Anrei­se 

Mrauk U liegt recht abge­le­gen im Rak­hi­ne-Staat ganz im Wes­ten Myan­mars. Daher ist die Anrei­se unter Umstän­den recht lang­wie­rig.

Per Flug­zeug geht es am schnells­ten

Die schnells­te und ein­fachs­te Mög­lich­keit ist es, einen Flug nach Sitt­we zu neh­men. Von dort aus kannst du ent­we­der per Bus oder per Schiff nach Mrauk U gelan­gen. Land­schaft­lich sehr reiz­voll ist die Schiff­fahrt, für die wir uns ent­schie­den haben. Hier emp­feh­len wir auf jeden Fall das Slow Boat. Vom Deck aus hast du Aus­sicht in alle Rich­tun­gen und bekommst viel mit von Leben am Fluss. Die Fahr­zeit beträgt vier bis fünf Stun­den. Alter­na­tiv dazu kannst du auch das Speed­boat neh­men, das den Weg in drei Stun­den schafft. Dort sitzt du aller­dings in einer sti­cki­gen Kabi­ne, durch die blin­den Schei­ben hast du über­haupt kei­ne Aus­sicht.

Unser Tipp: das Slow Boat

Das Slow Boat fährt zur Zeit vier­mal pro Woche, das Speed­boat drei­mal. Abfahrt ist immer mor­gens um sie­ben Uhr, Tickets bekommst du pro­blem­los vor der Abfahrt am Schal­ter.

Der Bus zwi­schen Sitt­we und Mrauk U benö­tigt vier Stun­den und fährt eben­falls früh mor­gens ab.

Von Bagan, Man­da­lay und Yan­gon gibt es (Mini-) Bus­ver­bin­dun­gen nach Mrauk U, die aller­dings sehr lan­ge auf teils aben­teu­er­li­chen Stra­ßen unter­wegs sind. Haben wir zumin­dest gehört.

Unter­kunft 

Wir kön­nen das Mrauk U Palace Resort emp­feh­len. Der Name weckt zwar höhe­re Erwar­tun­gen, als die klei­ne Anla­ge erfül­len kann, den­noch waren wir sehr zufrie­den. Hüb­sche klei­ne Bun­ga­lows mit eige­ner Veran­da, sehr freund­li­ches Per­so­nal, ein akzep­ta­bles Früh­stück. Das Hotel ver­leiht auch Fahr­rä­der. Nach­mit­tags haben wir uns oft Kaf­fee bestellt, der nicht extra berech­net wur­de.

Ein gemüt­li­ches Zim­mer

Sights 

Was soll­test du dir in Mrauk U angu­cken? Pago­den, Pago­den und Pago­den. Wie in Bagan. Nur viel ruhi­ger, es sind nur weni­ge Tou­ris­ten unter­wegs. Wenn du willst, kannst du dir Fahr­rä­der aus­lei­hen. Wir haben dar­auf ver­zich­tet, denn es geht doch öfters auf und ab und die Räder, die wir gese­hen haben, hat­ten kei­ne Gang­schal­tung. Die Erkun­dung klappt auch zu Fuß sehr gut, denn die Tem­pel lie­gen recht kom­pakt am und im Dorf.

Auch zu den Tem­peln selbst geht es oft steil hoch

Von den Hotels erhältst du eine foto­ko­pier­te Kar­te, auf der die Tem­pel ver­zeich­net sind. Das reicht zur gro­ben Ori­en­tie­rung, ist aber nicht sehr über­sicht­lich. Hilf­reich ist eine GPS-App auf dei­nem Han­dy wie Goog­le Maps oder Maps­Me. Eine Beschrei­bung der wich­tigs­ten Tem­pel fin­dest du im Rei­se­füh­rer, an den Tem­peln sel­ber ist noch nicht viel Infor­ma­ti­on zu bekom­men. Den­noch musst du Ein­tritt in Höhe von 5.000 Kyat für die Archäo­lo­gi­sche Zone bezah­len. Das Ticket bekommst du in der Shit­taung Pago­de. Ach­te dar­auf, dass du an der rich­ti­gen Stel­le bezahlst. Das Ticket ist auch auf Eng­lisch beschrif­tet, kurz vor­her sitzt einer, der ver­sucht, Spen­den für den Tem­pel ein­zu­sam­meln und tut so, als wäre es das offi­zi­el­le Ticket. Wir muss­ten das Ticket nir­gend­wo vor­zei­gen, auch wenn es heißt, dass es bei der Abrei­se kon­trol­liert wird.

Immer wie­der stößt man auf schö­ne Details im Inne­ren der Tem­pel

Wenn du alle Tem­pel rund um Mrauk U ange­schaut hast oder mal etwas ande­res sehen willst, kannst du Aus­flü­ge in die Umge­bung buchen. Etwa zwei Stun­den ent­fernt woh­nen Chin, eine Völ­ker­grup­pe in den Ber­gen, bei denen die älte­ren Frau­en Gesicht­s­tä­to­wie­run­gen tra­gen. Da wir die­sen Aus­flug nicht gemacht haben, kön­nen wir dazu nichts sagen, ande­re Rei­sen­de waren aber begeis­tert.

See bei Mrauk U

Am süd­li­chen Ende von Mrauk U lie­gen zwei Seen, wo du schö­ne Spa­zier­gän­ge machen kannst. Uns hat es auch viel Spaß gemacht, uns ein­fach durch die Gas­sen des Ortes trei­ben zu las­sen und das Leben zu beob­ach­ten. (G)