An einer unge­wöhn­li­chen Hilfs­ak­ti­on für Kam­bo­dscha hat unse­re Freun­din Doer­te teil­ge­nom­men. Bei der Fund­ri­ding-Tour fah­ren die Teil­neh­men­den auf Motor­rol­lern durchs Land. Natür­lich tra­gen sie dabei alle Kos­ten sel­ber.

Für die gefah­re­nen Kilo­me­ter haben sie sich im Vor­feld Spon­so­ren gesucht. Die so gesam­mel­ten Spen­den­gel­der wer­den in Hilfs­pro­jek­te inves­tiert. Wäh­rend der Fund­ri­ding-Tour durch Kam­bo­dscha besuch­ten die Teil­neh­men­den ver­schie­de­ne Hilfs­pro­jek­te.

Initi­iert wird die Fund­ri­ding-Tour durch die Orga­ni­sa­ti­on Klei­ne Hilfs­ak­ti­on e. V. in Neuss.

***Gast­bei­trag von Doer­te Storf***

Anrei­se mit Roll­stuhl

Mei­ne Rei­se durch Kam­bo­dscha ist vor­bei. Das Erleb­te wird noch lan­ge nach­klin­gen und eini­ge Ein­drü­cke wer­de ich sicher nie ver­ges­sen.

Am 29.11. star­te­te der Flie­ger von Düs­sel­dorf über Frank­furt nach Bang­kok. Wir soll­ten jeder einen Roll­stuhl mit­neh­men, die­ser war als Hand­ge­päck ange­mel­det. Ansons­ten wür­den erheb­li­che Fracht­kos­ten für den Trans­port anfal­len. Nach mei­ner Cover­sto­ry, das Hüft­pro­blem, wur­de ich tat­säch­lich durch den gesam­ten Flug­ha­fen Frank­furt und Bang­kok gescho­ben. In Frank­furt dach­te ich noch „Hof­fent­lich tref­fe ich kei­ne bekann­ten Gesich­ter“.

In Bang­kok wur­de ich an der lan­gen Immi­gra­ti­on-Schlan­ge sowie an der lan­gen Taxi-Schlan­ge vor­bei gescho­ben und in ein Taxi gekippt. Easy! Der Roll­stuhl war schon mal in Süd­ost­asi­en.

Unse­re Fund­ri­ding-Tour-Grup­pe

Wir waren 12 Teil­neh­men­de, dazu zwei deut­sche Gui­des, vier Khmer Gui­des, davon ein Arzt und ein Van-Fah­rer.
Und Nadi­ne, die im Namen der Klei­nen Hilfs­ak­ti­on e.V. die Lei­tung über­nahm. Wir waren eine gro­ße Trup­pe und an vier Sta­tio­nen reich­ten weder die Vor­rä­te an Bier noch an Gin/Tonic – stän­dig hör­ten wir im Lau­fe der Aben­de wie Mopeds los­tob­ten, um Nach­schub zu besor­gen. Tja, die­se Grup­pe war nicht zu unter­schät­zen und die jewei­li­gen Jah­res­um­sät­ze der Bar­be­trie­be wur­den an die­sen Aben­den sicher erreicht.

Und nicht nur in die­ser Bezie­hung war unse­re Grup­pe nicht zu top­pen, denn seit Bestehen der Fund­ri­ding-Tou­ren haben wir gemein­sam die meis­ten Spen­den­gel­der ein­ge­sam­melt. Fast 74.000 Euro! Wir sind mäch­tig stolz und der Dank geht an alle Spon­so­ren.

Nach einem Ken­nen­lern-Abend auf der Khao­s­an Road in Bang­kok fuh­ren wir am 01.12. um 5 Uhr mor­gens in drei Mini­bus­sen cir­ca vier Stun­den bis zur Gren­ze nach Poi­pet. In einer lan­gen Kara­wa­ne pas­sier­ten wir die Aus­rei­se aus Thai­land, die Visa­s­ta­ti­on und Grenz­kon­trol­le nach Kam­bo­dscha – mit Fin­ger­ab­druck-Scan.

See, in dem sich die Wolken spiegeln.

Land­schaft im Kar­da­mom-Gebir­ge.

Mit Rol­lern im kam­bo­dscha­ni­schen Ver­kehr

Die nächs­ten vier Stun­den in einem Taxi nach Bat­tam­bang schien für uns Neu­lin­ge im Khmer-Stra­ßen­ver­kehr das Ende unse­rer bis dahin kur­zen Rei­se zu sein. Unse­re schre­ckens­wei­ten Augen husch­ten vom Gegen­ver­kehr – zur Tacho­schei­be – zum Stra­ßen­rand – zu Moped­fah­rer aus allen Rich­tun­gen. Das war der Vor­ge­schmack…

Unweit von Bat­tam­bang über­nah­men wir auf dem Gelän­de der koope­rie­ren­den
Hilfs­or­ga­ni­sa­ti­on Barnee­bo Orga­ni­za­ti­on („genug“ auf Khmer) unse­re Scoo­ter Hon­da Wave 125.

Ein Van und eine Gruppe Rollerfahrer auf einer unbefestigten Straße.

Unter­wegs auf Kam­bo­dschas Stra­ßen.

Nach Fah­r­in­struk­tio­nen und ‑übun­gen auf der ers­ten Red Road beka­men wir eine lei­se Ahnung, was in den nächs­ten Tagen auf uns zukom­men wür­de. Wir haben schnell gelernt, dass die Ver­kehrs­re­geln völ­lig unwich­tig sind, nur das eige­ne Selbst­be­wusst­seins zählt. Ein ein­zel­nes Zögern, das wäre das Gefähr­li­che. Ein­mal ent­schei­den und dann drauf­hal­ten, so machen das alle und es funk­tio­niert. Hat sogar rich­tig Spaß gemacht und in Deutsch­land hät­ten wir mehr­mals täg­lich unse­ren Füh­rer­schein abge­ben kön­nen. Tat­säch­lich war es mäch­tig gefähr­lich. Wir sind alle froh, dass nichts pas­siert ist.

Die ers­ten Tage waren ganz im Zei­chen der Klei­nen Hilfs­or­ga­ni­sa­ti­on e.V. und den Spon­so­ren- und Spen­den­gel­dern gewid­met.

Das Hilfs­pro­jekt WASH

Haut­nah konn­ten wir mit­er­le­ben, wofür die­se Gel­der ver­wen­det wer­den. Schu­len wer­den auf die ein­fachs­te Art mit Trink­was­ser­sys­te­men aus­ge­stat­tet – das Pro­jekt WASH (Wasser, Sani­tä­re Ein­rich­tun­gen und Hygie­neschu­lun­gen).

Die Schu­len im länd­li­chen Bereich haben im Nor­mal­fall noch nicht ein­mal eine Toi­let­te. Die dar­aus fol­gen­den hygie­ni­schen Umstän­de für die Schüler*innen sind für uns kaum vor­stell­bar.

Einstöckiges Schulgebäude, davor kugelförmige Wassertanks.

Eine der besuch­ten Schu­len mit den Regen­was­ser­tanks.

Mit Hil­fe der Spen­den wer­den 4000-Liter-Regen­was­ser­tanks aus Beton auf­ge­stellt (her­ge­stellt vor Ort), die mit Regen­was­ser wäh­rend der Regen­zeit gefüllt wer­den. Mit einer Pum­pe wird das Was­ser in Vor­rats­be­häl­ter gepumpt, durch Bio­sand­fil­ter gerei­nigt und die Kin­der haben sau­be­res Trink­was­ser. Eine Fla­sche neh­men sie nach der Schu­le mit nach Hau­se, somit ver­brei­ten sie das erlang­te Wis­sen über Hygie­ne auch bei den Eltern und der Fami­lie.

Zudem wer­den Toi­let­ten­an­la­gen gebaut und Hand­wasch­sta­tio­nen.

Langes Waschbecken mit mehreren Wasserhähnen an einer Wand.

Eine der Hand­wasch­sta­tio­nen.

Was für uns selbst­ver­ständ­lich ist, das ist für die Kin­der und deren Fami­li­en Luxus. Inzwi­schen hat die klei­ne Hilfs­ak­ti­on e.V. über 25 Schu­len mit die­sen Sys­te­men aus­ge­stat­tet. Im Regel­fall kos­tet das pro Schu­le etwa 5.000 Euro – was für ein gerin­ger Auf­wand im Ver­gleich zum gro­ßen Nut­zen für die Gesund­heit, die Ent­wick­lung und deren Nach­hal­tig­keit.

Das Hilfs­pro­jekt Ponds-Pumps-Gar­dens

Das Pro­jekt PPG – Ponds-Pumps-Gar­dens – gibt Hil­fe zur Selbst­hil­fe. Hier ent­ste­hen Bio-Bau­ern­hö­fe, deren Bau­ern mit Hil­fe eines gegra­be­nen Teichs und einer Pum­pe ihre Acker­bö­den bewäs­sern kön­nen.

Rechteckiger Wasserteich.

Ein Was­ser­teich für die Bewäs­se­rung.

Auch in die­sem armen Land gibt es inzwi­schen Kon­zer­ne, die die Ern­ten und das Acker­land den Bau­ern auf­grund der feh­len­den Logis­tik für wenig Geld abkau­fen. Gleich­zei­tig ver­sor­gen sie die Bau­ern mit Dün­ger und Saathy­bri­den. Der Boden geht kaputt, die Saat muss jedes Jahr neu gekauft wer­den und immer mehr Dün­ger muss gestreut wer­den, um zumin­dest eine klei­ne Ern­te ein­fah­ren zu kön­nen.

Feld mit Reihen von grünen Pflanzen.

Hier wach­sen die Früch­te der Arbeit.

Im Pro­jekt PPG wer­den die Bau­ern aus­ge­bil­det, wie Pflan­zen bio­lo­gisch ange­baut wer­den. Frucht­fol­gen wer­den ein­ge­hal­ten, die Ern­te­er­trä­ge stei­gen, das Saat­gut ist gesund und wie­der­ver­wert­bar. Als erfreu­li­che Fol­ge des stei­gen­den Tou­ris­mus gibt es inzwi­schen eine erhöh­te Nach­fra­ge nach Bio-Pro­duk­ten in Hotels und Restau­rants. Die Bau­ern sind in der Lage Nutz­tie­re aus ihren eige­nen Erlö­sen zu kau­fen. Die Bau­ern kön­nen aus eige­nen Mit­teln den Lebens­un­ter­halt ihrer Fami­li­en erar­bei­ten, sie wer­den wei­ter­ge­bil­det und geben ihr Wis­sen an ihre Kin­der wei­ter.

Pro­jekt Dör­fer

Die Dör­fer Chy Hong I und II wur­den aus 70 obdach­lo­sen Fami­li­en gegrün­det. Jede Fami­lie bekam ein Haus, ein eige­nes WASH mit Regen­was­ser-Auf­fang­sys­tem sowie eine Latri­ne. Sie wer­den im Umgang mit Was­ser, Hygie­ne und dem Bio­Sand­fil­ter geschult. Es wur­de eine dorf­in­ter­ne Infra­struk­tur geschaf­fen, wie befes­tig­te Wege durch das Dorf, Tief­brun­nen und ein Kin­der­gar­ten.

Viele lachende Kinder.

Fröh­li­che Dorf­kin­der.

Die Dorf­be­woh­ner wer­den in der Anla­ge des eige­nen Gar­tens geschult und Über­pro­duk­tio­nen wer­den zu einem fai­ren Preis abge­nom­men. Das von der Regie­rung zur Ver­fü­gung gestell­te Land ist zum Teil noch ver­mint, es ist auch nicht das frucht­bars­te, und vie­le Män­ner arbei­ten noch als ille­ga­le Arbei­ter in Thai­land. Aber ihre Fami­li­en haben eine Blei­be, ein sozia­les Gefü­ge, sie wer­den wei­ter­ge­bil­det und die Kin­der gehen zur Schu­le.

Pro­jekt Behin­der­ten­hil­fe: Die Roll­stuhl-Spen­den

Berüh­rend war die Über­ga­be der Roll­stüh­le. Ein Arzt vor Ort wähl­te im Vor­feld die Bedürf­ti­gen aus. Alle Fami­li­en­mit­glie­der und das gesam­te Dorf waren zuge­gen, als der Van mit den Roll­stüh­len und wir auf unse­ren Mopeds ange­fah­ren kamen.

Man muss sich vor­stel­len, wie die­se Men­schen, die jah­re­lang nur auf Holz­prit­schen lie­gen, in Schub­kar­ren trans­por­tiert wer­den, plötz­lich erfah­ren, dass sie bald einen Roll­stuhl haben. Dass sie ohne Hil­fe ande­rer wie­der am Leben teil­neh­men kön­nen. Teils strahl­ten sie uns ent­ge­gen, teils wein­ten sie, teils waren sie wie ver­stei­nert.

Kambodschanische Frau im Rollstuhl lacht Doerte an.

Was für eine Freu­de!

Ich hat­te das Glück, dass die Dame, die mei­nen Roll­stuhl bekam so lach­te, sich so freu­te und dabei so unglaub­lich wür­de­voll war. Ich lie­be die­ses Foto und ich habe die­ses Gefühl kon­ser­viert.

Kam­bo­dschas Müll­pro­blem

Die weni­ger schö­nen Sei­ten des Lan­des sind über­all prä­sent. Kam­bo­dscha hat kein Müll­be­sei­ti­gungs-Sys­tem. Nur in den grö­ße­ren Städ­ten wird Müll abge­holt, dies aber zu hor­ren­den Prei­sen, die sich die meis­ten Fami­li­en nicht leis­ten kön­nen. Der Müll wird ver­brannt, an fast jedem Haus schwelt ein bei­ßen­der Plas­tik­brand. Oft direkt neben dem Haus, der Schu­le, dem Markt. Man kann kaum atmen.

Müllhalde in der Landschaft.

Alles ande­re als schön.

Auf den gro­ßen städ­ti­schen Müll­de­po­ni­en leben Fami­li­en im größ­ten Elend. Sie ver­die­nen ihren Lebens­un­ter­halt durch Aus­sor­tie­ren von Roh­stof­fen. Gene­rell ist das Ver­ständ­nis von Müll für uns völ­lig fremd. Die Men­schen leben im Müll, Kin­der spie­len mit Müll, die Hun­de fin­den hier ihr Fres­sen.

Pro­ble­me mit Kor­rup­ti­on und Aus­beu­tung

Augen­schein­lich bestim­men Kor­rup­ti­on und Ego­is­mus der Höher­ge­stell­ten die Amts­ge­schäf­te. Das Land wird an Chi­ne­sen ver­scher­belt. Die­se bau­en Stau­däm­me, ver­kau­fen den Strom wie­der teu­er an Kam­bo­dscha. Stau­stu­fen in den gro­ßen Flüs­sen ver­ur­sa­chen Dür­re und Tro­cken­heit. Sie hol­zen die Regen­wäl­der ab, der Mekong droht zu ver­schlam­men, die Seen trock­nen aus.

Die Fol­gen des Ter­ror-Regimes der Roten Khmer

Das Ter­ror­re­gime unter Pol Pot und sei­ner Armee, den roten Khmer hat das Land und sei­ne Bewoh­ner trau­ma­ti­siert und gezeich­net.

Von 1975 – 1979 wur­de ein Vier­tel der Bewoh­ner von Kam­bo­dscha umge­bracht. Men­schen wur­den ent­wur­zelt, Fami­li­en getrennt. Die gesam­te Bil­dungs­schicht, Ärz­te, Juris­ten, Phi­lo­so­phen, Schrift­stel­ler, Leh­rer, Künst­ler, Mön­che etc. und deren Fami­li­en wur­den als Fein­de des geplan­ten Bau­ern­staats gefol­tert und umge­bracht. Es reich­te eine Bril­le zu tra­gen, wei­che Hän­de oder eine hel­le­re Haut zu haben.

1975 ist noch gar nicht so lan­ge her – ich war damals 15 Jah­re. Die­ser Bil­dungs­ver­lust wird erst nach meh­re­ren Genera­tio­nen auf­ge­holt sein. Men­schen in mei­nem Alter müs­sen den abso­lu­ten Hor­ror erlebt haben. Pol Pot war ein Wahn­sin­ni­ger und hat bis 1998 im Unter­grund wei­ter­ge­lebt und agiert. Zwei hoch­ran­gi­ge Ver­tre­ter des dama­li­gen Regimes wur­den erst­mals (!) im Novem­ber 2018 wegen Geno­zids schul­dig gespro­chen.

Kam­bo­dscha wur­de in den Indo­chi­na-Krieg ver­wi­ckelt. In des­sen Fol­ge hat Ame­ri­ka mehr Bom­ben dort abge­wor­fen als ins­ge­samt im 2. Welt­krieg. Die Roten Khmer haben noch zusätz­lich Land­mi­nen ein­ge­gra­ben, um ihre ver­meint­li­chen Fein­de im eige­nen Land zu töten. Wei­te Land­stri­che sind nicht zu betre­ten, es ist immer noch gefähr­lich vom Weg abzu­kom­men.

Und trotz allem Elend und Armut sind die Men­schen zwar zurück­hal­tend, aber immer freund­lich und nett. Mir wur­den bei einem kur­zen Spa­zier­gang Mit­fahr­mög­lich­kei­ten auf den Mopeds ange­bo­ten, Spei­sen wer­den geteilt und Lächeln wird schnell erwi­dert.

Der Groß­teil der Ein­woh­ner Kam­bo­dschas sind Bud­dhis­ten, die­se fried­li­che Reli­gi­on macht das Land sicher. Kein Khmer wird sich am Eigen­tum ande­rer ver­grei­fen.

Besuch von Ang­kor Wat

Die letz­te Etap­pe war Siem Reap. Hier steht die sagen­um­wo­be­ne Tem­pel­stadt Ang­kor Wat – eines der sie­ben Welt­wun­der. Es ist für mich nicht zu beschrei­ben, wel­che Ener­gie, wel­che Kraft und Schön­heit in die­sen Stät­ten wohnt. Der Anblick von Ang­kor Wat ließ mich nur ein atem­lo­ses „Ich bin hier“ flüs­tern und die Gän­se­haut, die ich ab da fast zwei Tage hat­te, stellt sich schon beim Schrei­ben die­ser Zei­len wie­der ein.

Khmer-Tempel in Angkor Wat.

Die beein­dru­cken­de Archi­tek­tur von Ang­kor Wat.

Es ist ein über­wäl­ti­gend schö­ner Ort.

Die Rei­se hat mich emo­tio­nal unglaub­lich berührt und nun zu wis­sen und vor Ort erlebt zu haben, wozu die Spen­den­gel­der genutzt wer­den, was an der Basis tat­säch­lich bewegt wird, macht mich sehr glück­lich.

Fotos: Doer­te Storf, Isa Bol­lings, Simon Planz