Budapest hat viele schöne Seiten und ist auf jeden Fall eine Städtereise wert. Unsere Budapest-Tipps haben wir dir ja bereits verraten.

In diesem Artikel geht es um die Dinge, die du in Budapest vermeiden solltest. Sei es, um dich nicht unnötig zu ärgern, zu viel Geld zu bezahlen oder Enttäuschungen vorzubeugen.

Fehler 1: „Abrechnung in Euro“ am Geldautomat oder bei Kartenzahlung auswählen

Ein beliebter Trick, um Touristen nicht nur in Ungarn das Geld aus der Tasche zu ziehen: Beim Abheben von Bargeld am Automaten wirst du gefragt, ob die Abrechnung in Landeswährung (Forint) oder in Euro geschehen soll.

Wähle hier auf jeden Fall die Landeswährung! Bei der Abrechnung in Euro wird dir nämlich mit Sicherheit ein ungünstiger Kurs berechnet.

Auch wenn du im Restaurant, Hotel oder Geschäft mit Karte bezahlst, kommt es vor, dass diese Frage gestellt wird. Also pass auch hier auf, was du wählst.

Fehler 2: Fahrt mit dem Hop-On-Hop-Off-Bus

Überall, wo sich Touristen in Budapest tummeln, wird dir die Fahrt mit dem Hop-On-Hop-Off-Bus angeboten werden.

Roter Bus in Budapest.

Moderner Bus in Budapest.

Doch Budapest hat ein hervorragendes Nahverkehrssystem. Die Verkehrsmittel fahren in einem dichten Takt. Mit Metro, Straßenbahn und Bussen kommst du schnell und günstig an jedes Ziel, dass das Touristenherz begehrt. Das ist viel preiswerter als die teure Hop-On-Hop-Off-Tour.

Fehler 3: Beim Umsteigen keine neue Fahrkarte lösen/entwerten

Wenn du den Öffentlichen Nahverkehr in Budapest benutzt ist es wichtig zu wissen, dass Einzeltickets nicht zum Umsteigen gelten – außer innerhalb der Metro. Wenn du also Bahn oder Bus wechselst, musst du ein neues Ticket lösen oder entwerten.

In den Bahnen und Bussen wird viel kontrolliert. Es gibt keine Nachsicht für Touristen, die sich nicht im Tarifsystem auskennen. Unser Tipp: Am besten holst du dir ein Tagesticket oder ein Mehrtagesticket. Dann kannst du entspannt jederzeit in eine Bahn springen.

Gelbe U-Bahn im Tunnel.

Innerhalb der Metro ist Umsteigen erlaubt.

Über die Ticketpreise in Budapest kannst du dich hier informieren.

Fehler 4: Taxi fahren

Budapests Taxifahrer haben einen sehr schlechten Ruf. Sie schalten das Taxameter nicht an, fahren Umwege, können kein Wechselgeld herausgeben und sollen manchmal sogar betrügerisch alte, nicht mehr gültige Scheine als Wechselgeld geben.

Natürlich gibt es auch andere, die ehrlich sind. Uns haben die Warnungen aber abgeschreckt. Da das Nahverkehrsnetz (siehe oben) in Budapest sehr gut ist, haben wir auf die Erfahrung verzichtet.

Auch vom oder zum Flughafen kommst du problemlos mit dem öffentlichen Bus.

Fehler 5: Im Supermarkt dem Personal im Weg stehen

Zugegeben, dieser Rat ist kaum umzusetzen, will man sich in einem fremden Supermarkt orientieren. Vielleicht sollten wir es so umformulieren: Erwarte auf keinen Fall Freundlichkeit in Geschäften.

Wir haben noch auf keiner Reise so unfreundliche Leute erlebt wie in Budapest. Eine Verkäuferin schubste uns von hinten mit dem Besen aus dem Weg. Eine andere schrie uns an, als wir vorm Kühlregal standen und sie mit einem Wagen vorbei wollte.

Lächeln an der Kasse war Fehlanzeige. Die Frage nach bestimmten Waren wurde unwillig und mit genervtem Gesichtsausdruck beantwortet. Wer sich über Unfreundlichkeit in deutschen Läden beklagt, sollte mal in Budapest einkaufen gehen…

Fehler 6: Die Restaurant-Rechnung bezahlen, ohne sie zu überprüfen

Es soll wohl in einigen touristischen Restaurants vorkommen, dass auf der Rechnung schon mal Posten auftauchen, die du gar nicht bestellt hast. In den von uns besuchten Restaurants ist uns das nicht passiert.

Restaurant mit geschnitzten Stühlen.

Im Restaurant immer die Rechnung kontrollieren!

Aber ein Blick auf die Rechnung lohnt auch, um die Frage zu klären, ob das Trinkgeld als Servicegebühr schon aufgeschlagen wurde. Das ist bei vielen Lokalen üblich. In diesem Fall brauchst du kein zusätzliches Trinkgeld zu geben.

Fehler 7: Schon beim Überreichen des Geldes „Danke“ sagen

Ein weiterer Restaurant-Tipp: Wenn du beim Überreichen des Geldes schon höflich „Danke“ sagst, wird der Kellner es so verstehen, dass du kein Wechselgeld zurück möchtest. Er freut sich dann über ein möglicherweise üppiges Trinkgeld.

Fehler 8: Trinkgeld auf dem Tisch liegenlassen

Genau wie bei uns in Deutschland ist es nicht üblich, das Trinkgeld auf dem Restauranttisch liegen zu lassen. Das gilt als unhöflich.

Du solltest dem Servicepersonal entweder sagen, auf welche Summe du aufrunden möchtest oder das Geld explizit überreichen.

Fehler 9: Karten fürs Parlament nicht rechtzeitig vorbestellen

Eine Führung durch das prächtige Parlament ist ein Höhepunkt eines Budapest-Besuchs. Leider können wir davon nicht aus erster Hand berichten, denn wir hatten versäumt, rechtzeitig die Eintrittskarten zu bestellen.

Das Parlament am Ufer der Donau.

Uns blieb wegen mangelnder Vorbereitung nur der Blick von außen aufs Parlament.

Gerade in der Hauptsaison solltest du das am Besten schon vor Antritt deiner Reise tun. Bei uns hat es wenige Tage vor dem gewünschten Besuch nicht mehr geklappt, es war alles ausverkauft.

Fehler 10: Das obere Stockwerk der Großen Markthalle besuchen

Die Große Markthalle ist auf jeden Fall sehenswert. Das Gebäude besteht aus einer beeindruckenden Stahlkonstruktion und beherbergt hunderte von Marktständen. Hier tummeln sich sowohl Einheimische als auch Touristen.

Im Erdgeschoss findest du Marktstände, die Obst und Gemüse, Fleisch und Wurstwaren, Käse und Milchprodukte sowie Backwaren anbieten. Im Untergeschoss gibt es eingelegte Gemüse (ungarische Spezialitäten) und Fisch (sowie einen Aldi, falls dich das interessiert…).

Eine dichte Reihe von Salamis hängt am Marktstand.

Reichlich ungarische Spezialitäten gibt es in der Großen Markthalle.

Das Obergeschoss ist rein touristisch ausgelegt. Souvenirbude neben Souvenirbude, dazwischen drängen sich hunderte Menschen durch die engen Gänge. An einer Seite gibt es Imbissstände, die wir im Selbstversuch für dich getestet haben. Wir raten dir eindeutig davon ab.

Fehler 11: Das Lukasz-Bad in der Hauptsaison besuchen

Budapest ist für seine Thermen berühmt. Daher sind sie natürlich Anziehungspunkt für Touristen und Einheimische gleichermaßen.

Wir waren im Lukasz-Bad, das völlig überfüllt war. Offensichtlich gab keine Regelung am Eingang, dass ab einer gewissen Besucherzahl niemand mehr herein gelassen wurde. Es gibt vier Thermal-Becken mit unterschiedlich warmem Wasser. Jedes davon war mit mindestens der dreifachen Menge an Menschen gefüllt, die laut Hinweisschild dort hinein gedurft hätten.

Wir vermuten, dass das Lukasz-Bad bei Touristen besonders beliebt ist, da es in der Budapest-Card enthalten ist. Inhaber dieser Touristenkarte erhalten freien Eintritt in das Thermalbad.

Abgesehen von der Überfüllung fanden wir das Bad nicht mal besonders schön. Es wirkte alt und nicht besonders gepflegt.

Hast du auch noch Tipps oder Erfahrungen, die du mit uns teilen möchtest? Schreibe sie gerne in die Kommentare!