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Im Frühsommer hatten wir das erste Mal die Gelegenheit, die Schönheiten der Pfalz kennenzulernen. Es hat uns sehr gut dort gefallen. Umso mehr haben wir uns darüber gefreut, zum diesjährigen Bloggerwandern* in die Pfalz eingeladen zu werden.

Anreise mit der Bahn

Wir hatten uns im Vorfeld für die Anreise mit der Bahn entschieden. Gut gelaunt erreichten wir mit der S-Bahn den Umsteigebahnhof in Köln-Deutz. Die Verbindung nach Mannheim sollte kurz nach 9 Uhr starten. Wir fahren nicht oft mit der Bahn, haben aber leider schon häufiger Zugverspätungen oder Umplanungen erlebt. So auch an diesem Tage. 25 Minuten Verspätung wurden angezeigt. Eine weitere Verbindung nach Frankfurt war sogar gestrichen worden. Kurz vor unserem Zug sollte noch der Zug nach München abfahren.

Während wir geduldig auf unseren Zug warteten betrachteten wir das wachsende Chaos auf dem Bahnsteig. Der Zug nach München entpuppte sich bei näherem Hinsehen als unser Zug. Die Bahn hatte einfach die zwei kurz hintereinander fahrenden Züge aneinandergehängt. Leider war das weder einer Ansage noch der Hinweistafel zu entnehmen. Abenteuer Deutsche Bahn!

Auf dem Bahnsteig in Mannheim trafen wir die Blogger Felix  und Jens, mit denen wir gemeinsam mit der S-Bahn nach Neustadt an der Weinstraße fuhren. Dort fand die Eröffnung des Wander-Wochenendes in einem netten Bahnhofs-Café statt.

Start am Hambacher Schloss

Während Karin Hühnerfauth von der Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH und Michael Werner von Pfalz Touristik uns begrüßten, stärkten wir uns für die anstehende erste Wanderetappe. Mit dem Taxi ging es hoch hinauf zum Hambacher Schloss. Dort erhielten wir eine kurzweilige Führung durchs Schloss mit vielen interessanten Informationen.

Blick aufs Hambacher Schloss.

Das Hambacher Schloss vom Pfälzer Weinsteig aus gesehen.

Das Hambacher Schloss gilt als Wiege der Demokratie. Es beherbergt heute eine sehenswerte Ausstellung über seine geschichtsträchtigen Ereignisse. Von der Terrasse hat man zudem einen fantastischen Weitblick aufs umliegende Land.

Wandern auf dem Pfälzer Weinsteig

Endlich konnte die Wanderung losgehen. Bei bestem Wetter und guter Laune ging es auf dem Pfälzer Weinsteig auf die Etappe 5 in Richtung Sankt Martin.

Der Pfälzer Weinsteig ist ein Premium-Wanderweg. Das heißt, dass dieser Weg strengen Kriterien unterworfen ist. Die Wege sind hervorragend markiert und weisen einen hohen Erlebniswert auf. Davon konnten wir uns überzeugen.

Unter fachkundiger Führung von Tobias Kauf, dem stellvertretenden Geschäftsführer der Pfalz Touristik e.V. stiegen wir steil bergauf und bergab. Begeistern konnten uns die vielen roten Felsen entlang des Weges. Immer wieder blieben wir stehen und staunten ob der imposanten Kulisse.

Rote Felswand im Pfälzer Wald.

Die Buntsandsteinfelsen sind typisch für den Pfälzerwald.

Zwischendurch konnten wir uns mit Kaffee, Kuchen oder herzhaften Gerichten stärken.

Wusstet ihr, dass es in der Pfalz über 12.000 Kilometer Wanderwege gibt?  Außerdem beherbergt die Mittelgebirgslandschaft Pfälzerwald das größte zusammenhängende Waldgebiet Deutschlands. Und überall gibt es Hütten mit Gastronomie, die unter anderem von ehrenamtlichen Mitgliedern der örtlichen Wandervereine bewirtschaftet werden.

Wenn dich eine Wanderung auf dem Pfälzer Weinsteig reizt, findest du hier alle Infos zum Weg und den einzelnen Etappen.

Die Kalmit – höchster Berg des Pfälzerwaldes

Nach der Stärkung ging es weiter auf dem Pfälzer Weinsteig über die Kalmit. Dieser Berg ist mit 672 Metern über NN der höchste Berg des Pfälzerwaldes.

Aussicht über Hügel bis ins Rheintal.

Großartiger Ausblick von der Kalmit

Der Weg führte uns zum Felsenmeer und weiter ins Kropsbachtal. Die Sonne stand schon tief hinter den Bäumen, als wir ins Tal hinabstiegen.

Dort angekommen warteten zwei Taxis auf uns, um uns zu unseren Hotels in Bad Bergzabern zu bringen. Wir hatten dort ein wenig Zeit, uns frisch zu machen.

Abends ging es ins Hotel Pfälzer Wald, wo ein Teil unserer Gruppe untergebracht war. Dort erwartete uns eine regionale Weinprobe durch den Winzer Frank Kayser vom Ecovin-Weingut Jean Rapp. Das Hotel Pfälzer Wald ist Qualitätsgastgeber Wanderbares Deutschland.

Dazu wurde ein leckeres opulentes 3-Gänge Menu gereicht. Weinselig und mit viel neuem Input endete dieser gelungene Tag.

Wanderung im Dahner Felsenland

Der Wecker klingelte sehr früh am nächsten Morgen. Um halb acht sollte es Frühstück geben und um halb neun den Taxitransfer nach Dahn.

Unter Anleitung vom Gästeführer Karl Kling besichtigten wir die Burgengruppe Alt Dahn – Grafendahn und Tanstein. Trotz der immensen Zerstörung der Burgen konnten wir uns gut vorstellen, wie das Leben hier oben gewesen sein musste.

Burgruine von Burg Dahn.

Auch als Ruine noch eindrucksvoll…

Auf dem Pfälzer Waldpfad

Auf dem Pfälzer Waldpfad nahe der deutsch-französischen Grenze wanderten wir weiter durchs Dahner Felsenland. Wir waren fasziniert von den roten Buntsandsteinfelsen und den Felsenburgen.

Mittags gab es ein wohlverdientes Picknick aus dem Rucksack. Jeder hatte sich etwas mitgebracht. Bei dem grandiosen Panorama am Wasgaublick konnten wir schon die Burgruine Drachenfels erspähen, die unser Ziel am Nachmittag sein sollte.

Nach dieser Stärkung liefen wir weiter und erreichten nach circa fünf Kilometern das Kelterhaus Busenberg. Hier wird in einer kleinen Anlage Apfelsaft aus Äpfeln der umliegenden Wiesen hergestellt. Wir durften während einer Saftverkostung den Unterschied zwischen ungefiltertem frischen Saft und durch Erhitzung haltbar gemachtem Saft schmecken. Erwähnenswert finden wir, dass die Anlage ausschließlich von ehrenamtlichen Mitgliedern des Obst- und Gartenbauvereins betrieben wird.

Nach dieser Erfrischung ging es weiter zur Burgruine Drachenfels. Leider hatten wir nur wenig Zeit für eine Besichtigung.

Felsenburg mit Treppe.

Burgruine Drachenfels

Schon wartete der nächste Programmpunkt auf uns: die Einkehr mit Kuchen oder Suppe in der Drachenfelshütte. Das Wetter erlaubte es uns draußen an langen Tischen zu sitzen. Die Drachenfelshütte ist ziemlich groß und bietet Gästen um die 280 Sitzplätze. Auch hier gibt es ein umfangreiches Angebot an Speisen und Getränken.

Infos zum Pfälzer Waldpfad mit Route und Etappen findest du hier.

Am Deutschen Weintor

Nach dem Essen gab es einen Taxi-Transfer zum Deutschen Weintor.

Das Weintor ist der südliche Beginn der Deutschen Weinstraße und liegt in der südpfälzischen Weinbaugemeinde Schweigen-Rechtenbach. Die Deutsche Weinstraße verläuft über 85 Kilometer durch die Weinbaugebiete der Pfalz. Sie endet im Norden in Bockenheim am Haus der Deutschen Weinstraße.

Der denkmalgeschützte Torbau wurde 1936 erbaut und ist beeindruckend groß.

Gruppenfoto auf der Weintor-Empore (Foto Salomé Weber)

Für ein Gruppenfoto erklommen wir die Stufen hinauf zur hölzernen Galerie. Nachdem das Foto im Kasten war, setzten wir uns wieder in die Taxis und es ging zurück zu unseren Hotels. Endlich konnten wir uns in unserem Hotelzimmer frisch machen und etwas ausruhen.

Rundgang durch Bad Bergzabern

Bald darauf ging es weiter vom Hotel zur Südpfalztherme. Dort empfing uns der Geschäftsführer des Tourismusvereins Bad Bergzaberner Land, Jochen Anthes. Mit ihm erhielten wir bei einem gemeinsamen Spaziergang viel Wissen über die Stadt. Im Schlosskeller gab es vor der urigen Kulisse riesiger Weinfässer einen Sektempfang.

Gleich danach ging es in die Weinstube zur Reblaus. Hier gab es typische Pfälzer Spezialitäten wie zum Beispiel mit Maronen gefüllter Saumagen oder Leberknödel. Nach diesem anstrengenden, aber schönen Tag war es nicht verwunderlich, dass die ersten Teilnehmer bereits gegen halb elf Uhr den Heimweg antraten.

In die Hördter Rheinaue

Am nächsten Morgen gegen sieben Uhr klingelte der Wecker. Es war noch ganz schön nebelig, als wir um halb neun in den Taxis Platz nahmen. Unser Ziel war dieses Mal das Naturschutzgebiet Hördter Rheinaue.

Wasserfläche zwischen viel Grün.

In der Hördter Rheinaue

Dort wollten wir dem Treidlerweg folgen. Bei der Wanderung begleitete uns der Biotopbetreuer Matthias Kitt. Zu Anfang erfuhren wir jede Menge interessante Tatsachen über die Deiche und den bestehenden und den zukünftigen Hochwasserschutz.

Auch über den Rhein und dessen im 20. Jahrhundert durchgeführte Begradigung bekamen wir viele Erklärungen. An diesem Tag wollte sich die Sonne nicht zeigen. Zudem war es durch nächtlichen Regen ordentlich matschig auf unserem Weg. Das tat der Stimmung jedoch keinen Abbruch.

Nebel über dem Rhein.

Auch über dem Rhein hielt sich der Nebel

Zum Abschluss dieser Wanderung wurde im Schnitzelhaus in Hördt ein gemeinsames Mittagessen eingenommen. Dann hieß es Abschied nehmen. Die Taxis brachten uns anschließend zum Bahnhof nach Speyer. Von dort starteten wir unsere Rückfahrt nach Neuss. Da wir in Mannheim noch fast zwei Stunden Zeit hatten, schlossen wir unser Gepäck im Schließfach des Bahnhofs ein und genossen in einem nahegelegenen Café noch einen Cappuccino.

Falls Du noch mehr über die Wanderwege in der Pfalz wissen möchtest, dann schau doch mal beim Wandermenü Pfalz vorbei.

Mit dabei waren:

Felix von Wanderzentrale

Frank von Der Entspannende

Sandra von Tracks and the City

Yvi von Fernwehyvi

Jessi von Fernweh und so

Jens von Overlandtour

Sven von The Backpacker

Offenlegung: Zu diesem Wochenende waren wir von Rheinland-Pfalz Tourismus eingeladen. Wir bedanken uns ganz herzlich bei für die Unterstützung und hervorragende Betreuung. Ein Honorar haben wir nicht erhalten.