Nun sind wir bereits (oder erst?) eine Woche in Bue­nos Aires und vie­le fra­gen schon, was wir so alles erlebt und gese­hen haben.

Die Stadt gefällt uns wirk­lich gut. So lang­sam wird aus dem Stadt­plan eine Stadt: wir krie­gen eine Vor­stel­lung, was wo ist, wie die­se oder jene Stra­ße aus­sieht, in wel­che Rich­tung es stadt­ein­wärts oder stadt­aus­wärts geht (meis­tens jeden­falls, Irr­tü­mer inbe­grif­fen).

Am Mon­tag star­te­ten wir in der Sprach­schu­le:
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Guil­ler­mo, unser immer fröh­li­cher Leh­rer

Also Mon­tag bis Frei­tag Rou­ti­ne in Form von mor­gens um vier­tel nach neun aus dem Haus gehen und mit­tags gegen zwei Uhr zurück­kom­men. Essen, aus­ru­hen, neu­es Essen ein­kau­fen, kochen , spü­len – fast wie zu Hau­se ;-)

Das Wet­ter ist ziem­lich wech­sel­haft. Wir haben kei­ne ein­zi­ge Quel­le für einen zuver­läs­si­gen Wet­ter­be­richt gefun­den. So haben wir zwei ver­reg­ne­te Nach­mit­tag ganz gechillt zu Hau­se ver­bracht. Wir haben ja Zeit, brau­chen kei­nen Besich­ti­gungs­stress, weil wir in zwei Wochen wie­der nach Hau­se müss­ten. Sehr ent­spannt.

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bewacht von schla­fen­den (?) Löwen

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Einen son­ni­gen Tag nutz­ten wir zum Spa­zier­gang zum Jar­dín Botá­ni­co, dem Bota­ni­schen Gar­ten. The­ma­tisch nach Regio­nen der Welt geord­net, umbran­det vom tosen­den Ver­kehr bil­det er eine grü­ne Oase.
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Es gibt übri­gens viel Grün in Bue­nos Aires. Vie­le Stra­ßen sind von gro­ßen Bäu­men gesäumt, auch Parks und grü­ne Plät­ze fin­det man immer wie­der.

Don­ners­tag Abend gin­gen wir mit eini­gen Leu­ten von der Sprach­schu­le zu einer Milon­ga – einer Tan­go­ver­an­stal­tung – im Stadt­teil Alma­gro. Die Milon­ga fand in einer Hal­le im Hin­ter­hof statt. Wenn wir nicht die Haus­num­mer gewusst hät­ten, wären wir an dem unschein­ba­ren Ein­gang fast vor­bei gelau­fen. Zu Beginn gab es eine Ein­füh­rung ins Tan­go-Tan­zen, bei der viel Wert dar­auf gelegt wur­de, das Gefühl und den Spi­rit des Tan­go zu ver­mit­teln. Sehr gelun­gen und nein, kei­ne Fotos, wir waren mit Tan­zen beschäf­tigt. Spä­ter gab eine jun­ge Band moder­ne Inter­pre­ta­ti­on des Tan­go zum Bes­ten.
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Davor und danach war die Tanz­flä­che frei­ge­ge­ben und wir bestaun­ten die Paa­re, die wirk­lich groß­ar­tig tanz­ten. Natür­lich haben wir uns nicht noch mal auf die Tanz­flä­che gewagt. ;-)

Am Sams­tag bega­ben wir uns ins Cen­trum. Wir schau­ten uns an der Pla­za de Mayo die Cate­dral an, die wie ein römi­scher Tem­pel aus­sieht.

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Pla­za de Mayo

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Da idea­les Muse­ums­wet­ter war besuch­ten wir das Museo de Bicen­ten­a­rio. Es wur­de zum 200-jäh­ri­gen Bestehen des Staa­tes eröff­net und bie­tet einen tol­len Über­blick über die wech­sel­haf­te Geschich­te des Lan­des. Mit vie­len Vide­os wur­den die unter­schied­li­chen Pha­sen anschau­lich gemacht.

Heu­te, am Sonn­tag ver­trau­ten wir dem Wet­ter­be­richt, der wol­ki­ges, aber tro­cke­nes Wet­ter vor­her­ge­sagt hat­te. Wir fuh­ren zum Par­que Ecológi­co Cos­ta­ne­ra Sur, ein Natur­park zwi­schen dem schi­cken Puer­to Made­ro und der Küs­te des Río de la Pla­ta. In dem Feucht­ge­biet hau­sen vie­le Vogel­ar­ten, Schmet­ter­lin­ge und ande­res Getier.
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Río de la Pla­ta

Lei­der lie­fen wir fast zwei Stun­den durch den Regen (soviel zum Wet­ter­be­richt!) und anschei­nend stel­len sich auch Vögel bei Regen lie­ber unter, als Tou­ris­ten vor die Kame­ra zu flie­gen. Am Ende hat­ten wir doch noch Glück und es klar­te etwas auf.

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Doch noch einen Piep­matz vor die Lin­se bekom­men!