Radeln zwischen den Ruinen von Sukhothai

Sukhothai, die Wiege Siams

Von Lampang geht es weiter nach Sukhothai. Die alte Königsstadt gilt als Wiege Siams. 500 Jahre alte Ruinen gibt es in einem ausgedehnten historischen Park zu bewundern.

Unsere stimmungsvolle Unterkunft in Sukhothai

Unsere Unterkunft liegt nur wenige Meter vom Parkeingang entfernt, und so machen wir uns direkt nach unserer Ankunft auf, um einen ersten Eindruck zu gewinnen. Der verstorbene König beschert uns freien Eintritt, denn bis Ende Januar sind alle staatlichen Museen kostenlos zugänglich.

Die Ruinen des Haupttempels Wat Mahathat beeindrucken mit einem riesigen sitzenden Buddha, der zwar kein Dach über dem Kopf mehr hat, aber von zahlreichen Säulen umgeben ist. Rechts und links davon stehen zwei nicht minder große Buddhas in ihren Nischen.

Buddha im Wat Mahathat
Flankierender stehender Buddha

Den Rest des Parks heben wir uns für morgen auf. Wir besuchen noch den Markt, wo wir wieder neue skurrile Sachen entdecken.

Typischer Arbeitsplatz einer Marktfrau
Nicht jedermanns Sache: gebratene Frösche

Von Rädern und Ruinen

Da das Gebiet, in dem die historischen Ruinen verteilt sind recht ausgedehnt ist, leihen wir uns am nächsten Morgen Fahrräder für die Erkundung. Der technische Standard ist einfach, aber da die Gegend flach ist gilt die Devise: „Hauptsache, es fährt! “

Entspanntes Radeln

Bei strahlendem Sonnenschein radeln wir durch den Park. Das Denkmal von König Ramkhamhaeng, dem Gründer von Sukhothai ist das erste Ziel, bevor es zu einem Tempel geht, der in einem künstlichen See angelegt wurde.  

Da sitzt er
Seerosen und Tempel – schön!
Der Steg zur Tempelinsel

Der Ausgang in Richtung des nördlichen Bereichs ist leider verschlossen, so dass wir einen Umweg fahren müssen, um dorthin zu gelangen. Einzelne Chedis, mehr oder weniger gut erhalten, säumen den Weg. In einem Schlenker führt die Straße durch das ehemalige Nordtor. Erdwälle bezeugen die alten Stadtmauern. 

Einer der vielen Chedis

Etwas außerhalb liegt eine große, recht verfallene Tempelanlage, der Wat Phra Phai Luang. Drei Prangs im Khmer-Stil, von denen einer noch gut erhalten ist sind das Typische dieser Anlage. Hier kommt Indiana-Jones-Feeling auf, lauter Ruinen, fast ganz für uns allein. 

Was vom Buddha übrig blieb…
Gut erhaltener Prang

Weiter geht es zum größten sitzenden Buddha in Sukothai im Wat Sri Chum. In den quaderförmigen Resten des Tempels thront die majestätische Figur. Die Finger der herab zeigenden Hand sind vergoldet. Auch Mönche besuchen den Ort und posen für Erinnerungsfotos davor. 

Der ist wirklich groß
Posierende Mönche

Nach einer Pause im Schatten eines Mangobaumes radeln wir zu den westlichen Ruinen. Dazu geht es einige Kilometer an der Landstraße entlang. Leider verpassen wir den Abzweig und fahren etwas zu weit. Interessant ist es allemal. Einheimische winken uns freundlich zu. Ein mobiler Imbissstand knattert mit wehender Rauchfahne vom Grill an uns vorbei. 

Schließlich finden wir den richtigen Weg. Hauptattraktion im westlichen Teil ist ein stehender Buddha auf einem Hügel. Ein schmaler Felspfad führt zu ihm empor. Von oben bietet sich eine tolle Aussicht. Aus dem Grün der Landschaft ragen die Spitzen der alten Chedis empor. 

Noch ein großer Buddha
Blick über die Landschaft

Zurück geht es entlang vieler weiterer halbverfallener Chedis zum westlichen Eingang des zentralen Parks. Nach vielen geradelten Kilometern sind wir froh, langsam wieder zurück zu kommen. Doch was ist das? Auch dieser Eingang ist verschlossen! Ein Blick auf die Karte zeigt, dass wir wieder einen größeren Umweg über die Landstraße machen müssten, während wir hier einfach geradeaus durchfahren könnten. Also heben wir kurzentschlossen unsere Räder über die Absperrung und nehmen den direkten Weg.

Allein unterwegs

Am nächsten Tag liegt Marcus mit verdorbenem Magen danieder. So bummele ich alleine durch den zentralen historischen Park und gucke mir ein paar Ruinen an, die wir noch nicht gesehen haben. Dabei unterschätzte ich die Ausdehnung des Parks, zu Fuß bin ich ganz schön lange unterwegs. Hätte ich das gewusst, hätte ich mir nochmal ein Fahrrad geliehen.

Noch mehr Prangs
Und irgendeiner fegt immer
Der Park bietet auch schöne Ausblicke

Ein glänzender Abschluss

Abends geht es Marcus zum Glück wieder besser, so dass wir gemeinsam die bunten Lichtspiele im historischen Park bewundern können. Die Wassergräben sind mit vielen Lampions geschmückt, die Bäume ebenfalls. Der Buddha im Wat Mahathat wird ebenso wie die ihn umgebenden Säulen in wechselnden bunten Farben angestrahlt. Ein bisschen wie auf dem Jahrmarkt. Auf einer Bühne lässt man Millionen Seifenblasen aufsteigen, ebenfalls bunt angeleuchnet. Kostenlos werden süße Snacks und Getränke verteilt. Dazu gibt es eine Ausstellung, da Sukhothai seit 25 Jahren als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt ist.

Festlich beleuchteter Wassergraben
Alles so schön bunt hier…
… und hier auch

Ein schöner Abschluss unserer Tage in Sukhothai. Morgen geht es weiter in die nächste alte Königsstadt: Ayutthaya. (G)


2 Replies to “Radeln zwischen den Ruinen von Sukhothai”

  1. Hallo Gina, hallo Marcus,

    bei mir ist Sukhothai auch noch gar nicht so lange her. Danke, dass ihr mich mit Euren schönen Bildern wieder an diese herrliche Zeit erinnert habt. Insbesondere die Fotos bei Nacht sind bei mir nicht so dolle geworden…ja, da war es wirklich schön…
    Habt ihr die Schweineköpfe auf dem Markt gesehen? Eure Frösche habe ich zum Glück übersehen 🙂

    Ich wünsche Euch weiterhin eine phantastische Reise!

    Alles Liebe
    Annik

    1. Hallo Annik,
      auf den Märkten gibt es ja immer viel zu sehen. Ich kann mich an einen Schweinekopf erinnern, weiß aber nicht, ob das in Sukhothai war. Dir auch noch eine schöne Reise.
      LG
      Marcus

Kommentar verfassen