Palermo hat so viele Sehenswürdigkeiten zu bieten, dass wir sie uns in einem Tag gar nicht alle anschauen können. Daher buchen wir als erstes eine Free Walking Tour, um einen Überblick über die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu bekommen.

Danach nehmen wir uns den Nachmittag Zeit, um einige der Sights auf eigene Faust zu erkunden. Unsere Tipps für einen Tag in Palermo teilen wir in diesem Bericht mit dir.

Wir sind zu Beginn unserer Italien-Wohnmobiltour durch den Süden in Palermo angekommen. Von unserem Stellplatz kommen wir bequem und schnell mit dem öffentlichen Bus in die Altstadt.

Die Kathedrale Maria Santissima Assunta

Kathedrale von Palermo, eine der Haupt-Sehenswürdigkeiten.

Die Kathedrale ist eine der Top-Sehenswürdigkeiten in Palermo

Die Kathedrale von Palermo liegt am nördlichen Rand der Altstadt. Sie ist Teil des UNESCO-Weltkulturerbes Arabisch-normannisches Palermo.
Vom Corso Vittorio Emanuele öffnet sich der Vorplatz auf die mächtige Fassade in warmem Sandstein. 1184 begann man mit dem Bau im arabisch-normannischen Stil und ersetzte damit eine byzantinische Kirche.
Der Dom wurde immer wieder erweitert, bis er im Jahre 1801 sein heutiges Aussehen erhalten hatte. So erhielt er spätbarocke Kuppeln und einen spätgotisch gestalteten Portikus am Südportal.
Das Innere der Kathedrale ist klassizistisch gestaltet. Der Stadtpatronin Rosalia ist eine Kapelle im rechten Seitenschiff gewidmet.
Im vorderen Bereich des Mittelschiffs ist ein Meridian aus Messing in den Boden eingefügt. Die Symbole der Sternzeichen säumen seinen Verlauf. Durch eine Öffnung in einer der Seitenkuppeln fällt genau um 12 Uhr mittags das Sonnenlicht auf den Meridian. Durch den veränderten Sonnenstand im Laufe des Jahres kann man die jeweils aktuellen Tierkreiszeichen abgelesen sowie die Tage der Tagundnachtgleiche.
Messing-Meridian im Marmorboden der Kathedrale.

Meridian mit Tierkreiszeichen

Rechts vom Altar ist der Eingang zur Schatzkammer. Dort kannst du neben den üblichen Kirchenschätzen auch die Krone der Heiligen Konstanze bestaunen. In der Krypta liegen die Erzbischöfe von Palermo begraben.
Wendest du dich nach dem Haupteingang nach links, findest du die Königsgräber. In gewaltigen Marmorsarkophagen ruhen Friedrich II., Roger II., Heinrich IV. und weitere Mitglieder der Königsfamilie.
Blick vom Dach der Kathedrale über die Altstadt bis zum Meer.

Herrlicher Ausblick

Hinter den Gräbern geht es über eine schmale und steile Wendeltreppe hinauf aufs Dach der Kathedrale. Auf einem Holzsteg laufen wir über den First und umrunden die Kuppel. Einen herrlichen Ausblick über die Dächer der Altstadt bis aufs Meer und die umliegenden Berge haben wir von hier aus.

Infos zur Kathedrale von Palermo

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  • Adresse: Corso Vittorio Emanuele snc, Palermo
  • Öffnungszeiten Kathedrale: Mo – Sa 7 – 19 Uhr, So 8 – 19 Uhr, Eintritt frei
  • Öffnungszeiten Sehenswürdigkeiten (Dach, Gräber, Schatzkammer etc.): Mo – Sa 9:30 – 19 Uhr, So 10 – 19 Uhr
  • Eintrittspreise: 2 – 15 Euro, je nach Umfang der Besichtigun
  • Onlinebuchung hier

Der Normannenpalast (Palazzo Reale)

Ein absolutes Must-See unter den Sehenswürdigkeiten von Palermo ist der Normannenpalast oder Palazzo Reale.
Normannenpalast oder Palazzo Reale.

Der Normannenpalast

Bevor die Normannen die Herrschaft übernahmen befand sich an dieser Stelle der muslimische Palast.
Der Palazzo Reale wurde im 11. Jahrhundert erbaut und vereint christliche und muslimische Bauelemente. Im 16. Jahrhundert erhielt das Gebäude sein jetziges Aussehen. Heute hat die Regionalregierung hier ihren Sitz.
Auf der Rückseite des Palastes findest du den Eingang zur Besichtigung. Tipp: Die Tickets werden nicht im Palast, sondern an einem Kiosk etwas unterhalb verkauft.
Im Palazzo Reale kannst du die Palatina-Kapelle, die Königlichen Gemächer von Roger II., die Krypta und die Punischen Mauern, die Fundamente des Palastes besuchen.

Infos zum Normannenpalast

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  • Adresse: Piazza del Parlamento 1, Palermo
  • Öffnungszeiten: Mo – Sa 8:30 – 16:30 Uhr, So 8:30 – 12:30 Uhr
  • Eintrittspreise: Fr – Mo 19 Euro, Di – Do 15,50 Euro
  • Onlinebuchung hier (plus 1 Euro)
Riesieger Thron aus weißem Marmor, darüber goldene Mosaike.

Der gigantische Marmorthron von Roger II.

Kunstvoll gestaltetes Deckengewölbe.

Die Decke in der Palatina-Kapelle

Uns hat ganz besonders die Palatina-Kapelle beeindruckt. Hier finden wir den normannischen Stil aus der Zeit Roger II. fast unverändert vor. Ein riesiger Marmorthron dominiert die dreischiffige Basilika. Die Wände sind über und über mit Mosaiken geschmückt. Die Decke schmücken kunstvolle Gips-Stalaktiten, die aus der islamischen Baukunst stammen.
Goldgrundmosaik mit Bäumen und Tieren als Darstelllung.

Prunkvolle Gemächer

Die Gemächer von Roger II. sind eine Augenweide. Über der Marmorvertäfelung der Wände finden sich prächtige Goldgrundmosaike. Bäume, Tiere, eine Jagdszene und kämpfende Zentauren sind dargestellt. Die Kreuzgewölbedecke des Raums ist ebenfalls mit Mosaiken geschmückt.
Wie die Kathedrale von Palermo ist der Palazzo Teil des UNESCO-Weltkulturerbes Arabisch-normannisches Palermo.

Porta Nuova

Auf dem Weg vom Palazzo Reale Richtung Altstadt passierst du das Stadttor Porta Nuova, für viele Jahrhunderte das wichtigste Tor der Stadt.

Es wurde im 16. Jahrhundert erbaut. Vier grimmig schauende Skulpturen sehen von dem Tor herab. Sie stellen die “gefangenen Mohren” dar und erinnern an den Sieg Karls V. in Tunesien, den er 1535 errang.

Torbogen mit vier überlebensgroßen Figuren seitlich.

Die Skulpturen an der Porta Nuova

Die filigrane Loggia entstand im 17. Jahrhundert, nachdem das Tor nach einer Explosion neu aufgebaut werden musste.

Die Altstadt von Palermo

Von der Porta Nuova führt der Corso Vittorio Emanuele schnurstarcks ins Herz von Palermos Altstadt.

Nicht nur, dass sich die meisten Sehenswürdigkeiten hier befinden, die Altstadt ist ein Erlebnis für sich. Lass dich durch die schmalen Gassen treiben, in denen wie vor hunderten Jahren die Wäsche im Wind flattert.

Altstadtgasse zwischen hohen Häusern mit kleinen Balkonen.

Hübsche Gassen in der Altstadt von Palermo

Die hohen Häuser spenden Schatten und oft weht eine erfrischende Brise vom Hafen her. Durch diese Bauweise wurde früher eine Art natürliche Klimatisierung geschaffen.

Kleine Läden, Bars, Cafés und Restaurants laden zum Bummeln und Verweilen ein.

Mercato Ballarò und weitere Märkte

Auf unserem Weg zurück Richtung Hafen und unserem Streifzug durch die Gassen der Altstadt stoßen wir auf den lebhaften Markt Ballarò. Hier gibt es ein buntes Angebot auf den Marktständen. Obst, Gemüse, Fisch und Fleisch werden von den Händler*innen lautstark angepriesen.

Marktstand mit Orangen und Granatäpfeln.

Frisches Obst en masse

Jede Menge Imbisstände und kleine Restaurants locken mit typischen Spezialitäten. Wir lassen uns in einem kleinen Lokal nieder. Während Marcus sein Lieblingsgericht Parmigiana di melanzane, Auberginenauflauf, verspeist bestelle ich mir Pane con Milza. Diese palmeritanische Spezialität besteht aus einem Brötchen, das mit gebratener Milz belegt ist. Mir mundet es sehr gut.

Brötchen mit Fleischscheibe belegt.

Pane con Milza

Weitere bekannte Märkte in Palermo:

  • Mercato della Vucciria, Piazza Caracciolo, Lebensmittel, Essensstände
  • Mercato del Capo, Via Cappuccinelle, Lebensmittel, Kleidung
  • Mercato delle Pulci, Piazza Peranni, Antiquitäten
  • Mercato Antiquariao, Piazza Marina, nur Samstag und Sonntag

Quattro Canti

Die Kreuzung vom Corso Vittorio Emanuele mit der Via Maqueda heißt Quattro Canti – auf Deutsch Vier Ecken.

Hier liegt das barocke Herzstück der Stadt. Die vier Hausecken der Palazzi sind konkav geschwungen und mit wunderschön gearbeiteten Skulpturen geschmückt.

Gebogene Barockfassade mit Skulpturen.

Eine der vier Quattro Canti

Die Brunnen im unteren Bereich symbolisieren mit Figuren und Schmuck die vier Jahreszeiten. Darüber finden wir die Statuen von vier spanischen Königen, denn der Platz wurde in der Zeit der spanischen Herrschaft errichtet. Ganz oben thronen die Skulpturen von vier Schutzheiligen der jeweiligen Stadtviertel, die hinter dem Palast beginnen.

Da das Sonnenlicht den ganzen Tag eine der vier Fassaden beleuchtet, trägt Quattro Canti auch den Namen Teatro del Sole – Sonnentheater.

Piazza Pretoria mit Fontana Pretoria

Direkt um die nächste Ecke treten wir über eine breite Freitreppe auf die Piazza Pretoria. Hier befindet sich das Rathaus von Palermo. Daher ist die Piazza Pretoria der wichtigste Repräsentationsort der Stadt.

So hat man sich nicht lumpen lassen und eine riesige Brunnenanlage, die Fontana Pretoria erbaut. Ursprünglich war das imposante Bauwerk für den Park eines florentinischen Schlosses gedacht. Anscheinend hatten sich die Bauherren übernommen. Als ihnen das Geld ausging, schlug der palermitanische Senat zu und erwarb den Brunnen relativ günstig.

Riesige Brunnenanlage aus weißem Marmor mit vielen Figuren.

Die prunkvolle Fontana Pretoria

Seit 1573 schmückt er nun die Piazza Pretoria. Leider sind die großen Freitreppen der Brunnenanlage nicht zugänglich. Das kostbare Schmuckstück ist mit einem gußeisernen Gitter abgesperrt.

Chiesa San Cataldo

Wenige Schritte von der Piazza Pretoria entfernt erwarten uns an der Piazza Bellini gleich drei sehenswerte Kirchen.

San Cataldo ist eine der letzten Kirchen auf Sizilien, die im 12. Jahrhundert im arabisch-normanischen Stil erbaut wurden. Sie gehört zum Arabisch-normannischen UNESCO-Weltkulturerbe.

Kubusförmiges Gebäude mit roten Kuppeln.

San Cataldo ist arabisch-normannischer Stil vom Feinsten

Auf einem kubusförmigen Gebäude ragen drei rote Rundkuppeln hervor.

Im Inneren ist die dreischiffige Kirche schlicht gehalten. Korinthische Säulen tragen tragen die Gewölbe, die Wände sind aus unverputztem Naturstein.

Heute gehört das Gotteshaus den Rittern vom Heiligen Grab. Ihr Emblem ziert die Tür und das Fenster der Hausptapsis.

Infos zu San Cataldo

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  • Adresse: Piazza Bellini, Palermo
  • Öffnungszeiten: Di – So 10 – 13, 15 – 19 Uhr
  • Eintrittspreise: 2,50 Euro

La Martorana – Chiesa Santa Maria dell’Ammiraglio

Unmittelbar neben San Cataldo befindet sich die Admiralskirche. Auch sie gehört zur UNESCO-Welterbestätte Arabisch-normanisches Palermo. Von außen wird ein wilder Stilmix sichtbar, denn die im 12. Jahrhundert erbaute Kirche erfuhr zahlreiche Umbauten.

Barocke Fassade und Glockenturm.

La Martorana

Der ursprünglich quadratische Bau wurde später erweitert. Im 17. Jahrhundert wurde die Barockfassade zur Piazza Bellini vorgesetzt. Der Glockenturm hat in den unteren beiden Stockwerken seine ursprüngliche Form, im 14. Jahrhunderte wurden die beiden oberen Etagen im Stil der katalanischen Gotik zugefügt.

Wenn du die Kirche betrittst, erwartet dich ein blendender Kontrast zur Schlichtheit der benachbarten San Cataldo Kirche. Die Kuppeln und Bögen sind über und über mit glänzenden Goldgrundmosaiken geschmückt.

An den Wänden findest du Fresken aus dem 17. Jahrhundert.

Infos zu Chiesa La Martorana (Admiralskirche)

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  • Adresse: Piazza Bellini, Palermo
  • Öffnungszeiten: Di – Sa 9:30 – 13:00
  • Eintrittspreise: 2 Euro

Santa Caterina

Auf der gegenüberliegenden Seite der Piazza Bellini stehen die Kirche und das Kloster Santa Caterina. Santa Caterina ist unser Geheimtipp unter den Sehenswürdigkeiten von Palermo. Es ist erst seit 2017 der Öffentlichkeit zugänglich und wird in den meisten Reiseführern nur beiläufig erwähnt. Zu Unrecht, wie wir finden.

Von außen sieht das Gebäude nicht spektakulär aus. Es wurde im 16. Jahrhundert für einen Nonnenorden der Dominikaner erbaut.

Betrittst du die Kirche erwartet dich eine überbordende barocke Pracht. Vielfarbiger Marmor, Stuck, Skulpturen, Basreliefs und Deckengemälde lassen keinen Quadratzentimeter ungeschmückt.

Du kannst auf das Dach der Kirche steigen. Von dort hast du einen schönen Blick auf die Piazza Bellini und auf die Piazza Pretoria.

Auch das ehemalige Kloster kannst du besichtigen. Die letzten Nonnen haben das Konvent 2014 verlassen, so dass es heute als Museum zur Verfügung steht. Viele Jahrhunderte war das Kloster Santa Caterina eines der größten und bedeutendsten in Palermo.

Infos zu Santa Caterina

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  • Adresse: Piazza Bellini, Palermo
  • Öffnungszeiten: 9:30 – 13:30, 15 – 19 Uhr
  • Eintrittspreis Kirche: 3 Euro
  • Eintrittspreis Dach: 5 Euro
  • Eintrittspreis Kombiticket Kirche und Dach: 7 Euro
  • Eintrittspreis Kombiticket Kloster und Dach: 8 Euro
  • Eintritt Kombiticket Kirche, Kloster und Dach: 10 Euro

Und hier kommt Geheimtipp Nummer 2: Zum Kloster gehört eine Dolceria, in der süße Köstlichkeiten nach alten Klosterrezepten hergestellt werden. Die sizilianische Backkunst wurde in den mittelalterlichen Klöstern begründet. Diese Tradition wird nun in der Klosterbäckerei fortgesetzt.

Kein Schaufenster macht von außen auf dieses kulinarische Kleinod aufmerksam. Du erreichst die Dolceria über den Eingang an der Piazza Bellini. Die Öffnungszeiten sind die gleichen wie die des Klosterkomplexes.

Teatro Massimo

Von der Piazza Bellini gehen wir die wenigen Schritte zurück zu Quattro Canti. Dort folgen wir der Via Maqueda nach rechts und gelangen bald zur Piazza Verdi.

Klassizistischer Bau der Oper.

Teatro Massimo

Die Piazza Verdi wird von dem monumentalen Teatro Massimo dominiert. Das Opernhaus ist eines der größten in ganz Europa. Ende des 19. Jahrhunderts wurde es im historistischen Stil errichtet. Sechs schlanke Säulen bilden das Hauptportal, das von zwei Löwenskulpturen flankiert wird.

Das Innere des Teatro Massimo kann in einer geführten Tour besichtigt werden.

Infos zum Teatro Massimo

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  • Adresse: Piazza Verdi, Palermo
  • Öffnungszeiten: Führungen tgl. 9:30 – 17:30 Uhr
  • Eintrittspreise: 10 Euro
  • Onlineticket hier kaufen

Chiesa Sant’Ignazio Martire dell’Olivella

Wir kehren dem Teatro Massimo den Rücken und laufen die schmale Via dell’Orologio hinunter. Hier herrscht wieder richtiges Altstadtgassen-Flair.

An der Piazza Olivella steht die Kirche des heiligen Ignaz. Der Bau wurde Ende des 16. Jahrhunderts begonnen, zog sich dann aber einige Jahrhunderte hin. Im 18. Jahrhundert war sie endlich vollendet.

Die barocke Fassade wird von zwei Zwillingsglockentürmen flankiert. Innen fällt der sorgfältig gestaltete Fußboden aus mehrfarbigen Marmor ins Auge.

Barocke Fassade mit zwei Glockentürme rechts und links davon.

Sant’Ignazio dell’Olivella

Sant’Ignazio gehörte zum ehemaligen Klosterkomplex, in dem heute das Archäologische Museum beheimatet ist.

Infos zu Sant'Ignazio dell'Olivella

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  • Adresse: Piazza Olivella, Palermo
  • Öffnungszeiten: Mo – Fr 7:30 – 8:30, 16 – 19, Sa 8:30 – 1130, 16 – 19:30, So 9 – 12:30
  • Eintrittspreise: kostenlos

Archäologisches Museum

Im ehemaligen Kloster befindet sich heute das Museo Archeologico Regionale Antonio Salinas.

In den verschiedenen Höfen und Räumen werden Fundstücke aus prähistorischer, phönizischer, etruskischer, griechischer und römischer Zeit gezeigt. So bekommst du einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Kulturen, die Sizilien geprägt haben.

Infos zum Archäologischen Museum

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  • Adresse: Piazza Olivella 24, Palermo
  • Öffnungszeiten: Di – Sa 9 – 18, So 9 – 13:30 Uhr
  • Eintrittspreise: 6 Euro, Kombiticket mit Botanischem Garten 10 Euro

Kapuzinergruft – Catacombe dei Capucini

Ein Tipp, den du von vielen Palermo-Besucher*innen bekommen wirst, ist die Kapuzinergruft.

Tausende von Mumien sind hier fein säuberlich an den Wänden aufgereiht, sortiert nach Geschlecht, Beruf, Status. Die Mumien der Kapuzinermönche haben ihren eigenen Bereich.

Ursprünglich waren die Grotten ein Begräbnisort des Kapuzinerordens. Durch die speziellen Bedingungen wie sehr trockene Luft wurden die Leichname zunächst natürlich mumifiziert. Später wurden Techniken  zur künstlichen Mumifizierung angewandt und die unterirdischen Grotten erweitert. Die Kapuziner entdeckten, dass die Mumifizierung ein einträgliches Geschäft war. Vor allem reiche und vornehme Familien in Palermo ließen ihre Liebsten gerne auf ewig konservieren.

Zu dem Zeitpunkt unseres Besuchs in Palermo war diese Sehenswürdigkeit für uns nicht zugänglich.  So können wir keinen persönlichen Eindruck der Katakomben mit dir teilen. Falls du die Kapuzinergruft besucht hast, schreib uns doch in die Kommentare, wie du es fandest.

Infos zur Kapuzinergruft

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  • Adresse: Piazza Cappuccini 1, Palermo
  • Öffnungszeiten: 9 – 12:30, 15 – 17:30 Uhr
  • Eintrittspreise: 3 Euro

Museen in Palermo

Neben den genannten Sehenswürdigkeiten hat Palermo natürlich noch viele weitere Museen zu bieten. Während unseres Besuchs reichte die Zeit nicht, mehr davon zu besuchen. Zu deiner Orientierung listen wir dir hier einige attraktive Museen auf:

  • Pinacoteca Villa Zito, sizilianische Malerei der Romantik, Via della Libertà 52
  • Museo d’Arte e Archeologia, Münzsammlung, Via Bara all’Olivella
  • Museo del Risorgimento, Zeugnisse über Garibaldis Revolution, Piazza San Domenico 1
  • Museo Internazionale delle Marionette, Puppenmuseum, Piazetta Pasqualino 5
  • Galleria d’Arte Moderna, Moderne Kunst, Via Sant’Anna 21
  • Galleria Regionale Sicilia, Malerei und Bildhauerei vom Mittelalter bis 18. Jhd., Via Alloro 4
  • Museo Diocesano, sakrale Kunst im Erzbischöflichen Palast, Via Bonello 2
Altstadtgasse mit Banner, das aufs Puppentheater hinweist.

Puppenspiel ist sehr beliebt in Italien

Hätten wir mehr Zeit mitgebracht, so hätten wir uns auf jeden Fall das Marionettenmuseum angeschaut. Bei unserem Besuch in Parma haben wir schon einmal so ein Museum besucht. Es hat uns sehr gut gefallen.

Weitere Kirchen in Palermo

Reich geschmücktes Innneres einer barocken Kirche.

Kirchen gibt es genug in Palermo

Auch die zahlreichen sehenswerten Kirchen der Stadt konnten wir nicht alle besichtigen. Nichtsdestotrotz möchten wir dir hier einen Überblick geben, was es noch zu entdecken gibt.

  • Chiesa di S. Agostino: 13./14. Jahrhundert, gotische Rosette über Eingang, Via Sant’Agostino
  • Oratorio di Santa Cita, 17. Jahrhundert, Relief “Seeschlacht von Lepanto”, Via Squarcialupo
  • Oratorio del SS. Rosario in San Domenico, 17. Jahrhundert, eines der wichtigsten Barock-Bauwerke in Palermo, Via dei Bambinai
  • Chiesa Santa Maria della Catena, erinnert an die Kette, mit der der Hafen gesichert wurde, 15. Jahrhundert, Piazetta delle Dogane
  • Chiesa della Real Magione (Chiesa della Trinità), letzte von Normannen erbaute Kirche, Reste des Kreuzgangs, Piazza Maggione
  • Chiesa Santa Maria degli Angeli (La Gancia), 15. Jahrhundert, Via Alloro 27
  • Chiesa di San Francesco d’Assisi, 13. Jahrhundert, sehenswerte Skulpturen, Piazza San Francesco d’Assisi
  • Oratorio di San Lorenzo, 16. Jahrhundert, Altarbild von Caravaggio, Via dell’Immacolatella
  • Chiesa San Matteo Apostolo al Cassaro, Franziskanerkirche 17. Jahrhundert, reicher Barockschmuck, Via Vittorio Emanuele 257
  • Chiesa di San Giuseppe dei Teatini, 17. Jahrhundert, Theatiner-Orden, Corso Vittorio Emanuele/Quattro Canti
  • Chiesa Santissimo Salvatore, 16. Jahrhundert, später barockisiert, ellipsenförmiger Hauptraum, Corso Vittorio Emanuele 395
  • Chiesa di San Giovanni degli Eremiti, 12. Jahrhundert, arabo-berberisch-normannischer Baustil, Campanile besteigbar, Via dei Benedettini
  • Chiesa di San Giovanni del Lebbrosi, älteste normannische Kirche, 1072, Via Cappello 38

Du siehst, wenn du alle Sehenswürdigkeiten, die Palermos Kirchen zu bieten haben besuchen möchtest, hast du einiges vor.