Von Mrauk U nach Sittwe

Von Mrauk U geht es mit dem Schiff zurück nach Sittwe. Frühmorgens besteigen wir das Speedboat. Im Gegensatz zum Slow Boat dauert die Fahrt eine Stunde weniger, dafür gibt es kein Aussichtsdeck, auf dem man sich bewegen kann. Die Kabine des Speedboats erinnert an die eines Flugzeugs, es ist eng und stickig.

Im Speedboat

Zum Glück bleibt in der Dreierreihe neben uns der Sitz frei, so dass wir unser Tagesgepäck dort stapeln können. Vorne predigt im Fernsehen ein buddhistischer Mönch. Der Lautsprecher hängt direkt über unseren Köpfen und ist auf sehr laut eingestellt. Die Fenster nach draußen sind so dreckig, wir können kaum etwas sehen. Wenigstens war das auf der Hinfahrt besser.

Als wir mittags in Sittwe ankommen, beziehen wir das gleiche Hotel wie auf dem Hinweg. Der nächste Flieger geht erst morgen, so nutzen wir die verbleibende Zeit, um den hiesigen Fischmarkt zu besuchen. Überall auf dem Markt wird frischer Fisch angeboten. Die Fische zappeln teilweise noch nach Luft schnappend in kleinen Eimern oder werden gerade ausgenommen. Händler stehen laut schwatzend um ihren Fang herum. Auf dem Boden bilden sich Pfützen aus Wasser und irgendwelchen Flüssigkeiten. Es stinkt nach Fisch und meine Füsse werden in den Flipflops nass. Es gibt auch getrockneten Fisch, sehr künstlerisch zerschnitten.

Fische getrocknet und kunstvoll dargestellt

Hinter dem Markt geht’s zum Anlegesteg. Links und rechts dümpeln kleine Motorboote und warten auf Kundschaft. Einige Meter weiter draußen liegen etwas größere Boote. Diese sind mit Waren und Personen beladen. Immer wieder rufen sich die Leute vom Boot zum Steg etwas zu. Neue Boote kommen, andere legen ab. Auch die kleinen Boote werden beladen und fahren zu den größeren. Wir schauen uns das Schauspiel eine Zeit lang an und verlassen dann das Viertel.

Am Fischereihafen

Auf dem Rückweg zum Hotel werden wir von einem Fahrrad-Rikschafahrer angesprochen. Hier heißen die Transportmittel Trishaw. Wir nehmen sein Angebot an, uns zum Hotel bringen zu lassen. Man sitzt neben dem Fahrer Rücken an Rücken, Gina guckt nach vorne, ich nach hinten. Etwas eng sind die Sitze, oder mein Hintern zu breit. Während der Fahrt erfahren wir, dass der Fahrer 26 Jahre Mönch war und seitdem bei der Post arbeitet. Das Trishaw fährt er zusätzlich nebenbei. Eine wirklich interessante und kurzweilige Fahrt.

Gina und der Trishaw-Fahrer

Flug nach Yangon

Am nächsten Vormittag gehts zum Flughafen. Das Tuktuk ist ziemlich runtergekommen und wir sind froh, dass es diese Fahrt noch geschafft hat. Mehrmals ging es durch Schlaglöcher und ich bin etwas genervt, als wir endlich aussteigen können.

Ich liebe diese kleinen Flughäfen, an denen noch nicht soviel automatisiert ist. Ich übertreibe, hier geht nichts automatisch. Wie es dort genau zugeht, haben wir auf unserm Weg vom Inle See nach Mrauk U beschrieben. Heute wartet zu meiner Enttäuschung keine Propellermaschine auf uns, sondern ein recht modern aussehender Jet.

Kurz vor dem Flug

Wenig später landen wir schon in Yangon. Auch hier müssen wir wieder eine Übernachtung einplanen, heute startet kein Flieger mehr nach Bangkok.

Wie hat uns Myanmar gefallen?

Wir verlassen am nächsten Tag Myanmar. Das Land fanden wir faszinierend und anstrengend zugleich. Myanmar ist laut und dreckig, überall liegt Müll. Die Straßen sind teilweise schlecht, die Busfahrten zwischen den Städten dauern lang.

Dennoch haben wir den Besuch Myanmars genossen. Es gibt so viele schöne Tempel zu entdecken. Die Menschen sind freundlich und hilfsbereit.

Wir lernten auch das ursprüngliche Land kennen. Das harte Leben, die tiefe Gläubigkeit und der Optimismus der Birmaner haben uns sehr beeindruckt. Wir sind froh, dieses Land jetzt besucht zu haben. Denn es verändert sich. Rasant. Durch den Tourismus. Es wird einiges von seiner Ursprünglichkeit verlieren. Dafür werden hoffentlich seine Bewohner profitieren.

Zwischenstopp in Trat

Bevor es zum Ausspannen an den Strand nach Koh Chang geht, heißt es noch einige Stunden im Bus von Bangkok nach Trat zu sitzen. Erst spät am Abend kommen wir in „Yotins Guesthouse“ an. Hier bleiben wir zwei Nächte. Das Guesthouse entpuppt sich als Glücksgriff. Yotin und seine Frau sprechen zwar kaum Englisch, dies machen sie aber durch Freundlichkeit und Fröhlichkeit allemal wett. Wir fühlen uns hier sauwohl.

Die Zeit hier geht wieder viel zu schnell um. Bevor es aber bald nach Kambodscha geht, stehen uns noch einige Tage mit Sonne, Strand und Meer in Koh Chang bevor.

Koh Chang Strand

Traumhafter Strand auf Koh Chang

Wenn du in Koh Chang nicht nur relaxen willst, sondern auch ein bisschen als Digitaler Nomade arbeiten willst, findest du hier übrigens hervorragende Bedingungen. Das hat Barbara von Barbaralicious festgestellt.

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