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Bist du auf der Suche nach einer schönen Wanderung in NRW? Dann haben wir hier drei Touren für dich, die wir selber erprobt haben.

Alle drei Wandertouren sind leicht mit Bahn oder Bus erreichbar. Da es Rundtouren sind, kannst du problemlos vom Startpunkt wieder zurückfahren. Wir haben uns in drei verschiedenen Regionen in NRW umgesehen: am Niederrhein, in der Voreifel und im Siegerland.

Alle Routen sind leicht bis maximal mittelschwer, so dass du sie auch wandern kannst, wenn du nicht über eine Kondition wie Reinhold Messner verfügst.

NRW entdecken – eine Kampagne von mobil.nrw

Unsere Wanderungen sind Teil der Wander-Kampagne von mobil.nrw, eine Gemeinschaftskampagne des NRW-​Verkehrsministeriums sowie der Verkehrsunternehmen, Zweckverbände, Verkehrsverbünde und –gemeinschaften in Nordrhein-​Westfalen

Auch dieses Jahr werden neun Wanderungen in unterschiedlichen Regionen von NRW vorgestellt, die du alle mit Öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen kannst.

Hier findest du alle neun Touren: Wandern in NRW

Zu den von uns vorgestellten Wanderungen in NRW findest du nochmal alle Infos gebündelt, auch zur Anreise mit Bus und Bahn hier.

Die kostenlose Broschüre „NRW entdecken“ mit den neun Wandervorschlägen und Infos zu allen Touren liegt in den Kundencentren der Verkehrsunternehmen aus. Die OnlineVersion der Broschüre kannst du dir hier downloaden.

Niederrhein: Rund um Odenkirchen

Unsere Wanderung beginnt am Bahnhof Rheydt-Odenkirchen. Wir wenden uns schräg nach links und gehen durch ein Wohngebiet, passieren ein Werksgelände und stoßen auf die B59. Dieser folgen wir noch ein Stück nach links. An der nächsten Querstraße lassen wir das Rauschen des Autoverkehrs hinter uns und biegen an der Sportanlage rechts ab.

Durch den Beller Park

Hier betreten wir den großen Beller Park, der uns mit dem beruhigenden Flair der Bäume umfängt. Von der Beller Mühle, nach der der Park seinen Namen hat ist heute nichts mehr zu sehen. Der einzige Hinweis ist die ruhig dahinplätschernde Niers.

Von Bäumen umstandener Weiher im Beller Park.

Grüne Oase Beller Park

Auf gepflegten Wegen wandern wir in einer Schleife um die hübsch angelegten Weiher, in denen sich die tief hängenden Zweige der Weiden spiegeln. Nutrias und Graugänse bevölkern die Ufer, Blässhühner und Enten ziehen ihre Bahnen auf der ruhigen Wasserfläche. Wir genießen eine Weile das friedvolle Leben, bevor wir den Beller Park an der gegenüberliegenden Seite wieder verlassen.

Auf schmalen Wegen um Odenkirchen

Nun gehen wir nach rechts durch eine ruhige Wohnstraße (Kochschulstraße), die am Ende in einen schmalen Pfad durchs Grüne übergeht. Entlang hoher Hecken führt der Weg. An der bald folgenden Gabelung halten wir uns rechts und wandern entlang der Felder am Ortsrand von Odenkirchen.

Flache grüne Felder unter blauem Himmel.

Die typische Landschaft des Niederrheins

An einer weiteren Gabelung zwischen dichten Sträuchern gehen wir halb links. Rechterhand können wir hinter den Hecken ein paar große Wohnhäuser erkennen. Aber kurz darauf umgeben uns wieder die weiten Felder des Niederrheins. Der Pfad geht in einen breiten Feldweg über. Kurz danach macht er eine Linkskurve, wir wandern aber geradeaus auf dem Feldweg weiter.

Nach einer Weile biegt der Weg – nun wieder deutlich schmaler – nach links ab. Wir laufen in einer schmalen Runde um ein kleines Naturschutzgebiet, in dem Bäume und Sträucher dicht stehen und einen schützenden Lebensraum bieten.

Weg führt zwischen dichten Sträuchern hindurch.

Kleiner Hain am Rand von Odenkirchen

Nachdem wir den kleinen Hain umrundet haben führt uns der Weg wieder über die weiten Felder. An der Gabelung wählen wir den rechten, schmaleren Abzweig und stapfen über den grasbewachsenen Weg entlang des Feldes. Bald zeigt sich rechts das Gelände einer Sandgrube. Wir laufen weiter und werden wenig später von neugierigen Schafen auf der Weide neben dem Weg begrüßt. Am Biohof Lenßenhof stoßen wir auf die L116.

Durch die Grünstreifen am Ortsrand

Wir überqueren die Landstraße an der Verkehrsinsel und biegen gleich wieder in den kleinen Pfad zwischen den Sträuchern ein. An der Rückseite der Wohnsiedlung geht es mit Blick über die leichten Hügel der Felder entlang.

Unser Weg führt hinunter zur Talstraße, auf die wir nach links einbiegen. Nach etwa 200 Metern zweigt rechts der Sasserather Pfad ab und wir lassen die Straße hinter uns. Erst durch Felder, dann entlang einer kleinen Grünanlage folgen wir dem Sasserather Pfad durch zwei 90-Grad-Kurven, bis wir an der Kölner Straße auskommen.

Diese überqueren wir und sehen rechts schon die Hinweise auf die Sportanlage. Hier biegen wir wieder ab und umrunden die Tennisplätze der Bezirkssportanlage, begleitet vom sanften Plop – Plop der Tennisbälle. Hinter den Sportplätzen erreichen wir wieder eine Straße, die wir überqueren. Schräg links vor uns mündet der Klosterhofweg ein, in den wir einbiegen.

Grüne Wiese mit Laubbäumen.

Ganz viel Grün…

Der Fußweg entfernt sich allmählich wieder von der Straße. Große Bäume beschatten den Weg und es geht leicht hügelauf in eine weitere schöne Grünanlage. An der Gabelung biegen wir rechts ein und kommen an einer Kleingartenanlage vorbei.

Wenn wir die Kleingartenanlage passiert haben, stoßen wir auf die Rostocker Straße und den gegenüberliegenden Friedhof. Wir halten uns links, biegen an der T-Kreuzung rechts ab und dann wieder links in die Straße Am Kammerhof. Diese mündet in die Von-der-Helm-Straße, in die wir rechts einbiegen.

Vor uns sehen wir bald den Turm der neogotischen St. Laurentiuskirche. Entweder machen wir an dieser Stelle einen Abstecher zur Kirche und zum Ortskern, wo wir zahlreiche Einkehrmöglichkeiten finden.

Oder wir wenden uns noch vor der Kirche nach links in die Klinkenbergstraße. Nun stoßen wir wieder auf die Niers, die wir über eine Brücke überqueren.

Nutrias und Gänse am Kreuzweiher

Weiher mit großer Weide und Gänsen auf dem Wasser.

Der Kreuzweiher in Odenkirchen

Nutria auf der Wiese beim Weiher.

Nutria auf Futtersuche

Dahinter erstreckt sich der kleine Park um den Kreuzweiher, eine ruhige grüne Oase im Ort. Auch hier wuseln nassglänzende Nutrias auf Futtersuche über die Wiese am Weiher. Elegant gleiten sie ins Wasser und ziehen geschmeidig ihre Bahn.

Graugänse stolzieren umher und nähern sich uns neugierig, als wir auf einer Bank unseren Imbiss auspacken. Als sie realisieren, dass nichts für sie abfällt, schreiten sie würdevoll wieder zum Weiher. Wir könnten dem tierischen Treiben noch eine Weile zuschauen, aber irgendwann müssen wir doch unseren Weg fortsetzen.

Drei flache Fontänen sprühen übers Wasser.

Wasserspiele

Vorbei an den drei Fontänen, die sich mit lautem Rauschen in den Weiher ergießen umrunden wir das Gewässer und kommen an der B59 (Hoemenstraße) aus. Diese überqueren wir, gehen geradeaus über den Kirmesplatz bis zur Ruhrfelder Straße. Noch einmal nach links abbiegen und dann führt uns die Ruhrfelder Straße zurück zu unserem Startpunkt, den Bahnhof Rheydt-Odenkirchen.

Info zur Wanderung rund um Odenkirchen

Hinkommen:

  • ÖPNV: RE 8 bis Bahnhof Rheydt-Odenkirchen
  • Auto: A61 bis AS Mönchengladbach-Wickrath, Parken am Bahnhof Odenkirchen

Streckeninfo:

  • Länge: 10,5 Kilometer
  • Dauer: etwa 3,5 Stunden
  • Schwierigkeit: einfach

Einkehrmöglichkeiten:

  • diverse Restaurants, Cafés etc. im Zentrum von Odenkirchen
  • unser Tipp: Café Nadjas Torten, Burgfreiheit 104

Sehenswürdigkeiten:

  • St. Laurentius, neogotische Kirche, Laurentiusplatz 9
  • Evangelische Kirche, Baujahr 1756, Burgfreiheit 72 Martin-Luther-Platz

Voreifel: Wandern von Langerwehe zur Laufenburg

Diese schöne Rundtour führt durch die waldreichen Hügel um Langerwehe. Ein Höhepunkt der Wanderung ist die Burg Laufenburg, auf der du für eine wohlverdiente Rast einkehren kannst. Interessant ist auch die Strecke durch den Landschaftsgarten Kammerbusch, der im 19. Jahrhundert angelegt wurde. Malerische Türme, ein hübscher Teich, eine Grotte und zahlreiche Denkmäler von historischen Personen zeugen vom Stil der Zeit.

Wir starten unsere Wanderung am Bahnhof Langerwehe. Vom Bahnhofsplatz aus laufen wir entlang der Bahngleise Richtung Westen und biegen an den letzten Häusern der Siedlung links auf den Feldweg ein. Der Weg führt an der Rückseite der Gärten vorbei, rechterhand liegt das Feld. Kurz darauf lassen wir die Häuser hinter uns, folgen der 90-Grad-Kurve des Feldwegs nach links und stoßen auf die Hülsenbergstraße. Auf diese biegen wir nach rechts ab.

Kleine weiße Kapelle im Wald.

Etwas versteckt liegt die Hülsenbergkapelle im Wald

Auf der linken Seite erhebt sich ein bewaldeter Hügel. Nun heißt es aufpassen, um den schmalen Fußpfad nicht zu verpassen, der links abzweigt. Nach einer kleinen Steigung erreichen wir die Hülsenbergkapelle, mitten im Wald. Die aus Bruchstein erbaute Kapelle stammt aus dem 18. Jahrhundert. Eine Bank vor der Kapelle lädt zu einer ersten Rast ein.

Durch den Landschaftsgarten Gut Kammerbusch

Wir folgen dem Pfad weiter, bis er uns zurück auf die Hülsenbergstraße bringt. Am Gut Kammerbusch biegen wir halb links ab in den Wald. Hier steht schon der erste Turm des Landschaftsgartens Kammerbusch, der Waldemar-Turm. Oder vielmehr der Stumpf des Turms, der auch den Namen Luginsland trägt. Früher konnte man von hier weit übers Land schauen.

Ruine eines runden Turms.

Landschaftsromantik des 19. Jahrhunderts

An der Gabelung am Waldemar-Turm halten wir uns rechts. Der Weg geht weiter durch den Wald. Über uns rauschen die Blätter der Laubbäume im Wind. Nach einer Weile liegt an der rechten Wegseite der idyllische Seerosenteich. In der Mitte wird er von einer Steinskulptur geschmückt.

Die sogenannte Kaiserallee führt weiter fast schnurgerade durch den Wald. Warum sie so heißt, offenbart sich auf den nächsten Metern. In regelmäßigen Abständen steht ein mehr oder weniger aufwändig gestaltetes Denkmal am Wegesrand. Kaiser Wilhelm II, Kaiser Friedrich III. und Kaiser Wilhelm I. begleiten die folgende Strecke.

Stein-Denkmal des Kaisers.

Steinerner Kaiser im Landschaftsgarten

Dazwischen passieren wir den Luluturm, der zweite und besser erhaltene Turm des Landschaftsgartens. Der Erbauer des Landschaftsgartens benannte die drei Türme nach seinen Kindern. Heute sind nur noch zwei Türme (oder besser anderthalb) vorhanden.

Würden wir den Querverbindungen durch den Landschaftsgarten folgen, könnten wir noch diverse Grotten, Teiche und Ehrenmäler bewundern. Wir bleiben aber auf der Kaiserallee. Der Reigen der Majestäten wird nun abgelöst durch Denkmäler der damaligen Staatsmänner. Moltke und Bismarck werden mit Steintafeln erinnert.

Kurzer Kontakt zur Zivilisation

Am Ende der Kaiserallee halten wir uns an der Gabelung links und laufen kurz darauf über die Waldstraße in den Ortsteil Heistern hinein. In Heistern ist ein kleiner Abstecher zur Burg Holzheim möglich.

Wo die Waldstraße auf die Hauptstraße trifft, biegen wir scharf links in die Wenauer Straße ein und von dieser nach rechts in die Pützgasse. Die Pützgasse verlässt den Ortsteil und macht eine Linkskurve. Hier heißt es wieder aufpassen, um den kleinen Waldweg nicht zu verpassen, der in der Kurve die Pützgasse verlässt und in dichten Wald hinabführt. Wir halten uns rechts und stapfen durch raschelndes Laub in kleinen Serpentinen bergab.

Unten an der breiten Straße angekommen wenden wir uns scharf nach links und an der T-Kreuzung zur L12 Schönthaler Straße wieder nach links. Wenig später sehen wir schon den Wegweiser, der den Wanderweg zur Laufenburg anzeigt.

Wegweiser zur Laufenburg.

Hier geht`s lang

Hinauf zur Laufenburg

Wir überqueren die Schönthaler Straße, passieren den Wanderparkplatz und folgen dem breiten Forstweg hinauf in den Wald. Rechts und links umgeben uns hohe Bäume. Leicht ansteigend führt uns der Weg immer weiter, bis wir den friedlichen Orchelsweiher erreichen. In der glatten Wasserfläche spiegeln sich die umstehenden Bäume. Bänke am Ufer laden dazu ein, den Anblick eine Weile zu genießen.

Gina und Marcus sitzen auf einer Bank und blicken über den Weiher.

Kleine Ruhepause

Weiter geht es einmal um den Weiher herum. Kurz danach biegen wir nach links auf den Weg zur Laufenburg ab. Ein Schild und eine Schranke – die zu Öffnungszeiten der Burg geöffnet ist – weisen die Richtung. Noch einmal geht es relativ steil bergan, bis sich die Türme der Laufenburg an der linken Seite zeigen.

Wir nehmen im Gastgarten Platz und lassen uns Spezialitäten wie heiße Schokolade (ich) und selbstgemachten Brombeerwein (Marcus) kredenzen. Der Brombeerwein ist gehaltvoller als gedacht und beim folgenden recht steilen Abstieg verleiht er Marcus ungewollten Schwung.

Hinunter nach Langerwehe

Ein schmaler, steiler und stellenweise rutschiger Pfad führt nun nämlich wieder hinab durch den Wald. Über einen Holzsteg queren wir ein plätscherndes Bächlein und wenden uns beim breiten Forstweg nach rechts. An der Seite des Weges bewundern wir mächtige Baumwurzeln, die aus dem steilen Hang ausgewaschen wurden.

Baumwurzeln in der Steilböschung.

Knorrige Wurzeln am Wegesrand

Immer weiter geradeaus wandern wir, bis sich der Laubwald schließlich öffnet und uns auf weite Felder und Wiesen entlässt. An der T-Kreuzung biegen wir links ab, an der folgenden Wegkreuzung gleich wieder nach rechts.

Über sanfte Hügel und grüne Wiesen geht es leicht bergab Richtung Ort. Ein kurzes Stück führt der Pfad noch durch ein Wäldchen. Dann erreichen wir über ein Brücke, die über den ehemaligen Mühlengraben führt den Ort. Wir stoßen wieder auf die Schönthaler Straße, der wir nach links folgen, um bei der nächsten Gelegenheit sofort wieder nach rechts abzubiegen.

Hier geht es wieder hügelaufwärts Richtung Schützenstand. Lautes Knallen bezeugt, dass die Schützen heute aktiv sind. Hoffentlich nur in ihrem Schützenstand…

Wir laufen am Sportplatz vorbei, erreichen die Straße Rymelsberg, der wir nach rechts bergab folgen. Dabei kommen wir an einem echten Schmuckstück vorbei: Die Alte Kirche auf dem Rymelsberg wurde im 12. Jahrhundert erstmals erwähnt.

Kleine gotische Kirche unter wolkenverhangenem Himmel.

Die Alte Kirche

Vermutlich gab es schon in der Frankenzeit im 6./7. Jahrhundert einen Vorgängerbau. Trotz mehrfacher Zerstörung im Lauf der Jahrhunderte wurde das kleine gotische Gotteshaus immer wieder aufgebaut. Heute dient es der Gemeinde als Ort für besondere Veranstaltungen wie Konzerte, Beerdigungen usw.

Nachdem wir einmal um die Alte Kirche herumgelaufen sind, setzen wir unseren Weg hügelabwärts fort und erreichen bald wieder unseren Ausgangspunkt am Bahnhof.

Info zur Wanderung um Langerwehe

Streckeninfo:

  • Länge: 10,7 Kilometer
  • 160 Höhenmeter
  • Dauer: etwa 3,5 Stunden

Hinkommen:

  • ÖPNV: RE1 und S19 bis Bahnhof Langerwehe
  • Auto: Parkmöglichkeiten am Bahnhof Langerwehe

Einkehrmöglichkeiten:

  • Laufenburg, Restaurant nur mittags, im Biergarten Getränke- und Kuchenangebot
  • Ortsteil Heistern: Restaurant Pfanntissimo, Hamicher Straße 3, 52379 Langerwehe – Heistern
  • diverse Cafés und Restaurants in Langerwehe

Sehenswürdigkeiten:

  • Burg Laufenburg (nur von außen bzw. Restaurant)
  • Burg Holzheim, Nothberger Weg, Ortsteil Heistern
  • Töpfereimuseum, Pastoratsweg 1, 52379 Langerwehe

Siegerland: Historischer Rundweg Siegen-Achenbach

Unsere dritte NRW-Wanderung führt uns auf historischen Spuren bis in die Eisenzeit zurück. Wer hätte gedacht, dass das Siegerland schon zu keltischen Zeiten besiedelt war und bewirtschaftet wurde? Wir wussten das jedenfalls nicht.

Aber auch später noch hatte der Bergbau Tradition und wir stoßen auf dieser schönen Rundwanderung auf Spuren von frühzeitlichen Stollen bis zum steilen Bergmannspfad aus dem 19. Jahrhundert.

Neben den geschichtlichen Stätten kommt natürlich auch die Natur nicht zu kurz. Es geht durch wogende Laubwälder, stille Bachtäler und hinauf auf den Starken Buberg, Von dort haben wir eine großartige Aussicht auf die umliegenden grünen Hügel und Täler.

Wanderzeichen an einem Baum: Weißes Zeichen auf schwarzem Hintergrund.

Diesem Zeichen folgen wir auf dem Achenbacher Rundweg

Wir beginnen die Wanderung im Ortsteil Siegen-Heidenberg. Dorthin gelangen wir vom Siegener Bahnhof aus mit dem Bus.

Ein kleiner Platz an der Bushaltestelle erregt mit einem Denkmal unsere Aufmerksamkeit. Wir schauen es uns an und entdecken, dass es den belgischen Soldaten gewidmet ist, die einige Jahrzehnte hier stationiert waren. Offensichtlich gab es ein gutes Verhältnis zu ihnen, dass man ihnen so gedenkt.

Unsere Route geht zunächst ein Stück an der Straße entlang. Diese verlassen wir bald und folgen einem ansteigenden Weg, der uns schnell ins Grüne führt.

Kleine Holzkirche auf einem Hügel.

Die Friedenskirche in Siegen-Achenbach

Wir passieren die Friedenskirche, eine schnucklige kleine Holzkirche. Das skandinavische Aussehen liegt daran, dass das Kirchlein tatsächlich in Schweden erbaut wurde. Sie wurde nach dem zweiten Weltkrieg von einer US-amerikanischen Gemeinde als Zeichen der Versöhnung gestiftet. Ein weiteres Kuriosum: Die Friedenskirche ist die einzige Kirche in Deutschland, die ihren Standort gewechselt hat. Ursprünglich wurde sie auf dem Gelände der heutigen Siegerlandhalle erbaut, der sie 1958 weichen musste.

La-Tene-Ofen aus der Eisenzeit

Nach diesen interessanten Informationen, die wir der Tafel des Achenbacher Rundwegs entnehmen setzen wir unsere Wanderung fort. Es dauert nicht lange, bis die nächste historische Attraktion am Wegesrand auftaucht. Ein nachgebauter Ofen, in dem in der frühen Eisenzeit – der La-Tène-Zeit – das Eisenerz verhüttet wurde. Hier im Engsbachtal wurden viele dieser Öfen bei archäologischen Grabungen gefunden. Eine Infotafel erläutert, wie der Ofen aufgebaut war und dass er nur wenige Male benutzt werden konnte. Dann wurde er unbrauchbar und es musste ein neuer Ofen gebaut werden.

Lehmofen mit halbrunder Öffnung.

So sah ein eisenzeitlicher Schmelzofen aus

Bei Ausgrabungen wurden viele dieser aufgegebenen Öfen in diesem Gebiet entdeckt. Ein noch recht gut erhaltenen Ofen kannst du im Siegerland-Museum im Oberen Schloss anschauen.

Durch Wald und Tal

Unser Weg führt weiter bergauf. Unter hohen Bäumen, in denen der Wind rauscht geht es daher. Ab und zu weist das schwarz-weiße Wegzeichen des Achenbacher Rundwegs auf Abstecher zu weiteren Besichtigungsstellen hin. Wir konzentrieren uns aber auf den Hauptweg.

Es geht nun wieder abwärts. Wir überqueren die Allensteiner Straße. Hier befindet sich ein Mountainbike-Parcours im Wald, auf dem sich die Sportler austoben. Weiter geht es am Wald entlang, an einer Stelle überqueren wir vorsichtig die Mountainbike-Trasse. An der nächsten Kreuzung biegen wir scharf links ein und laufen hinunter ins Tal des Numbachs. Dicht schließt sich das Laubdach der Bäume über uns, in der schummerig-feuchten Atmosphäre des Bachtals wandern wir entlang.

Wald mit herbstlichem Laub.

Schöner Laubwald um uns herum

An der Straße Am Hirtenkamp haben wir wieder kurz Kontakt zur Zivilisation. Der zeigen wir die kalte Schulter und stapfen den breiten Forstweg in den nun lichter werdenden Wald hinauf.

Wo uns der Fuchs „Guten Tag“ sagt

An der nächsten Kreuzung erwartet uns der Fuchs. Kein lebendiger, sondern ein aus Holz geschnitzter. Das Motorsägen-Kunstwerk trägt schon eine leichte Patina vom Ausharren bei Wind und Wetter.

Holzfuchs im Wald,

Holzkunst am Wegesrand

Aufgestapelte Baumstämme.

Da liegt genug Material für noch mehr Kunstwerke…

Unser Weg geht geradeaus weiter. Aufgestapelte Holzstämme und ein ziemlich zerfurchter Weg zeigen, dass hier kräftig Holzwirtschaft betrieben wird. Nach rechts blicken wir hinunter ins Tal und auf den Ort Trupbach, in dessen Mitte sich eine große moderne Kirche in strahlendem Weiß erhebt.

Auf steilem Bergmannspfad

An der nächsten Wegbiegung erwartet uns eine Entscheidung: den breiten Waldweg nehmen, der in sanftem Anstieg und mehreren Kehren hinauf zum Starken Buberg führt? Oder dem schmalen, steilen Bergmannspfad folgen, der den Aufstieg abkürzt? Diesen Pfad benutzten die Bergleute früher, um zu ihrer kräftezehrenden Arbeit zu gelangen.

Natürlich siegt unser Abenteuergeist und wir steigen den rutschigen Pfad an der Bergflanke hinauf. Schnaufend kommen wir oben an. An der nächsten Ecke erwartet uns das Grubenfeld Grimhilde, eine der Arbeitsstätten der mittelalterlichen Bergleute.

Marcus steht neben großen Vertiefungen im Wald.

Keine Bombentrichter, sondern Pingen

Ohne die Infotafel hätten wir das Grubenfeld übersehen. Die Pingen genannten trichterförmigen Löcher im Waldboden dienten dem oberflächlichen Abbau von Eisenerz. Es wurde dort gebuddelt, wo die Erzader an die Oberfläche trat. Ab einer gewissen Tiefe des Lochs füllte Grundwasser den Tagebau auf und man wandte sich dem nächsten Loch zu.

Der höchste Punkt ist erreicht: Starker Buberg

Am Starken Buberg angekommen teilen wir uns die Bänke des Picknickplatzes mit den Mountainbikern, deren Trail hier oben endet. Vor uns liegt eine abgeholzte Waldfläche, dahinter im Dunst die Hügel des Siegerlandes. Ein paar Schritte weiter bietet sich neben der Station des Sendemastes ein schöner Ausblick auf die andere Seite des Tals. Grüne Täler, sanft gerundete Hügel und dunkle Waldflächen prägen das Bild.

Blick über Täler und Hügel.

Ausblick vom Starken Buberg

Ach, en Bach!

Durch lichten Laubwald wandern wir wieder hinab Richtung Achenbachtal. Nachdem wir an einer Wegkreuzung scharf links abgebogen sind, sehen wir kurz darauf den Hinweis auf die Achenbachquelle. Wir dringen ein paar Meter über raschelndes Laub in den Wald ein und stehen dann vor einem Steinbecken, in das wenig romantisch ein Eisenrohr ragt. Wasser fließt zur Zeit keins. Okay, das hatten wir uns etwas romantischer vorgestellt…

Gina hockt neben der trockenen Quelle des Achenbachs.

Links unten das „Quellrohr“

Dafür reißt die Sage um den Namen des Bachs das Erlebnis wieder raus: Ein müder und durstiger Ritter gelangte an den Bach, der damals wohl noch nicht aus einem schnöden Rohr gespeist wurde. Mit dem Ausruf „Ach, en Bach!“ verlieh er seinem Erstaunen Ausdruck und gleichzeitig dem Bach seinen Namen. Hätte sich kein Kabarettist besser ausdenken können!

Wiesen und Weiden

Ein Stück weiter verlassen wir den Wald und spazieren über eine sonnenüberflutete Wiesenfläche. Eine Bank mit Blick über die grüne Lichtung verlockt uns zu einer Pause, bevor es wieder in den Wald hineingeht.

Füße mit Wanderschuhen im Vordergrund vor der Wiese.

Kleine Pause

Wir passieren eine Pferdeweide, ein plätscherndes Bächlein und haben in der nächsten Kurve einen idyllischen Ausblick in ein freundliches Tal. An der folgenden Kreuzung gelangen wir rechts direkt zurück in den Ort Achenbach. Der Rundweg führt uns jedoch nach links, um uns nochmals in einer kleinen Schleife unter wispernden Laubbäumen und grünleuchtenden Weiden eine Dosis Landschaft zu verabreichen.

Zur Alten Schule von Achenbach

Nun geht es aber hinab ins Dorf. Wir überqueren die Hauptstraße und erkunden den alten Ortskern mit der Alten Schule und dem Heimathaus. Letzteres diente früher als Lehrerwohnung, heute hat der Heimatverein Achenbach hier seinen Sitz. Es gibt ein kleines Museum, in dem die Geschichte Achenbachs dargestellt wird.

Schulhaus mit verschiefertem Giebel.

Alte Schule in Achenbach

Zurück zu unserem Ausgangspunkt wandern wir nun entlang des Achenbachs. Eine letzte Infotafel erwartet uns an der ehemaligen Achenbacher Furt mit der Siegeseiche.

Info zum Historischen Rundweg Siegen-Achenbach

Streckeninfo:

  • Länge: 11,2 Kilometer
  • 280 Höhenmeter
  • Dauer: etwa 4 Stunden

Hinkommen:

  • ÖPNV: ab Bahnhof Siegen mit Bus C113 bis Haltestelle Siegen-Heidenberg
  • Auto: Parkmöglichkeiten an der Straße

Einkehrmöglichkeiten:

  • keine

Sehenswürdigkeiten:

Noch mehr Touren in NRW

Nicht nur wir haben im Rahmen der Kampagne von mobil.nrw neue Wanderungen erkundet. Auch unsere Bloggerkollegen Nadine von Planet Hibbel und Nick von Urban Hiker waren unterwegs. Nadine entdeckt familientaugliche Erlebniswanderungen, Nick nimmt euch mit in coole Städte wie Köln, Münster und nach Bochum.

Auch diese Wanderungen findest du mit allen Tourfacts auf der Seite von mobil.nrw und in der Broschüre.

Offenlegung: Diesen Beitrag haben wir in Kooperation mit MobilNRW erstellt. Wir haben dafür ein Honorar erhalten.