Und da sind wir wie­der in Bang­kok. Die Airb­nb-Woh­nung an der Suk­hum­vit Road haben wir schon vor lan­ger Zeit gebucht. Als wir noch dach­ten, wir kämen Mit­te Dezem­ber von Neu­see­land nach Bang­kok und bräuch­ten eine Woche, um in Ruhe unser Myan­mar-Visum bean­tra­gen zu kön­nen. Nun sind wir schon seit drei Wochen in Thai­land unter­wegs und haben kei­ne Sekun­de bereut, dass wir unse­re Rei­se durch Neu­see­land ent­spre­chend gekürzt haben. Und das Visum haben wir uns pro­blem­los in Chiang Mai besorgt.

Wich­ti­ger Pro­gramm­punkt: Chil­len am Pool

Also eine gan­ze Woche Zeit, die wir nach Belie­ben nut­zen kön­nen. Zum Bei­spiel, um aus­zu­schla­fen, am Pool zu chil­len, ein biss­chen am Blog und an Vide­os zu arbei­ten…

Auf den übli­chen Tou­ris­ten­pfa­den

Ach so, es gibt ja auch noch ein paar Sehens­wür­dig­kei­ten in Bang­kok. Den Königs­pa­last. Wat Pho mit dem gro­ßen lie­gen­den Bud­dha. Wat Arun. Diver­se Märk­te. Stress wol­len wir uns wie immer kei­nen machen, also reser­vie­ren wir zwei Tage für Besich­ti­gun­gen.

Wat Arun ist im Moment wegen Reno­vie­rung kom­plett ein­ge­rüs­tet. Das lohnt sich also nicht. Aber den Königs­pa­last und den in der Nähe lie­gen­den Wat Pho muss man ja gese­hen haben. Muss man wirk­lich? Neben den Tou­ris­ten, die jetzt in der Haupt­sai­son zu Tau­sen­den nach Bang­kok strö­men kom­men auch noch jede Men­ge Thais zum Palast, um den ver­stor­be­nen König zu ehren. Zu viel Rum­mel, fin­den wir und so bleibt nur der Wat Pho auf der Lis­te übrig.

Unse­re Woh­nung liegt in der Nähe der BTS-Sta­ti­on Pun­nawi­thi, so dass wir bequem mit der Hoch­bahn in die Stadt fah­ren kön­nen. Uni­for­mier­tes Wach­per­so­nal wirft am Ein­gang der Sta­ti­on einen ober­fläch­li­chen Blick in unse­re Taschen und salu­tiert respekt­voll.

D’r Zoch kütt…

Die Bahn ist auf Kühl­schrank­tem­pe­ra­tur kli­ma­ti­siert und wir sind froh, als wir wie­der aus­stei­gen und uns auf­wär­men kön­nen. Ein­mal müs­sen wir umstei­gen, dann errei­chen wir den Fluss und die Pier, wo das Express­boot abfährt. Hier war­tet eine gro­ße Men­schen­trau­be. Es ist deut­lich mehr los als bei unse­rem ers­ten Besuch in Bang­kok vor drei Wochen.

Ange­stell­te regeln mit lau­tem Geschrei das Vor­rü­cken und zügi­ge Bestei­gen des Schiffs. Wir füh­len uns ein biss­chen wie in einer Schaf­her­de. Mit dem zwei­ten Schiff dür­fen wir mit­fah­ren. Die Fahr­kar­ten­ver­käu­fe­rin sorgt mit ihrer kräf­ti­gen Stim­me und fuch­teln­den Hän­den dafür, dass auch die des Thai nicht mäch­ti­gen Tou­ris­ten begrei­fen, das Auf­rü­cken im Boot erwünscht ist.

Schi­ckes Hoch­haus am Fluss

Wir haben uns vor­her auf dem Plan ange­guckt, an wel­cher Pier wir aus­stei­gen müs­sen, um zum Wat Pho zu gelan­gen. Lei­der fährt das Boot die­se Pier aber nicht an, son­dern das gegen­über­lie­gen­de Wat Arun. Hier scheucht man uns von Bord, als wir nach Wat Pho fra­gen. Dass eine Fäh­re über den Fluss ver­kehrt, erfah­ren wir wegen Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­ble­men zu die­sem Zeit­punkt nicht, und so sprin­gen wir wie­der an Bord, um am Königs­pa­last aus­zu­stei­gen. Der liegt wenigs­tens auf der rich­ti­gen Fluss­sei­te.

Wir lau­fen ent­lang der Mau­ern des Palas­tes zurück zum Wat Pho. Dabei kom­men wir wie­der an Stän­den vor­bei, an denen kos­ten­los war­mes Essen ver­teilt wird und las­sen uns Reis mit Ome­lette schme­cken. So hat­te der Umweg noch etwas Gutes.

Am Wat Pho herrscht erwar­tungs­ge­mäß gro­ßer Andrang. Haupt­at­trak­ti­on ist der Viharn mit dem 46 Meter lan­gen lie­gen­den Bud­dha. In einer lan­gen Rei­he defi­lie­ren die Tou­ris­ten an der ein­drucks­vol­len, ver­gol­de­ten Figur vor­bei. Es ist schon eine Her­aus­for­de­rung, ein Foto zu machen, ohne dass einem ein Sel­fiestick ins Bild gereckt wird.

Der ist wirk­lich groß

Im rest­li­chen Bereich des gro­ßen Tem­pels geht es deut­lich ruhi­ger zu. Es gibt eini­ge gro­ße, mit gla­sier­ten Flie­sen geschmück­te Che­dis und ver­schie­de­ne Viharn mit sit­zen­den und ste­hen­den Bud­dhas. Nach­dem wir ein biss­chen durch die Anla­ge geschlen­dert sind, tre­ten wir den Rück­weg an.

Che­di im Wat Pho

Ins unbe­kann­te Bang­kok

Nach dem Tru­bel steht uns der Sinn nach einem etwas ruhi­ge­ren Aus­flug. Wir haben gele­sen, dass auf der ande­ren Fluss­sei­te im Stadt­teil Thon­bu­ri ein öffent­li­ches Klong­boot einen klei­nen Kanal ent­lang fah­ren soll.

Das klei­ne Klong­boot

Mit der BTS geht es über den Fluss hin­über. Eine Sta­ti­on vor der End­sta­ti­on stei­gen wir aus. Durch klei­ne Gas­sen bah­nen wir uns unse­ren Weg. Außer uns sind kei­ne Frem­den unter­wegs, wir wer­den neu­gie­rig ange­guckt. Ein jun­ger Mann fragt uns: „Whe­re you go?”. Zum Glück weiß ich den Namen des Tem­pels, Wat Kun Chan, den wir uns anschau­en wol­len. Er bestä­tigt, dass wir auf dem rich­ti­gen Weg sind. Wenig spä­ter kommt er mit dem Moped an uns vor­bei, hält an und lädt uns ein, auf­zu­stei­gen. „No money, no money!”, beteu­ert er und möch­te uns zu unse­rem Ziel fah­ren. Wir bedan­ken uns, gehen aber doch lie­ber das letz­te Stück zu Fuß.

Rie­sen­bud­dha. So lie­ben es die Bir­ma­nen

Wat Kun Chan ist bir­ma­nisch beein­flusst. Das sieht man als ers­tes an dem rie­si­gen, bun­ten Bud­dha, der neben dem Tem­pel thront. Rings­um sind vie­le klei­ne Stän­de. Wir pro­bie­ren ver­schie­de­ne Klei­nig­kei­ten, wobei die Kom­mu­ni­ka­ti­on mit Hän­den und Füßen ver­läuft.

Das ist ein Ball aus süßem Pfann­ku­chen­teig. In der Mit­te dann ein Stück Würst­chen!

Gesät­tigt besich­ti­gen wir noch eine zwei­te Tem­pel­an­la­ge. Das gro­ße Klos­ter Wat Pak Nam liegt an dem Klong in der Nähe der Abfahrts­stel­le des Boots.

Wat Pak Nam am Klong

Die­se Figur ist schon recht unför­mig wegen der vie­len Gold­blätt­chen, die Gläu­bi­ge dar­auf gehef­tet haben

Das Klong­boot ist klein, außer uns sind noch zwei Mön­che an Bord. An- und Able­gen geht ohne Pfei­fen und Geschrei von­stat­ten. Welch ein Unter­schied zu dem hek­ti­schen Gewu­sel auf dem Chao Pra­ya River!

Freie Sicht vor­aus

Die Fahrt geht beschau­lich den klei­nen Pha­si Cha­ro­en Kanal ent­lang. Sel­ten kommt uns ein klei­nes Böt­chen ent­ge­gen. Die Ufer säu­men Hüt­ten, auf den Ter­ras­sen hängt Wäsche zum Trock­nen. Dann gibt es grü­ne Abschnit­te, mit über­hän­gen­den Zwei­gen. Ab und zu ste­hen Vil­len am Rand, mit einem hohen Zaun zum Kanal hin abge­grenzt. Spä­ter führt ein klei­ner Steg ent­lang des Kanals, auf dem sich Mopeds, Fahr­rä­der und Fuß­gän­ger bewe­gen. Wäre der Kanal nicht so schmut­zig, könn­te es rich­tig idyl­lisch sein. Aber auch so genie­ßen wir die ruhi­ge Fahrt mit den inter­es­san­ten Aus­bli­cken.

Leben am Klong

Alter Mann im Boot

Mit dem Rol­ler am Klong ent­lang

Eine Stun­de dau­ert es, bis die End­sta­ti­on erreicht ist. Unter­wegs pas­sie­ren wir zwei präch­ti­ge Tem­pel, die wir vom Boot aus bewun­dern.

Tem­pel am Kanal

Mön­che schau­en dem Boot nach

Am Ende stei­gen wir aus und haben eine Stun­de Zeit, bis das nächs­te Boot zurück fährt. Wir erkun­den einen klei­nen Markt, kau­fen ein paar Köst­lich­kei­ten, las­sen uns an einem Stra­ßen­stand einen Eis­kaf­fee zube­rei­ten und fah­ren schließ­lich im sanf­ten Licht des Spät­nach­mit­tags zur BTS zurück.

Markt­händ­le­rin mit Kind

Ruhi­ge Tage in Suk­hum­vit

In unse­rem Vier­tel rund um die Airb­nb-Woh­nung fin­den wir einen Super­markt, in dem wir Lebens­mit­tel fürs Früh­stück ein­kau­fen. Wir genie­ßen es, mal wie­der gemüt­lich zu Hau­se früh­stü­cken zu kön­nen und nicht erst das Haus ver­las­sen zu müs­sen.

Gemüt­li­ches Früh­stück zu Hau­se

Auch Brot und Käse kön­nen wir kau­fen für die zwei­te Mahl­zeit im Haus. Zum Abend­essen gehen wir ent­we­der in ein klei­nes Stra­ßen­re­stau­rant oder wir wäh­len die thai­län­di­sche Form des take-away: an einer Gar­kü­che suchen wir Reis und ver­schie­de­ne Gerich­te aus, die in Plas­tik­beu­teln ver­packt wer­den. Dank Mikro­wel­le steht schnell eine köst­li­che war­me Mahl­zeit auf dem Tisch.

Das Ange­bot der Gar­kü­che. Da fällt die Wahl schwer

Takea­way auf Thai

Eier­spie­ße vom Grill? Neh­men wir auch mit!

So sieht das Ei von innen aus

Hier gibt es die Tour durch unse­re genia­le Woh­nung:

Unse­re Woh­nung in Bang­kok

Die­ses Video anse­hen auf You­Tube.

Die Tage flie­gen und schon steht unse­re Wei­ter­rei­se nach Myan­mar bevor. (G)

Detail­lier­te Infos zur Klong­tour gibt es auf Flo­ri­ans Blog.