Micha­el vom Blog „Erkun­de die Welt” hat zur Foto­pa­ra­de High­lights 1–2016 auf­ge­ru­fen. Mit die­sem Bei­trag betei­li­gen wir uns dar­an.

Schö­ne Fotos haben wir im ers­ten Halb­jahr 2016 auf unse­rer Welt­rei­se ja genug gemacht. Die Her­aus­for­de­rung besteht also nicht dar­in, Fotos zu fin­den, son­dern eher im Eli­mi­nie­ren der vie­len Alter­na­ti­ven. Nach­dem wir uns lan­ge mit der Wahl gequält haben, prä­sen­tie­ren wir hier unser Ergeb­nis.

Vor­ge­ge­ben waren sechs Kate­go­ri­en plus ein Lieb­lings­bild. Also der Rei­he nach:

Kate­go­rie „bunt”

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In La Paz in Boli­vi­en haben uns die Cho­li­tas, die indi­ge­nen Frau­en, die mit Stolz ihre bun­ten Trach­ten tra­gen sehr fas­zi­niert. West­li­che Schön­heits­idea­le wie Schlank­heit bis zur Mager­sucht und High Heels haben hier noch nicht Ein­zug gehal­ten. In den bunt geweb­ten Tüchern tra­gen sie unglaub­li­che Las­ten auf dem Rücken her­um.

Kate­go­rie „Schwarz-weiß”

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Die akku­rat ange­leg­ten Ter­ras­sen der Inka­stät­te Pisac in der Nähe von Cus­co in Perú garan­tier­ten auf jeder Ebe­ne ein per­fek­tes Mikro­kli­ma für die ent­spre­chen­de Aus­saat und Ern­te. Die har­mo­ni­sche geo­me­tri­sche Struk­tur kommt auf dem Schwarz­weiß­bild beson­ders gut zur Gel­tung.

Kate­go­rie „tie­risch”

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Coatís oder Nasen­bä­ren sind bei den Igua­zú-Fäl­len in Argen­ti­ni­en und Bra­si­li­en eine ech­te Pla­ge. Die nied­li­chen Gesel­len sind längst dahin­ter gekom­men, dass es viel ein­fa­cher ist Müll­ei­mer zu plün­dern und von Tou­ris­ten Essen zu erbet­teln als es im Wald zu suchen. Mitt­ler­wei­le begnü­gen sie sich nicht mehr mit bet­teln, son­dern haben sich auf steh­len und rau­ben ver­legt. Die­se hier haben auch schon das Gang-mäßi­ge Auf­tre­ten drauf.

Kate­go­rie „Licht”

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Im ers­ten Mor­gen­licht bie­ten die El Tatio Gey­si­re bei San Pedro de Ata­ca­ma in Chi­le eine sur­rea­le Atmo­sphä­re. Auf 4300 Metern Höhe und bei sat­ten Minus­gra­den bestau­nen wir das unwirk­li­che Bild. Die Dampf­schwa­den ent­ste­hen in der kal­ten Mor­gen­luft. Spä­ter, wenn die Son­ne die Luft erwärmt hat ist es nur noch halb so beein­dru­ckend.

Kate­go­rie „Fahr­zeug”

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Perua­ni­sches Moto­ta­xi war­tet an der boli­via­nisch-perua­ni­schen Gren­ze auf Kun­den. Die drei­räd­ri­gen Flit­zer sind jeder mit ganz eige­nen Auf­bau­ten ver­se­hen. Schließ­lich greift hier kein TÜV ein­schrän­kend ein. So ist jedes ein Indi­vi­du­um.

Kate­go­rie „Natur”

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Der Cer­ro de los sie­te colo­res – der Hügel der sie­ben Far­ben bei Pur­ma­mar­ca im äußers­ten Nord­wes­ten Argen­ti­ni­ens. Wir fin­den Ber­ge toll, wir fin­den Wüs­te toll. Die­se Far­ben sind so unwirk­lich schön, dass wir uns gar nicht dar­an satt sehen konn­ten.

Lieb­lings­bild

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Die „Gar­gan­ta del Dia­blo”, auf Deutsch „Teu­fels­schlund”, der Igua­zú-Fäl­le in Argen­ti­ni­en. Eine unglaub­li­che Was­ser­mas­se ver­schwin­det hier im größ­ten Was­ser­fall der Igua­zú-Fäl­le. Wir ste­hen auf der Platt­form, spü­ren die­se Urge­walt bis ins Mark. In einem end­lo­sen Kreis­lauf don­nern Zig­tau­sen­de von Kubik­me­tern Was­ser in den Schlund und sen­den eine sprü­hen­de Gischt­wol­ke nach oben. Ich emp­fin­de das nicht als bedroh­lich, son­dern füh­le die­se Kraft, die­se Ener­gie, die­sen Vibe. Es fas­zi­niert mich so, dass ich mir vor­stel­len kann, ins Was­ser zu sprin­gen und mich die­sem Flow zu über­las­sen. Tue ich natür­lich nicht.

 

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