Im Mai geht es für uns zum ers­ten Mal nach Alba­ni­en. Was liegt da näher, als ande­re Rei­se­b­log­ger nach ihren Tipps für das noch weit­ge­hend unent­deck­te Bal­kan­land zu fra­gen?

So haben wir zu einem Roun­dup auf­ge­ru­fen und prä­sen­tie­ren dir hier die Tipps und Ein­drü­cke von sie­ben Rei­se­b­log­ger-Kol­le­gIn­nen.

Adri­an und Chris­toph von Welt­tour­nee – der Rei­se­pod­cast: Alba­ni­en ist einer der letz­ten Geheim­tipps in Euro­pa

Alba­ni­en hadert noch mit sei­nem Image als Rei­se­ziel. Das muss gar nicht so sein, denn im Bal­kan­land gibt es viel zu ent­de­cken. Das gute Preis-Leis­tungs-Ver­hält­nis und die net­ten Bewoh­ner machen es wohl zu einem der letz­ten Geheim­tipps in Euro­pa – also hin da, bevor es voll wird.

Kleiner Bergbach vor schroffen Gipfeln.

In den alba­ni­schen Alpen (Foto: Chris­toph Strei­cher)

Unser Alba­ni­en Trip star­te­te damals direkt aben­teu­er­lich. In den länd­li­chen Gebie­ten gibt es kei­nen fixen Bus­fahr­plan und so muss­ten wir mit zwei Bau­ern, die Korn­sä­cke vom Koso­vo trans­por­tiert (geschmug­gelt?) haben über die Gren­ze. Unser Haupt­ziel war das klei­ne Berg­dorf Valbo­na. Im Nor­den Alba­ni­ens war und ist der Tou­ris­mus für aus­län­di­sche Gäs­te noch nicht wirk­lich aus­ge­prägt, was im ers­ten Moment ganz ange­nehm, im zwei­ten aber etwas auf­wen­dig war. Denn die Rei­se for­der­te Impro­vi­sa­ti­on. Doch die Alba­ner sind Meis­ter der Impro­vi­sa­ti­on und so kam es mehr als ein­mal vor, dass wir mit hilfs­be­rei­ten Alba­nern unse­re Stre­cken zurück­leg­ten.

Beson­ders sehens­wert im Nor­den sind die alba­ni­schen Alpen in der Regi­on Valbo­na. Abso­lu­tes High­light der Tour war aller­dings die Fahrt von Fier­ze nach Koman mit einer Fäh­re, die eher ein schwim­men­der Rost­hau­fen war. Rund zwei Stun­den ging es über einen Stau­see und durch meter­ho­he Fjor­de, die man in die­ser Form eher in Nor­we­gen erwar­ten wür­de. Grü­nes Was­ser, blau­er Him­mel, hohe Ber­ge – ein wun­der­ba­res Foto­mo­tiv.

Die gan­ze Rei­se haben wir in unse­rem Alba­ni­en Pod­cast noch­mal zusam­men­ge­fasst, hör rein als Rei­se-Inspi­ra­ti­on.

Über den Rei­se­pod­cast

Adri­an und Chris­toph haben zusam­men schon über 100 Län­der bereist. Bei­de arbei­ten Voll­zeit und müs­sen ihre Rei­sen daher mit 30 Urlaubs­ta­gen und klei­nem Bud­get bewerk­stel­li­gen. Im Rei­se­pod­cast Welt­tour­nee berich­ten die zwei lang­jäh­ri­gen Freun­de in jeder Fol­ge unter­halt­sam über ein Land und geben Tipp, wie die eige­ne Rei­se effi­zi­en­ter und güns­ti­ger wird. Den Pod­cast gibt es unter www.der-reisepodcast.de

 

Ria von Ria-on-Tour: Alba­ni­en – Ein Land vol­ler Über­ra­schun­gen

Ich habe Alba­ni­en per 12-tägi­gen Road­trip im Okto­ber 2018 bereist. Es war nicht mein ers­ter Aus­flug auf den Bal­kan, ich war zuvor schon in Kroa­ti­en und Mon­te­ne­gro unter­wegs. Daher wuss­te ich so unge­fähr, was mich dort erwar­ten wür­de.

Im Nach­hin­ein kann ich sagen, dass ich mit der feh­len­den Infra­struk­tur, der teil­wei­se offen­sicht­li­chen Armut und den schlech­ten Stra­ßen­ver­hält­nis­sen auf­grund mei­ner zuvor gemach­ten Erfah­run­gen auf den Bal­kan recht gut zurecht kam.

Aber womit ich über­haupt nicht gerech­net hat­te, war zum einen die Offen­heit und Herz­lich­keit der Ein­woh­ner gegen­über Frem­den und zum ande­ren haben mir sowohl die wun­der­schö­ne Land­schaft als auch die kul­tu­rel­len High­lights das ein oder ande­re Mal den Atem geraubt. Ich weiß, der Bal­kan ist viel­fäl­tig und land­schaft­lich ein Traum. Dass Alba­ni­en mich aber so in sei­nen Bann zie­hen wird und einen nach­hal­ti­gen Ein­druck bei mir hin­ter­lässt, das hät­te ich nicht erwar­tet.

Der Tou­ris­mus steckt in vie­len Gebie­ten in Alba­ni­en noch in den Kin­der­schu­hen. Den­noch lässt sich die­ses Bal­kan­land ohne Pro­ble­me berei­sen. Und gera­de die­se Ursprüng­lich­keit macht den Reiz von Alba­ni­en aus. In ein paar Jah­ren wird es in vie­len Tei­len des Lan­des sicher­lich nicht mehr zu ruhig zuge­hen…

Das musst du unbe­dingt gemacht haben: Eine Gon­del­fahrt in Tira­na. Mit dem Daj­ti Eks­p­res geht es auf den Berg Daj­ti. Der Aus­blick über Tira­na und das Umland ist ein­fach fan­tas­tisch von dort oben.

Die schöns­te Pan­ora­ma­stra­ße: Mei­ne Lieb­lings­stre­cke ist die SH23 vom Fier­za Stau­see bis ins Valbo­na Tal. Es geht vom Stau­see über unbe­rühr­tes Hin­ter­land bis in die Ber­ge des Valbo­na Natio­nal­parks.

Stausee mit zwei Inseln.

Ria am Fier­za Stau­see (Foto: Ria Voss)

Das kul­tu­rel­le High­light Alba­ni­ens: Für mich unan­ge­foch­ten an der Spit­ze aller Sehens­wür­dig­kei­ten in Alba­ni­en: Die Stadt Berat, ein UNESCO Welt­kul­tur­er­be.

Schöns­ter Kon­takt mit Ein­hei­mi­schen: Kurz vor Pis­ko­vë gibt es die unschein­ba­re Wein­kel­le­rei „Kan­ti­na Bej­ko”. Die halb­stün­di­ge Wein­pro­be, auf der wir uns meist nur mit Hän­den und Füßen unter­hal­ten haben, hat mir gezeigt, wie offen, unkom­pli­ziert und inter­es­siert die Alba­ner sind.

Über Ria on Tour:

Ria ist Rei­se­b­log­ge­rin aus Ham­burg und beschreibt sich gern als „Rei­se­holic“. Ihr Fern­weh führt sie regel­mä­ßig in tol­le Städ­te, frem­de Län­der und zu groß­ar­ti­gen Land­schaf­ten. Am liebs­ten reist sie indi­vi­du­ell, mit Ruck­sack oder macht einen Road­trip durchs Land. Der Bal­kan hat es ihr hier­bei beson­ders ange­tan. So war sie schon in Kroa­ti­en, Mon­te­ne­gro und Alba­ni­en unter­wegs. Und das nächs­te Bal­kan­land soll bald fol­gen!

Nadi­ne von Tra­vel More – Bab­b­le Less: Natur­phä­no­men Syri i Kal­ter

Im Süden Alba­ni­ens, nur 35 km von den Traum­strän­den Ksa­mils ent­fernt, liegt das außer­ge­wöhn­li­che Natur­phä­no­men Syri i Kal­tër (dt. das „Blaue Auge”). Hin­ter die­sem ver­hei­ßungs­vol­len Namen steckt die was­ser­reichs­te Quel­le Alba­ni­ens im sonst eher tro­cke­nen Mali i Gje­rë Gebir­ge. Bis zu 6 m³  kla­res Was­ser spru­deln pro Sekun­de aus dem Quell­topf und flie­ßen schließ­lich in den schöns­ten Gelb‑, Grün- und Blau­tö­nen in die Bistri­ca ab.
Blick in Wasser in verschiedenen Blautönen.

Syri i Kal­ter. (Foto: Nadi­ne Lauf­hä­ger)

Von der Aus­sichts­platt­form über der Karst­quel­le ver­sinkt man gera­de­zu in dem fes­seln­den Blick des nicht enden-wol­len­den dun­kel­blau­en Auges, des­sen tat­säch­li­che Tie­fe bis­her immer noch nicht ein­deu­tig bestimmt wer­den konn­te. Ein kur­zer Spa­zier­gang führt durch die urwald­ähn­li­che Umge­bung der Bistri­ca, wo sich Schmet­ter­lin­ge und Insek­ten zwi­schen gro­ßen Pla­ta­nen und Eichen tum­meln.

Das Blaue Auge ist übri­gens pro­blem­los mit jedem nor­ma­len PKW zuerst über die gut aus­ge­bau­te SH99 von Saran­da und spä­ter über eine 2 km lan­ge Schot­ter­stra­ße zu errei­chen. Obwohl man hier nicht viel Zeit ver­brin­gen kann, ist das Syri i Kal­tër unse­rer Mei­nung nach ein loh­nens­wer­ter Halb­ta­ges­aus­flug zu einer Oase vol­ler Far­ben. Wer mehr Zeit mit­bringt, kann den Besuch der Quel­le mit dem nur wei­te­re 35 km ent­fernt lie­gen­dem Gji­ro­kastër ver­bin­den. Die ältes­te Stadt des Lan­des ist UNESCO Welt­erbe und bekannt für sei­ne anti­ken Karst­stein­ge­bäu­de.

Über Tra­vel More – Bab­b­le Less:

Nadi­ne bloggt zusam­men mit ihrem Part­ner Ste­fan auf Tra­vel More – Bab­b­le Less über ihre Rei­sen mit Zelt, ein­sa­me Natur­er­leb­nis­se und die Aben­teu­er, in die sie des­halb unwei­ger­lich hin­ein­schlit­tern.

Julia von Mein Welt­buch: Valbo­na Natio­nal­park

Den letz­ten grö­ße­ren Ort Bajram Curr haben wir bereits vor einer Stun­de mit unse­rem Wagen pas­siert. Seit­dem fol­gen wir der gut aus­ge­bau­ten Stra­ße ent­lang dem tür­kis schim­mern­den Gebirgs­fluss „Lumi e Valbo­nes“ immer höher und tie­fer in die alba­ni­schen Accur­sed Moun­tains.
Es ist heiß an die­sem Mit­tag im August, und hier und da sieht man ein­hei­mi­sche Kin­der im Fluss baden, doch über­wie­gend begeg­net uns nie­mand auf der gesam­ten Stre­cke.
An einer mor­schen Brü­cke par­ke ich unse­ren Golf am Stra­ßen­rand, und wir lau­fen auf die gegen­über­lie­gen­de Fluss­sei­te. Dort liegt ein Fried­hof und… eine alte Moschee. Welch ein sur­rea­ler Anblick in die­ser den Alpen-ähn­li­chen Land­schaft!
Unser heu­ti­ges Ziel ist Valbo­na im gleich­na­mi­gen Natio­nal­park im Nor­den Alba­ni­ens. Eigent­lich nicht ein­mal ein Dorf, eher eine Hoch­ebe­ne mit eini­gen Gast­häu­sern und einem Cam­ping­platz, wo die bei­den US-Ame­ri­ka­ner Cathe­ri­ne und ihr Mann Alfred ein Para­dies für Hiker und sol­che, die es wer­den wol­len, auf­bau­en. Drei Tage wol­len wir hier in einem ihrer Gast­häu­ser ver­brin­gen, wan­dern und die spek­ta­ku­lä­re Natur genie­ßen.

Im Valbo­na Natio­nal­park. (Foto: Julia Bremm)

Der Wecker im Wan­der­pa­ra­dies klin­gelt früh, denn alle wol­len im Som­mer mög­lichst vor der Mit­tags­hit­ze einen Groß­teil ihrer Tour zurück gelegt haben. Und so fin­den wir uns bereits gegen 6 Uhr mor­gens im spar­ta­nisch ein­ge­rich­te­ten Früh­stücks­raum wie­der. Jeder bekommt einen Pott Kaf­fee, zwei Schei­ben Grau­brot mit Kaj­mak und Käse, sowie einen Pan­ca­ke mit Mar­me­la­de.
Dann packt Haus­herr Shko­dran die gro­ße Wan­der­kar­te aus, und jeder kann sich indi­vi­du­ell von ihm für eine Tour bera­ten las­sen. Cathe­ri­ne und ihr Mann haben seit ihrer Ankunft hier vor 7 Jah­ren vie­le Wege und Tou­ren beschil­dert und mar­kiert, wie man es aus den Alpen kennt.
Wir ent­schei­den uns für den 9 Kilo­me­ter lan­gen Rund­weg „Maja i Rosit“.
Wel­che gran­dio­sen Aus­sich­ten wir auf der Tour erle­ben, von den Wan­der-Anfän­ger­feh­lern, die wir bege­hen, ob wir die Stre­cke den­noch schaf­fen, und wes­halb wir uns plötz­lich ganz laut­stark unter­hal­ten, erfahrt ihr in mei­nem aus­führ­li­chen Blog Natio­nal­park Valbo­na­tal – Das alba­ni­sche Natur- und Wan­der­pa­ra­dies.

Über Mein Welt­buch – Rei­se­b­log

Road­trips, Natur­er­leb­nis­se und beson­de­re Begeg­nun­gen mit frem­den Kul­tu­ren der Welt, die­se The­men ste­hen beim Rei­sen für Julia und ihren Freund, dem Foto­gra­fen Dani­el, ganz klar im Vor­der­grund. Auf Mein­Welt­buch-Rei­se­b­log liest man über authen­ti­sche Rei­se­er­leb­nis­se abseits des Tou­ri-Main­streams. Rei­se-Inspi­ra­ti­on, tol­le Geheim­tipps und ech­te Aben­teu­er garan­tiert.

Marie und Chris von World on a Bud­get: Tira­na

Tira­na, die Haupt­stadt von Alba­ni­en, hat zwar kei­ne welt­be­kann­ten Sehens­wür­dig­kei­ten, aber ist uns direkt ans Herz gewach­sen. Ich per­sön­lich den­ke ja, dass es eine der span­nends­ten euro­päi­schen Städ­te ist. War­um? In Tira­na erleb­ten wir eine anste­cken­de Leben­dig­keit und über­all begeg­ne­ten uns coo­le Bars, Cafés und eine gan­ze Men­ge Kunst.
Beson­ders das Vier­tel Ish Bllo­ku ist nicht nur herr­lich bunt, son­dern hat eine brei­te Aus­wahl an span­nen­den Loca­ti­ons. Beson­ders schön ist hier die Bar Radio, wel­che mit ihrem bun­ten Innen­hof auch tags­über eine tol­le Anlauf­stel­le ist. Gene­rell sind die Cafés in Tira­na stets gut besucht. Am bes­ten schlen­dert ihr ein biss­chen durch die Gas­sen und legt hier und da einen Stopp ein. Auch schön zum Fla­nie­ren ist der gro­ße Park von Tira­na mit einem mäch­ti­gen Spring­brun­nen, der direkt hin­ter der Uni­ver­si­tät beginnt. Eine grü­ne Ruhe­oa­se in der sonst von Plat­ten­bau­ten domi­nier­ten Innen­stadt.

Beton-Pyramide mit bunten Fenstern.

Die Pyra­mi­de in Tira­na. (Foto: Marie Käfer)

Eines der skur­rils­ten Gebäu­de ist eine Pyra­mi­de mit­ten in der Innen­stadt. Ursprüng­lich war sie mal als Muse­um gedacht. Heu­te kann man das nur noch erah­nen, denn die Pyra­mi­de aus Beton, Glas und Metall sieht schon etwas mit­ge­nom­men aus. Doch typisch, wie wir Tira­na ken­nen­ge­lernt haben, wis­sen die Ein­woh­ner sowas in etwas Beson­de­res zu ver­wan­deln. Kin­der rut­schen die stei­len Wän­de der Pyra­mi­de hin­un­ter und von oben kann man herr­lich die Aus­sicht genie­ßen und ver­wei­len.

Ein wei­te­res High­light ist ganz klar das güns­ti­ge und reich­hal­ti­ge Essen. Wir gönn­ten uns öfters mal ein Byrek und gin­gen meis­tens ein Mal am Tag groß Essen. Preis­lich lagen wir da immer mit zwei
Per­so­nen inklu­si­ve Geträn­ke deut­lich unter 15 €. Auch in etwas „geho­be­ne­ren“ Restau­rants. Typisch sind medi­ter­ra­ne Spei­sen und Fleisch­spie­ße.

Ihr seht: Tira­na hat eini­ges zu bie­ten und weiß durch­aus zu über­ra­schen. Uns hat die quir­li­ge Stadt jeden­falls auf Anhieb rich­tig gut gefal­len und ihr soll­tet einen kur­zen Abste­cher nach Tira­na durch­aus ein­pla­nen. Mehr über die Stadt erfahrt ihr in unse­rem Tira­na Rei­se­be­richt.

Marie und Chris blog­gen auf World on a Bud­get über Rei­sen trotz begrenz­ter Zeit- und Geld­res­sour­cen. Beson­ders in Latein­ame­ri­ka sind die bei­den Exper­ten.

Ines und Tho­mas von Gin des Lebens: Die kon­trast­rei­che Stadt Tira­na – wo moder­ne Kunst auf Ver­fall und eine dunk­le Geschich­te trifft.

Die Stadt Tira­na hat in den letz­ten Jah­ren einen enor­men Auf­schwung erlebt. In der Stadt trifft moder­ne Kunst auf Ver­fall und auch die dunk­le Geschich­te ist noch spür­bar.
Moder­ne Kunst fin­det man zum Bei­spiel mit Reja – The Cloud, eine moder­ne Kunst­in­stal­la­ti­on des Künst­lers Sou Fuji­mo­to. Sie steht hier als Zei­chen für Kunst in Alba­ni­en. Sie ist öffent­lich zugäng­lich und vor allem abends ein ech­ter Hin­gu­cker. Auch Stree­tart fin­det man an der einen oder ande­ren Ecke der Stadt.
Geht man weni­ge Schrit­te wei­ter sieht man die Pyra­mi­de von Tira­na. Einst als dem 1985 ver­stor­be­nen Dik­ta­tor Enver Hoxha gewid­me­tes Muse­um gedacht, ist sie heu­te dem Ver­fall über­las­sen.
Will man in die Geschich­te der Stadt ein­tau­chen, emp­fiehlt sich ein Besuch von Bunk’art 2. Ein in einem ehe­ma­li­gen Bun­ker unter­ge­brach­tes Muse­um, das die dunk­le Ver­gan­gen­heit der Stadt ver­an­schau­licht. Kei­ne leich­te Kost, aber den­noch ein Teil der der Stadt und abso­lut sehens­wert.

Platz mit Reiterstatue in Tirana.

Skan­der­berg Platz, Tira­na.   (Foto: Ines Erla­cher)

Tira­na kann man gut zu Fuß erkun­den. Bei einem Spa­zier­gang kommt man an vie­len span­nen­den Ecken und Plät­zen vor­bei und kann dabei das Flair der Stadt erle­ben. Müss­ten wir die Stadt mit nur weni­gen Wor­ten beschrei­ben wäre das wohl „lie­be­voll chao­tisch“.

Über Gin des Lebens:

„Rei­sen ist für uns der Gin des Lebens” – unter die­sem Mot­to blog­gen Ines und Tho­mas über ihre facet­ten­rei­chen Rei­sen, von Schnäpp­chen bis Luxu­s­ur­laub. Beson­ders lie­ben sie das Meer. Daher gehö­ren auch Tau­chen und Schnor­cheln zu ihren Beschäf­ti­gun­gen.

Dag­mar und Bru­no von Lucky Ways geben 5 Tipps für den Nor­den Alba­ni­ens

Alba­ni­en – viel­leicht eines der weni­gen noch ver­blie­be­nen Eldo­ra­dos für Off­roa­der? Wir waren im Herbst 2016 dort. Da merk­te man schon sehr den begin­nen­den Tou­ris­mus. Vor allem am Stra­ßen­bau.

Das Dorf Theth, Mit­tel­punkt des wun­der­schö­nen The­ti Natio­nal­parks im Nor­den des Lan­des war ursprüng­lich nur off­road zu errei­chen und im Win­ter voll­kom­men von der Außen­welt abge­schnit­ten. Zu unse­rer Rei­se­zeit war die Stra­ße bis zum Terthorës Pass schon geteert und ver­mut­lich wur­de sie in den letz­ten drei Jah­ren auch wei­ter­ge­baut. So kommt man wahr­schein­lich nicht nur mit alba­ni­schen Mini­bus­sen, son­dern auch mit dem Miet­wa­gen inzwi­schen ganz gut hin. Die High­lights und Über­nach­tungs­mög­lich­kei­ten fin­det ihr hier.

 

Geländewagen mit Dachzelt auf Straße in Albanien.

Auf Alba­ni­ens Stra­ßen unter­wegs. (Foto: Bru­no Char­bon­nier)

Abso­lut sehens­wert ist das Blue Eye of Theth, ein Gum­pen wie aus dem Para­dies, zu dem man in einer guten Stun­de hin­wan­dern kann.
Tipp für die Ein­rei­se: Ihr braucht vor allem abseits grö­ße­rer Orte die alba­ni­sche Lan­des­wäh­rung. Leki bekommt man in grö­ße­ren Orten hin­ter der Gren­ze am Geld­au­to­ma­ten.
Tipp für Cam­per: 2016 gab es gera­de mal 8 Cam­ping­plät­ze in Alba­ni­en. Das Lake Shko­dra Resort direkt am gleich­na­mi­gen See ist ein Top Platz. Waschen, Bröt­chen­ser­vice und medi­ter­ra­nes Restau­rant ist alles da. Eine Erho­lungs­mög­lich­keit direkt am Was­ser nach anstren­gen­dem Off­road­trip.

Tipp für Auto­fah­rer gene­rell: Die Auto­bahn, soweit vor­han­den, wird von allen benutzt, also auch Fuß­gän­gern, teil­wei­se gan­zen Fami­li­en, Esels­kar­ren und allen mög­li­chen sons­ti­gen Las­ten­ge­fähr­ten wie Motor­rad mit Anhän­ger o.ä. Erhöh­te Vor­sicht und redu­zier­te Geschwin­dig­keit ist des­we­gen vor allem in der Dun­kel­heit wich­tig.
Und noch ein High­light ist die etwa drei­ein­halb­stün­di­ge Fahrt über den Koman­see. Die Fäh­re ist rus­ti­kal, es sind auch schon wel­che abge­sof­fen. Für alle Aben­teu­rer auf jeden Fall ein biss­chen Ner­ven­kit­zel. Der Aus­blick ist gran­di­os. Es ist ein biss­chen wie eine Fahrt durch einen nor­we­gi­schen Fjord.
Die gro­ßen Städ­te waren für uns weni­ger inter­es­sant. In net­ter Erin­ne­rung haben wir Kru­je nörd­lich von Tira­na mit Moschee und einem klei­nen ori­en­ta­li­schen Basar. Hier haben wir für 40 € im Dop­pel­zim­mer im Hotel Pan­ora­ma, dem bes­ten Hotel der Stadt über­nach­tet. Und der Por­tier spricht bes­ten Düs­sel­dor­fer Dia­lekt.

Über Lucky Ways:
Lebe Dein Aben­teu­er nach Dei­nem Geschmack – Mit die­sem Slo­gan lie­fern Dag­mar und Bru­no auf ihrem Blog Lucky Ways Tipps und Infor­ma­tio­nen für den Indi­vi­du­al­rei­sen­den, der auf eige­ne Faust, im eige­nen Tem­po, mög­lichst aut­ark und abseits vom Main­stream unter­wegs ist und ein Span­nungs­feld zwi­schen Wild­nis und Aben­teu­er sowie Kul­tur und Genuss nicht als Wider­spruch emp­fin­det.
Wenn sie nicht gera­de zu Fuß z.B. auf einer Trek­king­tour sind, rei­sen sie am liebs­ten Off­road im Land­ro­ver Dis­co­very mit Dach­zelt.