Auf unserer Reise mit dem Wohnmobil durch Spanien haben wir viele Infos und Tipps gesammelt, die wir dir hier präsentieren. Wir waren neun Wochen im Herbst in Spanien unterwegs und haben das Land von den Pyrenäen bis nach Andalusien bereist.

Insgesamt haben wir Spanien als ein sehr schönes Reiseland erlebt, auch wenn es ein paar Dinge zu beachten gibt. Mit unseren Tipps wirst du eine entspannte Reise mit dem Wohnmobil durch Spanien erleben können.

Wohnmobil fährt auf einer schmalen Straße in Spanien.

In Spanien kannst du schöne Strecken mit dem Wohnmobil bereisen

Anreise mit dem Wohnmobil nach Spanien

Für die meisten Reisenden wird die Route von Deutschland nach Spanien über Frankreich führen. Je nachdem, welche Region in Spanien dein Ziel ist, gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Möchtest du direkt an die Mittelmeerküste der Costa Brava, wirst du über Lyon durch das Rhonetal gen Süden fahren. Ist die Pyrenäenregion oder das Baskenland dein Ziel, führt dich dein Weg quer durch Frankreich zur Atlantikküste.

Wenn du nur begrenzte Zeit für einen Urlaub zur Verfügung hast, ist die schnellste Möglichkeit die Autobahn. Die ist in Frankreich mit hohen Mautgebühren verbunden.

Hast du mehr Zeit für deine Reise, empfehlen wir den Weg über Landstraßen. Nicht nur, dass du die Mautgebühr sparst. Du siehst auch viel von der schönen Landschaft in Frankreich. Wir sind den ganzen Weg durch Frankreich mautfrei gefahren. Die Straßen waren überwiegend gut. Es war wenig Verkehr und wir kamen gut voran.

Welche Dokumente und Vorbereitungen für die Reise nach Spanien?

Für die Einreise nach Spanien benötigst du lediglich einen Personalausweis, damit du dich bei einer möglichen Polizeikontrolle ausweisen kannst. An den Grenzübergängen finden normalerweise keine Kontrollen statt.

Dass du deinen nationalen Führerschein und deine Fahrzeugpapiere mitführst, sollte selbstverständlich sein. Für den Fall eines Unfalls benötigst du unter Umständen die “Grüne Versicherungskarte” deiner Kfz-Versicherung. Hilfreich kann es sein, einen Ausdruck des Europäischen Unfallprotokolls an Bord zu haben.

Für die Fahrt durch Frankreich empfiehlt es sich, die französische Umweltplakette an der Windschutzscheibe zu haben. Die ist zwar nur in bestimmten Städteregionen nötig. Es gibt aber Autobahnen, die durch diese Regionen führen. Dort ist die Plakette Pflicht.

Du kannst die Umweltplakette auf der Seite des französischen Umweltministeriums bestellen. Die Seite ist auf Deutsch verfügbar. Dies ist die günstigste Möglichkeit, die Plakette zu bekommen. Sie wird innerhalb weniger Tage per Post zugestellt.

Auch in Spanien gibt es Umweltzonen in einigen Städten, wie Barcelona, Madrid, Valencia, Sevilla, Valladolid. In den meisten Städten reicht die deutsche grüne Plakette als Nachweis. Anders ist es in Barcelona und Madrid. Hier muss das Fahrzeug vorher registriert werden. Für Barcelona geht das online (Seite auf Englisch), dauert allerdings 15 Tage.

Um ins Zentrum von Madrid fahren zu dürfen, ist persönliches Vorsprechen erwünscht. Das macht das Ganze für Tourist*innen recht unattraktiv.

Straßen in Spanien

Die Straßen in Spanien sind im Allgemeinen gut ausgebaut und beschildert. Du kannst zwischen verschiedenen Straßentypen wählen, je nachdem, wie schnell und komfortabel du fahren willst. Du kannst zwischen:

Spanische Autobahn.

Auf der Autobahn kommst du schnell voran

Autobahnen (Autopistas), die mit einem A oder AP gekennzeichnet sind. Das sind mehrspurige Schnellstraßen, die meistens mautpflichtig sind. Die Mautgebühren variieren je nach Strecke und Wohnmobilgröße. Die Autobahnen sind die schnellste und bequemste Möglichkeit, um lange Strecken zurückzulegen, aber auch die teuerste und langweiligste.

Die Maut wird an den Bezahlstationen in bar oder mit Kreditkarte entrichtet.

Schnellstraßen (Autovías). Das sind mehrspurige Straßen, die meistens kostenlos sind. Die Schnellstraßen sind eine gute Alternative zu den Autobahnen, wenn du Geld sparen willst, aber trotzdem zügig vorankommen willst. Die Schnellstraßen sind aber auch oft stärker befahren und führen durch mehr Ortschaften, was zu mehr Verkehr und Staus führen kann.

Landstraßen (Carreteras), die mit einem N oder C gekennzeichnet sind. Das sind einspurige Straßen, die immer kostenlos sind. Die Landstraßen sind die beste Möglichkeit, um die Landschaft und die Kultur Spaniens zu erleben, aber auch die langsamste und anstrengendste.

Landstraße in Spanien.

Auf Landstraßen erlebst du mehr von der Landschaft

Die Landstraßen sind manchmal kurvig, schmal und steil, was viel Konzentration und Geschick erfordert. Außerdem musst du mit mehr Hindernissen rechnen, wie z.B. Tieren, Radfahrern oder Baustellen.

Verkehrsregeln in Spanien

Die Tempolimits für Wohnmobile bis 3,5 Tonnen Gewicht sind folgende:

  • innerorts 20 – 50 km/h
  • außerorts 80 km/h
  • Schnellstraßen 90 km/h
  • Autobahnen 120 km/h

Die Promillegrenze liegt bei 0,5.

Beim Aussteigen aus dem Fahrzeug außerhalb geschlossener Ortschaften muss eine Warnweste getragen werden.

Parken wird durch verschiedene bunte Kennzeichnungen geregelt

  • Unterbrochene gelbe Linie oder Zick-Zack-Linie: Parkverbot, kurzes Halten erlaubt
  • Gelbe Linie: Parkverbot, meist mit zusätzlicher Beschilderung
  • Weiße Linie: kostenfreie Parkplätze
  • Blaue Linie: gebührenpflichtig oder zeitlich begrenzt
  • Grüne Linie: Anwohnerparken, teilweise mit Parkschein zeitlich begrenzt möglich
Wohnmobil steht auf mit blauen Linien markiertem Parkplatz am Meer.

Blaue Linien kennzeichnen gebührenpflichtiges Parken

Überstehende Ladung (z. B. der Heckträger mit oder ohne Fahrrädern) muss mit einer rot-weiß-gestreiften Warntafel gekennzeichnet werden. Falls du so ein Ding schon von Italien hast: das ist ein anderes Design, du musst die spanische Warntafel haben.

Navigation in Spanien

Wir haben uns mit Hilfe von Google Maps meistens gut zurechtgefunden. Vorsicht ist immer geboten, wenn die Navigation dich von der Hauptstraße abbiegen lassen will. Manchmal landet man dann auf holprigen, engen Nebenstraßen, weil Google ausgerechnet hat, dass man ein Minute spart. Daher empfehlen wir, immer die gesamte Route vor Augen zu haben.

Campingplatz oder Freistehen in Spanien?

Eine der wichtigsten Fragen, die du dir stellen musst, wenn du mit dem Wohnmobil durch Spanien reist, ist: Wo willst du übernachten? Du hast grundsätzlich drei Möglichkeiten: Du kannst entweder freistehen, einen Stellplatz oder einen Campingplatz nutzen. Alle Optionen haben ihre Vor- und Nachteile, die du abwägen solltest.

Blick aus geöffneten Hecktüren des Wohnmobils auf einen türkisblauen See und grüne Landschaft.

So einen Blick kannst du beim Freistehen genießen

In Spanien ist das Freistehen mit dem Wohnmobil nicht generell verboten, aber auch nicht generell erlaubt. Es gibt keine einheitliche Regelung, sondern jede Region, Gemeinde oder Stadt kann eigene Vorschriften erlassen, die du beachten musst.

Gerade im Hinterland ist das Freistehen mit dem Wohnmobil kein Problem. Da es die meisten Camper an die Küste zieht, ist die Situation im Inland entspannt. Wir haben oft ganz alleine gestanden.

Wohnmobil steht frei in der Wüstenlandschaft.

Irgendwo im Nirgendwo

Das Übernachten im Wohnmobil ist meistens erlaubt, solange du kein Campingverhalten zeigst. Zum Campingverhalten gehört neben Rausstellen von Stühlen, Ausfahren der Markise auch das Auffahren auf Keile.

Wohnmobil steht auf einem großen Parkplatz, am Himmel ein Regenbogen.

Parkplatz in Zaragoza: kein Campingverhalten, aber Übernachten erlaubt

In Spanien gibt es viele Stellplätze für Wohnmobile, die du nutzen kannst. Gerade im Hinterland in Spanien sind diese Stellplätze meist kostenlos. Dabei bieten sie in der Regel auch die Möglichkeit, Toilette und Grauwasser zu entsorgen und Frischwasser aufzufüllen. Um einen guten Stellplatz zu finden, kannst du die App Park4night nutzen, die dir die besten Stellplätze in deiner Nähe anzeigt, mit Fotos, Bewertungen und Informationen.

Wohnmobil steht auf einem asphaltierten Stellplatz, im Vordergrund ein Picknicktisch.

Kostenloser Stellplatz in Navarra, mit Picknicktischen, Toilette und Dusche

Wohnmobil steht auf einem Stellplatz, umgeben von Wohnhäusern.

In der Stadt kann der Stellplatz auch so ausfallen

Campingplätze mit allem Komfort gibt es zuhauf in Spanien. Gerade in den touristischen Küstenregionen wirst du hauptsächlich Campingplätze und weniger kostenlose Stellplätze finden.

Bei den Campingplätzen reicht das Spektrum von einfacheren Plätzen bis zu Luxus-Anlagen mit Pool und Animation. Es ist also für jeden Geschmack etwas dabei.

Vor allem in der Hauptsaison solltest du deinen gewünschten Platz rechtzeitig reservieren. Das betrifft nicht nur die Sommerferien. Auch im Winter wird es ab Weihnachten auf den dann noch geöffneten Plätzen voll.

Wohnmobil steht auf einem Campingplatz unter Palmen.

Es gibt sehr schöne Campingplätze in Spanien

Versorgung und Entsorgung

Bei deiner Reise mit dem Wohnmobil durch Spanien musst du natürlich auch regelmäßig entsorgen und auffüllen. Solange du auf Campingplätzen bist, findest du alle Dienstleistungen vor Ort.

Grauwasser

Viele, aber nicht alle Campingplätze erlauben es, gegen Gebühr dein Grauwasser und deine Toilette zu entsorgen.

Auf Stellplätzen im Hinterland findest du meist kostenlose Entsorgungsmöglichkeiten. Auch manche Tankstellen haben eine Entsorgungsstation.

Wohnmobil auf Entsorgungsstation.

Auf Campingplätzen ist Ver- und Entsorgung kein Problem

Toilette

Wenn du eine chemische Toilette an Bord deines Wohnmobils hast, bist du auf die offiziellen Entsorgungsstationen wie Camping- oder Stellplätze angewiesen.

Wir haben eine Trockentrenntoilette in unseren Van eingebaut, die ohne Chemie auskommt. So können wir unseren Urinkanister einfach in öffentlichen Toiletten entsorgen.

Die Tüte mit den Feststoffen kommt gut zugeknotet in eine Mülltonne.

Frischwasser

Wir haben uns meist an Stellplätzen oder Campingplätzen mit Frischwasser versorgt.

Öffentliche Quellen oder Brunnen gibt es manchmal in kleineren Orten. Auch hier kannst du kostenlos dein Wasser auffüllen. Die Wasserstellen findest du auch über die Park4Night-App.

Gas

Die Versorgung mit Gas kann in Spanien ein wenig herausfordernd sein. Am besten ist natürlich, wenn dein Gasvorrat für deine Spanienreise ausreichend ist.

Wenn du wie wir längere Zeit unterwegs bist, wirst du irgendwann dein Gas auffüllen müssen. Dazu gibt es zwei Möglichkeiten:

Du besorgst dir eine spanische Gasflasche. Das ist mit einem ordentlichen bürokratischen Aufwand verbunden. Außerdem hat es den Nachteil, dass du diese Gasflasche zusätzlich zu deiner vorhandenen deutschen Flasche unterbringen musst.

Dafür kannst du jederzeit mühelos die spanische Flasche auffüllen bzw. tauschen. Diese Möglichkeit bietet sich also an, wenn du öfter und längere Zeit in Spanien bist.

In diesem Fall brauchst du einen Adapter*, um die spanische Flasche mit deinem Gasschlauch zu verbinden. Den kannst du dir entweder schon vorher in Deutschland besorgen. Wenn du schon in Spanien bist, kannst du solche Adapter in einer Ferreteria kaufen.

Die zweite Möglichkeit ist, deine deutsche Gasflasche füllen zu lassen. Auch das ist mit Schwierigkeiten verbunden, denn die meisten Tankstellen und Gasstationen machen das nicht. Es gibt aber einige wenige Stationen, die diesen Service anbieten. Auch hierfür brauchst du einen Adapter*, diesmal für die Befüllung.

Wir haben immer zwei Gasflaschen dabei. So haben wir Zeit, eine Füllstation zu suchen, wenn die eine Flasche leer ist.

Müllentsorgung

Die Entsorgung von Müll ist in Spanien kein Problem. Du findest überall öffentliche Müllcontainer, an denen du deinen Abfall loswerden kannst.

Marcus wirft einen Müllsack in einen Müllcontainer am Straßenrand.

Müllcontainer findest du leicht in Spanien

Wie in allen EU-Ländern wird auch in Spanien der Müll getrennt und recycelt. Allerdings sind nicht immer alle Container für alle Abfallsorten an einem Ort.

Strom

Wenn du auf Landstrom angewiesen bist, wirst du Campingplätze aufsuchen müssen. Manche Stellplätze bieten auch Stromanschlüsse, die natürlich nicht kostenlos sind. Oft musst du sogenannte Token in einem benachbarten Geschäft erwerben. Damit kannst du die Steckdose freischalten.

Wir waren im Herbst und Winter in Spanien unterwegs. Mit unserem Solarmodul, das unsere Lithiumbatterie mit Strom versorgt, sind wir oft an die Grenzen gestoßen. Auch wenn den ganzen Tag die Sonne schien, ist der Sonnenstand doch sehr niedrig, so dass nicht genug Energie reinkam.

Vor dem Wohnmobil steht ein faltbares Solarmodul zur Stromversorgung.

Das zusätzliche Solarmodul ist sehr praktisch

Wir empfehlen daher, ein faltbares Solarmodul mitzunehmen. Das kann optimal auf den Sonnenstand ausgerichtet werden und bringt deutlich mehr Leistung als das flache Panel auf dem Dach.

Dazu haben wir noch eine mobile Powerstation, die uns zusätzlich mit Strom versorgt.

Wäsche

Wenn du wie wir längere Zeit unterwegs bist, kommt irgendwann das Thema Wäsche waschen auf. Wie in den meisten Ländern hast du in Spanien dazu zwei Optionen: entweder du nutzt die Waschmaschine auf einem Campingplatz oder du suchst einen Waschsalon auf.

Gina bringt Wäsche zur Waschmaschine auf dem Campingplatz.

Auch auf Reisen muss die Wäsche erledigt werden

Beim Waschen auf dem Campingplatz ist immer die Frage, ob die Waschmaschine frei ist, wenn du sie nutzen möchtest. Der Vorteil ist, dass du beim Waschen auf dem Campingplatz deine Wäsche aufhängen und an der Luft trocknen kannst.

Gehst du in einen Waschsalon, musst die Wäsche im Trockner trocknen. Das ist natürlich teurer, als wenn du nur die Waschmaschine bezahlen musst. Andererseits gibt es in Waschsalons in der Regel große Maschinen, in denen du 12 – 16 Kilogramm Wäsche unterbringst. Auf dem Campingplatz musst du für große Wäschemengen mehrere Maschinen bezahlen.

Lebensmittel

Einkaufen kannst du in Spanien in Supermärkten, die du in jedem größeren Ort findest. Aldi und Lidl haben es auch bis nach Spanien geschafft. Wir hatten allerdings den Eindruck, dass es dort nicht besonders günstig ist. Die größte spanische Supermarkt-Kette ist Mercadona. Die Märkte sind groß und gut sortiert, hier findest du alles, was du brauchst.

Blick über den Einkaufswagen in die Reihe mit Kühlregalen im Supermarkt.

Die Supermärkte sind gut sortiert

Interessant fanden wir, dass es in spanischen Supermärkten immer eine Theke mit frischem Fisch und Meeresfrüchten gibt. Eine Käsetheke suchten wir meist vergebens. Käse gab es nur abgepackt aus dem Kühlregal.

Auch in kleineren Orten findest du meist eine Bäckerei, um dich mit frischem Brot zu versorgen. Kleine Mini-Supermärkte bieten dort das Nötigste an, natürlich in kleinerer Auswahl.

Auf Wochenmärkten kannst du dich gut mit frischem Obst und Gemüse versorgen.

Beste Reisezeit für Spanien

Spanien ist ein großes Land mit verschiedenen Klimazonen und Wetterbedingungen. Je nachdem, welche Region du besuchen willst, kann die beste Reisezeit anders ausfallen.

Generell gilt aber, dass du Spanien das ganze Jahr über mit dem Wohnmobil bereisen kannst. Beliebte Reisemonate sind Mai/Juni und September/Oktober, wenn es warm und sonnig ist, aber nicht zu heiß. Aber auch für viele europäische Winterflüchtlinge ist Spanien ein begehrtes Ziel.

Im Sommer kann es vor allem an der Mittelmeerküste und in Zentralspanien sehr heiß werden, mit Temperaturen über 40 Grad. Dann solltest du lieber die Nordküste oder die Gebirgsregionen bevorzugen, wo es kühler und angenehmer ist.

Der Winter in Spanien ist mild und trocken, mit Temperaturen zwischen 10 und 20 Grad. In den südlichen Regionen wie Andalusien, ist es noch warm genug, um am Strand zu liegen oder zu baden.

Im Winter musst du aber auch mit Regen und Schnee rechnen, vor allem in den Pyrenäen oder in der Sierra Nevada. Möchtest du dorthin, solltest du dein Wohnmobil winterfest machen und Schneeketten mitnehmen.

Reisekosten in Spanien

Unsere Reisekosten in Spanien waren recht niedrig. Da wir oft kostenlose Stellplätze oder Möglichkeiten zum Freistehen nutzten, hielten sich die Kosten für Übernachtungen in Grenzen.

Im Winterhalbjahr sind die Gebühren auf Campingplätzen deutlich günstiger als in der Hauptsaison.

Brötchen auf dem Gasherd im Wohnmobil gebacken.

Die eigene Küche spart Geld

Die Lebensmittelpreise empfanden wir niedriger als in Deutschland. Restaurantbesuche schlagen auch weniger zu Buche als in heimischen Gefilden.

Die Dieselpreise sind ebenfalls günstiger als in Deutschland.

Wie sicher ist das Reisen mit dem Wohnmobil in Spanien?

Verkehrssicherheit

Das Fahren in Spanien empfanden wir als recht entspannt. Wir haben allerdings Großstädte gemieden.

Der Zustand der Straßen ist unterschiedlich: Mal ist der Belag hervorragend, die Straße breit und bequem zu fahren. Dann gibt es wieder Strecken mit rumpeliger Oberfläche, schmale Straßen und enge Ortsdurchfahrten.

Schmale Straße in Spanien.

Manche Straßen sind schmal, dort herrscht meist wenig Verkehr

Wir haben selten Autobahnen benutzt. Meist waren wir auf den Landstraßen unterwegs und haben es genossen, die Landschaft um uns zu betrachten.

Kriminalität

Manche Regionen in Spanien haben einen schlechten Ruf, was die Kriminalität betrifft. Dies gilt für einige Gegenden in Katalonien, zum Beispiel rund um Barcelona und um Valencia.

Ein beliebter Trick ist, dass der Fahrer eines anderen Autos signalisiert, dass etwas an deinem Wohnmobil nicht in Ordnung sei. Wenn du anhältst, wird er dir irgendetwas am hinteren Teil deines Fahrzeugs zeigen. Währenddessen steigt ein zweiter Täter (der sich möglichweise im anderen Auto versteckt gehalten hatte) vorne ein und greift sich, was an Wertgegenständen dort herumliegt.

Daher gilt: niemals von einem anderen Fahrzeug anhalten lassen.

Auch von Einbrüchen in Wohnmobile hört man immer wieder. Dies gilt auch für die Anreise durch Südfrankreich. Dort solltest du niemals an einer Autobahnraststätte übernachten, denn diese sind berüchtigt für nächtliche Einbrüche.

Wie wir unser Wohnmobil vor Einbruch gesichert haben, kannst du hier nachlesen.

Wir haben immer darauf geachtet, keine Wertsachen sichtbar liegen zu lassen und das Fahrzeug gut zu sichern, wenn wir es verlassen haben.

Marcus verschließt das Zusatzschloss am Wohnmobil.

Immer gut abschließen

Vermutlich ist an Orten, wo viele Menschen sind, mit Kleinkriminalität wie Taschendiebstahl zu rechnen. Deswegen haben wir spezielle Taschen, die uns davor schützen sollen. Das Gewebe ist drahtverstärkt, damit sie nicht unbemerkt aufgeschlitzt werden können. Außerdem sind die Verschlüsse so gesichert, dass man sie nicht leicht öffnen kann. Marcus hat die Pacsafe Hüfttasche*, Gina eine Pacsafe-Handtasche*.

Regionen für die Wohnmobilreise durch Spanien

Spanien ist ein vielfältiges Land mit verschiedenen Regionen, die dir viel zu bieten haben. Je nachdem, welche Region du besuchen willst, kannst du unterschiedliche Landschaften, Kulturen und kulinarische Genüsse erleben. Hier sind einige Regionen, die du mit dem Wohnmobil in Spanien erkunden kannst.

Pyrenäen

Die Pyrenäen sind der Gebirgszug, der Spanien von Frankreich trennt. Die Pyrenäen sind ideal für Natur- und Abenteuerliebhaber, die die Berge, die Täler und die Seen bewundern wollen.

skurrile Felsgipfel in den Pyrenäen.

Felslandschaft in den Pyrenäen

Du kannst dort wunderbare Wanderungen machen und die großartige Landschaft bewundern. Oft wirst du Schwärme von Geiern erleben, die hoch in der Luft kreisen.

Wir haben das Kloster Monasterio de Leyre besucht und dort eine spannende Bergwanderung unternommen. Ein weiterer Höhepunkt in den Pyrenäen ist die wunderschöne Schlucht Foz de Lumbier, die du mit einer kleineren oder einer größeren Wanderung erkunden kannst.

Der Ort Sos del Rey Católico ist ein malerisches Dorf, das zu den schönsten Dörfern Spaniens zählt.

Bardenas Reales

Wohnmobil fährt steile Piste hinunter.

Pistenspaß in Bardenas Reales

Im Süden der Provinz Navarra liegt die Halbwüste Bardenas Reales, die du wunderbar mit dem Wohnmobil erkunden kannst. Wir hatten viel Spaß daran, die staubigen Pisten zu fahren und die karge, skurrile Landschaft zu bestaunen. Detaillierte Tipps dazu findest du in diesem Bericht:

Bardenas Reales mit dem Wohnmobil

Costa Brava

Die Costa Brava ist die Küstenregion, die sich von der französischen Grenze bis zur Stadt Barcelona erstreckt. Die Costa Brava ist ideal für Strandliebhaber, die die malerischen Buchten, die felsigen Klippen und die sandigen Strände genießen wollen.

Aber auch Kunstfreunde kommen auf ihre Kosten: Die Costa Brava ist die Heimat von Salvador Dalí und Antonio Gaudí. Museen und architektonische Highlights gibt es genügend.

Costa Blanca

Die Costa Blanca erstreckt sich von der Stadt Valencia bis zur Stadt Alicante. Die Costa Blanca ist ideal für Sonnenliebhaber*innen, die die weißen Strände, die blauen Gewässer und die grünen Palmen genießen wollen.

Hochhäuser vor blauem Himmel.

Hinten Hochhäuser…

Gina und Marcus laufen den Strand hinunter auf das Meer zu.

…und vorne Strand

Hier geht es schon sehr touristisch zu, die Badeorte sind mit Hochhäusern zugebaut und im Sommer sind die Strände brechend voll. Im Herbst haben wir Ruhe an den Stränden genossen und immer noch angenehme Badetemperaturen gehabt.

Im Hinterland findest du einige sehr schöne Orte, die eine Besichtigung lohnen.

Wir haben an der Küste die Orte Denia, Altea und Villajoyosa besucht. Eine schöne Wanderung haben wir an den Wasserfällen Fonts d’Algar unternommen.

Andalusien

Die Costa del Sol ist die Küstenregion in Andalusien, die sich von der Stadt Málaga bis zur Stadt Algeciras erstreckt. Auch hier sind die Badeorte sehr touristisch.

Bucht an felsiger Küste.

Felsküste in Andalusien

Die Costa del Sol ist auch bekannt für ihre glamouröse und mondäne Szene, wie zum Beispiel in Marbella.

Andalusien ist eine Region, die für ihre reiche und vielfältige Kultur bekannt ist. Hier gibt es die berühmten weißen Dörfer, aber auch historische Städte wie Sevilla, Granada und Córdoba.

Um die großen Städte haben wir einen Bogen gemacht. Nur Málaga haben wir uns einen Tag kurz angeschaut. Von der rummeligen Küste hat es uns weggezogen ins Hinterland, wo mit der Wüste Tabernas, der Gorafe-Wüste und den Hängen der Sierra Nevada ganz wunderbare Landschaften zu finden sind.

Reiseführer für Spanien

Bei der Recherche und Vorbereitung für unsere Wohnmobilreise durch Spanien haben wir gerne die Reiseführer des Michael-Müller-Verlags benutzt. Wir finden sie sehr informativ mit vielen nützlichen Tipps.

Essen und Trinken in Spanien

In Spanien sind die Essenszeiten anders als in Deutschland oder in anderen Ländern. Die Spanier essen normalerweise später als andere Europäer. Zum Beispiel essen sie das Frühstück zwischen 7 und 10 Uhr, das Mittagessen zwischen 14 und 16 Uhr und das Abendessen zwischen 21 und 23 Uhr.

Du solltest also deine Essenszeiten an die spanischen Essenszeiten anpassen, wenn du auswärts essen möchtest. In touristischen Orten wirst du auch außerhalb dieser Zeiten geöffnete Lokale finden.

Günstig essen kannst du mittags, wenn ein Menú del día angeboten wird. Das ist ein Tagesmenü, das meist aus einem ersten Gang, einem zweiten Gang, einem Dessert und einem Getränk besteht.

Eine Ración ist eine (große) Portion eines Gerichts. Oft kannst du auch eine Media Ración bestellen, eine halbe Portion.

Bekannt und beliebt sind Tapas, kleine Portionen verschiedener Gerichte. Du kannst sie als Vorspeise, als Snack oder als Hauptgericht essen.

Teller mit Churros, daneben eine Tasse mit dickflüssiger heißer Schokolade.

Süße Spezialität: Churros con chocolate

Typische spanische Spezialitäten sind

  • Paella: eine Pfanne aus Reis, Fleisch, Fisch, Gemüse und Safran.
  • Fidua: wie Paella, aber mit dünnen Fadennudeln statt Reis.
  • Tortilla de patatas: spanisches Omelett aus Kartoffeln, Eiern und Zwiebeln.
  • Gazpacho: eine erfrischende und gesunde kalte Suppe, die aus Tomaten, Gurken, Paprika, Knoblauch, Brot und Olivenöl besteht.
  • Churros: in Fett ausgebackenes Spritzgebäck, das mit dicker, heißer Schokolade serviert wird.

Sprache und Verständigung in Spanien

Die Amtssprache ist Spanisch, aber in einigen Regionen gibt es daneben die regionalen Sprachen Katalanisch, Baskisch und Galizisch. Das kann verwirrend sein, wenn Schilder nur in der regionalen Sprache beschriftet sind.

In touristisch erschlossenen Gebieten wird oft Englisch oder sogar Deutsch gesprochen. In kleineren Orten kommst du damit schnell an Grenzen, denn die lokale Bevölkerung kann oft nur Spanisch. Selbst wenn du die Sprache nicht beherrschst, solltest du ein paar Ausdrücke lernen. Das öffnet dir die Herzen der Menschen und ihr werdet euch mit Händen und Füßen irgendwie verstehen.

Hier ein paar spanische Ausdrücke:

Hallo – holá (sprich: ollá)

Guten Tag – Buenos días

Guten Tag (nachmittags und früher Abend) – Buenas tardes

Danke – gracias

Bitte – Por favor

Bitte (als Antwort auf danke) – de nada

Tschüss – Adiós

Hilfreich ist eine Übersetzungs-App wie Google Translator oder DeepL. Damit kannst du auch im Supermarkt herausfinden, ob du eine Packung Mehl oder Zucker in der Hand hast.

Internet und Telefon in Spanien

Da Spanien zur EU gehört, fallen keine Roaming-Gebühren an, wenn du deine deutsche Mobilfunkkarte benutzt. Du kannst also zu den Gebühren deines heimischen Tarifs telefonieren und surfen.

Auf den meisten Campingplätzen wird WLAN angeboten. Unserer Erfahrung nach ist das allerdings meist nicht sehr leistungsfähig, langsam oder hat ein schwaches Signal.

Wenn du viel Datenvolumen benötigst, bietet es sich an, eine spanische Prepaid-Karte mit einem Datentarif zu kaufen. Anbieter sind Orange, Vodafone und Movistar. Die Datentarife sind einiges günstiger als unsere deutschen.

Wir haben gute Erfahrungen mit der Prepaid-Karte von Vodafone gemacht. Du musst beim Kauf deinen Reisepass vorlegen. Falls du eine Adresse angeben sollst, nimm einfach die vom nächsten Campingplatz. Wir wurden nicht danach gefragt, haben aber gehört, dass es manchmal vorkommen kann.

Profilbild von Gina.

Hi, ich bin Gina,

Vanlife-Liebhaberin und Apothekerin. Zusammen mit Marcus erkunde ich Europa in unserem selbstausgebauten Van.

Unsere Reisen sind eine Mischung aus individuellem Abenteuer, Naturerlebnissen und dem Entdecken von Städten. Ich mag ungeplante Erlebnisse und liebe es, abseits von Campingplätzen die Natur zu erleben. Träumerin mit Bodenhaftung, neige zum Klugscheißen, aber immer bereit für neue Erfahrungen!

Mehr über mich erfährst du auf unserer Über-uns-Seite