Dadurch, dass wir bis­her in klei­nen Appar­te­ments leben, die mit einer Küche aus­ge­stat­tet sind, essen wir über­wie­gend zu Hau­se. Zumal wir bei­de ger­ne kochen und damit die Rei­se­kas­se nicht über­mä­ßig belas­ten. Wir strol­chen ger­ne durch die Super­märk­te und kau­fen lan­des­ty­pi­sche Lebens­mit­tel ein.

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Man­che Gerich­te pro­biert man aber bes­ser im Restau­rant.
Im Nach­fol­gen­den beschrei­be ich Köst­lich­kei­ten, die wir bis­her hier geges­sen haben, jeden Tag kann man wei­te­re Din­ge ent­de­cken.

Klei­nig­kei­ten für mor­gens oder für zwi­schen­durch:

Medi­al­unas: sehen aus wie klei­ne fran­zö­si­sche Crois­sants, aber mit fes­te­rem Teig und süß.

Fac­turas: Mini­teil­chen mit aller­lei lecke­ren Zuta­ten wie z. B. Mar­me­la­de, Cre­ma Ame­ri­ca­na, Dul­ce de Leche (Creme aus Milch und Zucker)

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Alfa­jo­res: süßes Gebäck gefüllt mit Dul­ce de Lecheimage

Dane­ben gibt es herz­haf­te Klei­nig­kei­ten wie Empa­na­das, das sind Teig­ta­schen mit Fleisch- oder Gemü­se­fül­lung und
Tosta­das, getoas­te­te Sand­wi­ches mit herz­haf­tem Belag

Sand­wi­ches: Dün­nes, rand­lo­ses Weiß­brot mit herz­haf­tem Belag.
Beleg­te Baguettes, wie zu Hau­se

Wir haben uns ange­wöhnt, mor­gens Müs­li zu essen, da es hier immer lecke­re fri­sche Früch­te gibt. Wobei bei den Früch­ten öfter auch mal „der Wurm” drin ist. Ger­ne neh­men wir im Müs­li auch noch Natur­jo­ghurt, der aber nur in Bue­nos Aires zu fin­den war, in den ande­ren Städ­ten gibt es nur gesüß­ten Frucht­jo­ghurt.

Es gibt viel Weiß­brot, aber mitt­ler­wei­le auch dunk­le­re Bro­te und Bröt­chen (Pan inte­gral oder pan negro). Die­ses wird per Gewicht bezahlt und nicht wie bei uns pro Stück.

Steaks und so

Bekann­ter­ma­ßen ist Argen­ti­ni­en das Land der Steaks.
Zahl­rei­che Steak­häu­ser (sog. Paril­las) bie­ten vie­le unter­schied­li­che Fleisch­sor­ten an, wobei es üblich ist, auch die Inne­rei­en mit­zu­ver­zeh­ren wie Leber, Blut­wurst und ande­re Din­ge.

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Ham­bur­ger (Ham­bur­ge­sa) gibt es an jeder Stra­ßen­ecke oder auch Hot Dogs (Super Pan­cho). Dann gibt es noch Lomitos, das sind Ham­bur­ger, die mit Steak statt mit Hack­fleisch zube­rei­tet wer­den. Zu den Fleisch­ge­rich­ten wird Chi­michur­ri gereicht, eine lecke­re Soße die aus Knob­lauch, Ore­ga­no, Oli­ven­öl und Essig besteht.

Piz­za und Gemü­se

Piz­za erfreut sich in Argen­ti­ni­en sehr gro­ßer Beliebt­heit, ist jedoch eher ame­ri­ka­nisch als ita­lie­nisch. Also dicker Teig und sehr viel Moz­za­rel­la (Muz­za­rel­la). Dafür wird in der argen­ti­ni­schen Küche kaum gewürzt. Pom­mes ohne Salz? Egal ob Fleisch, Gemü­se oder Fisch, für unse­ren Geschmack muss nach­ge­würzt wer­den.

Es wird viel mit Mais (cho­clo) gekocht oder mit Süß­kar­tof­feln. Man fin­det häu­fig grü­ne Koch­ba­na­nen (pla­ta­nos), die aber nach fast nichts schme­cken.

Eis, Baby!

Eine wei­te­re Spe­zia­li­tät sind Eis­die­len, viel grö­ßer als bei uns und auch recht häu­fig anzu­tref­fen. Es gibt ‑zig ver­schie­de­ne Eis­sor­ten, die Bäll­chen sind grö­ßer als bei uns und das Eis wird am Schau­fens­ter mit Kilo-Prei­sen bewor­ben. Man sieht immer wie­der vor­wie­gend jün­ge­re Leu­te um einen Rie­sen­be­cher Eis sit­zen, jeder hat einen Löf­fel in der Hand und man isst zusam­men aus dem Becher. Das hat doch was! Ich brau­che nicht zu erwäh­nen, dass das Eis gut ist, oder?

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Geträn­ke

Das Was­ser kann in den Städ­ten beden­ken­los aus dem Was­ser­hahn getrun­ken wer­den, es schmeckt aller­dings etwas nach Chlor.

Der Kaf­fee schmeckt gut, der Rot­wein ist lecker und sehr güns­tig, das Bier ist süf­fig-süss. Es gibt auch deut­sche Bie­re, die hab ich aber noch nicht pro­biert. Das hier gebrau­te Schnei­der-Bier wur­de bei­spiels­wei­se von einem Ein­wan­de­rer aus Ost­preu­ßen gebraut. Außer­dem wird das Bier übli­cher­wei­se in 1‑Liter Fla­schen ver­kauft, auch in den Restau­rants.

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Soweit mei­ne Ein­drü­cke nach drei Wochen Süd­ame­ri­ka. Bis­her ver­mis­se ich hier nur die Gewür­ze. Mal sehen wie es wird, wenn wir wei­ter aus den gro­ßen Städ­ten in klei­ne­re Orte fah­ren. Wir wer­den berich­ten.