La Reuni­on – wo ist das denn? Die­se Fra­ge beka­men wir oft zu hören, wenn wir unse­ren nächs­ten Urlaub ankün­dig­ten. Und ganz ehr­lich: bevor wir uns mit die­sem Rei­se­ziel beschäf­tig­ten, hät­ten wir das auch nicht so genau beant­wor­ten kön­nen.

In die­sem Arti­kel haben wir dire alle Infor­ma­tio­nen zusam­men­ge­tra­gen, die du brauchst, um dei­nen Urlaub auf La Reuni­on zu pla­nen.

Die­ser Arti­kel ent­hält Wer­bung in Form von Affi­lia­te-Links. Die­se sind mit einem * gekenn­zeich­net. Wenn du über die­se Links etwas bestellst, erhal­ten wir eine klei­ne Pro­vi­si­on, mit der du uns hilfst, die Kos­ten für unse­ren Blog zu tra­gen. Für dich ändert sich am Preis natür­lich nichts.

Wo liegt La Reuni­on?

La Réuni­on ist ein fran­zö­si­sches Über­see­de­part­ment und liegt im Indi­schen Oze­an, öst­lich von Mada­gas­kar.

Wann ist die bes­te Rei­se­zeit?

Das Wet­ter auf La Reuni­on wird von zwei Jah­res­zei­ten bestimmt. Der tro­pi­sche Som­mer von Novem­ber bis April ist gleich­zei­tig die Regen­zeit. Es herr­schen schwül-hei­ße Tem­pe­ra­tu­ren. Der Regen kommt von Osten, daher reg­net es an der Ost­küs­te öfter als an der West­küs­te.

Der Win­ter von Mai bis Okto­ber ist küh­ler und tro­cke­ner. An der Küs­te wird es kühl, in den Ber­gen rich­tig kalt. Juli und August sind die kühls­ten Mona­te.

Als bes­te Rei­se­zeit gel­ten Okto­ber bis Dezem­ber. Dann blüht alles im Über­fluss, die tro­pi­schen Früch­te sind reif und die Regen­sai­son beginnt erst lang­sam im Dezem­ber. Aller­dings ist es dann ent­spre­chend voll und teu­er auf der Insel, denn die Fran­zo­sen aus dem Mut­ter­land steu­ern sie ger­ne an.

Anrei­se

Ein Flug nach La Reuni­on ist meist nicht zum Schnäpp­chen­preis zu haben. Von Paris aus flie­gen Air Fran­ce und Air Aus­tral die Insel an. Außer­dem die Bil­lig­flie­ger French­bee und Cor­sair.

Der Flug dau­ert 10 – 11 Stun­den und geht in der Regel über Nacht, so dass du mor­gens mehr oder weni­ger aus­ge­schla­fen auf La Reuni­on ankommst.

Kann man La Reuni­on indi­vi­du­ell berei­sen?

Ja, das ist ganz pro­blem­los. Hilf­reich ist, wenn du ein grund­le­gen­de Fran­zö­sisch-Kennt­nis­se mit­bringst, denn Eng­lisch wird nicht über­all gespro­chen. Wir sind mit unse­ren ein­ge­ros­te­ten Schul­fran­zö­sisch ganz gut über die Run­den gekom­men.

Brau­che ich einen Miet­wa­gen auf La Reuni­on?

Defi­ni­tiv ja. Der öffent­li­che Nah­ver­kehr ist nicht aus­rei­chend, um die schöns­ten Orte der Insel zu ent­de­cken. Das Fah­ren auf La Reuni­on ist pro­blem­los, die Stra­ßen sind in aus­ge­zeich­ne­tem Zustand. Zur Rush­hour musst du aller­dings mit lan­gen Staus rund um den Haupt­ort St. Denis rech­nen.

Vor­sicht ist ledig­lich gebo­ten, soll­te es zu star­ken Regen­fäl­len kom­men. Dann fließt das Was­ser schon mal in Mas­sen über die stei­len Stra­ßen und ver­wan­delt sie in rei­ßen­de Bäche. Meist ist der Spuk aber schnell wie­der vor­bei.

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Unter­künf­te

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Es gibt aus­rei­chend Hotels, Feri­en­woh­nun­gen und Pri­vat­un­ter­künf­te auf La Reuni­on. In den ein­schlä­gi­gen Buchungs­por­ta­len wie Boo­king und AirB­nB wirst du fün­dig.

Wir bevor­zu­gen auf unse­ren Rei­sen klei­ne, mög­lichst pri­va­te Unter­künf­te. Dort kannst du manch­mal auch ein Table d’ho­tes genann­tes Abend­essen bekom­men. Dabei sitzt du oft mit der Fami­lie am Tisch und erlebst authen­ti­sche Atmo­sphä­re und ech­te loka­le Küche.

Was kos­tet ein Urlaub auf La Reuni­on?

Ein Wer­muts­trop­fen: ein Low-Bud­get-Rei­se­ziel ist die Insel nicht. Zu den Kos­ten für die Anrei­se und dem Miet­wa­gen kom­men die Lebens­hal­tungs­kos­ten, die fran­zö­sisch hoch sind. Eher sogar noch etwas teu­rer als in Frank­reich selbst, da vie­le Waren ein­ge­flo­gen wer­den.

Nur um es noch mal gesagt zu haben: Zah­lungs­mit­tel ist der Euro, wir sind ja in der EU.

Für Han­dy­ta­ri­fe gilt erfreu­li­cher­wei­se auch der EU-Tarif, so dass Sur­fen und Tele­fo­nie­ren dich nicht teu­rer zu ste­hen kommt als zuhau­se.

Was kann man auf La Reuni­on unter­neh­men?

La Reuni­on punk­tet durch spek­ta­ku­lä­re Natur. Die Insel wur­de von vul­ka­ni­schen Kräf­ten geformt und erhebt sich steil aus dem Indi­schen Oze­an.

Daher bie­ten sich auf jeden Fall Wan­de­run­gen in den Ber­gen an. Gut erreich­ba­re Start­punk­te mit aus­rei­chend Park­plät­zen und ein vor­bild­lich gekenn­zeich­ne­tes Wege­netz las­sen das Herz des Wan­de­rers höher schla­gen.

Die Mit­te der Insel wird geformt durch drei gro­ße Tal­kes­sel, alles ehe­ma­li­ge Vul­ka­ne. Der Cir­que de Mafa­te ist nur zu Fuß oder per Heli­ko­pter erreich­bar. Die bei­den ande­ren Kes­sel, Cir­que de Cila­os und Cir­que de Sala­zie kannst du mit dem Auto errei­chen.

Der Vul­kan Piton de la Four­nai­se ist einer der aktivs­ten der Welt. Freund­li­cher­wei­se lässt er sei­ne Lava­strö­me Rich­tung Meer abflie­ßen. So muss nur alle paar Jah­re die Küs­ten­stra­ße neu ange­legt wer­den, wenn der Pîton de la Four­nai­se mal wie­der gespuckt hat.

Ins­ge­samt ist La Reuni­on kei­ne Insel für den idea­len Bade­ur­laub. Tücki­sche Strö­mun­gen und in den letz­ten Jah­ren immer wie­der vor­kom­men­de Hai­an­grif­fe las­sen Bade­ver­gnü­gen nur ein­ge­schränkt zu.

Aber zum Rela­xen und Run­ter­kom­men sind die Strän­de West­küs­te für ein paar Tage eine gute Wahl.

Wel­che Sehens­wür­dig­kei­ten gibt es auf La Reuni­on?

Die Haupt-Sehens­wür­dig­keit ist die spek­ta­ku­lä­re Land­schaft der Insel. Aber auch kul­tu­rell Inter­es­sier­te kom­men auf ihre Kos­ten.

Typisch kreo­li­sche Häu­ser fin­dest du beson­ders in den klei­ne­ren Orten wie L‑Entre Deux, Cila­os und Sala­zie. In St. Denis kannst du die gro­ßen Vil­len der rei­chen Kolo­ni­al­her­ren bewun­dern.

Auf dem Land gibt es ehe­ma­li­ge Her­ren­sit­ze der Kolo­ni­al­zeit und Über­res­te von alten Zucken­fa­bri­ken zu sehen. Auch Füh­run­gen durch die bestehen­den Fabri­ken sind mög­lich.

An Sakral­bau­ten gibt es hüb­sche Kir­chen, aber auch Mosche­en, Pago­den und vor allem bun­te Hin­du-Tem­pel zuse­hen. Letz­te­re fin­dest du beson­ders an der Ost­küs­te in St. André.

Rund­rei­se-Rou­te oder fes­ten Ort wäh­len?

Die Insel ist zwar klein. Daher kann man sie bequem in einem Tag mit dem Auto umrun­den. Die kur­ven­rei­chen Berg­stre­cken ins Lan­des­in­ne­re kos­ten jedoch Zeit. So ist es sinn­voll, ver­schie­de­ne Orte zur Über­nach­tung anzu­steu­ern. Schließ­lich willst du nicht die meis­te Zeit des Urlaubs im Auto ver­brin­gen.

Rei­se-Rou­te für La Reuni­on

Die Insel ist nahe­zu rund. Also kannst du ent­schei­den, ob du von St. Denis aus links her­um oder rechts her­um fah­ren möch­test. Du kannst La Reuni­on auf der Küs­ten­stra­ße kom­plett umrun­den. Dazwi­schen soll­test du Abste­cher in die Tal­kes­sel des Cir­que de Cia­los und Cir­que de Sala­zie ein­pla­nen. Und natür­lich auf jeden Fall das Gebiet des Vul­kans Piton de la Four­nai­se ansteu­ern.

Wir haben unse­re Rei­se an der West­küs­te begon­nen. Die West­küs­te von La Reuni­on bie­tet kilo­me­ter­lan­ge Sand­strän­de. Im Bereich von St. Gil­les bis La Sali­ne ist der Strand durch ein vor­ge­la­ger­tes Koral­len­riff vor der Bran­dung geschützt.

Als nächs­tes Ziel kurv­ten wir zum Cir­que de Cila­os hoch. Dort ver­brach­ten wir eini­ge Tage mit schö­nen Wan­de­run­gen.

Nach einem kur­zen Abste­cher zum Küs­ten­ort St. Pierre fuh­ren wir in die Nähe des Vul­kans. In Plai­nes de Caf­res über­nach­te­ten wir und unter­nah­men von dort spek­ta­ku­lä­re Aus­flü­ge zum Piton de la Four­nai­se.

Mit einem Abste­cher über die Süd­küs­te ging es gemäch­lich wei­ter, bevor wir den drit­ten Tal­kes­sel, den Cir­que de Sala­zie ansteu­er­ten. Auch dort schlu­gen wir Quar­tier auf und unter­nah­men eini­ge Wan­de­run­gen mit fan­tas­ti­schen Aus­bli­cken.

Gibt es gefähr­li­che Tie­re auf La Reuni­on?

Außer Spin­nen­pho­bi­kern hat nie­mand etwas auf der Insel zu befürch­ten. Die in den Ber­gen der Cir­ques über­all anzu­tref­fen­den Sei­den­spin­nen sind zwar rie­sig, aber unge­fähr­lich. Gif­ti­ge Tie­re wie Schlan­gen oder Skor­pio­ne gibt es auf La Reuni­on erfreu­li­cher­wei­se nicht.

Im Was­ser vor La Reuni­on gibt es Haie. Es kommt zu über­durch­schnitt­lich viel Hai­an­grif­fen auf Sur­fer oder Schwim­mer im Ver­gleich zu ande­ren Hai­ge­bie­ten. Wor­an das liegt, ist noch unklar.