Mit unse­ren Marok­ko-Rei­se­tipps wol­len wir dir hel­fen, dei­nen indi­vi­du­el­len Urlaub in Marok­ko zu pla­nen.

Hier haben wir alles gesam­melt, was wir an Infos für unse­re Marok­ko-Rei­se zusam­men­ge­tra­gen haben. Ein klei­ner Mini-Rei­se­füh­rer für dei­ne indi­vi­du­el­le Rund­rei­se.

Von all­ge­mei­nen Infos, die du zur Vor­be­rei­tung dei­nes Urlaubs brauchst, bis zu Sehens­wür­dig­kei­ten, Rou­ten, Ver­kehrs­mit­teln und Akti­vi­tä­ten. Hier fin­dest du in kom­pak­ter Form alles, um unbe­schwert pla­nen zu kön­nen.

Feh­len dir noch Infos? Dann ab in die Kom­men­ta­re mit dei­ner Fra­ge und wir schau­en, ob wir die Rei­se­tipps direkt ergän­zen kön­nen.

Die­ser Arti­kel ent­hält Wer­bung in Form von Affi­lia­te-Links. Die­se sind mit einem * gekenn­zeich­net. Wenn du über die­se Links etwas bestellst, erhal­ten wir eine klei­ne Pro­vi­si­on, mit der du uns hilfst, die Kos­ten für unse­ren Blog zu tra­gen. Für dich ändert sich am Preis natür­lich nichts.

Rei­se­vor­be­rei­tung und Pla­nung

Wo liegt Marok­ko?

Marok­ko ist eines der maghre­bi­ni­schen Län­der und liegt an der west­li­chen Ecke Nord­afri­kas. Es hat sowohl eine Küs­te am Mit­tel­meer als auch am Atlan­tik. Im Osten grenzt es an Alge­ri­en. Im Süden liegt die von Marok­ko besetz­te West­sa­ha­ra und Mau­re­ta­ni­en.

Die Haupt­stadt von Marok­ko ist Rabat. Die Flag­ge von Marok­ko zeigt einen gol­de­nen Stern auf rotem Unter­grund.

Das Land wird von der Gebirgs­ket­te von Anti-Atlas, Mitt­le­rer Atlas und Hoher Atlas (von Süd nach Nord) durch­zo­gen. Nach Osten und Süden brei­tet sich die Saha­ra aus.

Was ist die bes­te Rei­se­zeit für Marok­ko?

Das Land hat unter­schied­li­che Kli­ma­zo­nen, die zu unter­schied­li­chen Zei­ten bereist wer­den kön­nen.

Für Freun­de von Wan­de­run­gen und Trek­king­tou­ren im Gebir­ge ist der Som­mer ide­al. Auf den Höhen wird es nicht zu heiß. In ande­ren Jah­res­zei­ten kann es schon sehr kühl wer­den.

Bei Rei­sen in die Saha­ra soll­test du das Früh­jahr oder den Herbst wäh­len. Im Som­mer wird es tags­über uner­träg­lich heiß und im Win­ter bit­ter­kalt in der Wüs­te.

Die Ebe­nen und Strän­de kön­nen ganz­jäh­rig besucht wer­den. Im Win­ter muss man im Nor­den aller­dings manch­mal mit Regen rech­nen. An der süd­li­chen Atlan­tik­küs­te (Aga­dir) ist das gan­ze Jahr Bade­wet­ter, vor­aus­ge­setzt die durch­gän­gig küh­le Tem­pe­ra­tur des Atlan­tik schreckt dich nicht.

Hoch­sai­son ist über Weih­nach­ten, in den Oster­fe­ri­en und im Juli und August. Dann stei­gen die Prei­se und Strän­de und Sehens­wür­dig­kei­ten sind über­füllt. Wenn mög­lich, mei­de die­se Zeit.

Vor dei­ner Marok­ko-Rei­se soll­test du dich auch ver­ge­wis­sern, ob gera­de Rama­dan ist. In die­ser Zeit kann es schwie­rig sein, tags­über geöff­ne­te Cafés und Restau­rants zu fin­den, außer in Tou­ris­ten­zen­tren. Oft sind die Men­schen tags­über müde und gereizt vom Fas­ten.

*Wer­bung*

Emp­feh­lens­wer­te Rei­se­füh­rer für Marok­ko:

Ste­fan Loo­se Marok­ko

Rei­se Know-How Marok­ko

Lone­ly Pla­net Marok­ko

Anrei­se und Ein­rei­se

Die meis­ten Tou­ris­ten wer­den Marok­ko von Deutsch­land aus mit dem Flug­zeug errei­chen. Es gibt vie­le Ver­bin­dun­gen von ver­schie­de­nen Flug­hä­fen aus. Auch in Marok­ko gibt es zahl­rei­che Flug­hä­fen, die du ansteu­ern kannst, z. B. Mar­ra­kesch, Casa­blan­ca, Aga­dir oder Tan­ger. Sowohl Bil­lig­flie­ger als auch Lini­en­flug­ge­sell­schaf­ten flie­gen dort hin.

Das Flie­gen nicht gut fürs Kli­ma ist, wis­sen wir ja alle.

Auch wir ver­zich­ten nicht immer aufs Flie­gen, wenn uns ein Urlaubs­ziel lockt.

Auf jeden Fall kom­pen­sie­ren wir den von uns erzeug­ten CO2-Aus­stoß, indem wir für Aus­gleichs­pro­gram­me spen­den, die an ande­rer Stel­le Pro­jek­te zum Kli­ma­schutz för­dern, z. B. über Atmos­fair.

Wenn du mehr Zeit hast, ist grund­sätz­lich auch eine Anrei­se über Land mög­lich.

Per Zug und Fäh­re kannst du über Alge­ci­ras in Spa­ni­en nach Marok­ko rei­sen. Auch mit dem eige­nen Fahr­zeug kannst du das Land gut berei­sen. Marok­ko ist gera­de im Win­ter ein belieb­tes Ziel für Wohn­mo­bil­tou­ris­ten. Fähr­ver­bin­dun­gen gibt es von Alge­ci­ras nach Tan­ger oder Ceu­ta und von Alme­ria nach Nador oder Melil­la.

Ein­rei­se nach Marok­ko

Für die Ein­rei­se brauchst du einen Rei­se­pass (Per­so­nal­aus­weis reicht nicht!), der noch min­des­tens sechs Mona­te gül­tig ist. Ein Visum benö­tigst du nicht.

Kann man eine Marok­ko-Rund­rei­se indi­vi­du­ell unter­neh­men?

Ein ganz kla­res Ja!

Marok­ko lässt sich wun­der­bar auf eige­ne Faust berei­sen. Im Nor­den kannst du mit Zügen oder Bus­sen das Land erkun­den. Für den süd­li­chen Teil emp­fiehlt sich ein Leih­wa­gen.

Hier geht es zu unse­rem Bericht über unse­ren Road­trip Marok­ko und die Rou­te mit dem Miet­wa­gen.

Ist Marok­ko gefähr­lich?

Eine der meist gestell­ten Fra­gen bei der Rei­se in ein frem­des Land ist die nach der Sicher­heit.

Seit dem „Ara­bi­schen Früh­ling” haben vie­le Men­schen ein mul­mi­ges Gefühl, wenn sie in ara­bi­sche Län­der rei­sen. In Marok­ko ist die Lage jedoch sehr ent­spannt. Es gilt als das sichers­te der nord­afri­ka­ni­schen Län­der. Auf der Sei­te des Aus­wär­ti­gen Amtes kannst du dich über Rei­se- und Sicher­heits­hin­wei­se infor­mie­ren. Aller­dings sind die Hin­wei­se dort von einer sehr gro­ßen Vor­sicht geprägt.

Das Aus­wär­ti­ge Amt emp­fiehlt, das umstrit­te­ne Gebiet der West­sa­ha­ra zu mei­den. Aus recht­li­chen Grün­den kann es dort kei­nen kon­su­la­ri­schen Schutz bie­ten. Wenn du in die West­sa­ha­ra reist, soll­test du dich an die bestehen­den Stra­ßen und Wege hal­ten, denn gera­de im Inne­ren gibt es noch Land­mi­nen.

Beson­ders in tou­ris­ti­schen Gebie­ten kommt es wie über­all zu Klein­kri­mi­na­li­tät wie Taschen­dieb­stahl. Pass also im Gewim­mel gut auf dei­ne Wert­ge­gen­stän­de auf oder lass sie gleich im Hotel­zim­mer. Ins­ge­samt ist die Kri­mi­na­li­tät in Marok­ko jedoch nicht sehr hoch.

Soll­te es doch zu einem Dieb­stahl gekom­men sein und du benö­tigst eine Ver­lust­an­zei­ge von der Poli­zei, mach dich auf lang­wie­ri­ge büro­kra­ti­sche Abläu­fe gefasst. Über­leg dir gut, ob dir das dei­ne wert­vol­le Zeit im Urlaub wert ist.

Not­fall-Tele­fon­num­mer in Marok­ko:

19 oder 119

Rei­se­tipps Gesund­heit: Rei­se­imp­fun­gen, Hygie­ne und medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung

Du brauchst kei­ne spe­zi­el­len Rei­se­imp­fun­gen, wenn du einen Urlaub in Marok­ko planst. Die Grund­imp­fun­gen, die du zu Hau­se haben soll­test, soll­ten aktu­ell sein: Teta­nus, Diph­the­rie, Kin­der­läh­mung.

Wenn du das Land indi­vi­du­ell bereist, ist es sinn­voll gegen fol­gen­de Krank­hei­ten geimpft zu sein:

  • Hepa­ti­tis A (Leber­ent­zün­dung durch ver­un­rei­nig­te Lebens­mit­tel)
  • Hepa­ti­tis B (Leber­ent­zün­dung durch Kon­takt mit Blut oder Sex)
  • Toll­wut (es gibt vie­le streu­nen­de Kat­zen in Marok­ko)
  • Typhus (durch ver­un­rei­nig­te Lebens­mit­tel)

Typi­sche Erkran­kun­gen sind Durch­fäl­le. Du kannst sie durch gute Hygie­ne ver­mei­den. Wir haben immer eine Packung Des­in­fek­ti­ons­gel in der Tasche, das nach jedem Toi­let­ten­be­such und vor jeder Mahl­zeit zum Ein­satz kommt.

Du soll­test für dei­ne Rei­se nach Marok­ko auf jeden Fall eine Aus­lands-Kran­ken­ver­si­che­rung abschlie­ßen. Die gesetz­li­che Kran­ken­kas­se in Deutsch­land über­nimmt nicht die Kos­ten für eine Behand­lung.

Ärz­tin­nen und Ärz­te sind in der Regel gut aus­ge­bil­det, oft haben sie in Euro­pa stu­diert. Soll­te eine Behand­lung im Kran­ken­haus not­wen­dig wer­den, suche nach Mög­lich­keit eine Kli­nik in einer grö­ße­ren Stadt auf.

Wel­che Spra­che spricht man in Marok­ko?

Marok­ko hat drei Amts­spra­chen: Fran­zö­sisch, Ara­bisch und Ber­ber (das sich in die drei Spra­chen Tama­zight, Taschel­hit und Tari­fit unter­teilt).

Schild mit dreisprachiger Beschilderung.

Drei­spra­chi­ge Beschil­de­rung: Ara­bisch, Ber­be­risch und Fran­zö­sisch.

In tou­ris­ti­schen Gebie­ten spre­chen vie­le Men­schen Eng­lisch. Abseits der übli­chen Pfa­de ist es hilf­reich, wenn du ein paar Wor­te Fran­zö­sisch beherrscht. Ara­bisch brauchst du nicht, aber die Men­schen freu­en sich natür­lich, wenn du „hal­lo” und „dan­ke” in ihrer Spra­che sagen kannst.

Mini-Sprach­füh­rer Marok­ko

DeutschFran­zö­sischAra­bisch
Guten TagBon­jourAs sala­mu alai­kum (kurz: Salam)
Auf Wie­der­se­henAu revoirBis­la­ma
oder Masa­lam
dan­kemer­cishu­kran
bit­te (als Ant­wort auf Dan­ke)de rienla shu­kran ala waschib
bit­te (als Auf­for­de­rung)s’il vous plaîtafak
Deutsch­landAllema­gneAlmanya
Ent­schul­di­gung!Par­don!almaʿṯi­rah
jaouilye
neinnonla
Die Rech­nung bit­teL’ad­di­ti­on, s’il vous plaîtAfak, brit nakhlass
1, 2, 3un, deux, troiswahid, schusch, tla­ta

Rei­se­tipps zu Geld, Wäh­rung und Rei­se­kos­ten

Die Wäh­rung in Marok­ko ist der Dir­ham.

Du kannst dich an allen grö­ße­ren Orten an Geld­au­to­ma­ten mit Geld ver­sor­gen. Dazu nimmst du am bes­ten eine Kre­dit­kar­te, mit der du kos­ten­los auch im Aus­land Geld abhe­ben kannst, wie zum Bei­spiel die von der DKB oder der San­tan­der­bank.

Wenn du unbe­dingt Euro-Bar­geld mit­neh­men möch­test (war­um??), kannst du in tou­ris­ti­schen Orten in Wech­sel­stu­ben unkom­pli­ziert tau­schen. In Ban­ken ist es dage­gen recht büro­kra­tisch-kom­pli­ziert, sein Bar­geld zu tau­schen.

Marokkanische Geldscheine und Münzen.

Marok­ka­ni­sche Geld­schei­ne und Mün­zen.

Wie in vie­len Län­dern, ist auch in Marok­ko Klein­geld rar. Also bezah­le dort, wo es mög­lich ist mit grö­ße­ren Schei­nen, um immer genug Klein­geld für klei­ne­re Beträ­ge in der Tasche zu haben. Zah­lun­gen mit der Kre­dit­kar­te sind nur in gro­ßen Hotels oder Restau­rants mög­lich.

Für unse­ren Marok­ko-Urlaub haben wir ins­ge­samt 2344 Euro bezahlt. Wir waren 23 Tage unter­wegs. Für neun Tage hat­ten wir einen Miet­wa­gen, die Stre­cken zwi­schen den Königs­städ­ten haben wir mit dem Zug zurück­ge­legt.

Eine Auf­lis­tung unse­rer Aus­ga­ben:

Kate­go­rieKos­ten in Euro für zwei Per­so­nen
Flug293
Über­nach­tung in lan­des­ty­pi­schen Unter­künf­ten696
Essen in klei­nen Restau­rants, Street­food, Lebens­mit­tel487
Trans­port (Miet­wa­gen, Sprit, Bahn, Taxis)473
Tou­ren und Ein­trit­te (davon 265 Euro für die Wüs­ten­tour)290
Sons­ti­ges105
Gesamt­kos­ten für 23 Tage2344

Tele­fon und Inter­net

Da Marok­ko nicht zur EU gehört (Sur­pri­se!), fal­len beim mobi­len Tele­fo­nie­ren und Sur­fen erheb­li­che Roa­ming­ge­büh­ren an. Wie hoch die­se sind, kannst du bei dei­nem Anbie­ter erfra­gen – rein inter­es­se­hal­ber.

Soll­test du unter­wegs tele­fo­nie­ren und/oder sur­fen wol­len, emp­fiehlt sich, eine SIM-Kar­te eines marok­ka­ni­schen Anbie­ters zu kau­fen. Wir haben uns für Maroc Telecom ent­schie­den und hat­ten damit eine recht gute Abde­ckung. Wesent­lich bes­ser als das mobi­le Netz in Deutsch­land.

Die SIM-Kar­ten kannst du ent­we­der in klei­nen Läden erwer­ben oder du gehst in einem grö­ße­ren Ort direkt zur Nie­der­las­sung des Anbie­ters. Letz­te­res emp­fiehlt sich, denn dort kann man gleich die rich­ti­gen Ein­stel­lun­gen auf dei­nem Smart­pho­ne vor­neh­men. Am bes­ten schaust du gleich im Ankunfts­ort oder im Flug­ha­fen nach einem Mobil­funk­an­bie­ter.

WLAN gibt es in den meis­ten Unter­künf­ten kos­ten­los. Aller­dings ist die Qua­li­tät nicht immer zufrie­den­stel­lend.

Über­nach­ten in Marok­ko

Wir bevor­zu­gen lan­des­ty­pi­sche Unter­künf­te statt gesichts­lo­ser Hotel­an­la­gen. Es gibt vie­le schö­ne indi­vi­du­el­le Hotels, die in Riads oder Kas­bahs unter­ge­bracht sind. Wir emp­feh­len dir auf jeden Fall, dich nach sol­chen Unter­künf­ten umzu­se­hen. Meis­tens ist ein lecke­res und reich­li­ches Früh­stück im Preis ent­hal­ten.

Wir haben nur das ers­te Hotel in Aga­dir* von Deutsch­land aus vor­ge­bucht. Wenn wir in einem frem­den Land ankom­men, wis­sen wir ger­ne schon, wo wir über­nach­ten wer­den. Ansons­ten haben wir die Unter­künf­te immer von Ort zu Ort gebucht. Es war im Mai kein Pro­blem, etwas zu fin­den. Ein­zig in der Wüs­ten­stadt Tata haben wir etwas län­ger gesucht. Dort gab es zen­trums­nah nicht vie­le akzep­ta­ble Hotels.

Bezahlt haben wir im Schnitt 30 Euro pro Nacht für unse­re Unter­künf­te.

Für Cam­per und Wohn­mo­bi­lis­ten ste­hen vie­le Cam­ping­plät­ze zur Ver­fü­gung. Es gibt auch Hotels, die auf ihrem Gelän­de Stell­plät­ze ver­mie­ten.

Marokko Hotels

Ob roman­ti­sches Riad, lan­des­ty­pi­sches Hotel mit net­ter Atmo­sphä­re oder uri­ge Kas­bah – unse­re 7 schöns­ten Unter­künf­te haben wir in die­sem Bei­trag beschrie­ben:

7 schö­ne und preis­wer­te Hotels in Marok­ko.

Essen und Trin­ken

Das typi­sche Gericht aus Marok­kos Küche ist die Taji­ne. In einer Ton­form auf dem Feu­er gegart wer­den Zwie­beln, Fleisch oder Fisch, Kar­tof­feln und unter­schied­li­che Gemü­se. Sehr lecker ist eine Taji­ne mit Hähn­chen und Zitro­ne. Für Vege­ta­ri­er gibt es kaum Ange­bot. Selbst wenn eine Gemü­se-Taji­ne auf der Kar­te steht, wur­de sie doch in der Regel mit Fleisch zube­rei­tet, das vor dem Ser­vie­ren raus­ge­fischt wird.

Das zwei­te typi­sche Gericht ist Cous­cous, gedämpf­ter Wei­zen­gries mit Gemü­se und Fleisch. Oft gibt es Cous­cous nur auf Vor­be­stel­lung, denn die Zube­rei­tung braucht meh­re­re Stun­den.

Wei­ter­hin wer­den ger­ne Bro­chet­tes (Fleisch­spie­ße), Kefta (Hack­fleisch­bäll­chen) und ande­re Fleisch­ge­rich­te gereicht.

Blick von oben auf Suppenschale, Teller mit Pfannkuchen und süßes Gebäck.

Hari­ra mit süßen Bei­la­gen.

Ein klei­nes, sehr typi­sches Gericht ist Hari­ra. Das ist eine Sup­pe aus Lin­sen, Kicher­erb­sen, Lamm und Reis. Oft wird dazu etwas Süßes gereicht, wie Dat­teln oder Gebäck. Pro­bier es mal aus! Hari­ra gibt es in klei­nen Loka­len sehr güns­tig.

Als Street­food für den klei­nen Hun­ger zwi­schen­durch wer­den gegrill­te Mais­kol­ben, Mer­guez (schar­fe Lamm­würst­chen) im Fla­den­brot und Shawar­ma, der syrisch-liba­ne­si­sche Döner ange­bo­ten. Sehr lecker fand ich Lba­bu­ches, in einem wür­zi­gen Sud gekoch­te Schne­cken.

Die meis­ten Riads bie­ten Früh­stück an, das aus Brot, Oli­ven­öl, Kon­fi­tü­re, diver­sen Pfann­ku­chen, Oran­gen­saft und Tee oder Kaf­fee besteht. Manch­mal gibt es auch Ei oder Obst dazu. Wir haben in den Riads immer sehr lecker gefrüh­stückt.

Hast du eine Unter­kunft ohne Früh­stück gewählt, gehst du ins nächst­ge­le­ge­ne Café. Wenn du Früh­stück bestellst, kann es sein, dass du nur Brot, Öl und Kon­fi­tü­re erhältst. Die ande­ren Kom­po­nen­ten kannst du aber immer dazu bestel­len.

Unser Tipp fürs Früh­stück in den Ber­ber­ge­bie­ten: Ome­lette Ber­bè­re! Das ist ein herz­haf­tes Ome­lette mit Zwie­beln, Oli­ven und Gemü­se.

Berber-Omelette und frischer Orangensaft

Unser Lieb­lings-Früh­stück: Ber­ber-Ome­lette und fri­scher Oran­gen­saft

Bei Geträn­ken fällt einem in Marok­ko sofort der Tee ein, auch Ber­ber­whis­key genannt. Er wird aus grü­nem Tee, Min­ze und reich­lich Zucker in einer aus­ge­klü­gel­ten Zere­mo­nie auf­ge­brüht. Ein­ge­gos­sen wird der Tee typi­scher­wei­se aus gro­ßer Höhe, damit sich im Glas schö­ner Schaum bil­det.

Koch schenkt Minztee ein

Minz­tee gehört auch im kleins­ten Lokal dazu.

Außer­dem gibt es über­all frisch gepress­ten, sehr aro­ma­ti­schen Oran­gen­saft. Unbe­dingt pro­bie­ren!

Tipp: Wenn der Tee in einer Kan­ne am Tisch ser­viert wird, gießt du zunächst ein Glas ein und schüt­test es in die Kan­ne zurück. Die­sen Vor­gang wie­der­holst du ein paar Mal. Damit wird der Zucker ver­teilt, der als Klum­pen auf den Boden der Kan­ne gege­ben wird.

Auch guten Kaf­fee bekommst du in Marok­ko. Das ist den Zei­ten der fran­zö­si­schen Regie­rung gedankt.

Alko­hol ist in einem mus­li­mi­schen Land wie Marok­ko eher ver­pönt. In ein­fa­chen Loka­len wird er nicht ange­bo­ten. In geho­be­nen Restau­rants und über­all, wo sich Tou­ris­ten tum­meln gibt es sowohl Wein als auch Bier.

Zur Selbst­ver­sor­gung fin­dest du in grö­ße­ren Städ­ten Super­märk­te, wie zum Bei­spiel Car­re­four. Aber auch in den klei­nen Geschäf­ten und auf dem Markt kannst du dich gut mit fri­schen Waren wie Obst, Gemü­se und Brot ver­sor­gen. Ledig­lich Käse haben wir nicht immer zu kau­fen gefun­den.

Kleiner Laden mit Kästen voller Gemüse, hoch an der Wand gestapelt.

Typi­scher Gemü­se­la­den in Marok­ko.

Ver­hal­tens­tipps für Marok­ko

Marok­ko ist ein mus­li­mi­sches Land mit kon­ser­va­ti­ven Wer­te­vor­stel­lun­gen. Als Frau soll­test du dich dezent klei­den. Es wird nicht von dir ver­langt, dass du Kopf­tuch trägst oder dich kom­plett ver­hüllst. Aber du soll­test dar­auf ach­ten, Schul­tern und Knie bedeckt zu hal­ten.

Drei Mädchen mit langen weißen Röcken und schwarzen Kopftüchern gehen über die Straße in Marokko.

Beson­ders in länd­li­chen Gegen­den klei­den sich die Frau­en sehr kon­ser­va­tiv.

Für die Wüs­ten­tour ist der Chech ein sehr nütz­li­ches Klei­dungs­stück. Es ist ein lan­ger Stoff­schal, den du dir mehr­mals um den Kopf wickelst und auch vors Gesicht zie­hen kannst. Er schützt dich vor Son­ne, Wind und Sand. Du kannst Chechs in den meis­ten Orten kau­fen. Der Ver­käu­fer wird dir zei­gen, wie du ihn wickelst. Ich lie­be mei­nen Chech und tra­ge ihn inzwi­schen auch außer­halb der Wüs­te als Son­nen­schutz.

Marcus mit Kopf und Gesicht verhüllendem Chech.

Mar­cus geht als Tua­reg.

In den tou­ris­ti­schen Städ­ten, beson­ders Mar­ra­kesch und Fes, soll­test du dich vor den soge­nann­ten „Faux Gui­des” in Acht neh­men. Die selbst­er­nann­ten Füh­rer bie­ten dir ihre Hil­fe an, zum Bei­spiel um im Gas­sen­ge­wirr der Medi­nas zu dei­ner Unter­kunft zu fin­den. Dafür ver­lan­gen sie im Nach­hin­ein unver­schäm­te, über­höh­te Prei­se. Wenn du nicht zah­len willst, kön­nen sie sehr aggres­siv wer­den. In Mar­ra­kesch wirst du alle paar Meter ange­quatscht, du seist auf dem fal­schen Weg zur „Grand Place”. Lass dich davon nicht beir­ren!

Vie­le Marok­ka­ner, beson­ders die Ber­ber, haben nicht nur eine Abnei­gung, son­dern eine gera­de­zu aber­gläu­bi­sche Furcht davor, foto­gra­fiert zu wer­den. Bit­te respek­tie­re das und lich­te Men­schen nur nach deren Ein­wil­li­gung ab!

Soll­test du im Rama­dan unter­wegs sein, schickt es sich nicht, tags­über in der Öffent­lich­keit zu essen, zu trin­ken oder zu rau­chen.

Film- und Lite­ra­tur­tipps

Wir mögen es, uns auf ein Rei­se­land ein­zu­stim­men, indem wir vor dem Urlaub Fil­me oder Bücher, die dort spie­len kon­su­mie­ren. Auch nach der Rei­se ist das eine schö­ne Art, sich an besuch­te Orte zu erin­nern. Wie toll, plötz­lich in einer Film­sze­ne einen Ort wie­der zuer­ken­nen oder beim Lesen eines Buches eine Vor­stel­lung zu haben, wie es dort aus­sieht.

Fil­me:

Mar­ra­kesch*  Kate Wins­let als jun­ge Hip­pie-Mut­ter in Mar­ra­kesch.

Exit Mar­ra­kesch* Film von Caro­li­ne Link über eine schwie­ri­ge Vater-Sohn-Bezie­hung, in der der jugend­li­che Sohn auf eige­ne Faust aus Mar­ra­kesch abhaut und das Land erkun­det.

Babel* groß­ar­ti­ger Film von Ale­jan­dro Inar­ritú, der Schick­sa­le in Marok­ko, USA/Mexiko und Japan ver­knüpft. Mit Brad Pitt und Cate Blan­chett.

Wer bei typi­schen Fil­men aus Marok­ko übri­gens an „Casa­blan­ca” denkt: die­ser Film wur­de nicht in Marok­ko gedreht…

Bücher:

Eli­as Canet­ti: Die Stim­men von Mar­ra­kesch* Canet­ti zeich­net Por­träts von Men­schen aus Mar­ra­kesch.

Tahar Ben Jelloun: Sohn ihres Vaters* Zah­ra wird als ach­tes Mäd­chen einer Fami­lie gebo­ren. Da ent­schei­det ihr Vater, sie als Jun­gen auf­wach­sen zu las­sen.

Paul Bow­les: Der Him­mel über der Wüs­te Das berühm­te Buch ist lei­der nur noch anti­qua­risch ver­füg­bar. Der Roman wur­de von Ber­to­luc­ci ver­filmt.

Rei­se­füh­rer:

Der Ste­fan Loo­se Rei­se­füh­rer Marok­ko* hat uns durchs Land beglei­tet und gute Diens­te geleis­tet. Über­sicht­lich nach Regio­nen geord­net, bie­tet er vie­le Infor­ma­tio­nen.

Als zwei­ten Rei­se­füh­rer hat­ten wir den Rei­se­füh­rer Südma­rok­ko mit Aga­dir, Mar­ra­kesch und Essaoui­ra* vom Rei­se Know-How-Ver­lag dabei. Er ist beson­ders geeig­net für Selbst­fah­rer und beschreibt vie­le Rou­ten. Beson­ders nütz­lich waren die Hin­wei­se, wel­che Stra­ßen auch mit einem nor­ma­len PKW zu bewäl­ti­gen sind.

Rund­rei­se Marok­ko: Miet­wa­gen, Bus oder Zug?

Je nach­dem wo du in Marok­ko unter­wegs sein möch­test, ste­hen dir alle drei Mög­lich­kei­ten offen.

Im Nor­den des Lan­des exis­tiert ein gutes Eisen­bahn­netz, das die gro­ßen Städ­te in einem dich­ten Takt ver­bin­det. Infos zu den Zug­ver­bin­dun­gen fin­dest du auf der Sei­te der marok­ka­ni­schen Eisen­bahn­ge­sell­schaft ONCF.

Gina sitzt im Zugabteil.

Mit dem Zug kommst du bequem vor­an.

Orte abseits der Zug­li­ni­en und alles, was süd­lich von Mar­ra­kesch liegt kannst du mit Bus­sen errei­chen. Die bei­den größ­ten Bus­ge­sell­schaf­ten sind CTM und Supra­tours.

Abge­le­ge­ne­re Orte erreicht man mit Grand Taxis, wenn man sich das antun möch­te.

Grand Taxi vor der Place al Hedim in Meknes.

Im Grand Taxi rei­sen sechs Pas­sa­gie­re – plus Fah­rer!

Für die indi­vi­du­el­le Rou­te emp­fiehlt sich ein eige­ner fahr­ba­rer Unter­satz. Beim Mie­ten von Auto haben wir gute Erfah­run­gen mit Bil­li­ger-Miet­wa­gen* gemacht.

Was für Sehens­wür­dig­kei­ten gibt es in Marok­ko?

Wahr­schein­lich denkst du bei Marok­ko an eine bun­te, ori­en­ta­li­sche Welt. Und damit liegst du gar nicht falsch. Natür­lich gibt es auch das moder­ne Marok­ko. Bist du als Rei­sen­de unter­wegs wer­den dich ver­mut­lich mehr die klas­si­schen Sehens­wür­dig­kei­ten inter­es­sie­ren.

In Marok­kos Städ­ten fin­dest du die Medi­na, die Alt­stadt mit meist laby­rin­thisch ange­ord­net Gäss­chen. Hier ist auch der Souk, der Markt mit Hun­der­ten klei­ner Läden, die von Klei­dungs­stü­cken bis zu bun­ten Gewür­zen alles anbie­ten.

Aus verschiedenen Gewürzen geschichteter Berg

Bun­te Gewür­ze auf dem Souk.

Tipp: Im Souk ist Han­deln Pflicht! Das gilt für alle Waren außer Lebens­mit­tel. Der Preis, den der Händ­ler nennt ist umso höher, je dich­ter du am tou­ris­ti­schen Haupt­strom bist.

Mosche­en kannst du dir in Marok­ko bis auf weni­ge Aus­nah­men nur von außen anse­hen. Für Nicht-Mos­lems ist der Zutritt ver­bo­ten. Die­se Rege­lung stammt übri­gens noch aus der Zeit des fran­zö­si­schen Pro­tek­to­rats. Die fran­zö­si­schen Söld­ner haben sich sich wohl so schlecht benom­men, dass die fran­zö­si­sche Regie­rung die­se Rege­lung erlas­sen hat.

Schild mit französischer und englischer Beschriftung.

Für Nicht-Mos­lems ver­bo­ten.

Dafür gibt es alte Koran­schu­len, Medres­sa oder Meder­sa genannt, die du besich­ti­gen kannst. Auch diver­se Paläs­te der unter­schied­li­chen Sul­tan-Dynas­ti­en, die in Marok­ko geherrscht haben gibt es zu bestau­nen.

Kas­bah nennt man die Lehm­bur­gen, die vor allem im süd­li­chen Marok­ko zu fin­den sind. Sie dien­ten frü­her den Gou­ver­neu­ren des Sul­tans als Herr­scher­sitz.

Ein Ksar ist ein befes­tig­tes Dorf, eben­falls aus Lehm gebaut. Die­se Wehr­dör­fer sind oft im Süden des Lan­des zu fin­den.

Berühmt sind die vier Königs­städ­te Mar­ra­kesch, Fes, Meknes und Rabat.

Die Königs­städ­te Marok­kos

Die vier Städ­te Mar­ra­kesch, Fes, Rabat und Meknes sind die Herr­schafts­sit­ze ver­gan­ge­ner Dynas­ti­en. Pracht­bau­ten von welt­li­cher und geist­li­cher Art sind noch heu­te zu bewun­dern. Jede der vier Königs­städ­te hat ihren eige­nen Reiz. Auf einer Rund­rei­se durch Marok­ko gehö­ren sie daher zum Pflicht­pro­gramm.

Tor in Marrakesch, Marokko.

Mar­ra­kesch ist die bekann­tes­te, quir­ligs­te und tou­ris­tischs­te der vier Königs­städ­te. Für einen Marok­ko-Anfän­ger ist sie sicher­lich auch die anstren­gends­te.

Unse­re Rei­se­tipps zu Mar­ra­kesch kannst du in die­sem Bericht lesen:

Unse­re Mar­ra­kesch-Tipps: 5 tol­le Sehens­wür­dig­kei­ten und ein Flop

Blick auf die Kasbah von Rabat, Marokko.

Rabat ist die heu­ti­ge Haupt­stadt Marok­kos. Vom uralten Stadt­teil der Chel­lah über die male­ri­sche Kas­bah Ouda­ya bis zum prunk­vol­len Mau­so­le­um des Königs gibt es viel zu sehen.

Unse­ren Bericht über Rabat fin­dest du hier:

Rabat – die schöns­ten Sehens­wür­dig­kei­ten in Marok­kos Haupt­stadt

Bab al Mansour in Meknes, Marokko.

Die kleins­te der Königs­städ­te ist Meknes. Sie wird daher nicht so oft besucht wie die ande­ren drei. Dadurch ist sie ruhi­ger, aber nicht weni­ger sehens­wert.

Was du ver­passt, wenn du Meknes aus­lässt kannst du hier nach­le­sen:

Meknes: Die kleins­te der Königs­städ­te in Marok­ko

Das Bab Boujeloud in Fes, Marokko.

Fes ist bekannt für sei­ne typi­schen Ger­be­rei­en, die wuse­li­ge Medi­na und eine der ehr­wür­digs­ten Mosche­en des Islam. Fes ist über meh­re­re Hügel erbaut, ein Blick von oben auf die Stadt lohnt sich.

Unse­re Rei­se­tipps zu Fes:

Fes, Marok­ko: Die 7 bes­ten Sehens­wür­dig­kei­ten – Rei­se­tipps, High­lights, Sicher­heit

Wüs­te und Gebir­ge – Marok­kos Land­schaf­ten

Nicht nur inter­es­san­te Städ­te hat Marok­ko zu bie­ten, son­dern auch traum­haf­te Land­schaf­ten. Strän­de, frucht­ba­re Fluss­tä­ler, schrof­fe Gip­fel und die end­lo­se Wei­te der Saha­ra – Natur­freun­de kom­men auf jeden Fall auf ihre Kos­ten.

Sahara in Marokko.

Eine Saha­ra-Wüs­ten­tour in den Erg Che­ga­ga war für uns ein abso­lu­tes Muss. Unser Rei­se­tipp: statt in den Erg Chebbi, der schon fast über­lau­fen ist, lie­ber den Erg Che­ga­ga für die Wüs­ten­tour wäh­len. Dort haben wir im Noma­den­camp über­nach­tet und vie­le fas­zi­nie­ren­de Land­schaf­ten der Wüs­te ken­nen­ge­lernt.

Anti-Atlas in Marokko

Tafraou­te im Anti-Atlas war unser Aus­gangs­punkt, um die schrof­fe und bun­te Gebirgs­land­schaft zu erkun­den. Von hier mach­ten wir Aus­flü­ge und Wan­de­run­gen ins Tal der Ammeln, zu den bun­ten Fel­sen und in die spek­ta­ku­lä­re Ait-Man­sour-Schlucht.

kasbah im Draa-Tal in Marokko.

Das Draa-Tal um Agdz in Marok­ko ist eine ein­zi­ge gro­ße Dat­tel­pal­men-Oase. Male­risch thro­nen über­all teils ver­fal­le­ne, teils restau­rier­te Kas­bahs und Ksar über der Land­schaft. Du kannst lan­ge Wan­de­run­gen in der Fluss­oa­se unter­neh­men und his­to­ri­sche Lehm­bur­gen besich­ti­gen.

Kamel in Marokko.

Marok­ko hat noch viel mehr Land­schaf­ten zu bie­ten, als wir in unse­ren gut drei Wochen Urlaub berei­sen konn­ten. Wei­te­re Ein­drü­cke vom Land haben vier Rei­se­b­log­ger in die­sem Roun­dup-Marok­ko für uns gesam­melt. Ob Strän­de, Hoher Atlas oder Dades-Tal, hier sind noch eini­ge Rei­se­tipps zu fin­den.