Road­trip mit Ker­mit Tag 4 – 6

Floo­ded Roads

Zurück aus dem Dain­tree Natio­nal­park zieht es uns in die Ather­ton Tab­le­lands. Auf dem Weg machen wir an einem lau­schi­gen Bach­lauf Halt für unse­ren Mit­tags­im­biss. Die Stra­ße wird vom Was­ser schon über­spült. Wie an vie­len ande­ren Stel­len gibt es auch hier Pegel­l­at­ten an der Fahr­bahn, an denen man die Höhe des Was­sers über der Stra­ße able­sen kann. Da in der Regen­zeit Bäche und Flüs­se extrem anschwel­len, ist die prag­ma­ti­sche Lösung die Stra­ßen ein­fach über­schwem­men zu las­sen.

Immer schön zwischen den Pfosten bleiben!

Immer schön zwi­schen den Pfos­ten blei­ben!

Die Ather­ton Tab­le­lands

Im Hin­ter­land von Cairns erhebt sich die Land­schaft auf 800 bis 1000 Meter. Ker­mit tut sich mit dem Auf­stieg etwas schwer, lang­sam schrau­ben wir uns die Berg­stra­ße empor. Vor­bei an Kuran­da, das uns zu tou­ris­tisch erscheint kur­ven wir durch Regen­wald und kul­ti­vier­te Land­schaft.

Großes und kleines Vieh kann einem hier vor den Kühler laufen

Gro­ßes und klei­nes Vieh kann einem hier vor den Küh­ler lau­fen

Erschlos­sen wur­den die Tab­le­lands Ende des 19. Jahr­hun­derts, als hier Gold, Zink und ande­re Boden­schät­ze einen Boom aus­lös­ten. Die Minen ver­sieg­ten irgend­wann, der Regen­wald war weit­ge­hend gero­det und heu­te domi­niert Land­wirt­schaft die Regi­on. Sanf­te grü­ne Hügel, wei­te Fel­der und gra­sen­de Kühe las­sen einen glau­ben, im Vor­al­pen­land zu sein.

Grün, soweit das Auge reicht

Grün, soweit das Auge reicht

Wir steu­ern den Ort Mil­laa Mil­laa an und schau­ern, als wir in der küh­len Abend­luft aus­stei­gen. Hier oben herr­schen schon wie­der anders Tem­pe­ra­tu­ren als die, an die wir uns an der tro­pi­schen Küs­te gewöhnt haben.

Water­fall-Cir­cuit bei Mil­laa Mil­laa

Doch tags­über im Son­nen­schein ist es ange­nehm warm. Wir fah­ren den Water­fall Cir­cuit, der an einer gan­zen Rei­he von Was­ser­fäl­len ent­lang führt. An den Mil­laa Mil­laa Falls kann man im Pool des Was­ser­falls baden, sofern man käl­te­re­sis­tent ist.

Millaa Millaa Falls

Mil­laa Mil­laa Falls

Die Zil­la Falls erreicht man von oben und kann zuschau­en, wie das Was­ser über die Abriss­kan­te ver­schwin­det.

Zilla Falls

Zil­la Falls

Zu den Elin­jaa Falls führt ein klei­ner Weg abwärts durch den Regen­wald. Unten ange­kom­men ste­hen wir an einem ver­wun­sche­nen Pool inmit­ten dich­ter grü­ner Vege­ta­ti­on, in den das Was­ser wie ein Schlei­er hin­ein fällt.

Paradiesisch: Elinjaa Falls

Para­die­sisch: Elin­jaa Falls

Nach einer Mit­tags­rast bei einer dai­ry, einem Milch ver­ar­bei­ten­den Betrieb, wo wir uns ein köst­li­ches Stück des haus­ge­mach­ten chees­e­ca­ke gön­nen, besu­chen wir die Man­gal­li Falls.

Delicious!

Deli­cious!

Auf dem Weg sehen wir zum ers­ten Mal wil­de Kän­gu­rus.

Da guckt es!

Da guckt es!

Die Man­gal­li Falls kön­nen wir von der obe­ren Kan­te bewun­dern, dann fol­gen wir dem Weg nach unten, um sie von unten zu wür­di­gen.

Reise-Ringel und die Mangalli Falls

Rei­se-Rin­gel und die Man­gal­li Falls

Der in der Nähe befind­li­che Pla­ty­pus-Weg ent­täuscht uns: trotz inten­si­ven Spä­hens ent­lang des Bach­ufers kön­nen wir kein ein­zi­ges Schna­bel­tier ent­de­cken.

Durch den Regenwald

Durch den Regen­wald

Her­ber­ton His­to­ric Vil­la­ge

Auch der Ort Herberton sieht ziemlich historisch aus ;-)

Auch der Ort Her­ber­ton sieht ziem­lich his­to­risch aus ;-)

In Her­ber­ton gibt es ein Frei­licht­mu­se­um, dass His­to­ric Vil­la­ge. Hier wur­den Gebäu­de aus der alten Sied­lungs­zeit zusam­men­ge­tra­gen, von der Auto­werk­statt über diver­se Läden bis zur hoch­herr­schaft­li­chen Vil­la.

Voll mit alten Radios war dieser Laden

Voll mit alten Radi­os war die­ser Laden

Pub mit Auto - so hat der wirklich ausgesehen

Pub mit Auto – so hat der wirk­lich aus­ge­se­hen

Schicke Villa

Schi­cke Vil­la

Außer­dem gibt es jede Men­ge ros­ten­de, alte Tech­nik zu sehen, was beson­ders Mar­cus hell­auf begeis­tert. Die Gara­ge steht voll mit alten Autos, eini­ge noch funk­ti­ons­fä­hig, die meis­ten jedoch in unter­schied­li­chen Sta­di­en des Ver­falls.

Rostende Fahrzeuge ohne Ende

Ros­ten­de Fahr­zeu­ge ohne Ende

Auf dem Gelän­de geht es wei­ter: rei­hen­wei­se Dampf­ma­schi­nen, Bull­do­zer, Trak­to­ren, Autos, Last­wa­gen und land­wirt­schaft­li­ches Gerät. Alles mit einer dicken Rost­pa­ti­na über­zo­gen. Das macht doch glatt dem boli­via­ni­schen Eisen­bahn­fried­hof Kon­kur­renz.

Einen gan­zen Tag ver­brin­gen wir im His­to­ric Vil­la­ge. Zurück am Cam­ping­platz erle­ben wir ein wei­te­res, unver­hoff­tes High­light. Eines der sel­te­nen, scheu­en Baum­kän­gu­rus sitzt weit oben in den Zwei­gen und lässt sich gelas­sen von uns bestau­nen.

Kein dicker Teddybär, sondern ein Baumkänguru

Kein dicker Ted­dy­bär, son­dern ein Baum­kän­gu­ru

Ker­mit-Log­buch Tag 4 – 6:

Dain­tree Natio­nal­park – Mil­laa Mil­laa

Kilo­me­ter: 357

Camp: Mil­laa Mil­laa Tou­rist Park

Gesamt­ki­lo­me­ter: 517