Bei Puer­to Mur­ta errei­chen wir den Lago Gene­ral Car­re­ra und fah­ren an sei­nem Ufer ent­lang. Der größ­te See Chi­les und nach dem Titi­ca­ca­see zweit­größ­te Süd­ame­ri­kas erstreckt sich über fast 200 Kilo­me­ter bis nach Argen­ti­ni­en hin­ein. Er leuch­tet in einem unwirk­li­chen Blau.

Lago General Carrera Lago General Carrera

Lago General Carrera

In Puer­to Gua­dal haben wir eine Caba­na reser­viert. Aus dem Fens­ter haben wir Blick auf den See, in dem sich die gegen­über­lie­gen­den Ber­ge des Cer­ro Cas­til­lo spie­geln.

Lago General Carrera

Lei­der ist es deut­lich zu kalt, um auf der Veran­da zu sit­zen. Der über den Inland­glet­scher strei­chen­de Ost­wind bringt eisi­ge Luft, die nur tags­über von der Son­ne auf mil­de Tem­pe­ra­tu­ren erwärmt wird. So sind wir froh, dass abends ein kräf­ti­ges Holz­feu­er im Ofen des Wohn­zim­mers bul­lert.

Patagonischer Sommerabend ;-)

Pata­go­ni­scher Som­mer­abend ;-)

Eine der Attrak­tio­nen des Lago Gene­ral Car­re­ra sind die Capil­las del Mar­mol, die Mar­mor­ka­pel­len. Es han­delt sich um Inseln, deren Mar­mor­so­ckel von Wind und Wel­len zu Höh­len und Gän­gen aus­ge­wa­schen wur­den. Zehn Minu­ten dau­ert die Fahrt über den See. Die Inseln bil­den einen mas­si­ven bewal­de­ten Block auf fili­gra­nen Bein­chen. Die aus­ge­wa­sche­nen Gän­ge sind so groß, dass wir mit dem Boot hin­durch­fah­ren kön­nen.

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Im Val­le Explo­ra­do­res führt die Pis­te 70 Kilo­me­ter am Ran­de des Pata­go­ni­schen Eis­felds ent­lang, um dann im Nichts zu enden. Irgend­wann soll mal eine Brü­cke über den Rio Explo­ra­do­res gebaut und die Stra­ße bis zum Meer ver­län­gert wer­den.

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Kurz hin­ter Puer­to Tran­qui­lo pas­sie­ren wir einen pata­go­ni­schen Fried­hof. In klei­nen Holz­häu­sern befin­den sich die Grab­stät­ten, aus­ge­stat­tet mit reich­hal­ti­gem Plas­tik-Blu­men­schmuck.

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Nach 53 Kilo­me­tern errei­chen wir einen stei­len Wan­der­pfad, der zu einer offen­sicht­lich erst neu errich­te­ten Aus­sichts­platt­form auf dem Berg­kamm führt. Von hier aus sehen wir auf den Gros­se-Glet­scher, der sich als brei­te Eis­zun­ge vom Inland­eis­feld schiebt.

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Ein wei­te­rer Aus­flug führt uns noch ein Stück wei­ter Rich­tung Süden. Vor­bei am Lago Bert­rand fah­ren wir zum Rio Baker, dem was­ser­reichs­ten Fluss Pata­go­ni­ens. In einem tie­fen Sma­ragd­grün leuch­tet der Strom zwi­schen den baum­be­stan­de­nen Ufern. Wir wan­dern ein klei­nes Stück durch step­pen­ar­ti­ge Vege­ta­ti­on zu einer gewal­ti­gen Strom­schnel­le.

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Noch ein Stück wei­ter süd­lich errei­chen wir das Val­le Cha­ca­bu­co. Die hier frü­her lie­gen­den Haci­en­das wur­den nach und nach von dem natur­lie­ben­den Mil­lio­när, der auch den Natur­park bei Chaitén ein­ge­rich­tet hat, auf­ge­kauft. Das ehe­ma­li­ge Wei­de­land wird sich selbst über­las­sen und von der Natur zurück­er­obert. So dau­er­te es nicht lan­ge, bis sich hier wie­der Gua­na­kos, wild leben­de Ver­wand­te des Lamas ein­fan­den. Ihre hell­brau­ne Fell­far­be erin­nert an die von Rehen. Wir sehen meh­re­re klei­ne Her­den die­ser gra­ziö­sen Tie­re, als wir die Pis­te ins Val­le Cha­ca­bu­co ent­lang hol­pern.

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Der Rück­weg führt man­gels Alter­na­ti­ven über die glei­che Rou­te.

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Die letz­te Über­nach­tung am Lago Yelcho bie­tet noch­mal gro­ßes Land­schafts­ki­no.

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In Chaitén rol­len wir auf die gro­ße Fäh­re, die uns nach Puer­to Montt bringt. Zum Abschied schickt uns der Vul­kan Chaitén eine dün­ne Rauch­fah­ne hin­ter­her.

 

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