Was isst man in Aus­tra­li­en? Aus­tra­li­en ist ja nun welt­weit nicht als ers­tes für sei­ne kuli­na­ri­schen Höhe­punk­te bekannt. Den­noch hat es sei­ne Eigen­hei­ten und die wol­len wir euch nicht vor­ent­hal­ten.

Wir haben haupt­säch­lich selbst gekocht, da Essen gehen in Aus­tra­li­en ein teu­res Ver­gnü­gen ist. Selbst der Ein­kauf im Super­markt reißt ein grö­ße­res Loch in die Kas­se als zu Hau­se.

Tropische Früchte haben auch hier ihren Preis

Tro­pi­sche Früch­te haben auch hier ihren Preis

Im Woo­lies oder Coles, so hei­ßen die bei­den gro­ßen Super­markt­ket­ten, fällt uns als ers­tes auf, wie groß die Packun­gen sind. Oran­gen­saft und Milch in Zwei-Liter-Fla­schen, Hafer­flo­cken im Kilo-Beu­tel, Joghurt eben­falls im Kilo-Becher. Bei Fleisch, ob Würst­chen, Hack oder Steaks fängt die kleins­te Packung bei 500 Gramm an. Wenn man zu zweit unter­wegs ist und nur einen klei­nen Kühl­schrank hat, schon mal pro­ble­ma­tisch…

Gleich fal­len uns Pro­duk­te ins Auge, die wir aus hei­mi­schen Super­märk­ten nicht ken­nen. So gibt es Kräu­ter aus der Tube als Pas­te zum Ein­rüh­ren, von Peter­si­lie bis zur ita­lie­ni­schen Kräu­ter­mi­schung.

Kräuter aus der Tube

Kräu­ter aus der Tube

Im  Kühl­re­gal fin­den wir Eiweiß im Tetra­pak. Cho­le­ste­rol- und fett­frei! Und natür­lich in der prak­ti­schen 500-Mil­li­li­ter-Packung…

Ich weiß nicht, wofür man einen halben Liter Eiweiß braucht...

Ich weiß nicht, wofür man einen hal­ben Liter Eiweiß braucht…

An Gemü­se wird neben den uns ver­trau­ten Sor­ten auch viel asia­ti­sches ange­bo­ten. So fan­den wir immer ver­schie­de­ne Pak Choy Arten, die wir natür­lich aus­pro­bier­ten und für gut befan­den.

Vertraute und exotische Kohlarten

Ver­trau­te und exo­ti­sche Kohl­ar­ten

Der rela­ti­ve gro­ße Anteil asia­ti­scher Bevöl­ke­rung sorgt vor allem in den gro­ßen Städ­ten für ein abwechs­lungs­rei­ches Ange­bot ver­schie­de­ner Restau­rants. In Syd­ney haben wir köst­lich viet­na­me­sisch gespeist.

Pho, leckere vietnamesische Suppe

Pho, lecke­re viet­na­me­si­sche Sup­pe

Beim Obst fin­det sich viel tro­pi­sches, was in Aus­tra­li­en pro­du­ziert wird: Man­gos, Papa­ya, Ana­nas, ver­schie­de­ne Melo­nen­sor­ten. Unser Früh­stücks­müs­li wur­de oft mit Melo­ne berei­chert.

Gesundes und leckeres Frühstück

Gesun­des und lecke­res Früh­stück

Loka­le Pro­duk­te wer­den stolz bewor­ben mit dem Slo­gan „It’s gre­at when it’s from our sta­te”. Lei­der hat die aus­tra­li­sche Ana­nas nicht unse­re Erwar­tun­gen erfüllt, wir haben sie mehr­mals pro­biert und waren jedes­mal ent­täuscht.

Neben nor­ma­len Kar­tof­feln wer­den vie­le Süß­kar­tof­feln pro­du­ziert, die auch als lecke­re Snacks ange­bo­ten wer­den.

Pommes und frittierte Süßkartoffeln

Pom­mes und frit­tier­te Süß­kar­tof­feln

Die aus­tra­li­sche Iko­ne ist das Kän­gu­ru. Und ja, das kann man auch essen. Allen, die jetzt empört auf­schrei­en, wie man denn so süße Tie­re essen kann: Sind ande­re Tie­re, die wir gedan­ken­los essen nicht auch süß? Rehe, Hasen, Läm­mer, selbst Kühe ent­zü­cken uns doch, wenn wir sie leben­dig im Wald oder auf der Wei­de sehen. Und Kän­gu­rus als Wild­tie­re kön­nen nicht in Stäl­len in Mas­sen­hal­tung „pro­du­ziert” wer­den. Sie füh­ren ein glück­li­ches Leben in Frei­heit, hüp­fen in Mas­sen durch den aus­tra­li­schen Busch und wer­den zur Bestands­kon­trol­le geschos­sen. Ihr Fleisch ist sehr gesund, weil pro­te­in­reich und fett­arm.

Wir haben also Kän­gu­ru pro­biert. Am bes­ten hat uns das Filet geschmeckt, kurz gebra­ten, innen noch rosa, sonst wird es tro­cken und zäh. Es hat einen cha­rak­te­ris­ti­schen Geschmack, ähn­lich wie Wild.

Känguru Chez Kermit

Kän­gu­ru Chez Ker­mit

Auch Kän­gu­ru-Brat­würs­te und Kän­gu­ru-Bur­ger stan­den bei uns auf der Spei­se­kar­te. Beim Zube­rei­ten der­sel­ben erwies sich eine wei­te­re typisch aus­tra­li­sche Ein­rich­tung als sehr prak­tisch: der Bar­be­cue. Über­all, wirk­lich über­all, ob auf Cam­ping­plät­zen oder in Parks fin­det man elek­tri­sche oder gas­be­trie­be­ne Grills, die eine gro­ße Edel­stahl­flä­che zum Bra­ten haben. Meist kann man die­se sogar kos­ten­los benut­zen.

Einen ande­ren tie­ri­schen Bewoh­ner Aus­tra­li­ens haben wir eben­falls pro­biert. Kro­ko­dil wur­de uns in Dar­win als Croc-Tem­pura und als Croc-Bur­ger ser­viert. Das Fleisch ist ziem­lich, sagen wir mal, neu­tral im Geschmack und benö­tigt viel wür­zen­de Zuta­ten. Da hat uns das typi­sche Fish and Chips wesent­lich bes­ser geschmeckt.

Croc asiatisch angehaucht

Croc asia­tisch ange­haucht

Croc-Burger

Croc-Bur­ger

Ach ja Fisch: da dür­fen wir den Barra­mun­di nicht ver­ges­sen, ein gro­ßer Fisch, der im tro­pi­schen Nor­den Aus­tra­li­ens zu Hau­se ist. Barra­mun­di­fi­sche­rei ist die gro­ße Lei­den­schaft vie­ler aus­tra­li­scher grey nomads, die vor dem Win­ter im Süden flüch­ten. Wir haben uns ein Barra­mun­di­fi­let zube­rei­tet. Das Fleisch ist weiß und erstaun­lich zart für einen so gro­ßen Fisch und hat einen exqui­si­ten Geschmack.

Außer Fish and Chips gibt es noch mehr Gerich­te, die von der bri­ti­schen Küche beein­flusst sind. So sind Pies mit herz­haf­ter Fül­lung, meist mit Rind­fleisch in jedem Imbiss zu fin­den.

Sehr oft wird Tee mit Sco­nes in den Cafés ser­viert. Sco­nes sind Hefe­ge­bäck, tra­di­tio­nell mit Kon­fi­tü­re und dicker Sah­ne gereicht. Yum­my!

Scones with jam and cream

Sco­nes with jam and cream

Die Chees­e­cakes wie­der­um konn­ten uns nicht begeis­tern, sie waren uns meist zu süß und zu kleb­rig in der Kon­sis­tenz.

Cheesecake

Chees­e­ca­ke

Da konn­te man mich eher wie­der mit einem süßen Gin­ger­b­read-Man locken. (G)

Ist denn schon Weihnachten?

Ist denn schon Weih­nach­ten?