher schla­gen.

Westküste

Auf Réuni­on fin­det man einen der aktivs­ten Vul­ka­ne der Erde. Freund­li­cher­wei­se lässt er sei­ne Lava­strö­me Rich­tung Meer abflie­ßen. So muss nur alle paar Jah­re die Küs­ten­stra­ße neu ange­legt wer­den, wenn der Pîton de la Four­nai­se mal wie­der gespuckt hat.(G)

Hier geht es zu unse­ren Rei­se­er­leb­nis­sen auf Réuni­on….