Du suchst Ide­en für einen Kurz­ur­laub an der Mosel? Der klei­ne Ort Neef an der Mosel bie­tet sich als Aus­gangs­punkt für ver­schie­de­ne Wan­de­run­gen auf dem Mosel­steig an. Wir sind an zwei lan­gen Wochen­en­den die Mosel­steig-Etap­pen 17 Edi­ger-Eller bis Beil­stein und 15 Zell (Mosel) bis Neef gewan­dert.

Schild des Moselsteigs mit Reise-Ringel.

Ein Kurz­ur­laub an der Mosel bie­tet sich an, um den Mosel­steig zu wan­dern.

Was bie­tet Neef an der Mosel?

Auf den ers­ten Blick ist das Ört­chen Neef nicht son­der­lich spek­ta­ku­lär. Es gibt kei­ne tou­ris­ti­schen High­lights zu besich­ti­gen wie in Cochem den Bun­des­bank­bun­ker oder die Reichs­burg.

Dafür ver­mis­sen wir aber auch nicht den Tru­bel der grö­ße­ren Orte an der Mosel. Hier in Neef haben wir auch kurz­fris­tig noch ein Zim­mer fürs Oster-Wochen­en­de gefun­den. Da war in Cochem oder Beil­stein schon alles aus­ge­bucht.

Es gibt eine Hand­voll Restau­rants und einen Cam­ping­platz. Außer­dem einen Bahn­hof, so dass die Anbin­dung an ande­re Mosel­or­te gut gewähr­leis­tet ist – auch gut zum Wan­dern.

Am Mosel­ufer kannst du in Ruhe an der Pro­me­na­de spa­zie­ren gehen. Der Ver­kehrs­strom – ob Autos oder Fahr­rä­der – fließt über­wie­gend am gegen­über­lie­gen­den Ufer der Mosel an Neef vor­bei. Für Tech­nik­be­geis­ter­te lohnt sich ein Blick auf die gro­ße Schleu­sen­an­la­ge.

Die Schleuse bei Neef an der Mosel.

Vom Mosel­steig über Neef hat man einen guten Blick auf die Schleu­se

Wan­dern von Neef aus

Letz­tes Jahr sind wir an einem Wochen­en­de an der Mosel unse­re ers­te Etap­pe des Mosel­steigs gelau­fen, die Mosel­steig-Etap­pe von Cochem nach Beil­stein. Dar­an wol­len wir bei unse­ren dies­jäh­ri­gen Mosel-Kurz­ur­lau­ben ger­ne anschlie­ßen.

Neef ist eine der Sta­tio­nen des Mosel­steigs. Die Mosel­steig-Etap­pe 16 Neef – Edi­ger-Eller star­tet von hier aus. Sie ist zwar nur 11 Kilo­me­ter lang, ist jedoch eine schwe­re Etap­pe, da es steil den Brem­mer Cal­mont hoch­geht. Der Brem­mer Cal­mont gilt als der steils­te Wein­berg Euro­pas.

Da wir uns bei unse­rem Kurz­ur­laub an der Mosel nicht sofort über­for­dern wol­len, beschlie­ßen wir, zunächst die Etap­pe 17, die von Edi­ger-Eller nach Beil­stein führt, zu wan­dern. Die soll zwar 16 Kilo­me­ter lang sein, ist aber weni­ger steil und in der App als mit­tel­schwer ein­ge­stuft.

Von Zell (Mosel) führt die Etap­pe 15 nach Neef, eine wegen ihrer Län­ge und dem anfäng­li­chen stei­len Auf­stieg als schwer aus­ge­wie­se­ne Stre­cke. Die­se spa­ren wir uns für unse­ren nächs­ten Kurz­ur­laub an der Mosel auf.

Auf dem Mosel­steig von Edi­ger-Eller nach Beil­stein

Wir fah­ren mit dem Auto hin­über nach Edi­ger-Eller, wo wir am Bahn­hof par­ken. Ein klei­ner stra­te­gi­scher Feh­ler, wie sich spä­ter her­aus­stel­len wird. Der Bahn­hof ist näm­lich gar nicht der Start­punkt der Etap­pe, so dass wir zwei Kilo­me­ter durch den lang­ge­zo­ge­nen Ort lat­schen, bis wir unse­ren eigent­li­chen Start errei­chen. Das kommt davon, wenn man sich die Beschrei­bung nicht genau durch­liest…

Altstadtgasse in Ediger-Eller.

In den Gas­sen von Edi­ger-Eller

Von Edi­ger-Eller nach Sen­hals

Der Weg führt zunächst von der Mosel weg leicht anstei­gend das Pehr­bach­tal hin­auf. Wei­ße Hei­li­gen­häus­chen säu­men den Pfad und bil­den hel­le Farb­tup­fer im dich­ten Grün der Vege­ta­ti­on. Nach einer Wei­le bie­gen wir von die­sem Weg ab und gelan­gen auf Wein­bergs­we­ge, die uns par­al­lel zur Mosel den Hang ent­lang füh­ren. So früh im Jahr wir­ken die Wein­stö­cke noch recht kahl.

breiter Weg mit weißen Heiligenhäuschen am Rand.

Hei­li­gen­häus­chen ent­lang des Wan­der­wegs

Schriftzug "Ediger Osterlämmchen" im Weinberg.

Wein­berg „Edi­ger Oster­lämm­chen”

Dafür haben wir einen schö­nen Blick über die Mosel und auf den Ort Edi­ger-Eller.

Durch Laub­wald geht wei­ter berg­auf. Ein Schild weist auf einen Abzweig zum Römer­grab von Neh­ren hin. In Anbe­tracht der Kilo­me­ter, die noch vor uns lie­gen ver­zich­ten wir auf den Abste­cher.

Eine Bank im Schat­ten eines Baums kommt uns gera­de recht, um unse­ren Mit­tags­snack zu ver­zeh­ren und ein wenig aus­zu­ru­hen. Wei­ter geht es, abwärts durch Wein­ber­ge hin­un­ter zum Ort Neh­ren. Dem schließt sich bald Sen­hals an, wo wir auf der Kar­te ein Eis­ca­fé ent­deckt haben. Die­ses steu­ern wir ziel­stre­big an. Mit Blick auf die ruhig dahin­flie­ßen­de Mosel schle­cken wir zufrie­den unser Eis.

Giebelfront eines großen Fachwerkhauses.

Fach­werk­haus in Sen­hals

Von Sen­hals nach Brie­dern

Die Füße sind lang­sam schwer und nach der will­kom­me­nen Pau­se will sich der Lauf­rhyth­mus nicht mehr so recht ein­stel­len. Wir lau­fen eine gan­ze Stre­cke über die asphal­tier­ten Stra­ßen der Orte Sen­hals und Sen­heim. Lust­los über­que­ren wir die Mosel­brü­cke. Am Hafen in Sen­heim geht es eben ent­lang, bevor sich der Mosel­steig in die Höhe der Wein­ber­ge schwingt.

breiter Weinbergsweg an der Mosel.

Ent­lang der Wein­ber­ge

Nach­dem wir die Stei­gung geschafft haben, wan­dern wir auf gleich­mä­ßi­ger Höhe über Wein­berg­we­ge ent­lang der Mosel. Unten sehen wir den Ort Mese­nich. Wir über­le­gen, ob wir dort ein Café fin­den, scheu­en aber den Abstieg. Nach­her gibt´s da nix und wir müs­sen ganz umsonst run­ter und wie­der hoch.

So lau­fen wir wei­ter. Immer wie­der blü­hen üppi­ge, satt­gel­be Löwen­zahn­wie­sen. In den Schie­fer­mau­ern der Wein­ber­ge kral­len sich vio­let­te Blü­ten­pflan­zen fest und lockern das Grau der Stei­ne auf.

der gelb-rote Reise-Ringel zwischen sattgelben Löwenzahnblüten.

Farb­lich pas­send: Rei­se-Rin­gel im Löwen­zahn-Beet

Als wir die Kel­ler­geis­ter-Kel­le­rei errei­chen, beschlie­ßen wir, dem Ruf von Kuchen und Kaf­fee zu fol­gen und in den Ort Brie­dern zu lau­fen. Hier ver­heißt Goog­le Maps ein Café, das tat­säch­lich geöff­net hat. Bei Kaf­fee und köst­lich duf­ten­den Waf­feln stre­cken wir die müden Bei­ne von uns.

Nach der wohl­ver­dien­ten Rast fehlt uns der Elan, wie­der den Hang hin­auf­zu­stei­gen, um durch die Brie­derner Schweiz nach Beil­stein zu lau­fen. So bewäl­ti­gen wir den Rest des Weges nach Beil­stein ent­lang der Mosel­stra­ße. Nicht span­nend, aber schön eben.

Marcus geht die Straße entlang.

Ent­lang der Mosel­ufer­stra­ße

In Beil­stein erwi­schen wir die vor­letz­te Fäh­re des Tages, mit der wir zum gegen­über­lie­gen­den Ufer der Mosel über­set­zen. Von dort bringt uns der Bus zurück nach Edi­ger-Eller.

Teil 2 der Etap­pe nach Beil­stein

Nach den Stra­pa­zen der Wan­de­rung ist uns nicht danach, am nächs­ten Tag den Brem­mer Cal­mont zu erklim­men. So las­sen wir die Etap­pe 16 von Neef nach Edi­ger-Eller zunächst aus. Schließ­lich soll unser Mosel-Wochen­en­de erhol­sam sein. Da wir den letz­ten Teil der Etap­pe 17 „geschum­melt” haben, wol­len wir das Stück durch die Brie­de­ner Schweiz nach­ho­len.

Wir fah­ren von Neef aus zur Fäh­re gegen­über von Beil­stein. Dort set­zen wir über und lau­fen zunächst an der Mosel­stra­ße ent­lang bis Brie­dern.

Von Brie­dern nach Beil­stein

Hier begin­nen wir den Auf­stieg über einen schma­len Pfad in den dich­ten Laub­wald der Brie­der­ner Schweiz. Ein Schild warnt davor, die­sen Weg zu gehen, wenn man nicht tritt­si­cher und schwin­del­frei sei. Unse­rer Erfah­rung nach machen die­se Schil­der mehr Angst als der Weg sel­ber…

Steiler Hang im Wald mit schmalem Weg.

Ja, das ist ein Weg!

Gina kommt auf einem schmalen Weg um eine Felskante gelaufen in der Briederner Schweiz.

Mosel­steig in der Brie­der­ner Schweiz

Der Hang ist steil, auf einem schma­len, aber stets gut begeh­ba­ren Pfad wan­dern wir die Hang­sei­te ent­lang. Kon­zen­tra­ti­on auf die Schrit­te ist nicht ver­kehrt, denn es wäre eine lan­ge Rutsch­par­tie nach unten, mach­te man einen fal­schen Schritt.

Bei einem alten jüdi­schen Fried­hof ver­lässt der Mosel­steig den Wald. Die Burg Met­ter­nich von Beil­stein erhebt sich vor unse­ren Augen. Als wir sie errei­chen, sehen wir, dass sie zum gro­ßen Teil Rui­ne ist. Es befin­det sich ein Café in der Burg, was uns natür­lich lockt. Doch muss man den Ein­tritt für die Burg­be­sich­ti­gung zah­len, wenn man dort­hin will. Lie­ber ruhen wir uns auf der Bank hin­ter der Burg mit Blick auf die Mosel aus.

Burg Metternich über Beilstein an der Mosel.

Burg Met­ter­nich über Beil­stein an der Mosel

Mauerreste mit Fensterlöchern.

Die Mau­ern der Burg­rui­ne.

Zu unse­rem obli­ga­to­ri­schen Kaf­fee und Kuchen kom­men wir auf dem Weg nach unten in Beil­stein. Auf der Ter­ras­se des Klos­ter­ca­fés las­sen wir es uns schme­cken.

Mosel­steig-Etap­pe 15: Von Zell nach Neef

Am Oster­wo­chen­en­de haben wir in zwei Tagen die Mosel­steig-Etap­pe von Edi­ger-Eller nach Beil­stein bewäl­tigt. Das lan­ge Wochen­en­de über Fron­leich­nam nut­zen wir zu einem wei­te­ren Kurz­ur­laub, um die nächs­ten Etap­pen des Mosel­steigs in Angriff zu neh­men.

In Neef haben wir dies­mal kein Zim­mer gefun­den, aber im weni­ge Kilo­me­ter ent­fern­ten Alf (ja, wie der zot­te­li­ge Typ aus dem Welt­all…).

Die Mosel­steig-Etap­pe von Zell nach Neef ist als „schwer” klas­si­fi­ziert und mit 20 Kilo­me­ter auch für unse­re Ver­hält­nis­se recht lang. Daher suchen wir nach Mög­lich­kei­ten, die Etap­pe in ver­dau­li­che­re Stü­cke auf­zu­tei­len. Ein Blick auf die Kar­te ver­rät, dass die letz­ten fünf Kilo­me­ter im gro­ßen Bogen um Neef her­um füh­ren.

Teiletap­pe um Neef her­um

Wir kom­men am Don­ners­tag­nach­mit­tag in Neef an. Lei­der zieht gera­de ein dunk­le Wol­ken­front über den Hän­gen der Mosel auf. So flüch­ten wir ins Café, wäh­rend drau­ßen ein fet­ter Regen­schau­er nie­der­pras­selt. Als es kurz vor vier Uhr auf­hellt und die Wet­ter-App eine Stun­de ohne Regen ver­spricht, bre­chen wir auf.

Durch die uns bekann­ten Gas­sen des Ortes lau­fen wir bis zur Bahn­un­ter­füh­rung und fol­gen der Bach­t­al­stra­ße ent­lang des Nee­fer Bachs auf­wärts. Nach etwa einem Kilo­me­ter tref­fen wir auf den Mosel­steig und fol­gen einem schma­len Pfad hin­auf durch ehe­ma­li­ge Wein­ber­ge. Wei­ter geht es durch lich­ten, grü­nen Wald. Zu unse­rem Ent­zü­cken wach­sen immer wie­der ent­lang des Weges zucker­sü­ße Wald­erd­bee­ren, die unser Fort­kom­men deut­lich ver­lang­sa­men.

Walderdbeeren am Moselsteig.

Süße Ver­lo­ckung am Weges­rand.

Spä­ter geht der Mosel­steig wei­ter ent­lang der Hang­kan­te, mit Blick hin­ab auf Neef, die Mosel und die gewal­ti­ge Schleu­sen­an­la­ge.

Als wir das Gip­fel­kreuz Neef errei­chen, haben sich schon wie­der die Wol­ken dro­hend geballt. Eine dra­ma­ti­sche Stim­mung liegt über dem Mosel­tal. So ver­zich­ten wir auf den Abste­cher zum Peters­berg und begin­nen eilig mit dem Abstieg nach Neef. Schwe­re Trop­fen fal­len zunächst ver­ein­zelt. Kurz bevor wir den Ort errei­chen, öff­net der Him­mel sei­ne Schleu­sen.

Dunkle Wolken über der Mosel bei Neef.

Über dem Mosel­tal bei Neef bal­len sich die Wol­ken.

Von Zell (Mosel) nach Bull­ay

Wir wol­len am Frei­tag die rest­li­chen 15 Kilo­me­ter von Zell nach Neef wan­dern. Wie­der heißt es, das Auto nach Neef fah­ren, um von dort mit dem Zug an den Beginn der Etap­pe 15 zu rei­sen.

Das Wet­ter ist freund­lich, warm lacht die Son­ne vom blau­en Him­mel. In Zell geht es nach Ver­las­sen des Orts auf einem kna­ckig stei­len Pfad zum Col­lis-Turm. Ein Warn­schild weist dar­auf hin, dass Schwin­del­frei­heit und Tritt­si­cher­heit gefor­dert sind.

In engen Ser­pen­ti­nen win­det sich der schma­le Pfad den Berg hin­auf. Eini­ge Stel­len an der Schie­fer­wand sind mit Stahl­sei­len gesi­chert. Für Wan­de­rer, denen der Sinn nach noch mehr Aben­teu­er steht, gibt es auch eini­ge Klet­ter­pas­sa­gen.

Steiler Pfad auf dem Moselsteig.

Hier geht es steil nach oben…

Gina steigt den steilen Pfad hoch.

…und hier auch

Der Pfad scheint ein belieb­ter Aus­flug für Tou­ris­ten in Zell zu sein. Wäh­rend wir auf den ande­ren Etap­pen des Mosel­steigs nur ver­ein­zelt ande­re Wan­de­rer tref­fen, herrscht hier ein leb­haf­ter Betrieb. Vie­le sind in Grup­pen unter­wegs, so dass wir uns stän­dig auf dem engen Pfad anein­an­der vor­bei­quet­schen müs­sen.

Als Beloh­nung erwar­tet uns auf der Höhe ein wun­der­ba­rer Aus­blick über Zell und das Mosel­tal. Nach aus­gie­bi­gem Gucken geht es auf nun­mehr beque­men Weg wei­ter durch den Wald. Die Wan­de­rer ver­lie­ren sich, wir haben die Natur für uns. Am Weg­rand blü­hen Fin­ger­hut und wei­te­re bun­te Pflan­zen um die Wet­te.

Blick über Zell mit nehreren alten Türmen und über das Moseltal.

Oben wer­den wir mit einem groß­ar­ti­gen Blick über Zell und die Mosel belohnt.

An der Löns­hö­he machen wir Mit­tags­rast. Frisch gestärkt stei­gen wir hin­ab in ein Sei­ten­tal bei Merl. Wie immer bewahr­hei­tet sich auch hier: was run­ter geht, geht auch wie­der rauf. Über einen lan­gen, stei­len Pfad stei­gen wir auf der ande­ren Sei­te des Tals hin­auf auf die Höhe. Im Wald sto­ßen wir auf eine klei­ne, lau­schi­ge Kapel­le.

Vom Sei­ten­tal geht es zurück Rich­tung Mosel. Bald bie­tet sich ein schö­ner Blick auf die Mari­en­burg am gegen­über­lie­gen­den Ufer der Mosel. Vom brei­ten Wein­berg­weg zweigt ein schma­ler Pfad ab, der durch den Wald zur Mer­ler Königs­hüt­te führt. Von hier oben sieht man den mäan­dern­den Lauf der Mosel gleich zwei­mal.

Weiße Burg im grünen Wald auf dem anderen Ufer der Mosel.

Mari­en­burg

Brücke über die Mosel, auf der oberen Etage fährt gerade ein Zug.

Die Dop­pel­brü­cke bei Bull­ay

Es geht leicht berg­ab und wie­der berg­auf. Wir kön­nen die Dop­pel­brü­cke von Bull­ay erken­nen. Auf zwei Eta­gen fließt der Ver­kehr dar­über: oben fah­ren die Züge, unten die Autos. Wei­ter berg­ab, berg­auf. Wir lau­fen über einen brei­ten Forst­weg im Wald. Unse­re Füße sind schwer, die Bei­ne müde, die Schul­tern schmer­zen. Wir haben kei­nen Bock mehr.

Da kommt uns das Schild, das zu Onkel Toms Hüt­te weist sehr recht. Wir bie­gen vom rech­ten Pfad…äh.. vom Mosel­steig ab und keh­ren in der viel­ge­prie­se­nen Restau­ra­ti­on ein. Lei­der gibt es kei­nen Kuchen, aber eine küh­le Wein­schor­le ist auch erfri­schend. Das Lokal erfüllt nicht die Erwar­tun­gen, die der Name weckt: kei­ne lau­schi­ge klei­ne Hüt­te mit­ten im Wald, son­dern ein gro­ßes, schi­ckes Restau­rant am äußers­ten Orts­rand von Bull­ay. Der Ser­vice ist tadel­los und der Blick von hier übers Mosel­tal bom­bas­tisch.

Anstoßen mit zwei Gläsern Weißweinschorle.

Prost! Genug gewan­dert für heu­te!

Von hier sind es noch wei­te­re fünf Kilo­me­ter bis Neef. Wir beschlie­ßen, die Mosel­steig-Wan­de­rung an die­sem Punkt zu been­den. Müde schlep­pen wir uns hin­un­ter nach Bull­ay. Von dort set­zen wir mit der klei­nen Per­so­nen­fäh­re über nach Alf, wo unser Appart­ment liegt.

Etap­pe 15 – die drit­te

Der Brem­mer Cal­mont muss noch war­ten. Am Sams­tag lau­fen wir die rest­li­che Etap­pe von Bull­ay nach Neef. Schließ­lich müs­sen wir unser dort gepark­tes Auto ein­sam­meln.

Schiff mit schwarzem Rumpf und weißen Aufbauten fährt über die Mosel.

Die klei­ne Mosel­fäh­re ver­bin­det Alf und Bull­ay.

Mor­gens mit der Fäh­re hin­über, mit fri­schen Kräf­ten den Berg hin­auf, an Onkel Toms Hüt­te vor­bei und den Mosel­steig unter die Füße genom­men. Durch lau­schi­gen, mys­ti­schen Wald geht es ent­spannt vor­an. Auf einer klei­nen Lich­tung steht eine 300 Jah­re alte Blit­zei­che. Mehr­fach vom Blitz getrof­fen, trotzt der knor­ri­ge Baum immer noch den Natur­ge­wal­ten.

Eine Bank an der Hang­kan­te lädt zur Pau­se ein. Beim Blick auf das gegen­über­lie­gen­de St. Adel­gund ruhen wir ein wenig aus, bevor es lang­sam, aber ste­tig nach Neef hin­ab geht.

Marcus sitzt auf einer Bank bei Neef und blickt auf die Mosel.

Klei­ne Pau­se kurz vor dem Etap­pen­en­de in Neef.

Im Gegen­satz zu ges­tern sind wir heu­te früh genug zurück, um zu Kaf­fee und Kuchen ein­keh­ren zu kön­nen. Denn das gehört für uns zum Wan­dern dazu!

Die Etap­pe über den Brem­mer Cal­mont haben wir auch bei unse­rem zwei­ten Kurz­ur­laub nicht geschafft. Aber die läuft uns nicht weg. Wir fah­ren bestimmt noch ein wei­te­res Wochen­en­de an die Mosel.

Infos für dei­nen Kurz­ur­laub an der Mosel

  • Unter­künf­te: Wir fin­den unse­re Unter­künf­te bei Boo­king* oder AirB­nb. Wenn die bekann­ten und grö­ße­ren Orte aus­ge­bucht sind, gibt es in klei­ne­ren Orten wie Neef oder Alf immer noch Ange­bo­te.
  • Restau­rants: In Neef haben wir die Restau­rants Zur blau­en Trau­be und Land­haus Hüb­ner aus­pro­biert und waren mit bei­den zufrie­den. Dane­ben gibt es noch ein paar klei­ne Wein­wirt­schaf­ten.
  • Anfahrt mit dem Auto: je nach­dem, wo du her­kommst wirst du über die A1 oder die A48 geführt. Von da aus geht es noch ein Stre­cke über gut aus­ge­bau­te Land­stra­ßen ins Mosel­tal.
  • Anfahrt mit dem Zug: mit dem Zug erreichst du Neef über Koblenz. Von dort mit der Regio­nal­bahn an der Mosel ent­lang, Fahrt­zeit von Koblenz etwa eine Stun­de.

*Die­ser Arti­kel ent­hält Wer­bung in Form von Affi­lia­te-Links. Die­se sind mit einem * gekenn­zeich­net. Wenn du über die­se Links etwas bestellst, erhal­ten wir eine klei­ne Pro­vi­si­on, mit der du uns hilfst, die Kos­ten für unse­ren Blog zu tra­gen. Für dich ändert sich am Preis natür­lich nichts.

Infos zum Wan­dern auf dem Mosel­steig

Der Mosel­steig ist ein Prä­di­kats-Fern­wan­der­weg und führt in 24 Etap­pen von Perl bis Koblenz. Wenn du den gan­zen Mosel­steig wan­derst, legst du 365 Kilo­me­ter zurück.

In der Nähe von Neef befin­den sich fol­gen­de Etap­pen, Tour­be­schrei­bung jeweils ver­linkt:

Wie du unse­rem Bericht ent­neh­men kannst, kannst du die län­ge­ren Etap­pen in der Regel in meh­re­re Teil­ab­schnit­te auf­tei­len. Das ist rat­sam, wenn du nicht super­fit bist und dich in dei­nem Kurz­ur­laub an der Mosel erho­len möch­test statt dich total zu ver­aus­ga­ben. Durch die teils sehr stei­len Stei­gun­gen sind die Etap­pen oft anstren­gend.

Zum Ori­en­tie­ren lädst du dir am bes­ten die App „Gast­land­schaf­ten Rhein­land-Pfalz” aufs Han­dy. Dort fin­dest du die Beschrei­bun­gen der Tou­ren und inter­ak­ti­ve Kar­ten. Lade dir die Kar­ten unbe­dingt aufs Han­dy run­ter, denn der mobi­le Inter­net-Emp­fang im Mosel­tal lässt zu wün­schen übrig!

Ver­kehrs­ver­bin­dun­gen zwi­schen den Wan­der-Etap­pen:

Um vom End­punkt dei­ner Wan­de­rung zurück zum Aus­gangs­punkt zu kom­men, benutzt du die Bahn oder Bus­se. Ver­bin­dun­gen fin­dest du auf der VRM-App (Ver­kehrs­ver­bund Rhein-Mosel GmbH) – vor­aus­ge­setzt, du hast mobi­len Inter­net-Emp­fang.…

Wir haben dir einen Über­blick über die Ver­bin­dun­gen zusam­men­ge­stellt:

  • Neef – Bull­ay – Zell (Mosel): Regio­nal­bahn 1 x pro Stun­de
  • Edi­ger-Eller – Neef: Regio­nal­bahn 1 x pro Stun­de
  • Beil­stein – Edi­ger-Eller: mit der Fäh­re in Beil­stein über­set­zen, dort Bus 711 Rich­tung Bull­ay bis Edi­ger-Eller 1 x pro Stun­de

Hast du auch schon Kurz­ur­laub an der Mosel gemacht? Was sind dei­ne Emp­feh­lun­gen? Schreib es uns ger­ne in die Kom­men­ta­re!

*Anzei­ge*


Booking.com