Heu­te holen wir Ker­mit 2 ab. Er war­tet bei Jucy in der Nähe des Flug­ha­fens auf uns. Als wir dort ankom­men, ste­hen vie­le Fahr­zeu­ge her­um und wir sind gespannt, wel­cher der gan­zen Ker­mits denn unse­rer ist.

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Das ist er ?

Die Dame am Emp­fang füllt erst­mal den Ver­trag falsch aus. Dann braucht sie ewig lan­ge, um dies zu kor­ri­gie­ren. In der Zwi­schen­zeit bekom­men wir einen por­ta­blen DVD-Play­er in die Hand gedrückt, dar­in sol­len wir alles Wis­sens­wer­te über Ker­mit 2 erfah­ren. Danach unter­schrei­ben wir zügig den Ver­trag und bekom­men den Auto­schlüs­sel. Unse­re Fra­gen bezüg­lich des Ver­trags und des Autos wer­den sehr unwil­lig und unwis­send beant­wor­tet. Hopp­la, das ging in Aus­tra­li­en aber viel bes­ser :-(

Als typi­scher Deut­scher schaut man sich ja ger­ne das Fahr­zeug mit dem Ver­mie­ter zusam­men an und notiert vor­han­de­ne Krat­zer, Beu­len oder Auf­fäl­lig­kei­ten am Auto. Hier brau­chen wir das nicht. Ist ja alles ver­si­chert. Trotz­dem ent­de­cken wir noch eini­ge Din­ge, die wir nach­fra­gen müs­sen. Wie funk­tio­niert das Che­mie-Klo, der Gas-Zün­der am Herd funk­tio­niert nicht. Ich rufe eine der Ange­stell­ten her­bei. Lei­der hat sie kei­ne rich­ti­ge Ahnung und ver­sucht uns schnellst­mög­lich los­zu­wer­den. Ein wenig frus­triert fah­ren wir vom Hof.

Ker­mit 2 hat gegen­über Ker­mit Vor- und Nach­tei­le. Es sind klei­ne Unter­schie­de, an die wir uns erst­mal gewöh­nen müs­sen. Die coo­le Lenk­rad­schal­tung mit dem lan­gen Hebel bei Ker­mit 1 ist einer Schal­tung in der Mit­te gewi­chen.

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Moder­ne Schal­tung, aller­dings sto­ße ich immer mit dem Knie an ?

Der Motor ist anders ange­ord­net als bei Ker­mit 1. Dadurch wird der Bei­fah­rer nicht mehr gegrillt. Außer­dem fehlt die Fuß­bo­den­hei­zung, die beim ers­ten Ker­mit nach der Fahrt deut­lich spür­bar war.

Die Auf­tei­lung der Schrän­ke ist anders. Wir haben mehr Platz, es gibt ein gro­ßes Fach, indem wir Klein­kram unter­brin­gen. Das Geschirr haben wir mehr­mals umge­sta­pelt, damit es nicht bei jeder klei­nen Boden­wel­le mar­kerschüt­ternd klap­pert.  Auch ist die Lei­ter fürs obe­re Bett anders, was das Auf­hän­gen von Gegen­stän­den und Befes­ti­gen unse­res Pac-Safes erschwert.

Wir haben tat­säch­lich ein Che­mie-Klo an Bord.

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Wo find ich denn einen geeig­ne­ten Busch?

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Die­ser Auf­kle­ber ist wich­tig!!!

Die Toi­let­te brau­chen wir, damit wir self-con­tai­ned sind. Das bedeu­tet, wir dür­fen auf den kos­ten­lo­sen Over­night-Plät­zen ste­hen. Die wol­len wir auch nut­zen, da Neu­see­land ein sehr teu­res Pflas­ter ist.

Als zusätz­li­che Goo­dies gibt es einen Toas­ter und einen Heiz­lüf­ter. Die­se kön­nen wir nur nut­zen, wenn Ker­mit auf dem Camp am Strom­ka­bel hängt. Den Heiz­lüf­ter haben wir schon mehr­mals abends ange­wor­fen.

Gina ist trau­rig, dass Ker­mit 2 einen Bei­fah­rer-Air­bag hat. Vor­bei die schö­ne Zeit, in der sie wäh­rend der Fahrt die Füße aufs Arma­tu­ren­brett legen konn­te. Ins­ge­samt ist Ker­mit 2 etwas moder­ner, aber etwas enger auf Fah­rer- und Bei­fah­rer­sitz. Dafür ist es beim fah­ren lei­ser als in Ker­mit.

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Ker­mit 1 hat­te mehr Platz für die Knie

Ker­mit 1 war ja schon etwas schwach auf der Brust, aber in Aus­tra­li­en gibt es nur weni­ge Stei­gun­gen, an denen man das gemerkt hat. Ganz anders hier in Neu­see­land: Ker­mit 2 ist ähn­lich schwach moto­ri­siert und hier wer­den wir öfters an den recht stei­len Stra­ßen zum Ver­kehrs­hin­der­nis.

Doch ins­ge­samt ist es wie­der ein gutes Auto, dass uns hof­fent­lich auf unse­rem Road­trip eben­so treue Diens­te leis­tet wie Ker­mit der Ers­te. (M)